Jahreswechsel
Ruhestörungen, Vorfälle mit Feuerwerk, Streitereien und beschädigte Briefkästen: So fällt die Bilanz der Polizei zur Ostschweizer Silvesternacht aus

Der Rutsch ins neue Jahr heisst für die Polizei vor allem eins: viel Arbeit. Wegen dem Coronavirus fällt der Jahreswechsel auch diesmal etwas ruhiger aus. Dennoch musste etwa die Kantonspolizei St.Gallen zu rund 70 Einsätzen ausrücken. In der Stadt St.Gallen verlief die Nacht hingegen ohne grössere Zwischenfälle. Auch im Kanton Thurgau hatte die Polizei weniger zu tun.

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Coronabedingt verlief der Jahreswechsel in der Ostschweiz auch in diesem Jahr etwas anders. Für die Kantonspolizeien gab es dennoch einiges zu tun. So musste die Kantonspolizei St.Gallen zu rund 70 Einsätzen ausrücken. In vier Fällen weil Personen Böller oder Raketen gegen Gebäude zündeten oder auf vorbeifahrende Autos warfen.

Wie die St.Galler Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt, wurden in Rapperswil-Jona zudem ein Parkticketautomat und in Uzwil zwei Abfalleimer mutmasslich mit Feuerwerk stark beschädigt.

In Uzwil wurden zwei Abfalleimer mutmasslich mit Feuerwerk zerstört.

In Uzwil wurden zwei Abfalleimer mutmasslich mit Feuerwerk zerstört.

Bild: Kapo SG

In rund zehn Fällen musste die Polizei wegen Ruhestörung im privaten sowie öffentlichen Bereich ausrücken. Sie konnte jedoch schnell für Ruhe sorgen. Die Beteiligten zeigten sich meist einsichtig und drosselten die Lautstärke oder lösten die Feierlichkeiten gar auf.

Interventionen im häuslichen Bereich

Zu Einsätzen wegen persönlicher Lebenskrisen ist es an drei Orten gekommen. Teilweise mussten die Personen fachärztlich begutachtet werden.

In sechs Fällen mussten Patrouillen der St.Galler Kantonspolizei bei Streitereien im Privatbereich intervenieren und schlichten. In Sargans und Rapperswil-Jona ist es zudem zu je einer Auseinandersetzung unter Barbesuchenden gekommen. Die Polizei konnte schlichten - verletzt wurde niemand.

Einsätze wegen brennender Abfalleimer

Auch die Feuerwehr musste in der Silvesternacht ausrücken. Mehrere Male wegen brennenden Abfalleimern. In Rorschach, Oberbüren und Ebnat-Kappel gerieten zudem Niederflurcontainer in Brand. In Heerbrugg brannte gar eine Hecke.

In Heerbrugg ist in der Neujahrsnacht eine Hecke in Brand geraten.

In Heerbrugg ist in der Neujahrsnacht eine Hecke in Brand geraten.

Kapo SG

In allen Fällen konnte das Feuer rasch gelöscht werden. Nach ersten Erkenntnissen war abgelassenes oder falsch entsorgtes Feuerwerk meistens Grund für die Brände. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere tausend Franken geschätzt.

Auch Vorfälle mit Tieren

In zwei Fällen ist es auch zu Einsätzen wegen Tieren gekommen. So konnte die Kantonspolizei St.Gallen zwei entlaufene Hunde wieder an ihre Herrchen und Frauchen vermitteln.

Stadt St.Gallen: Einsätze wegen Feuerwerk und Ruhestörungen

Zu keinen grösseren Zwischenfällen ist es in der Stadt St.Gallen gekommen, wie die Stadtpolizei schreibt. Sie musste zwei Mal wegen betrunkenen Personen ausrücken. Zudem gingen fünf Ruhestörungen ein.

Die Stadtpolizei St.Gallen hatte diverse Einsätze wegen Feuerwerk, Auseinandersetzungen oder Ruhestörungen.

Die Stadtpolizei St.Gallen hatte diverse Einsätze wegen Feuerwerk, Auseinandersetzungen oder Ruhestörungen.

Symbolbild: Stapo SG

In den Stunden vor Mitternacht war etwas mehr los. So mussten die Patrouillen acht Mal wegen Meldungen über Jugendliche mit Feuerwerk zu Einsätzen ausrücken. Dabei soll teils Feuerwerk in der Nähe von Häusern oder Strassen abgefeuert worden sein. «Gemäss polizeilichen Kenntnissen wurde niemand verletzt und es entstand kein Sachschaden. Jedoch brannten aus unbekannten Gründen ein Unterflurcontainer und ein Abfallkübel.» Beide Brände konnten schnell gelöscht werden.

Die Einsätze bewegen sich laut der St.Galler Stadtpolizei im Rahmen der Vorjahre. Da es zu keinen grösseren Zwischenfällen gekommen ist, zieht sie für die Neujahrsnacht eine positive Bilanz.

Auch im Thurgau meist friedliche Silvesterfeiern

Ebenfalls etwas ruhiger verlief der Jahreswechsel im Kanton Thurgau. Aus Sicht der Thurgauer Kantonspolizei sind die Feiern meist friedlich geblieben. Von Freitagabend bis Samstagmorgen gingen bei der Kantonalen Notrufzentrale rund ein Dutzend Meldungen über Ruhestörungen im Zusammenhang mit Party- oder Feuerwerkslärm ein.

Wie die Thurgauer Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt, wurden in drei Fällen Briefkästen respektive ein Robidog-Behälter mit Feuerwerk beschädigt. «Bei fünf kleineren Bränden blieb es bei Sachschaden, verletzt wurde niemand.»

Um 2.15 Uhr kontrollierte eine Patrouille der Kantonspolizei in Amriswil einen Autofahrer, der zuvor durch seine Fahrweise aufgefallen war. Weil die Atemalkoholprobe beim 21-jährigen Schweizer einen Wert von 1,1 Promille ergab, wurde sein Führerausweis auf Probe zu Handen des Strassenverkehrsamts eingezogen. (kapo/lex)

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