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Ab Freitag gilt im Thurgau ein Wasserentnahmeverbot

Weil es lange Zeit zu wenig regnete, hat sich das Wasserdefizit im Thurgau verschärft. Deshalb hat der Kanton entschieden, Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern zu verbieten. Bodensee und Rhein sind vom Verbot ausgenommen.
Das Wasserentnahmeverbot gilt auch für die Thur - hier zwischen Warth und Frauenfeld. (Bild: Sebastian Keller)

Das Wasserentnahmeverbot gilt auch für die Thur - hier zwischen Warth und Frauenfeld. (Bild: Sebastian Keller)

(red) Das Verbot tritt ab Freitag, 13. Juli, mit Publikation im Amtsblatt in Kraft und gilt bis auf Widerruf im selben Publikationsorgan, heisst es in einer Mitteilung von Donnerstagmorgen.

Regen ist im Kanton Thurgau seit drei Monaten Mangelware. Trotz einiger Gewitter in der ersten Monatshälfte blieben die Niederschläge im Juni in einigen Gebieten deutlich unter dem Durchschnitt, schreibt der Kanton in der Mitteilung. Seit Beginn des Jahres besteht ein Niederschlagsdefizit und es waren vornehmlich hohe Temperaturen zu verzeichnen. Deshalb führen die Thurgauer Fliessgewässer wenig Wasser. Im Juli ist die Situation kaum anders. Die Wärme der vergangenen Wochen, die hohe Verdunstung, der Wind und das Ausbleiben von ergiebigen Niederschlägen haben das Wasserdefizit im Thurgau verschärft.

Die Wasserführung der Bäche und Flüsse sowie der Quellerträge sind zurückgegangen, schreibt der Kanton weiter in der Mitteilung. Der Wasserstand des Bodensees liegt 60 Zentimeter unter der Norm und auch andere Seen und Weiher haben tiefe Wasserstände. Die lokalen Niederschläge in den vergangenen Wochen haben keine lang anhaltenden Auswirkungen auf die Pegelstände gebracht.

Verbot gilt auch für Bäche und Flüsse

Deshalb hat das kantonale Departement für Bau und Umwelt entschieden, ein Verbot für die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern zu erlassen. Dieses Verbot gilt nicht nur für Bäche, Flüsse und natürliche Weiher, sondern auch für künstliche und bewirtschaftete Weiher wie Mühleweiher, Fischaufzuchtsteiche und der Wasserkraftnutzung dienenden Kanäle.

Vom Verbot ausgenommen sind diejenigen Wasserentnahmen für Bewässerungen, die Wasser aus Oberflächengewässern beziehen, die noch über genügend Wasserreserven verfügen. Dies sind zurzeit der Bodensee (Obersee, Untersee, Seerhein) und der Rhein. Ebenfalls können Wasserentnahmen aus dem Grundwasser oder aus Quellen bis auf weiteres zugelassen werden, heisst es weiter in der Mitteilung.

Zur Normalisierung der Abflussverhältnisse in den Oberflächengewässern sind ausgiebige und lang andauernde Niederschläge in den kommenden Wochen notwendig. Für die zweite Jahreshälfte ist sonst mit einer kritischen Situation für Quellerträge und für die Oberflächengewässer zu rechnen.

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