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«Inakzeptabel und nicht zumutbar»: Die Eltern im St.Galler Riethüsli machen wegen der Tagesbetreuung weiter Druck

Das Quartier Riethüsli in St.Gallen fordert bis Sommer 2020 eine bessere Betreuung für Schulkinder. Eltern haben für eine Petition 1850 Unterschriften gesammelt.
Roger Berhalter
Die Stadt soll den bisher privat geführten Hort übernehmen, so lautet eine der Forderungen der Eltern im Riethüsli-Quartier. (Bild: Urs Bucher)

Die Stadt soll den bisher privat geführten Hort übernehmen, so lautet eine der Forderungen der Eltern im Riethüsli-Quartier. (Bild: Urs Bucher)

Auch im Quartier Riethüsli wird eine Tagesbetreuung eingeführt, das ist unbestritten. Uneinigkeit herrscht allerdings in der Frage, wann dies geschehen soll. Frühestens im Jahr 2025, wenn das neue Schulhaus eröffnet, findet der Stadtrat. Dann soll die Tagesbetreuung im Quartier nach dem Standard FSA+ vollausgebaut sein. Bis dahin eine Proviso­riumslösung einzuführen, ähnlich wie in anderen Quartieren, lehnt der Stadtrat ab.

Doch viele Eltern im Riethüsli wollen nicht so lange warten und fordern eine Tagesbetreuung bis spätestens Sommer 2020. In den vergangenen Monaten haben sie versucht, mit Schreiben an den Stadtrat und das Stadtparlament Druck zu machen. Auch ein aktueller Vorstoss von SP-Stadtparlamentarierin und Quartierbewohnerin Beatrice Truniger Blaser hat die Tagesbetreuung im Riethüsli zum Thema.

Inzwischen haben die Eltern das Initiativkomitee «Sofortiger Ausbau FSA+ im Riethüsli» gegründet und Unterschriften für eine Petition gesammelt. 1850 Unterschriften sind zusammengekommen, heisst es in einer Mitteilung.

Durch Miete oder Kauf mehr Platz schaffen

Das Komitee fordert den Stadtrat erneut zum Handeln auf, damit die Tagesbetreuung im Quartier nicht erst dann eingeführt wird, wenn das neue Schulhaus fertig ist. Diese mehrjährige Übergangszeit missachte die Prinzipien der Rechtsgleichheit der Eltern und Kinder im Riethüsli. Konkret stellen die Eltern folgende Forderungen:

  • Die Stadt soll mehr Platz schaffen für die Tagesbetreuung. Beispielsweise, indem sie ein aktuell verfügbares Einfamilienhaus an der Fähnernstrasse kauft oder mietet. «Nach Abschluss des Schulneubaus liesse sich, im Unterschied zu einem baulichen Provisorium, das Einfamilienhaus wieder verkaufen», heisst es in der Mitteilung.
  • Die Stadt soll den bisher privat geführten Hort im Quartier übernehmen und ausbauen, indem das bestehende Raumangebot des Mittagstisches mitgenutzt wird.
  • Die Stadt soll ein kleines bauliches Provisorium aufstellen, ergänzend zu den bestehenden Strukturen des Mittagstisches und des privaten Horts.

Der Stadtrat hat die Interpellation von Stadtparlamentarierin Beatrice Truniger Blaser im Mai beantwortet. Der Vorstoss steht auf der Traktandenliste der heutigen Sitzung des Stadtparlaments. «Das Unverständnis im Riethüsli ist gross», schreiben nun die Eltern in ihrer Mitteilung und gehen detailliert auf die Antworten des Stadtrats ein. So würden etwa allfällige höhere Unterstützungsbeiträge an den privaten Hort die Struktur- und Raumprobleme nicht lösen.

Die vom Stadtrat in Aussicht gestellten Betreuungsangebote an anderen Standorten seien als Lösungsoption für die betroffenen Eltern inakzeptabel. Auch die in den Raum gestellte nachschulische Betreuung an vier Wochentagen würde weder den Bedarf decken, noch sei sie zumutbar.


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