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FCSG-Fans prügeln 55-jährigen Mann spitalreif

Drei Männer haben am Samstagabend am Bahnhof St.Margrethen einen Mann an Krücken angegriffen. Das Opfer erlitt Kopfverletzungen und musste mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden.
Andri Rostetter
Der Bahnhof St.Margrethen. (Bild: Kurt Latzer)

Der Bahnhof St.Margrethen. (Bild: Kurt Latzer)

Am Samstagabend kurz vor 21.45 Uhr stiegen am Bahnhof St.Margrethen mehrere Personen aus, darunter eine Gruppe jüngerer Männer mit FCSG-Fanutensilien. Drei davon sollen dabei einen 55-jährigen Mann gestossen haben, der an Krücken ging. Auf die Frage, ob sie denn keinen Respekt hätten, hätten die Männer den 55-Jährigen angegriffen.

«Sie schlugen mir mehrmals mit den Fäusten ins Gesicht», sagt das Opfer auf Anfrage. Darauf sei er zu Boden gegangen. Die Männer hätten ihn daraufhin mit Fusstritten traktiert und seine Krücken weggenommen. Anschliessend seien sie durch die Unterführung geflüchtet und mit einem Auto davon gefahren. Das Opfer schätzt die Täter auf 20- bis 23-jährig. Einer der Männer sei mit einem FCSG-Schal bekleidet gewesen.

Nachts um 3 Uhr ins Kantonsspital

Insgesamt sei er etwa 30 Mal getroffen worden, gibt der 55-Jährige zu Protokoll. Danach sei er nach Hause gegangen. Etwa um 3 Uhr nachts hätten ihn starke Schmerzen geplagt, worauf er die Ambulanz gerufen habe. Diese habe ihn zuerst ins Spital Rorschach gebracht. Zwecks weiterer Abklärungen sei er anschliessend ins Kantonsspital nach St.Gallen gebracht worden. Zur Polizei gegangen sei er noch nicht, werde dies aber noch nachholen.

Publik wurde der Vorfall wegen eines Facebook-Eintrags einer Bekannten des Opfers.

(Screenshot: Facebook)

(Screenshot: Facebook)

Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, warnt vor solchen Aufrufen. «Es ist sehr wichtig, dass in solchen Fällen die Polizei umgehend verständigt wird. Private Zeugenaufrufe ergeben keinen Sinn.» Die Polizei könne den Opfer den entsprechenden Schutz geben. «Wir wissen auch, wie mit den Informationen umzugehen ist.»

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