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Nach Einbruch in St.Galler Juwelier-Geschäft sagen Experten: «Es gibt keinen hundertprozentigen Schutz»

Trotz vieler Sicherheitsmassnahmen fand im Juweliergeschäft Bucherer in St.Gallen am Montag ein Einbruch statt. Erbeutet wurden mehrere hunderttausend Franken. Hätten versenkbare Poller in der Innenstadt den Einbruch verhindern können?
Ines Biedenkapp
Das Juweliergeschäft Bucherer wurde in der Nacht auf Montag ausgeraubt. (Bild: Christof Krapf)

Das Juweliergeschäft Bucherer wurde in der Nacht auf Montag ausgeraubt. (Bild: Christof Krapf)

Es gibt viele Massnahmen, um sich vor Einbrüchen zu schützen. Tresore, bruchsicheres Glas oder auch Pfosten und versenkbare Poller vor den Geschäften können Täter abschrecken.

«Einen hundertprozentigen Schutz gibt es aber nicht», sagt der Experte Martin Winckel vom Internationalen Juwelier-Warndienst.

«Poller schrecken die Täter nur bedingt ab.» Bei einem solchen Einbruch wie dem vom Montag im Juwelier-Geschäft Bucherer in St.Gallen, würden die Täter gezielt nach Schwachstellen im Sicherheitssystem suchen und diese auch finden. «Die Einbrecher sind clever vorgegangen», sagt der Experte. Denn sie hätten sich gezielt auf die Schwachstelle im Eingangsbereich konzentriert.

Täter sind noch auf der Flucht

In der Nacht auf Montag fuhren Diebe in die St.Galler Multergasse und rammten den Eingangsbereich des Juweliers Bucherer. Trotz eines versenkbaren Pollers im Eingangsbereich, konnten die Täter durch die entstandene Öffnung Uhren und Schmuck im Wert von mehreren hunderttausend Franken erbeuten. Bisher befinden sich die Täter auf der Flucht.

Poller seien nur bedingt wirksam, da sie einen Teil der Einbrecher abschrecken würden. Die meisten würden etwas finden, um die Distanz zwischen dem Pfosten und dem aufzubrechenden Bereich zu überbrücken, sagt Winckel. Er geht daher auch davon aus, dass die Täter das Juweliergeschäft bereits einige Zeit im Voraus ausgekundschaftet haben.

Bruchsicheres Glas könnte Abhilfe schaffen

Einen effektiveren Schutz können spezielle Fenster aus bruchsicherem Glas darstellen. «Es bilden sich zwar Risse im Glas, aber die Täter können es nicht durchbrechen», sagt Winckel. Die Fenster brauchen allerdings auch eine spezielle Halterung aus Stahlträgern, was nicht bei jedem Gebäude machbar sei. Dennoch hat der Juwelier Bucherer aus der Sicht des Experten alles richtig gemacht. Ein gewisses Risiko bleibe eben immer.

Ähnlich sieht das Ralph Bleuer von der Vereinigung Pro City St.Gallen. Diese kümmert sich um die Anliegen der Geschäfte in der Innenstadt.

«Solche Einbrüche wie am Montag kommen selten vor», sagt Bleuer.

Man müsse daher nicht das gesamte Sicherheitskonzept ändern. «Bisher kam dies noch nicht zur Sprache.» Sollten sich die Einbrüche in St.Gallen häufen, könnte man über weitere Sicherheitsmassnahmen nachdenken.

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