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Musikalisches Intermezzo im Ständerat: Der Schweizerpsalm soll ins Gesetz - und der Ausserrhoder Andrea Caroni verschenkt ein Liederbuch

Der Ständerat befasste sich am Mittwoch mit der Zukunft der Landeshymne. Schlagzeuger Andrea Caroni (FDP/AR) steuerte ein paar Takte bei.
Adrian Vögele, Bern
Ständerat Andrea Caroni. (Bild: KEYSTONE)

Ständerat Andrea Caroni. (Bild: KEYSTONE)

Die Lage ist ernst: Die Verluderung der Schweizer Nationalhymne ist in vollem Gang. Dies machte der parteilose Schaffhauser Ständerat Thomas Minder am Mittwoch im Parlament klar. Ausgerechnet die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft habe den Liedtext abgeändert und modernisiert – «das ist nicht irgendein Gesangsverein, sondern die Verwalterin der Rütliwiese!» Seither herrsche «Kakophonie» an den 1.August-Feiern. Minder will dem Treiben einen Riegel schieben und ein Gesetz schaffen, das die traditionelle Version der Hymne festschreibt.

Andrea Caroni (FDP/AR), Schlagzeuger und Gründer der Bundeshausband, steuerte eine Fachmeinung bei: «Ich habe als ehemaliger Militärmusiker ja ein intimes Verhältnis zur Hymne.» Der traditionelle Text, «eine Mischung aus Psalm und Wetterbericht», könne eine Auffrischung durchaus vertragen. «Doch Herr Minder hat recht: Der Hymne fehlt eine rechtliche Grundlage.» Diese sei zu schaffen, auch damit klar sei, wie man die Hymne allenfalls ändern könne.

Als «Trostpreis» für den Fall, dass Minders Initiative abgelehnt werden sollte, überreichte Caroni dem Ratskollegen schon mal das druckfrische Liederbuch der Bundeshausband. «Da ist die Hymne selbstverständlich drin», so Caroni. Ebenso das Schaffhauser Lied «Auf des Munots altem Turme». Zuvorderst im Heft steht allerdings das Appenzeller Volkslied «Ade bini loschtig gseh» - davon war im Parlament nicht die Rede. Lustig fanden’s die Ständeräte trotzdem. Sogar Präsidentin Karin Keller-Sutter, die derzeit andere Sorgen hat, konnte wieder schmunzeln. Gesungen hat dann zwar niemand, aber Minders Initiative fand Anklang, der Ständerat stimmte zu. Für das nächste musikalische Intermezzo ist nun der Nationalrat zuständig.

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