Frühling
Die Artenvielfalt nimmt weiter ab – mit diesen 5 Tipps helfen Sie Wildbienen

Mit der fortschreitenden Besiedlung und intensiveren Bewirtschaftung unserer Umwelt verlieren Insekten ihre Lebensgrundlagen. Wildbienen sind davon noch stärker betroffen als Honigbienen.

Sheila Eggmann
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Sie kommt in der Schweiz nicht so häufig vor: die Platterbsen-Mörtelbiene.

Sie kommt in der Schweiz nicht so häufig vor: die Platterbsen-Mörtelbiene.

Bild: PD

Die gegenwärtige Situation ist für die Bienen, Bestäuber und Insekten schwierig. Die Artenvielfalt hat vor allem bei den Wildbienen in den letzten Jahren dramatisch abgenommen, wie Bienen Schweiz in einer Mitteilung schreibt. Bienen Schweiz ist der Imkerverband der deutschen und rätoromanischen Schweiz.

Das Problem: Nach dem Aufblühen im Frühling finden die Bienen zu wenig Nahrung, um sich selbst und ihre Nachkommen zu ernähren. Darunter leiden alle Bienen, jedoch haben Honigbienen eine Imkerin oder einen Imker unterstützend zur Seite. Wildbienen hingegen sind auf sich allein gestellt und leiden zudem unter einem Mangel an geeigneten Nistplätzen.

Folgende fünf Massnahmen können Sie als Privatperson umsetzen, um den Wildbienen zu helfen:

Schaffen Sie Nistgelegenheiten

Nicht intensiv gepflegte Stellen im Garten sind für Insekten lebenswichtig. Überlassen Sie eine Ecke der freien Bewachsung inklusive Totholz, Pflanzenstängel, leeren Schnecken­häusern und offenen Stellen in sandigen Böden. Die gängigen Wildbienenhotels helfen ebenfalls. Dies allerdings nur bei bestimmten Wildbienenarten, welche häufig nicht bedroht sind.

Setzen Sie nährreiche Blütenpflanzen

Um einheimische Wildbienen zu fördern, braucht es einheimische Blumen und Sträucher. Pflanzen Sie eine Blumenwiese, einheimische Sträucher oder Blumenbeete mit einheimischen Blütenmischungen anstelle eines grünen, monotonen Rasens. Setzen Sie dabei auf ungefüllte oder halbgefüllte Blüten. Samen für «Bienenweiden» sind in den meisten Fachgeschäften erhältlich.

Verzichten Sie auf Gifte in Ihrem Garten

Pestizide können vor allem den Reproduktionserfolg von Bienen verringern. Es gibt heute gegen Schädlinge jeglicher Art genügend Alternativen.

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Bild: PD

Einen Einfluss haben Sie ebenfalls als Konsumentin oder Konsument, indem Sie lokale Produkte aus bienenfreundlicher Landwirtschaft einkaufen. Dazu gibt es von Swisshoney ein Qualitätssiegel. Ebenfalls können Sie darauf achten, Nahrungsmittel aus naturnaher Landwirtschaft zu kaufen.

Setzen Sie sich mit dem Thema auseinander

Wichtig ist ein sinnvoller Bienenschutz. Beim Angebot an geeigneten Blühpflanzen und der Schaffung von Kleinstrukturen für das Brutgeschäft der Wildbienen gilt es einiges zu beachten. Dieses praktische Wissen kann an diversen Kursen erworben werden. Der Imkerverband Bienen Schweiz bietet solche Kurse an.

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