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Rekordmeldung vom Wetterberg: Der vergangene Lawinenwinter trübte die Bilanz der Säntisbahnen nicht

An der Generalversammlung hat die Säntis-Schwebebahn AG das beste Ergebnis ihrer Geschichte präsentiert. Der Lawinenwinter wird die Bilanz des Jahres 2019 nicht trüben. Die AG will zudem die Ausstellungslandschaft auf dem Gipfel erweitern.
Philipp Wolf
Die Säntisbahnen steigerten ihren Umsatz um gut 2 Millionen Franken. (Bild:Benjamin Manser / TAGBLATT)

Die Säntisbahnen steigerten ihren Umsatz um gut 2 Millionen Franken. (Bild:Benjamin Manser / TAGBLATT)

Auf dem Säntis herrscht oft schlechtes Wetter. Gemäss einem Video, welches die neue Erlebniswelt auf dem Gipfel zum Thema Meteorologie vorstellt, verzeichnet der Berg schweizweit am meisten Niederschlagstage. Am Freitag war das Wetter für einmal prächtig.

Zwar zogen zu Beginn der 85. Generalversammlung der Säntis-Schwebebahnen AG Wolken um die Bergspitze, doch konnte von schlechtem Wetter nicht die Rede sein. Vor allem nicht im prall gefüllten Zelt am Fusse des Berges, in dem sich die Aktionärinnen und Aktionären versammelt hatten. Verwaltungsratspräsident Hansruedi Laich und Geschäftsführer Bruno Vattioni berichteten von guten Aussichten für das Unternehmen, und einem Rekordjahr 2018. Auch der vergangene Lawinenwinter trübte die Bilanz der Säntisbahnen nicht.

Lawinenwinter belastet Säntisbahnen nicht

«Im Januar sind wir mit viel Glück einer Katastrophe entgangen», sagte Laich. Viel mehr Worte wolle er darüber nicht mehr verlieren. Ausser, dass das Unternehmen gut versichert sei. Dem pflichtete Vattioni kurz darauf bei, als er sagte: «Wir mussten wegen der Lawinen nicht viele Federn lassen.» Wichtig sei für die Säntisbahnen vor allem eine Entschädigung für die Ertragsausfälle für die Zeit, in der die Schwebebahn still gestanden war.

Vattioni unterstrich bei seinem Rückblick, dass die Lawine «nicht vorhersehbar» gewesen war und rühmte in der Folge die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. «Viele sind über sich hinaus gewachsen.» Erfreulicher als der Blick auf den vergangenen Winter fiel jener auf den zurückliegenden Sommer aus. Das Geschäftsjahr 2018 war das erfolgreichste in der Geschichte der Säntisbahnen. Es resultierte ein Betriebsgewinn von 3.6 Millionen Franken, der Umsatz stieg um gut 2 von 17.3 auf 19.4 Millionen.

Die 435863 Besucherinnen und Besucher, welche die Schwebebahn auf den Säntis transportierte, hätten sich zudem angenehm auf den gesamten Sommer verteilt, so Laich. Es habe am Berg kein konzentrierter Ansturm stattgefunden. «Overtourism» sei es also nicht gewesen, sagte der Präsident. Kaum waren die Zahlen präsentiert, mahnte Laich jedoch: «Das Rekordergebnis muss in Zukunft wieder erreicht werden. Nur so können wir die getätigten Investitionen decken.»

Der Berg als Naturkundemuseum

Die angesprochenen Investitionen beziehen sich auf Projekte, welche der Verwaltungsrat bereits angestossen oder erst ins Auge gefasst hat. Zum einen wird dieses Jahr das neue Gastronomiekonzept der Säntisbahnen fertig umgesetzt. Das neue Bergrestaurant zählt dabei, laut Vattioni, als Prunkstück. Zum anderen sollen der Erlebniswelt Wetter noch weitere Welten folgen. Zuerst soll eine Ausstellung zur Geschichte des Säntis folgen, dann eine zu dessen Geologie.

Letztere Erlebniswelt wird Laich nicht mehr als Verwaltungsratspräsident miterleben. Wie bereits angekündigt tritt er nächstes Jahr zurück. Seine Nachfolge wird der Verwaltungsrat im Verlauf dieses Jahres bestimmen. Gestern wurde zudem Martin Dörig als Nachfolger von Barbara Ehrbar-­Sutter in das Führungsgremium gewählt. Ehrbar-Sutter war aus diesem nach 15 Jahren zurückgetreten.

Als die Generalversammlung wenig später endete, waren die Wolken am Berggipfel verschwunden. Der Ort mit dem schlechtesten Wetter der Schweiz zeigte sich von seiner besten Seite.

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