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Kita-Chef kämpft mit den Tränen: «Für das, was in unseren Räumen passiert ist, gibt es keine Worte»

Ein Mitarbeiter der St.Galler Kindertagesstätte Fiorino steht im Verdacht, zwei Buben im privatem Rahmen und im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit sexuell missbraucht zu haben. Weiter soll er kinderpornografisches Material hergestellt haben. Jetzt hat Kita-Chef Jacques Hefti vor den Medien Stellung genommen.
Alexandra Pavlovic

Verwaltungspräsident Jacques Hefti im Videointerview:

Was wir bislang wissen:

  • Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen hatte Anfang Juli 2018 im Rahmen einer Strafuntersuchung wegen des Verdachts der Verbreitung von Kinderpornographie im «Darknet» gegen einen damals 33-jährigen Schweizer Hausdurchsuchungen durchgeführt.
  • Der Beschuldigte sei damals festgenommen worden und befinde sich seither in Untersuchungshaft.
  • Die Staatsanwaltschaft sagt jetzt: «Es besteht der dringende Verdacht, dass der Beschuldigte sexuelle Handlungen an zwei Knaben unter zwei Jahren vornahm und dabei Videos erstellte, die er zum Teil im «Darknet» verbreitete.»
  • Jacques Hefti, Verwaltungspräsident der Fiorino AG, kann sich den Fall nicht erklären. An der Medienkonferenz kämpft er immer wieder mit den Tränen. «Wir prüfen nun eine Klage gegen den Verdächtigen», sagt er.

Die Medienkonferenz nochmals zum Nachschauen:

Der Ticker zum Nachlesen:

13:20 Uhr

Damit schliessen die Verantwortlichen die Medienkonferenz. Und auch wir verabschieden uns hiermit. Wir halten Sie über den Fall auf dem Laufenden. Es tickerte für Sie Alexandra Pavlovic.

13:18 Uhr

Weiter sagt Hefti: «Nach Bekanntwerden des Vorfalls im Juli 2018 hat die Kinderkrippe sämtliche Abläufe nach Lücken untersucht und versucht zu optimieren. Wir werden das auch diesmal tun».

13:17 Uhr

Anzeichen, dass sich der ehemalige Mitarbeiter fehlerhaft Verhalten hat, gab es in der Vergangenheit nicht, sagt Hefti.

13:14 Uhr

Hefti: «Der ehemalige Mitarbeiter hat zunächst die Lehre in der Kita absolviert. Danach war er für eine kurze Zeit weg, ehe er später als Mitarbeiter eingestellt wurde. Bevor wir ihn aber angestellt haben, musste er das gewöhnliche Bewerbungsprozedere durchlaufen. Wir haben unter anderem auch einen Sonderprivatauszug verlangt.»

13:12 Uhr

Ein Journalist fragt, wie lange der Mitarbeiter bei Fiorino gearbeitet hat.

13:09 Uhr

Wie er weiter sagt, wird derzeit eine Klage gegen den Beschuldigten geprüft.

13:08 Uhr

«Wir werden alles unternehmen, dass so etwas nicht wieder passiert.» Hefti kann den Satz kaum zu Ende sprechen, er ringt immer wieder mit den Tränen.

13:07 Uhr

Hefti ist erschüttert, seine Stimme bricht, er muss kurz eine Pause machen. «Als fünfacher Familienvater bin ich noch mehr erschüttert.»

Fiorino-Verwaltungsratspräsident Jacques Hefti. (Bild: Benjamin Manser)

Fiorino-Verwaltungsratspräsident Jacques Hefti. (Bild: Benjamin Manser)

Man stehe mit allen Eltern in Kontakt und sei auch für sämtliche Mitarbeiter da. Weiter habe man das Kinderschutzzentrum St.Gallen um Unterstützung angefragt und auch mit den Ermittlungsbehörden arbeite man zusammen. Hefti sagt weiter:

«Für das, was in unseren Räumlichkeiten passiert ist, gibt es keine Worte. Ich weiss nicht, wie es dem Mitarbeiter gelungen ist, alleine mit den Kindern zu sein und gar Aufnahmen zu machen.»

Bei Fiorino werde immer in Gruppen und bei offener Türe gearbeitet.

13:04 Uhr

Als der Kita-Mitarbeiter 2018 verhaftet wurde, hatte die Staatsanwaltschaft noch keine genauen Indizien gegen ihn. Heute ist das Bild klarer. Der Verdächtige soll eines der beiden Kinder im privaten Rahmen missbraucht haben. Der zweite Bub sei im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit missbraucht worden. Weiter wird der Kita-Mitarbeiter verdächtigt von zwei weiteren Buben im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit sexuell motivierte Fotos gemacht zu haben. In einem Fall soll er die Bilder gar anonymisiert online verbreitet haben.

13:00 Uhr

Nun spricht Jacques Hefti, Verantwortlicher der Fiorino AG. Er ist zu tiefst betroffen über die neusten Erkenntnisse zum Vorfall. «Wir mussten uns in erster Linie um die Eltern kümmern, weswegen wir erst jetzt Auskunft geben», sagt er.

12:59 Uhr

Der Mann wurde bereits im Juli 2018 festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Die bei Hausdurchsuchungen im Juli sichergestellten Datenträger wurden inzwischen ausgewertet. Laut der St.Galler Staatsanwaltschaft kamen dabei mehrere zehntausend Bilddateien mit mutmasslich kinderpornografischem Inhalt zum Vorschein.

12:58 Uhr

Laut Staatsanwaltschaft besteht nun der dringende Verdacht, dass der 33-Jährige an zwei kleinen Buben sexuelle Handlungen vorgenommen hat – die Kinder waren weniger als zwei Jahre alt.

Der Verdächtige soll Videos erstellt haben, die er zum Teil im Darknet verbreitete. Eines der beiden Kinder soll er im privaten Rahmen missbraucht haben. Der zweite Bub sei im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit missbraucht worden. Weiter wird der Kita-Mitarbeiter verdächtigt von zwei weiteren Buben im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit sexuell motivierte Fotos gemacht zu haben. In einem Fall soll er die Bilder gar anonymisiert online verbreitet haben.

12:55 Uhr

Wegen Verdachts auf Verbreitung von Kinderpornografie im Darknet führte die St.Galler Staatsanwaltschaft bereits im vergangenen Juli Hausdurchsuchungen durch, darunter in der Kindertagesstätte Fiorino Ost in der Stadt St.Gallen. Im Fokus der Ermittlungen stand damals ein 33-jähriger Schweizer.

Wir haben über den Fall im August 2018 berichtet.

12:52 Uhr

Die St.Galler Staatsanwaltschaft hat heute Donnerstag weitere Details kommuniziert. Ein Mitarbeiter der Kindertagesstätte steht im Verdacht, Kinder sexuell missbraucht zu haben, in privatem Rahmen und im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit. Zudem steht er im Verdacht, kinderpornografisches Material hergestellt zu haben.

12:50 Uhr

Herzlich Willkommen zur Medienkonferenz über den mutmasslichen Missbrauchsvorfall in der St.Galler Kindertagesstätte Fiorino Ost. Jacques Hefti, Verwaltungspräsidenten der Fiorino AG, wird den Medien heute zum Fall Red und Antwort stehen.

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