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Freuen sich über die warmen Temperaturen: Die Murmeltiere sind in diesem Jahr so früh aus dem Winterschlaf erwacht, wie noch nie. (Bilder: Adriana Ortiz Cardozo)

Freuen sich über die warmen Temperaturen: Die Murmeltiere sind in diesem Jahr so früh aus dem Winterschlaf erwacht, wie noch nie. (Bilder: Adriana Ortiz Cardozo)

Mit den Murmeli im Wildpark Peter und Paul erwacht der Frühling

Die Tiere im Wildpark Peter und Paul spüren den Frühling. Vor allem die Murmeltiere geniessen die von den Sonnenstrahlen aufgeheizten Steine. Die Gämsen erwarten noch in diesem Monat Nachwuchs. Bei anderen Tieren ist es im Mai und Juni soweit.
Christoph Renn

Die Sonnenstrahlen erwärmen die Wiesen und Felsen des Wildparks Peter und Paul. Noch sind die meisten Tiere etwas verschlafen und scheu. Einige mutige Murmeltiere strecken ihre Köpfe vorsichtig aus ihren Höhlen. Die Wildschweine nebenan wälzen sich schon vergnügt im Dreck und junge Sik- und Damhirsche springen über die grüne Wiese. Parkwärterin Regula Signer sagt:

«Für uns und viele Besucherinnen und Besucher sind die Murmeli die eigentlichen Frühlingsboten.»

In diesem Jahr seien sie so früh wie nie zuvor aufgewacht. Nämlich bereits am 4. März.

Normalerweise blieben sie zwei, drei Wochen länger in den Höhlen. Wieso sie in diesem Jahr früher aus ihren Löcher gekrochen sind, weiss Signer nicht, denn «sie reagieren nicht aufs Wetter, sondern haben eine innere Uhr».

Seit drei Jahren keinen Nachwuchs

Von den zehn Murmeltieren, die im Wildpark Peter und Paul leben, sind erst sieben zu sehen. «Ich hoffe, dass die anderen drei den Winter auch überlebt haben», sagt Regula Signer. Falls nicht, sei dies aber nicht schlimm. Denn:

«Die Murmeltiere regulieren ihren Bestand selber. Wenn also einige Tiere sterben, werden dafür Jungtiere erzeugt.»

Seit bald drei Jahren hat es im «Peter und Paul» bei den Murmeltieren keinen Nachwuchs gegeben. Noch seien die Weibchen aber nicht trächtig.

Gämsen gebären als erste Tiere im Wildpark

Mit dicken Bäuchen sitzen hingegen die trächtigen Gämsen auf den Felsen. «Sie gebären jeweils als erste Tiere in unserem Wildpark», sagt Regula Signer. Vielleicht würden noch in diesem Monat die ersten Jungtiere auf die Welt kommen. Bei den Hirschen und beim Steinwild dauere das sicher noch bis Mai oder Juni.

Über wie viel Nachwuchs sich der Wildpark in diesem Frühling freuen kann, weiss Signer noch nicht. Sicher ist aber, dass es bei den Wildkatzen und den Wildschweinen in diesem Jahr keine Jungtiere geben wird. «Die Wildkatze musste einer Vasektomie unterzogen werden, noch bevor sie zu uns gekommen ist», sagt Signer.

Parkwächterin Regula Signer

Parkwächterin Regula Signer

Sprich, die beiden Wildkatzen paaren sich zwar, jedoch ohne Aussicht auf junge Wildkatzen. Bei den Wildscheinen hingegen musste das Parkwärterteam den paarungsfähigen Keiler aus dem Gehege nehmen. «Er ist fast über den Hag geklettert.» Ein freilaufender Keiler im Wildpark wäre aber zu viel gewesen für die Mitarbeiter und die Besucher.

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Frühlingserwachen im Wildpark Peter und Paul

Zwar haben die beiden Weibchen unterdessen wieder einen männlichen Artgenossen bekommen. «Dieser ist aber noch zu jung.» Sie hofft, dass sich der Wildpark in den kommenden Jahren aber wieder einmal über schweinischen Nachwuchs freuen kann, denn das letzte Mal ist schon mehrere Jahre her. Vielleicht rege die Wildschweine ihr neues Gehege an. Im vergangenen Jahr wurde das Wildschweingehege umfassend saniert.

Luchse waren während Paarungszeit zusammen

Unsicher ist sich Signer, ob es in diesem Jahr Nachwuchs beim scheuen Luchspaar gibt. «Die beiden Wildkatzen waren während der Paarungszeit zwar zusammen», sagt Regula Signer. Ob es aber auch junge Luchse geben werde, könne sie im Moment noch nicht sagen. Wilder gehe es mit Sicherheit bei den Steinböcken zu und her. «Wenn die Besucherinnen und Besucher Glück haben, können sie den Steingeissen bei der Geburt zuschauen.» Das dürfte im Mai oder Juni der Fall sein.

«Die Hirsche und Gämsen gebären jeweils in der Nacht.»

Die Tierarten unterscheiden sich auch beim Verhalten der Jungtiere. «Die jungen Steinböcke springen schon einige Tage nach der Geburt wild herum», sagt Signer. Die jungen Dam-, Rot- und Sikhirsche lägen die ersten drei Wochen nur auf der faulen Haut herum. «Einige Besucherinnen und Besucher haben uns schon gefragt, ob die Tiere krank sind oder verletzt, weil sie fast leblos wirkten.» Doch den Jungtieren im «Peter und Paul» gehe es gut, versichert Signer. Auch Angriffe von Füchsen habe es in den vergangenen Jahren keine mehr gegeben. «Die Gehege sichern die Tiere und die Mütter schauen Tag und Nacht nach ihrem Nachwuchs.»

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