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Er übte nicht einmal: Wie Schauli aus der Lustmühle es zu Dieter Bohlen ins «Supertalent» geschafft hat

Paul Enzler alias Schauli hat sich für die Castings der RTL-Erfolgsshow «Das Supertalent» qualifiziert. Im August darf er mit seiner Mundharmonika nach Bremen reisen. Dort trifft er auf Dieter Bohlen.
Karin Erni
Neben Mundharmonikas sammelt der passionierte Harleyfahrer Paul Enzler auch Messer. (Bild: Karin Erni)

Neben Mundharmonikas sammelt der passionierte Harleyfahrer Paul Enzler auch Messer. (Bild: Karin Erni)

«Für mich war klar, dass es das war», sagt Paul Enzler über seinen Auftritt an der Vorausscheidung für die deutsche Fernsehshow «Das Supertalent». Doch dann sei so eine Dame mit einem Formular gekommen, auf dem allerhand Rechtliches gestanden habe und das er unterschreiben musste.

«Da wusste ich, wir sind eine Runde weiter. Damit hätte ich nie gerechnet.»

Der pensionierte Schreiner, der in der Lustmühle wohnt, spielt seit zehn Jahren Mundharmonika. Nicht professionell, aber immer wenn ihn eine Band mittun lässt, ergreift er die Gelegenheit. Sein erster Auftritt war am europäischen Harleytreffen am Faakersee in Österreich. Dort habe er die Band The Mystic Eyes begleiten dürfen.

Den Leuten gefalle seine Musik, sagt Schauli, wie er von allen genannt wird. Er spiele nach Gehör und müsse von den Musikern einzig die Tonlage des Stücks wissen, um die Mundharmonika darauf abzustimmen. Enzler spielt fast ausschliesslich die «Blues Harp», die nur zehn Löcher hat. Über 30 Instrumente gehören zu seiner Sammlung, die er immer wieder mit ausgewählten Stücken ergänzt.

Zwei Musiker, die sich verstehen

Er habe sich aus Blödsinn für die Fernsehshow angemeldet, erinnert sich Paul Enzler. Weil eine Mundharmonika alleine nicht gut klinge, habe er den St.Galler Gitarristen George Kouvatsis angefragt. Der Profimusiker hat schon mit Brian May von Queen gespielt und war im Vorprogramm von Lenny Kravitz, wie auf seiner Website zu lesen ist.

Geübt haben die beiden für den Auftritt nicht. Enzler:

«Wir spielen ab und zu gemeinsam, wenn es sich grad ergibt. Mundharmonika spielt man am besten aus dem Stegreif.»

Am Tag vor dem Casting habe ihn plötzlich die Lust verlassen. «Ich dachte, das hat eh keinen Sinn.» Doch seine Partnerin Britta, mit der er seit kurzem zusammenlebt, habe ihn ermuntert, hinzugehen. Also fuhr er mit George Kouvatsis ins Zürcher Renaissance Tower Hotel. Sie hätten die Nummer 23866 erhalten, erinnert sich Schauli an das Casting. «Wahrscheinlich entspricht die Zahl der Anzahl Kandidaten der Sendung.»

Die Kindheit in Herisau verbracht

Paul Enzler ist als Sohn von Innerrhoder Eltern in Herisau aufgewachsen. Als Kind habe er «Quetschkommode» spielen lernen müssen, weil der Vater ein Fan von Georg Kegel war, erinnert sich der 66-Jährige. Eigentlich hätte er lieber eine «Küche» gehabt.

«Also ein Schlagzeug, meine ich.»

Doch das sei nicht dringelegen.

Das Mundharmonikaspiel hat er sich selber beigebracht. «Ich habe mal einen Kurs besucht, doch das war nichts für mich. Ich hätte das Instrument andersrum halten sollen, als ich es gewohnt war.»

Grosser Fan von Harley Davidson

Er sei sein Leben lang Töff gefahren, sagt Paul Enzler. Seit 1995 ist er stolzer Harleyfahrer. Die erste Maschine ging bei einem Unfall zu Bruch. Teile wie den verbeulten Tank hat er noch in der Garage aufgebahrt. Jetzt fährt er eine Road Glide CVO mit allem Schnickschnack wie Soundanlage und beheizten Griffen. Ein weiteres Hobby ist das Sammeln von Messern. Dafür hat er extra ein Möbel gezimmert, das als Bar dient und gleichzeitig Ausstellungsvitrine ist.

Im August geht es auf nach Bremen. Dort werde er auf Dieter Bohlen treffen, und es werden TV-Aufnahmen gemacht, mutmasst Enzler. «Ich glaube nicht, dass wir weiterkommen, aber toll wäre es schon.»

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