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Die Bundesratswahl im Rückblick: Die Jubelbilder, die Gratulationen, die Polit-Analyse

Gleich in den jeweils ersten Wahlgängen sind FDP-Kandidatin Karin Keller-Sutter und CVP-Kandidatin Viola Amherd in den Bundesrat gewählt worden. Hier sind die wichtigsten Momente des Wahltags zusammengestellt.
Martin Oswald, Linda Müntener

Am frühen Morgen

Karin Keller-Sutter, die klare Favoritin der FDP, schreitet im Licht vieler Kameras zum Bundeshaus in Bern. In der Tasche dürfte die Antrittsrede bereit sein.

(Bild: Keystone)

(Bild: Keystone)

Nach der «Nacht der langen Messer» rechnet niemand mit einer Überraschung. So sagt etwa Nationalrat Markus Ritter (CVP/SG): «Es ist alles entschieden. Der Mist ist geführt.» Erwartungsvoll machen sich 12 Frauen vom Klub «Business and Professional Women» auf den Weg von Wil nach Bern.

(Bild: Benjamin Manser)

(Bild: Benjamin Manser)

Die schnelle und klare Wahl von Karin Keller-Sutter

1. Wahlgang
Karin Keller-Sutter
Karin Keller-Sutter
FDP
154
Hans Wicki
Hans Wicki
FDP
56
Absolutes Mehr
119 Stimmen

Erwartet deutlich wird FDP-Kandidatin Karin Keller-Sutter im ersten Wahlgang mit 154 Stimmen in den Bundesrat gewählt. Hans Wicki erhält 56 Stimmen.

Einer der ersten Gratulanten ist der St.Galler SP-Ständerat Paul Rechsteiner. (Bild: Keystone)

Einer der ersten Gratulanten ist der St.Galler SP-Ständerat Paul Rechsteiner. (Bild: Keystone)

Die Antrittsrede der neuen St.Galler Bundesrätin

Keller-Sutter dankt dem Parlament «von ganzem Herzen» in ihrer Rede. «In unserem Land mit seinen politischen Institutionen hat ein Mensch nur einen bedingten Einfluss. Wenn wir etwas erreichen wollen, wenn wir Lösungen erarbeiten wollen, können wir das nur gemeinsam», sagt die neue Bundesrätin. Sie habe grossen Respekt vor der Aufgabe. «Ich bitte Sie, mich konstruktiv kritisch zu begleiten.»

«Mit meiner Wahl beenden Sie ein dornenvolles Kapitel Bundesratsgeschichte der Frauen in der FDP», sagt Karin Keller-Sutter weiter. Jetzt kehre wieder Normalität ein. Die St.Gallerin ist die erste FDP-Vertreterin im Gremium seit Elisabeth Kopp, die aus dem Amt gedrängt wurde.

Die Vereidigung der beiden neuen Bundesrätinnen

Die beiden frisch gewählten Bundesrätinnen, Viola Amherd, CVP, und Karin Keller-Sutter, FDP, bei der Vereidigung. (Bild: Yoshiko Kusano/freshfocus)

Die beiden frisch gewählten Bundesrätinnen, Viola Amherd, CVP, und Karin Keller-Sutter, FDP, bei der Vereidigung. (Bild: Yoshiko Kusano/freshfocus)

So jubeln die Ostschweizer Anhänger von Karin Keller-Sutter in Wil und Bern

Anhänger der FDP jubeln im Restaurant Äusseren Stand in Bern über die Wahl von Karin Keller-Sutter. (Bild: Keystone)

Anhänger der FDP jubeln im Restaurant Äusseren Stand in Bern über die Wahl von Karin Keller-Sutter. (Bild: Keystone)

Die FDP des Kantons St.Gallen gratuliert ihrer Bundesrätin in einer Medienmitteilung: «Der 5. Dezember 2018 geht als historischer Tag in die Geschichte ein: für den Kanton St.Gallen und den St.Galler Freisinn», so Kantonalpräsident und Kantonsrat Raphael Frei. Der Kanton St.Gallen ist seit dem Rücktritt von CVP-Bundesrat Kurt Furgler im Jahr 1986 nicht mehr im Bundesrat vertreten, der St.Galler Freisinn seit 1954. «Wir sind ungemein stolz, dass der Kanton St.Gallen und die Ostschweiz nun mit einer solch profilierten und kompetenten Persönlichkeit in der Landesregierung vertreten sind. Wir gratulieren unserer Karin von Herzen. Viel Erfolg und das nötige Glück, Frau Bundesrätin!», betont Frei.

Die Analyse von Tagblatt-Chefredaktor Stefan Schmid

«Die St.Gallerin ist nicht nur eine Hoffnungsträgerin für die Ostschweiz. Sie setzte sich als Ständerätin zusammen mit ihrem SP-Kollegen Paul Rechsteiner beharrlich für Anliegen unseres Landesteils ein. Und die Vorzeichen stehen gut, dass sie dies nach Kräften auch in neuer Funktion tun wird. Keller-Sutter ist auch eine Hoffnungsträgerin für den Schweizer Freisinn. Die 54-Jährige wird im Bundesrat – im Unterschied etwa zu ihren mitunter umständlich agierenden Vorgängern Johann Schneider-Ammann und Didier Burkhalter – eine prägende und gestaltende Rolle spielen. Das dürfte dem Freisinn, der sich ohnehin im Aufwind befindet, zusätzlichen Schub verleihen.»

Die geplante Feier für Karin Keller-Sutter

Der Kanton St.Gallen wird seine neue Bundesrätin zusammen mit der Bevölkerung feiern. Die Feier findet am Donnerstag, 13. Dezember, in St.Gallen und in Wil statt. Die Feier beginnt um 14.25 Uhr beim Bahnhof St.Gallen und um 15.15 Uhr in der Lokremise St.Gallen. Im kreisförmigen Innenhof der Lokremise wird die Bevölkerung auf die neue Bundesrätin anstossen können. Anschliessend reist Karin Keller-Sutter mit ihren Gästen weiter nach Wil, wo sie mit der Bevölkerung beim Hofplatz zu Wil feiern wird. Tagblatt.ch wird von den Feierlichkeiten berichten.

Doch erstmal geniesst die neu gewählte Bundesrätin ein Bad in der Menge auf dem Bundesplatz in Bern.

Die frisch gewählte Bundesrätin Karin Keller-Sutter auf Tuchfühlung mit der Bevölkerung auf dem Bundesplatz. (Bild: Benjamin Manser)

Die frisch gewählte Bundesrätin Karin Keller-Sutter auf Tuchfühlung mit der Bevölkerung auf dem Bundesplatz. (Bild: Benjamin Manser)

Die Wahl von CVP-Kandidatin Viola Amherd und der Jubel im Wallis

1. Wahlgang
Viola Amherd
Viola Amherd
CVP
148
Heidi Z'graggen
Heidi Z'graggen
CVP
60
Absolutes Mehr
121 Stimmen

Mit 148 Stimmen schafft Viola Amherd gleich im ersten Wahlgang die Wahl in den Bundesrat. Konkurrentin Heidi Z'graggen kommt auf 60 Stimmen, CVP-Parteipräsident Gerhard Pfister erhält 17 Stimmen. Gross ist der Jubel im Wallis.

Der emotionale Abschied von Doris Leuthard

Nie sei Doris Leuthard emotional geworden, sagt Nationalratspräsidentin Marina Carobbio in ihrer Würdigung über die Bundesrätin – darüber muss nicht nur das Parlament sondern auch Doris Leuthard selber lachen. Dann spricht Leuthard: «Ich habe meine Arbeit als ehrenvolles Privileg empfunden. Es war eine spannende und sehr intensive Zeit.» Leuthards grösster Dank geht an ihren Mann. Ihr Appell an alle: «Es gibt nur eine Schweiz. Kämpfen Sie für unser schönes Land!» Mit grossem Applaus wird die Bundesrätin verabschiedet.

Die humorvolle Rede von Johann Schneider-Ammann

Schneider-Ammann eröffnet seine Rede mit folgenden Worten: «Wenn Sie mich fragen, was mein Lieblingsmöbel ist, käme mir bestimmt kein Rednerpult in den Sinn». Spontanapplaus und Gelächter. Heute trete er nur ans Pult, um sich zu verabschieden – und um dem Parlament alles Gute zu wünschen. «Jetzt blüht Schneider-Ammann aber nochmals auf», flüstert eine SP-Parlamentarierin ihren Kollegen zu.

So präsentiert sich der neu formierte Bundesrat

Die neu gewählten Bundesrätinnen Karin Keller-Sutter (2. von rechts) und Viola Amherd (3. von rechts) posieren für ein Gesamtbundesrats-Bild. Von links, Bundespräsident Alain Berset, Ueli Maurer, Simonetta Sommaruga, Guy Parmelin, Ignazio Cassis und Bundeskanzler Walter Thurnherr. (Bild: Keystone)

Die neu gewählten Bundesrätinnen Karin Keller-Sutter (2. von rechts) und Viola Amherd (3. von rechts) posieren für ein Gesamtbundesrats-Bild. Von links, Bundespräsident Alain Berset, Ueli Maurer, Simonetta Sommaruga, Guy Parmelin, Ignazio Cassis und Bundeskanzler Walter Thurnherr. (Bild: Keystone)

Und dann noch dies: Toni Brunner und Pascale Bruderer verabschieden sich aus dem Berner Politbetrieb

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