Birebomme, Tüchelrösli, Hühnersedel: Der Thurgau besteht aus 2200 Siedlungen

207 Ortschaften gibt es im Thurgau. Fast die Hälfte davon zählt weniger als 500 Einwohner. Diese Ortschaften lassen sich zudem in 2200 Dörfer, Weiler, Einzelhöfe oder Stadtteile gliedern.

Larissa Flammer
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Die Siedlung Gutbertshausen in der Gemeinde Sulgen zählte Ende des vergangenen Jahres 18 Einwohner. (Bild: Andrea Stalder)

Die Siedlung Gutbertshausen in der Gemeinde Sulgen zählte Ende des vergangenen Jahres 18 Einwohner. (Bild: Andrea Stalder)

Aktuellste Zahlen der kantonalen Dienststelle für Statistik erlauben einen neuen Blick darauf, wie der Thurgau besiedelt ist. Die 80 politischen Gemeinden bestehen aus 207 Ortschaften, wobei 7 davon mehrheitlich ausserhalb des Kantons liegen.

Eine Ortschaft ist ein bewohntes, geografisch abgrenzbares, zusammenhängendes Siedlungsgebiet mit eigenem Namen und eigener Postleitzahl.

In über zwei Drittel der Ortschaften leben weniger als 1000 Personen, fast die Hälfte hat gar weniger als 500 Einwohner. Nur neun Ortschaften weisen mehr als 5000 Einwohner auf – die grössten sind Frauenfeld, Kreuzlingen und Arbon.

Elf Ortschaften in einer Gemeinde

18 Gemeinden bestehen aus einer einzigen Ortschaft. Im Gegensatz dazu gibt es zum Beispiel auf dem Gebiet der politischen Gemeinde Bussnang elf Ortschaften: Bussnang, Friltschen, Istighofen, Lanterswil, Mettlen, Märwil, Oberbussnang, Oppikon, Rothenhausen, Schmidshof und Stehrenberg.

In der neuen Publikation «Die Ortschaften des Kantons Thurgau und ihre Wohnbevölkerung» lassen sich zu jedem Ort Angaben zur Bevölkerungsstruktur finden: Anzahl Einwohner, aufgeteilt nach Geschlecht, Alter, Nationalität und Konfession. Zu besonders kleinen Ortschaften gibt es jedoch aus Datenschutzgründen keine Angaben.

Das Thurgauer Kartenportal Thurgis

Hinweis: Im Thurgauer Kartenportal Thurgis sind die Siedlungen als Karte dargestellt. Auf der Website der Dienststelle für Statistik sind das Siedlungsverzeichnis und das Ortsverzeichnis zu finden.

Der häufigste Siedlungsname ist «Neuhof»

Die 207 Ortschaften lassen sich in 2200 Siedlungen aufteilen. Dies sind Dörfer, Weiler, Einzelhöfe oder Stadtteile.

Gemäss der Dienststelle für Statistik werden in der Regel Wohngebäude zu einer Siedlung zusammengefasst, wenn sie weniger als 100 bis 150 Meter voneinander entfernt liegen. Als trennende Elemente werden Höhenunterschiede, Wasserläufe, Bahngeleise oder Strassen berücksichtigt; als verbindende Elemente gelten Verkehrsmöglichkeiten wie Brücken oder Unterführungen.

Das neue Thurgauer Siedlungsverzeichnis gibt Auskunft über die Anzahl Einwohner sowie ihre Zugehörigkeit zu den Bezirken, Politischen Gemeinden, Schulgemeinden, Kirchgemeinden und Postleitzahlgebieten. Allerdings sind auch hier aus Datenschutzgründen nicht alle Zahlen publizierbar.

Der am häufigsten vorkommende Siedlungsname im Thurgau ist «Neuhof», diesen gibt es 20 mal. 79 Siedlungsnamen beginnen mit «Ober», 39 mit «Sonnen». Den Wortteil «wald» enthalten 47 Thurgauer Siedlungen, den Wortteil «see» 24. Drei Thurgauer Siedlungen haben ausserdem einen sakralen Klang, sie beginnen mit «Sankt»: St.Katharinental, St.Margarethen und St.Pelagiberg.

Einige weitere Beispiele von Thurgauer Siedlungsnamen:

  • Alpenglühn (Gemeinde Sirnach)
  • Bärenwiesli (Bischofszell)
  • Bethlehem (Homburg)
  • Birebomme (Ermatingen)
  • Chalet Sunneschy (Hüttwilen)
  • Chuchi (Fischingen)
  • Eisweiher (Uttwil)
  • Fohlenweid (Weinfelden)
  • Gmeindwiesli (Wagenhausen)
  • Höll (Fischingen)
  • Hühnersedel (Braunau)
  • Hund (Frauenfeld)
  • Im Putteholz (Lommis)
  • Königsgut (Wigoltingen)
  • Löwenhaus (Langrickenbach)
  • Morgenstern (Hüttwilen)
  • Nili (Eschenz)
  • Oberspeck (Fischingen)
  • Polster (Ermatingen)
  • Rauspfeife (Herdern)
  • Stiergarten (Eschenz)
  • Süesse (Sulgen)
  • Tüchelrösli (Müllheim)
  • Weiherzipfel (Stettfurt)
  • Zur Eule (Wängi)