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Rekrutenspiel in Rebstein: Nachwuchsförderung im Fokus

Am Dienstagabend lud das Rekrutenspiel 16-1/2019 zu einem abwechslungsreichen Konzert ins Progyzentrum ein. Am Nachmittag waren die Rebsteiner Primarschüler zu einem Workshop geladen.
Max Pflüger
Begeisterndes Militärkonzert in Rebstein und mit dabei war der Rheintaler Pascal Lehnherr von den Lüchinger Tambouren (Mitte). (Bild: Max Pflüger)

Begeisterndes Militärkonzert in Rebstein und mit dabei war der Rheintaler Pascal Lehnherr von den Lüchinger Tambouren (Mitte). (Bild: Max Pflüger)

Im Zeichen der Jugendförderung und der Nachwuchspflege stand der Besuch des Rekrutenspiels in Rebstein. Am Nachmittag liessen sie die Rebsteiner Schüler ihre Instrumente ausprobieren und musizierten mit den Kindern gemeinsam. Und die Kollekte des abendlichen Konzerts im Progy soll vollumfänglich der musikalischen Förderung der Rheintaler Jugend eingesetzt werden.

Quer durch die Stilrichtungen

Und da dürfte einiges zusammengekommen sein. Denn das Konzert war bis auf den letzten Platz besetzt und die Zuhörer waren vom gebotenen zu Recht begeistert. Das Programm ging weit über traditionelle Marsch- und Militärmusik hinaus, ein Mix aus hochklassiger Brassbandmusik, moderner Filmmusik, anspruchsvolle Unterhaltungsmusik und Schweizer Kompositionen.

Dem Einstieg mit der Nationalhymne und dem klassischen englischen Marsch «Punjaub» folgte ein buntes Feuerwerk an Blasmusik und getrommelten Rhythmen der Tambouren, eher konzertant im ersten Teil, dann eher unterhaltend im zweiten Teil nach der Pause. Und sie bewiesen mit ihrem Auftritt, dass moderne Militärmusik heute in allen Sparten der Blasmusik gleichermassen zu Hause ist. 15 der 18 RS-Wochen sind schon vorbei. Die rund 60 Trompeter und zwölf Tambouren übten in dieser Zeit bis zu acht Stunden täglich. Dabei entwickelten sich die bereits vor der RS hervorragend ausgebildeten Musikanten – zur Aufnahme ins Armeespiel mussten sie zuvor eine anspruchsvolle Prüfung bestehen – zu einer der besten Profibands und überzeugten als Solisten ebenso wie als Gesamtspiel. Drei von den vierzehn grossartig interpretierten Werken sollen hier exemplarisch hervorgehoben werden. Mit dem aus afrikanischen Themata entlehnten «Ghanaia» glänzte die Schlagzeugergruppe.

Afrikanische Tänze, Bild einer Katastrophe, Jazz

Sie hatte selbst das vom deutschen Komponisten Matthias Schmitt für Marimbafon geschriebene Stück mit verschiedenen anderen Perkussionsinstrumenten zu einem grösseren Ganzen entwickelt und selbstständig arrangiert. Ein klangvolles Bild aus dem Land Ghana.

Wahrhaft anspruchsvolle Blasmusik erklang im Opus «Fraternity». Das Stück basiert auf der Katastrophe von Courrières in Nordfrankreich am 10. März 1906. Mehr als 1100 Bergleute starben bei dem grössten Grubenunglück Europas. Das atemberaubende und äusserst anspruchsvolle Werk erzählt in sieben Abschnitten von dieser Katastrophe, vom Tagesanbruch der Bergleute bis zum Unglück, zu des Rettungsarbeiten und dem Wehklagen der Hinterbliebenen. Neben der grossartigen Gesamtleistung begeisterten auch mehrere Solisten, so zum Beispiel der Innerschweizer Mattia Klaus auf dem Kornett oder der Westschweizer Posaunist Jérémie Favre. Mit dem swingenden Stück «Sing, sing, sing» von Louis Prima kamen auch die Jazzfreunde auf ihre Rechnung. Und auch da gab es hervorragende Sololeistungen zu beklatschen. So zum Beispiel das Registersolo der Tambouren, die mit ihren rasanten Wirbeln auf den Holzhockern noch einmal für einen tosenden Applaus gut waren.

Bilderstrecke: www.rheintaler.ch

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