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Jugendmusikfest in St.Gallen: «Das Pendant zum Eidgenössischen»

In vier Jahren spielen über 4000 Nachwuchsmusikerinnen und Musiker auf dem Olma-Gelände. Markus Straub, Präsident der St.Galler Knabenmusik, hat das Jugendmusikfest in die Stadt geholt.
Interview: Sandro Büchler
Markus Straub sieht auch die finanziellen Herausforderungen des Grossanlasses. (Bild: Benjamin Manser, 1. Juni 2015)

Markus Straub sieht auch die finanziellen Herausforderungen des Grossanlasses. (Bild: Benjamin Manser, 1. Juni 2015)

Markus Straub, wie war das Echo, als Mitte März bekannt wurde, dass das Jugendmusikfest in vier Jahren in St. Gallen stattfinden wird?

Markus Straub: Wir haben zahlreiche Reaktionen und Gratulation erhalten, auch die Stadt hat uns gratuliert. Innerhalb der Blasmusik-Szene wurde die Bekanntgabe sehr positiv aufgenommen. Wir nehmen das als Chance wahr, auf den Stellenwert der Blasmusik hinzuweisen. Es ist auch ein Zeichen, dass die Jugend musiziert. Denn wir machen zwar Musik, aber man hört uns zu wenig.

Welche Bedeutung hat das Jugendmusikfest für die Stadt St. Gallen?

Das Jugendmusikfest ist das Pendant zum eidgenössischen Musikfest. Für St. Gallen ist das ein bedeutender Anlass. Im Rest der Schweiz nimmt man wahr, dass St.Gallen etwas zu bieten hat und grosse Feste organisieren kann.

Die Knabenmusik St.Gallen feiert im Jahr 2023 ebenfalls ihr 75-jähriges Bestehen. Ist das Jugendmusikfest der Lohn für die jahrelange Arbeit?

Ein Lohn lässt sich schwer beziffern. Aus meiner Sicht ist es eher eine Anerkennung und eine Bestätigung für unser Wirken. Aber es steht uns auch noch ein Haufen Arbeit bevor. Jetzt müssen wir das ganze Organisationskomitee auf die Beine stellen.

Welche Schritte stehen an?

Erfreulicherweise konnten wir bereits drei Persönlichkeiten für das Präsidium des Organisationskomitees gewinnen. Nicolo Paganini, Nationalrat und Olma-Direktor, dazu Regierungsrat Stefan Kölliker und Stadtrat Markus Buschor haben definitiv zugesagt. Die Knochenarbeit steht noch bevor: Für alle Ressorts müssen nun Verantwortliche gefunden werden – ein Bauchef für die Unterkünfte, Hauptverantwortliche für die Sicherheit, Transporte, Finanzen und die Kommunikation. Wir benötigen eine Webseite, Facebook-, Instagram-Kanäle, alles was dazu gehört. Freiwillige vor! Wir werden auch versuchen, einige «ältere» Knaben aus unserer grossen Ehemaligenvereinigung ins Boot zu holen und für ein Engagement am Jugendmusikfest zu begeistern.

Was ist die grösste Herausforderung?

Die finanziellen Herausforderungen stehen neben dem Musikalischen im Fokus. Wir sind uns im Klaren, dass das Fest ein grosser Aufwand ist. Wir werden von den Erfahrungen des noch bevorstehenden Jugendmusikfests, das im Sommer in Burgdorf stattfindet, profitieren. Danach werden wir uns Gedanken machen, wie wir zum nötigen finanziellen Polster kommen. So dass wir auf guten Beinen stehen.

Auf was freuen Sie sich bereits jetzt?

Auf das Zusammenkommen der Jugendlichen. Sie geniessen die Treffen und den musikalischen Wettbewerb sehr und nehmen immer gern an den Jugendmusikfesten teil.

Das nächste Jugendmusikfest findet am 16. und 17 September 2023 in St.Gallen statt.

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