Konzertreihe
Ein Abschied und das neue Ringofenkonzert-Jahresprogramm

Nach 20 Jahren hört die Formation Hanneli-Musig auf. Im Ringofenkonzert vom Freitag, 2. Dezember, 20 Uhr, in der Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell ist nun das letzte Programm unter dem Titel «Gassenhauer» zu hören. Im kommenden Jahr planen die Veranstalter einen Schwerpunkt mit tschechischer Musik.

Drucken
Die Hanneli-Musig macht auf ihrer Abschiedstournee in Appenzell Halt.

Die Hanneli-Musig macht auf ihrer Abschiedstournee in Appenzell Halt.

Bild: PD

Die Konzerttätigkeit führte die Hanneli-Musig in den vergangenen 20 Jahren durch die ganze Schweiz und ins nahe Ausland und machte die umfangreiche Schweizer Volksmusik-Sammlung von Hanny Christen sehr populär. Die Sammlung beinhaltet nicht ausschliesslich Schweizer Volksmusik, sondern allerlei Alpenländisches, beliebte Melodien aus Opern und Operetten, bekannte Lieder, Kaffeehausmusik und populäre Schlager von anno dazumal – echte «Evergreens».

In den Konzerten der Hanneli-Musig finden sich Walzer mit Schmelz, temporeiche Galopps und Polkas mit Bodenhaftung, angereichert mit überraschenden Harmonien, rhythmischen Spezialitäten und dem beliebten Hanneli-Wunschkonzert, für das an diesem Abend natürlich auch Melodien aus Appenzell gewünscht werden dürfen.

Die Musiker der Gruppe – Dani Häusler, Johannes Schmid-Kunz, Fränggi Gehrig, Fabian Müller, Ueli Mooser und Peter Gisler – haben entschieden, die Konzerttätigkeit dieses Ensembles nach 20 Jahren einzustellen. Das neue und allerletzte Konzertrepertoire «Gassenhauer» begleitet die Hanneli-Musig auf die «goldene» Konzerttournee. Die Hälfte der Hanneli-Musiker – Ueli Mooser (2010), Dani Häusler (2017) und Johannes Schmid-Kunz (2021) – wurden mit dem bedeutendsten Anerkennungspreis des klingenden Schweizer Brauchtums geehrt – dem Goldenen Violinschlüssel.

2023 im Zeichen tschechischer Musik

Tschechische Musik vom Barock bis ins 20. Jahrhundert bildet den roten Faden der Ringofenkonzerte 2023, wobei die quirlige Spielfreude dieser Musik aus Böhmen und Mähren auch auf andere Konzerte abfärbt. So wie auf die Aufführung von Martinůs absurd-ironischer jazziger Ballettmusik «Revue de Cuisine» mit dem Schauspieler Graham F. Valentine, oder wenn das slowakische Janoska Ensemble mit seinem Programm «The Big B’s» begeisternde Improvisationslust zelebriert, ebenso wie Katica Illényi im Neujahrskonzert.

Der berühmteste tschechische Komponist Antonín Dvořák spielt in mehreren Konzerten eine gewichtige Rolle. Daneben erklingen spielfreudige Werke vom barocken Meister Jan Dismas Zelenka, von Mozarts Zeitgenossen Jiří Družecký und dem genialen Bohuslav Martinů. Auch Musik des mit Dvořák befreundeten Leoš Janáček und von Bedřich Smetana wird zu hören sein.

Abwechslungsreich ist auch das weitere Saisonprogramm. So spielt der Starpianist Konstantin Scherbakov zu Ehren des 150. Geburtstags eine «Hommage à Sergei Rachmaninoff», ein Oktett um den Appenzeller Trompeter und Komponisten Michael Neff changiert mit «Ballads & more» zwischen Klassik und Jazz, die Kapelle Nogler mit der Appenzeller Geigerin Clarigna Küng verbindet alte Engadiner Tänze mit neuer Appenzeller Streichmusik und das international gefeierte Kuss Quartett spannt einen gewaltigen Bogen von Beethoven über Janáčeks «Kreutzersonate» bis hin ins 21. Jahrhundert.

Im vergangenen Jahr erlebte die neue «Série Jeunes» eine erfolgreiche erste Saison. Auch in der zweiten Auflage 2023 werden junge Schweizer Talente das Publikum erneut mit ihrem grossartigen Können begeistern. Neben dem Jahresabonnement für alle 12 Konzerte und dem Abo für die «Série Jeunes» werden neu auch 3er- und 6er-Flex-Abos angeboten, die den Besuch von drei oder sechs Konzerten aus dem Saisonprogramm 2023 nach freier Wahl zu attraktiven Konditionen ermöglichen. (pd)

Hinweis

Reservationen in der Kunsthalle Ziegelhütte, unter Telefon 071 788 18 60, per E-Mail info@kunsthalleziegelhuette.ch oder auf der Website h-gebertka.ch.