Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

In St.Margrethen werden drei Sammelstellen aufgehoben

Statt sieben nur noch vier: Die Gemeinde beschränkt die Wertstoff-Sammelstellen auf vier Standorte. Diese sind aufgewertet und werden täglich kontrolliert. Dennoch lässt sich Ärger kaum vermeiden.
Hildegard Bickel
Weniger, dafür ordentlichere Sammelstellen: Claudio Pallecchi, Leiter Bauverwaltung (links), und Noldi Keller, Vorarbeiter, kontrollieren die Sammelstelle an der Hauptstrasse. (Bild: hb)

Weniger, dafür ordentlichere Sammelstellen: Claudio Pallecchi, Leiter Bauverwaltung (links), und Noldi Keller, Vorarbeiter, kontrollieren die Sammelstelle an der Hauptstrasse. (Bild: hb)

Der Gang zur Sammelstelle dauert für manche etwas länger. Vor Kurzem entfernte die Bauverwaltung die Container beim Feuerwehrdepot, beim Apfelberg und an der Wiesenstrasse. «Wir hatten regional gesehen das dichteste Sammelstellennetzwerk», sagt Leiter Claudio Pallecchi. «Daher stellte sich die Frage, ob alle nötig sind.» Je mehr Sammelstellen die Gemeinde anbietet, desto mehr werden sie zu einem Un-Ort. Dort, wo Dreck rumliegt, animiert dies andere, es gleichzutun. Jene beim Feuerwehrdepot war die problematischste.

Sie befand sich in einem Siedlungsgebiet, Leute hielten sich nicht an die Öffnungszeiten, Taschen und Säcke mit Abfall blieben neben den Containern liegen, auch Auswärtige wurden beobachtet, wie sie ihren Abfall entsorgten. «Praktisch täglich mussten wir aufräumen», sagt Claudio Pallecchi.

Frühzeitig und mehrfach bekannt gegeben

Bevor die drei Sammelstellen aufgehoben wurden, kündigte Gemeindepräsident Reto Friedauer das Vorhaben anlässlich der Bürgerinfo an. Ebenfalls erschien die Änderung im Gemeindeblatt, das monatlich in die Haushalte verteilt wird. Die Bauverwaltung zeigt Verständnis, wenn jemand jahrelang die Sammelstelle in nächster Nähe vorfand und nun eine andere in seine Entsorgungs-Rundgänge einschliessen muss. «Nimmt man etwas weg, muss man sich zuerst daran gewöhnen», sagt Vorarbeiter Noldi Keller. Er, der bereits seit 33 Jahren auf der Bauverwaltung tätig ist, darf aber grösstenteils positive Rückmeldungen entgegennehmen.

Sie beziehen sich besonders auf die Sauberkeit der weiterhin bestehenden und aufgewerteten Sammelstellen hinter dem Gemeindehaus, beim Rheinpark auf dem hinteren Parkplatz, beim Schulhaus Nebengraben und der Sammelstelle an der Hauptstrasse 168. Es sei kein Sperrgut mehr um die Container verstreut. «Wir machten die Erfahrung, dass eine sauber betriebene Sammelstelle auch sauber bleibt.» Das nütze mehr als eine Videoüberwachung.

Das ärgert die Anwohner

An der Hauptstrasse ist von Vorteil, dass die Strassenlampen den Standort der Sammelstelle auch nachts ausleuchten. Doch just bei einem Augenschein kommt eine Anwohnerin vorbei, entsorgt ihr Leergut und macht im Gespräch auf andere Ärgernisse aufmerksam. Autos hielten manchmal mitten in der Nacht bei der Sammelstelle oder auch am Wochenende und Feiertagen. Flaschen scheppern in die Sammelcontainer, Motoren laufen, Stimmen diskutieren. Manche Anwohner pfeifen in solchen Situationen aus den Fenstern und fordern Ruhe. Sie selber sei nicht besonders lärmempfindlich, doch es kam schon vor, dass ihr kleines Kind wegen den störenden Geräuschen aus dem Schlaf gerissen wurde.

Claudio Pallecchi nimmt die Rückmeldung entgegen und wird sie an die Kanzlei weiterleiten. Sicherheitsangestellte sollen künftig vermehrt an diesem Ort kontrollieren, nennt er als eine mögliche Sofortmassnahme. Noldi Keller schlägt vor, dass Infotafeln deutlicher auf die Öffnungszeiten aufmerksam machen sollen. Obwohl – scheinbar wirkungslos – bereits bei den Containeröffnungen geschrieben steht, dass der Einwurf nur werktags von 8 bis 20 Uhr gestattet ist.

Die Sammelstellen zu umzäunen und ausserhalb der Öffnungszeiten abzuschliessen wie in anderen Gemeinden, ist nicht im Sinne der St.Margrether Bauverwaltung. Die Standorte sollen als öffentlicher Service der Gemeinde einfach zugänglich sein, um möglichst viele verschiedene Wertstoffe anzunehmen.

Als künftige Verbesserungsmassnahmen sind deshalb Unterflursysteme geplant, die dazu beitragen, Lärm und Littering zu reduzieren. Nächstes Jahr soll die erste Sammelstelle ausgebaut werden.

Die Gemeinde führt eine Giftsammelstelle. Mittwochs von 13 bis 14 Uhr können beim Werkhof Medikamente, Autobatterien, Lacke und dergleichen aus privaten Haushalten abgegeben werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.