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Ciriaco Sforza wird Trainer des FC Basel – wer wird sein Nachfolger beim FC Wil?

Wils Cheftrainer Ciriaco Sforza wechselt als Trainer zum FC Basel. Wer Sforza in Wil beerben soll, ist noch unklar – ein möglicher Nachfolger wurde zuletzt mehrmals im Bergholz gesichtet.

Ralf Streule
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Ciriaco Sforza soll bald in Basel an der Seitenlinie stehen.

Ciriaco Sforza soll bald in Basel an der Seitenlinie stehen.

Bild: Marc Schumacher / Freshfocus (23. Juni 2020)

Am Morgen nach der ersten Meldung des «Blick», dass Ciriaco Sforza den FC Wil in Richtung Basel verlassen werde, äusserten sich Wils Klubverantwortliche zurückhaltend. Die Hauptbotschaft: Noch sei nichts unterschrieben, deshalb gebe es vorläufig keine weitere Auskunft. Beim Testspiel am Mittwochmittag stand Sforza noch an der Seitenlinie. Am gleichen Abend aber wurde der Wechsel offiziell. «Die Verträge wurden unterzeichnet. Der noch bis zum 30. Juni 2022 gültige Vertrag mit dem FC Wil wird per Ende August 2020 vorzeitig aufgelöst. Assistenztrainer Daniel Hasler wird Ciriaco Sforza nach Basel folgen», schrieb der Klub.

Nach dem überraschenden Abgang von Sforza nach 16-monatiger Tätigkeit beim FC Wil werden die Verantwortlichen einige Fragen zu beantworten haben. Die Wichtigste: Wer soll das Team übernehmen?

Wenig Spielraum für den neuen Trainer

Eine Schwierigkeit für den Neuen wird sein, dass die junge Wiler Mannschaft stark von Sforza geformt worden ist. Der Trainer war während seiner Zeit in Wil gleichzeitig inoffizieller Sportchef – zumindest aber wichtiger Teil der sportlichen Kommission, die sich mit der Kaderbildung beschäftigte. Will heissen: Die Spieler sind auf Sforzas Ideen zugeschnitten. Wer nun übernimmt, wird in einem fertigen Nest zumindest zu Beginn nicht mehr allzu viel Handlungsspielraum haben. Die andere Schwierigkeit: Viele Leihspieler, unter anderem vom FC Zürich oder RB Leipzig, dürften unter anderem wegen Sforzas gutem Ruf als Ausbildner in Wil gelandet sein. Wie werden sie beziehungsweise die Besitzerklubs auf Sforzas Abgang reagieren?

Der Neue muss also ein Ausbildner sein – damit das Wiler Credo, die Arbeit mit Jungen, weitergeführt werden kann. Aus dem Umfeld des Klubs wird oft Urs Meier als möglicher Nachfolger genannt, der ehemalige FC-Zürich- und Rapperswil-Trainer. Er soll zuletzt mehrmals im Bergholz gesichtet worden sein – und wird von Dino Lamberti beraten, der einen guten Draht zum FC Wil pflegt. Ein anderer Name, der kursiert:
Patrick Rahmen. Der Trainer wurde im Juli beim FC Aarau entlassen. Gut möglich, dass die Wiler den Abgang von Trainer Sforzas und des Assistenten Hasler antizipiert und bereits die Fühler nach Alternativen ausgestreckt haben.

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