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«Der Stadtrat hat nicht aus einer Laune heraus entschieden»: Maria Pappa kontert Kritik der Wirte

Einige Wirte kritisieren den St.Galler Stadtrat wegen des neuen Parkplatzregimes auf dem Marktplatz. Stadträtin Maria Pappa kontert.
Christoph Renn
Maria Pappa, Stadträtin Direktion Planung und Bau. Bild: Benjamin Manser

Maria Pappa, Stadträtin Direktion Planung und Bau. Bild: Benjamin Manser

Die Kritik einiger Wirte am neuen Parkplatzregime auf dem Marktplatz ist heftig. Sie nennen die Aufhebung der Parkfelder einen unüberlegten Blödsinn oder beschreiben die Situation als desolat (gestrige Ausgabe). Sie bemängeln, dass der Marktplatz nicht belebt, sondern im Gegenteil unattraktiver gemacht wurde. Stadträtin Maria Pappa weist die Kritik zurück. Der Stadtrat habe seine Aufgabe erfüllt und sogar noch mehr als gefordert unternommen.

Wirte rund um den Marktplatz beklagen als Folge des neuen Parkplatzregimes einen Umsatzrückgang. Der Stadtrat sei ohne Konzept vorgegangen, kritisieren sie.

Maria Pappa: Ich verstehe den Frust der Gastronomen und Unternehmer. Ich muss aber klarstellen, dass der Stadtrat die Parkplätze nicht aus einer Laune heraus aufgehoben hat. 2012 hat das Parlament eine entsprechende Initiative fast einstimmig angenommen. Somit wurde dem Stadtrat der klare Auftrag erteilt, den Marktplatz autofrei zu gestalten.

Hätten Sie mit der Umsetzung nicht warten können, bis der Marktplatz neugestaltet wird?

Nein. Der Initiativ-Auftrag besagt, dass die Massnahme schnellstmöglich umgesetzt werden muss. Da es Einsprachen gab, wurde der Entscheid erst im Juni 2018 rechtskräftig. Wir haben dann diesen Entscheid genutzt, um den Marktbetrieb auf diesen Platz besser zu positionieren. Auf Saisonbeginn April 2019 wurden dann die Parkplätze definitiv aufgehoben. Grundlos die Aufhebung weiter hinauszuziehen, war keine Option. Ein demokratisch getroffener Entscheid muss umgesetzt werden.

Weiter werden Ihre Massnahmen zur Belebung des Platzes, namentlich die Bänke und das farbige Spiel am Boden, kritisiert.

Auch hier verweise ich auf die Initiative von 2012. Wir erhielten den Auftrag, den Marktplatz autofrei zu machen. Von Massnahmen zur Belebung des Platzes war nie die Rede. Zusätzlich zu den Verbesserungen für den Markt haben wir aus eigener Initiative eine Sitzbank, das Farbenspiel und eine Begrünung geplant. Aus meiner Sicht wäre es schade gewesen, wenn wir gar nichts gemacht hätten.

Wieso haben Sie sich für das Spiel und die Bänke entschieden?

Da es sich um eine Zwischenlösung handelt, konnten und wollten wir nicht zu viel Geld investieren. Die Zwischennutzung durfte nicht zu teuer werden. Mit den Bänken haben wir eine nachhaltige Lösung gefunden. Sie können auch an einem anderen Platz aufgestellt werden. Das Spiel haben wir wegen der Einschränkungen des Marktes gewählt.

Können Sie das genauer erläutern?

Unser Hauptziel war es, den Markt wieder attraktiver zu machen. So haben wir beispielsweise die Marktstände auf Vordermann gebracht. Bei den Massnahmen zur Belebung des Platzes mussten wir darauf achten, dass wir den Marktbetrieb nicht mit irgendwelchen Möbeln oder Kunstwerken behindern. Mit dem Farbenspiel am Boden haben wir also eine passende Lösung gefunden. Ich habe übrigens auch schon viele positive Rückmeldungen erhalten, dass der Marktbetrieb und der Marktplatz jetzt schon attraktiver geworden sei. Viele störten sich, dass dieser Platz mit Autos verstellt war.

Trotzdem klagen die Wirte.

Ich bin überzeugt, dass sich die Umstellung noch etablieren wird. Den Gewerblern haben wir zusätzlich von Anfang an zugestanden, dass sie unter gewissen Rahmenbedingungen eine Aussenrestauration auf dem nun autofreien Parkplatz errichten dürften. Die jeweiligen eingereichten Gesuche wurden alle genehmigt. Zudem ist dieser neu gewonnene Platz auch für Veranstaltungen und andere Aktivitäten zu haben. (ren)

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