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Ohne Plakat-Zoff: Zirkus Stey gastiert in Muolen

Am Dienstag und Mittwoch gibt der Zirkus Stey Vorstellungen in Muolen. Somit kehrt der Zirkus nach über zehn Jahren zurück ins 1100-Seelen-Dorf. Und er kehrt dem Ort den Rücken, an dem es dieser Tage Probleme gab.
Sebastian Schneider
Zirkus Stey spannt sein Zelt.

Zirkus Stey spannt sein Zelt.








Anhänger, Wohnwagen, Lastwagen und Autos. Wenige Meter vom Bahnhof Muolen entfernt haben Zirkusleute ihre 60 Gefährte abgestellt. Der Zirkus Stey gastiert nach vielen Jahren Unterbruch wieder in Muolen, auf der Landwirtschaftsfläche links und rechts von der Bahnhofstrasse. Ein gutes Dutzend Arbeiter sind an diesem Morgen daran, das Zeltdach zu spannen. Viel zu besprechen haben die Männer nicht, sie sind routiniert, wissen, was es wann zu tun gibt. Neben dem Zelt grasen Ziegen, Ponys und zwei Kühe.

Ein friedliches Szenario, das sich am Montag Vormittag abspielte und das neugierige Blicke von Passanten auf sich zog. Und so lässt sich festhalten, dass der Aufbau für die heutigen und die morgige Vorstellung ohne Nebengeräusche verlief. Ganz im Gegensatz zum vorgängigen Gastort am See.

500 Plakate
unerlaubt aufgestellt

Der Zirkus Stey streift in diesen Tagen und Wochen durch die Region. Die Tour hat in Rorschach begonnen, am Wochenende gastieren die Artisten in Amriswil. «Muolen liegt auf dieser Route ideal», sagt Zirkusdirektor Martin Stey. Man versuche nämlich, nicht unnötig weite Wege zu fahren, auch aus ökologischen Gründen. Muolen allerdings kennt Stey bereits von früher «Wir waren vor etwa 15 Jahren im Dorf für ein Fest der Raiffeisen-Bank. Zwei Jahre darauf gaben wir erneut Vorstellungen in Muolen.» Und so kommen die Muoler dieses Jahr wieder einmal in den Genuss, gemütlich und ohne Auto in den Ausgang zu gehen: «Ich finde es schön, auch einmal an einem kleinen Ort Halt zu machen», sagt Stey.

Beim Tourneestart in Rorschach verlief allerdings nicht alles reibungslos. Die Vorstellungen hätten besser laufen können, sagt Martin Stey auf Anfrage. Gut möglich, dass dies mit der Verunsicherung im Vorfeld der Vorstellungen zu tun gehabt hat. «Uns erreichten viele Anrufe, und viele erkundigten sich vor Ort.» Grund für die fragenden Gesichter waren 500 Plakate, die die Zirkusleute unerlaubterweise aufgehängt hatten. Der Kantonspolizei entging das vor allem darum nicht, weil die Plakate an Strassenlaternen, an Ampeln oder an Verkehrstafeln angebracht worden waren.

«Ein absolutes No-Go», wie es bei der Medienstelle der Kantonspolizei heisst. Solche Plakate würden die Autofahrer zu stark ablenken. In der Bewilligung, die dem Zirkus ausgestellt wurde, seien zwei Plakate am Ortseingang erlaubt worden, heisst es weiter. Für mehr Plakate hätte der Zirkus mehr Geld ausgeben müssen. Allerdings nehme das Gesetz auf Zirkusse Rücksicht und verlange weniger Geld für eine Bewilligung.

Über zwei Stunden
Unterhaltung

So oder so finden am Dienstag um 14 und 19.30 Uhr Vorstellungen in Muolen statt. Am Mittwoch, 14 Uhr, gibt es eine weitere Schau, ehe das Zelt abgebrochen wird und die Karawane weiter nach Amriswil zieht. Ein Dutzend Artisten und Dompteure werden das Publikum über zwei Stunden lang unterhalten.

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