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Genies gegen Genies: Zwei St.Galler Kantonsschüler nehmen an der Geografie-Olympiade in Hong Kong teil

Sie gehören zu den schlausten Jugendlichen der Schweiz: Anna-Lena Hatzold und Tobias Vetter von der Kantonsschule am Burggraben reisen nach Hong Kong an die Geografie-Olympiade.
Christoph Renn
Die beiden St. Galler Tobias Vetter und Anna-Lena Hatzold vertreten die Schweiz an der Geografie-Olympiade. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo)

Die beiden St. Galler Tobias Vetter und Anna-Lena Hatzold vertreten die Schweiz an der Geografie-Olympiade. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo)

Sie sehen Geografie als Chance, die Welt besser zu verstehen. Sie kartografieren und verbinden wirtschaftliche Themen mit Umweltschutz. Und sie gehören zu den vier besten Geografie-Genies der Schweiz. Die Rede ist von Anna-Lena Hatzold und Tobias Vetter. Beide gehen an die Kantonsschule am Burggraben in St. Gallen. Ihr Wissen hat ihnen einen Platz im vierköpfigen Nationalteam der Schweiz gesichert. An der europäischen Geografie-Olympiade in Belgrad konnten sich die St. Galler Ende Juni die ersten Medaillen sichern. Ende Juli reisen sie an die internationale Olympiade nach Hong Kong.

Die Konkurrenz in Hong Kong schläft nicht, vor allem nicht jene aus dem asiatischen Raum. Aber auch aus Europa treten starke Gegner an: «Die Teilnehmenden aus Rumänien bereiten sich beispielsweise rund fünf Jahre lang speziell auf diesen Anlass vor», sagt Anna-Lena Hatzold. Ihnen winke ein Preisgeld über 5000 Franken, wenn sie den Wissenswettbewerb gewännen.

Das Schweizer Team (von links): Tobias Vetter, Anna-Lena Hatzold, Yannik Friedli, Carlo Mühlemann, Julia Gschwind. (Bild: Geografie-Olympiade)

Das Schweizer Team (von links): Tobias Vetter, Anna-Lena Hatzold, Yannik Friedli, Carlo Mühlemann, Julia Gschwind. (Bild: Geografie-Olympiade)

Die Ambitionen beim Schweizer Team sind bedeutend kleiner. «Natürlich wollen wir unsere beste Leistung zeigen», sagt Tobias Vetter. Doch spiele der soziale Aspekt eine ebenso grosse Rolle. «Das haben wir schon an der Olympiade in Belgrad erleben dürfen», sagt Hatzold. Sie hätten mehrere Freundschaften mit Teilnehmenden aus verschiedenen EU-Ländern geschlossen. «Ich stehe mit einigen von ihnen über verschiedene soziale Netzwerke in Kontakt.»

In Hong Kong
treten 45 Länder an

An der internationalen Geografie-Olympiade in Hong Kong muss sich die Schweizer Delegation gegen 180 Jugendliche aus 45 Ländern beweisen. Dann gibt es wieder die Chance, Kontakte zu knüpfen. Viele bekannte Gesichter vom Wettkampf Ende Juni in Belgrad werden Anna-Lena Hatzold und Tobias Vetter aber nicht zu sehen bekommen. «In Serbien waren von vielen Ländern ‹nur› die B-Teams am Start», sagt Vetter. Die besten Vertreter dieser Länder – vor allem aus Osteuropa – treten erst in Hong Kong an.

Nun bleiben Anna-Lena Hatzold und Tobias Vetter noch rund zwei Wochen, bevor sie mit ihrem Geografie-Wissen gegen die Besten aus der ganzen Welt punkten müssen. Nervös sind sie deswegen nicht. Eine spezielle Vorbereitung sei zeitlich sowieso nicht mehr möglich. «Wir müssen mit dem arbeiten, was wir an der Kantonsschule am Burggraben gelernt haben», sagt Anna-Lena Hatzold, die noch ein Jahr bis zur Matur hat. Tobias Vetter, der soeben die Kanti abgeschlossen hat, setzte auf ein simples Konzept: «Die beste Vorbereitung ist, im Unterricht aufzupassen.»

Dass sich die beiden St. Galler überhaupt für die Schweizer Qualifikation für die Geografie-Olympiade angemeldet haben, verdanken sie ihren Lehrern. Diese hätten sie auf diesen Wettkampf aufmerksam gemacht. Speziell daran: Beide sind keine eigentlichen Geografie-Experten. Hatzold hat den Schwerpunkt Spanisch, Vetter Bio-Chemie. Deshalb streben beide kein Geografie-Studium an. «Ich lege zuerst ein Zwischenjahr ein», sagt Tobias Vetter. Erst danach entscheide er sich für einen Studiengang.

Vor dem Wettkampf
in den Ferien relaxen

Anna-Lena Hatzold geniesst zurzeit ihre Schulferien, bevor sie mit der Schweizer Delegation nach Hong Kong reist. Der Geografiestudent Yannik Friedl, Geografie-Student begleitet die Beiden. «Er hat die ganze Reise für uns organisiert», sagt Tobias Vetter. Sie werden das erste Mal asiatischen Boden betreten. «Ich freue mich riesig. Nach dem Wettkampf bleiben wir eine weitere Woche und geniessen einige freie Tage.»

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