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Nevio aus Flawil bei «The Voice Kids Germany»: «Ich fühlte mich wie ein Vulkan, der endlich ausbrechen durfte»

Tausende Kinder aus dem deutschsprachigen Raum wollten bei der aktuellen Staffel von «The Voice Kids Germany» mitmachen – Nevio Weishaupt aus Flawil hat es geschafft. Der Zehnjährige hat sich alles selber beigebracht.
Christa Kamm-Sager
In seinem Zimmer übt Nevio täglich auf seiner Gitarre. Eine Wand hat er geschmückt mit Autogrammkarten und Fotos von «The Voice». (Bild: Michel Canonica)

In seinem Zimmer übt Nevio täglich auf seiner Gitarre. Eine Wand hat er geschmückt mit Autogrammkarten und Fotos von «The Voice». (Bild: Michel Canonica)

Die Familie Weishaupt kennt das Geheimnis, ob Nevio es bis ins Finale der populären Castingsendung «The Voice Kids Germany» auf dem Sender SAT1 geschafft hat. Doch sprechen darüber darf sie nicht. «Wir sind vertraglich zum Schweigen vor der Ausstrahlung verpflichtet», sagt Selene Weishaupt, die Mutter von vier Buben. Und es ist ihr kein Schmunzeln, kein Augenzwinkern und erst recht kein Wort über das Abschneiden von Nevio, ihrem Zweitjüngsten, zu entlocken.

Das Finale der Sendung The Voice Kids Germany wird am Ostersonntag, 21. April, live ausgestrahlt. Ob Nevio dabei um den ersten Platz mitsingen wird, erfahren die Zuschauer am 14. April: An diesem Sonntagabend wird die Aufzeichnung der «Battles» mit dem Flawiler ausgestrahlt, und es zeigt sich, ob er auch diese Hürde überstanden hat. Aufgezeichnet wurde dieser Teil der beliebten deutschen Castingshow schon im Januar; so lange schon muss die Familie ihr Geheimnis für sich behalten.

Ein Rätsel, weshalb ihr Sohn so musikalisch ist

Bis dahin war es ein langer Weg für das Gesangstalent, das Ed Sheeran als sein Idol bezeichnet. «Ich habe vor zwei Jahren das erste Mal ‹The Voice Kids› im Fernsehen gesehen und für mich war sofort klar, dass ich da einmal mitmachen möchte», sagt der vife Fünftklässler, der seit vier Jahren Gitarrenstunden nimmt und in seiner Freizeit auch noch Volleyball spielt.

«Ich habe immer gerne und viel gesungen, aber noch nie Gesangsstunden gehabt.»

Also klemmte sich Nevio hinters Mikrofon und übte täglich, aus eigenem Antrieb. Für die Mutter ist es ein Rätsel, weshalb ihr Sohn so musikalisch ist:

«Klar singen wir Eltern auch ab und zu mal im Auto oder so. Aber Nevio ist der einzige in der sechsköpfigen Familie, der so musikalisch ist.».

Skeptischer Vater

Sein Vater René Weishaupt war erst skeptisch und bremste den Sohn in seinem Enthusiasmus, als Nevio tatsächlich für das Casting ein Video von sich einschicken wollte. Auch die Mutter glaubte nicht recht daran, dass der Zehnjährige wirklich mit dem hohen Niveau mithalten kann. Doch Nevios Wille war stärker, er überredete die Mutter, ihn beim Singen aufzunehmen. Es wurde ein ziemlich schlechtes Kurzvideo, Nevio in einem gelben T-Shirt vor einer weissen Wand, auf 90 Sekunden gekürzt.

Nevio bei seinem Auftritt an den «Blind Auditions». (Bild: SAT1/André Kowalski)

Nevio bei seinem Auftritt an den «Blind Auditions». (Bild: SAT1/André Kowalski)

Doch dann nahm das Ganze seinen Lauf: Der Gesang von Nevio überzeugte, der Bub aus Flawil durfte an ein erstes Casting nach Stuttgart. Über 20'000 Kinder zwischen 8 und 16 Jahren waren dazu in verschiedenen Städten Deutschlands eingeladen. Der Flawiler kam auch da eine Runde weiter, nur noch 400 Kinder waren schliesslich im Rennen. Im November ging es für die nächste Ausscheidungsrunde nach Berlin – Nevio bestand und verblieb unter den letzten 108 Kindern. Es sei sehr eindrücklich gewesen, alles in echt zu erleben, was man sonst nur am TV sehe.

«Das Studio ist sehr viel kleiner, als man es sich vorstellt.»

Alles sei gut organisiert, die Kinder würden jederzeit bestens betreut und nie alleine gelassen. Überhaupt sei es eine super Entscheidung gewesen, sich anzumelden, resümiert der Sänger. «Nicht nur ich, auch meine ganze Familie hat viel erlebt.» Erst kürzlich seien beispielsweise sämtliche Voice-Kinder mit ihren Familien für ein Wochenende ins Disneyland Paris eingeladen worden.

In letzter Sekunde ins Team Lena

Die «Blind Audition» ist der Teil der Casting-Show, an dem die Kinder der Jury, bestehend aus den Sängern Mark Forster, The BossHoss, Lena Meyer-Landrut und Silbermond-Sängerin Stefanie Kloss vorsingen. Dabei sieht die Jury die jungen Sängerinnen und Sänger nicht und entscheidet nur nach Gehör, ob ein Talent genügt.

«Bei den Blind Audition war ich dann zum ersten Mal extrem nervös», gesteht der Bub, der ohne Scheu frisch von der Leber weg von sich erzählt und spontan der Journalistin und dem Fotografen vorsingt. Nevio sang «Marry You» von Bruno Mars. In letzter Sekunde drückte Jury-Mitglied Lena den Buzzer für den Buben aus der Schweiz. «Wenn ich frei hätte wählen können, wäre ich sowieso am liebsten zu ihr ins Team gegangen», sagt ein glücklicher Nevio.

«Ich fühlte mich wie ein Vulkan, der endlich ausbrechen durfte.»

Das Polaroid mit Lena entstand gleich nach dem Auftritt vor der prominenten Jury. (Bild: Michel Canonica)

Das Polaroid mit Lena entstand gleich nach dem Auftritt vor der prominenten Jury. (Bild: Michel Canonica)

Zwei Wochen in Berlin

Das Voice-Kids-Abenteuer ging also auch nach den «Blind Auditions» weiter für Nevio. Im Januar blieb er zusammen mit seinem Vater volle zwei Wochen in Berlin, wohnte zusammen mit sämtlichen Kids unter einem Dach. Zu Dritt wurde das Lied für die Battles eingeübt und die Show-Aufzeichnung gemacht. Von den drei Talenten des gemeinsamen Auftritts kommt nur eines weiter und nur zwei pro Team schaffen es ins Finale.

Nach der Ausstrahlung der Sendung vom 14. April muss Nevio endlich sein Geheimnis nicht mehr für sich behalten, ob er auch noch in der Finalsendung auftreten wird. Für ihn bleibt aber so oder so eines klar:

«Ich habe viel profitiert und gelernt in dieser Voice-Zeit. Ich möchte Sänger oder Gitarrist werden, das ist mein grösster Traum.»

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