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Tötungsdelikt Frauenfeld: Kopf des Opfers steckte in einem Sack +++ Motiv des Enkels weiterhin unklar

Neue Details zum Tötungsdelikt in Frauenfeld: Der mutmassliche Täter hat bei seiner Verhaftung den abgetrennten Kopf des Opfers bei sich gehabt. Bei der getöteten Frau handelt es sich um eine 74-jährige Mazedonierin, die Grossmutter des Verdächtigen. Sie war nur zu Besuch bei der Familie in Frauenfeld.

Ida Sandl/Alexandra Pavlovic
In ihrer Wohnung in Frauenfeld wurde die tote Frau vergangene Woche aufgefunden. (Bild: Andrea Stalder)

In ihrer Wohnung in Frauenfeld wurde die tote Frau vergangene Woche aufgefunden. (Bild: Andrea Stalder)

Sie war 74 Jahre alt und lebte in Mazedonien. In Frauenfeld war sie nur, um ihre Familie zu besuchen. Hier ist die Grossmutter eines grausamen Todes gestorben, der Tat dringend verdächtig ist der eigene Enkel. Der 19-Jährige soll sie enthauptet haben. Er sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. Befragungen haben bereits stattgefunden. Doch: «Die Umstände und Hintergründe der Tat sind noch nicht restlos geklärt», sagte Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau. Die Ermittler würden noch nicht alle Details kennen. «Auch das Motiv ist noch nicht klar.»

Bekannt ist, dass der Verdächtige einen italienischen Pass hat. Die Familie stammt ursprünglich aus Mazedonien, lebte aber in Italien, bevor sie in die Schweiz kam. Daher wurde die Befragung des mutmasslichen Täters mit Hilfe eines Dolmetschers geführt.

Kopf des Mordopfers steckte in einem Sack

Nun aber sind weitere Einzelheiten der Tat ans Licht gekommen. Wie die «SonntagsZeitung» unter Berufung gut unterrichteter Quellen berichtet, hat der 19-Jährige den abgetrennten Kopf des Opfers in einem Sack bei sich gehabt, als er am Flughafen in Gewahrsam genommen wurde. Die Thurgauer Staatsanwaltschaft kommentiert diese Information nicht. Genauso wenig, ob Drogen im Spiel gewesen seien und ob beim Täter eine psychische Störung vorliege. Auch über das Tatmotiv schweigt die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen.

Noch steht nicht fest, woran
genau die Frau gestorben ist

Es war eine erschreckende Situation, welche die Polizei bei ihrem Eintreffen am Dienstagabend in der Wohnung vorfand. Der Kopf der Toten sei vom Körper abgetrennt gewesen. Woran die Frau jedoch genau gestorben sei, wissen die Ermittler noch nicht.

Die Leiche befinde sich weiter im Institut für Rechtsmedizin in St.Gallen. Zur Tatwaffe gibt die Polizei keine Auskunft. Eine Woche vor dem verhängnisvollen Dienstag soll der Verdächtige mit einer Schreckschusspistole bei seinem Lehrbetrieb in Aadorf aufgetaucht sein. Die Kollegen des angehenden Elektro-Installateurs schildern ihn als introvertiert, zurückhaltend und unnahbar.

Unmittelbar nach der Tat tauchte er auf den Polizeiposten in Frauenfeld auf und gab dort wortlos sein Handy ab. Die Ermittler können sich bisher keinen Reim auf diese merkwürdige Aktion machen. Der junge Mann wurde noch am Dienstagabend vor dem Gebäude des Flughafens Zürich-Kloten festgenommen.

Wohnung der Familie ist
noch nicht freigegeben

Die Wohnung, in der sich das Drama abspielte, hat die Polizei noch nicht freigegeben. Über die Familie gibt Graf keine Auskunft. «Das untersteht dem Persönlichkeitsschutz.» Die Ermittler versuchen weitere Umstände zu klären. Dazu gehöre, die Spuren des Tatorts auszuwerten.

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