ST.GALLER STADT-TICKER
News aus Stadt und Region St.Gallen: Meldungen vom 29. Mai bis 10. Juni 2022

Redaktion
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Zur aktuellen Version des ST.GALLER STADT-TICKER:

Rekurs abgewiesen: Doch noch Tempo 30 entlang der Baustelle an der Zürcher Strasse

Tempo 30 auf Hauptstrassen ist derzeit auch im Kanton St.Gallen ein Politikum erster Güte. Auf der einen Seite drücken Verkehrspolitiker und Verkehrsverbände von links der Mitte auf die Möglichkeit, im dicht bebauten Siedlungsgebiet aus Lärmschutz- und Sicherheitsgründen auch auf Hauptstrassen Tieftempozonen umsetzen zu können. Bürgerliche Verkehrspolitiker halten dagegen: Hauptstrassen seien Hauptverkehrsachsen, dort müsse der Verkehr rollen können. Tempo 30 sei da nicht am Platz, wird etwa gegen das Tieftempo argumentiert.

Bis vor wenigen Tagen wurde Tempo 30 für die Zürcher Strasse im Lachen-Quartier heftig diskutiert. Nicht permanent, sondern nur vorübergehend: Die Hauptstrasse wird nämlich in den nächsten anderthalb Jahren saniert und umgebaut. Für den motorisierten Verkehr bleibt neben der Baustelle immer je eine, allerdings recht enge Fahrspur stadtein- und stadtauswärts bestehen. In diese provisorische Verkehrsführung muss teils ein Streifen des Trottoirs integriert werden.

Derzeit wird die Zürcher Strasse im Zentrum des Lachen-Quartiers saniert und neu gestaltet. Während der Bauphase gilt hier Tempo 30.

Derzeit wird die Zürcher Strasse im Zentrum des Lachen-Quartiers saniert und neu gestaltet. Während der Bauphase gilt hier Tempo 30.

Bild: Reto Voneschen (10.6.2022)

Das hat dieser Tage zu Kritik im Stadtmelder, der elektronischen Klagemauer der St.Galler Stadtverwaltung, geführt. Wegen der Baustelle sei derzeit nicht nur das Überqueren der Strasse, sondern stellenweise auch das Begehen des Trottoirs auf der Südseite der Zürcher Strasse gefährlich. Daher sei Tempo 30 im Baustellenbereich angebracht, schreibt ein Anwohner. Und er erhielt jetzt tatsächlich eine Antwort, die ihn befriedigen dürfte.

Die Tempo-30-Tafeln entlang der Baustelle an der Zürcher Strasse können montiert werden. Die Signalisierung von Tempo 30 während der Bauphase sei geplant, beschlossen und publiziert worden, liess die Stadtpolizei am 8. Juni, 8.57 Uhr, im Stadtmelder wissen. Die Massnahme habe aber nicht umgesetzt werden können, weil ein Rekurs dagegen eingegangen sei. Am 8. Juni, 14.10 Uhr, änderte sich das plötzlich: Der Rekurs sei nicht geschützt worden sei, die 30er-Signalisation werde sofort montiert, erhielt der Anwohner für ihn positiven Bescheid. (vre)

Schweizerische Akademie für medizinische Wissenschaften: St.Galler Arzt in den Vorstand gewählt

Professor Miodrag Filipovic.

Professor Miodrag Filipovic.

Bild: PD

Professor Miodrag Filipovic, stellvertretender Chefarzt Anästhesiologie und Leiter Chirurgische Intensivstation des Kantonsspitals St.Gallen, wurde Anfang Juni in den Vorstand der Schweizerischen Akademie der medizinischen Wissenschaften (SAMW) gewählt. Filipovic ist bereits seit 2018 Vorstandsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI). Als Verantwortlicher des Ressorts «Wissenschaft» der SGI war er unter anderem massgeblich an der Erstellung und Überarbeitung der SGI/SAMW-Richtlinien in Zusammenhang mit der Coronapandemie beteiligt. (pd/vre)

Neuer Präsident für den LC Brühl Handball: Chris Löhrer soll im Herbst Alex Zehntner ablösen

Chris Löhrer soll als neuer Präsident des LC Brühl Handball Alex Zehntner ablösen. Nach intensiver Suche habe man mit Löhrer eine handballbegeisterte Persönlichkeit für das Amt gewinnen können, heiss es im LCB-Newsletter. Der 48-jährige selbstständige Coach für Einzelpersonen, Teams und Organisationen aus Speicher kam über ein Fides-Turnier zum Handballsport. Er spielte für den TSV St.Otmar in der Nationalliga A sowie für den SV Fides in der NLB. Bis vor kurzem engagierte er sich als Nachwuchstrainer beim LC Brühl Handball.

Chris Löhrer, der designierte neue Präsident für den LC Brühl Handball.

Chris Löhrer, der designierte neue Präsident für den LC Brühl Handball.

Bild: PD

Chris Löhrer soll der Hauptversammlung des LC Brühl Handball vom September als Nachfolger für den 63-jährigen Alex Zehntner vorgeschlagen werden. Der designierte Präsident tauscht sich aber bereits jetzt mit dem Vereinsvorstand aus und will auch in ersten Bereichen Ideen anstossen. Zudem liegt ihm auch wegen seiner Vergangenheit als aktiver Handballer bei verschiedenen St.Galler Vereinen die Zusammenarbeit und Vernetzung der Handballgemeinschaft besonders am Herzen.

Wird Chris Löhrer an der Hauptversammlung gewählt, wird er der neunte Präsident des LC Brühl Handball. Er löst Alex Zehntner ab, der die Geschicke des Vereins während zwölf Jahren leitete und in der Saison 2021/22 interimistisch im Amt geblieben war. Zehntner bleibt dem LCB als Funktionär und Ansprechpartner für medizinische Belange erhalten. Chris Löhrer verheiratet und Vater eines 13-jährigen Sohns und einer elfjährigen Tochter. (pd/vre)

175 Jahre Eisenbahn: Feste und Führungen in der Ostschweiz

Vor 175 Jahren fuhr die erste Eisenbahn in der Schweiz. Im laufenden Jahr feiern die SBB dieses Jubiläum mit einer Vielzahl an Festivitäten queer durchs ganze Land. Dieses Wochenende wird in der Ostschweiz gefeiert. Parallel zur SBB jubilieren dabei auch noch andere Betriebe aus dem Eisenbahn- und ÖV-Bereich.

Seit 175 Jahren fahren Züge in der Schweiz: Am Samstag und Sonntag wird das auch an verschiedenen Orten in der Ostschweiz gefeiert.

Seit 175 Jahren fahren Züge in der Schweiz: Am Samstag und Sonntag wird das auch an verschiedenen Orten in der Ostschweiz gefeiert.

Bild: PD

Auf dem grössten Festplatz in St.Margrethen zeigt das Unternehmen Stadler Rail am Samstag erstmals die neuste Fabrik für modernste Eisenbahnen. Es warten Einblicke in die Produktion der Doppelstöcker-Züge und Metros sowie weitere Erlebnisse rund ums Thema Eisenbahn. Beim Besuch von Stadler Rail gelten allerdings strikten Regeln: Das Fotografieren oder Filmen in den Hallen ist verboten. Man will keine Ausnahmen tolerieren.

Weitere Attraktionen warten am Samstag in St.Margrethen auf dem Festgelände neben der Fabrik von Stadler Rail. Hier stellen die SBB ihre Transportpolizei und Rollmaterial vor. Anlässlich der gemeinsamen Festivitäten findet am Samstag, 14.30 Uhr, auch noch die Taufe eines Thurbo-Zuges im Bereich Altfeldstrasse in St.Margrethen statt. Thurbo feiert ebenfalls ein rundes Jubiläum: Seit 20 Jahren existiert der kleine schnelle Zug.

In Herisau können am Samstag und Sonntag die Züge der SOB unter die Lupe genommen werden.

In Herisau können am Samstag und Sonntag die Züge der SOB unter die Lupe genommen werden.

Bild: SOB

Mit diversen Sonderzügen und Shuttlebussen können Interessierte nach Altstätten fahren, wo die Rheintal Bus AG ihr 125-jähriges Firmenjubiläum feiert. Wer es lieber ganz technisch mag, kann in Herisau am Samstag und am Sonntag erstmals die Unterhaltshallen der Südostbahn (SOB) in Augenschein nehmen und das Rollmaterial von allen Seiten inspizieren (hier darf frei fotografiert werden).

Am Sonntag zeigt das Locorama in Romanshorn eine grosse Sonderausstellung zu den letzten 175 Jahren Eisenbahngeschichte. Vor Ort spielen zudem Schauspieler in Originalkostümen Szenen aus einer vergangenen Zeit. Im Appenzellerland können Interessierte am Sonntag von Herisau aus mit historischem Rollmaterial gemütlich nach Gossau und wieder zurück fahren. (rar/vre)

An allen Standorten der Festivitäten sind Festwirtschaften eingerichtet. Mehr Informationen zum Festwochenende gibt es im Internet.

Kritik an Flüchtlingspolitik: Aktion «Beim Namen nennen» will Opfern der europäischen Migrationspolitik ein Gesicht geben

Die Aktion «Beim Namen nennen – über 48’000 Opfer der Festung Europa» gedenkt seit 2019 all jenen, die beim Versuch nach Europa zu flüchten, gestorben sind. Am Wochenende des Internationalen Flüchtlingstages vom 18. und 19. Juni ist die Kritik an der Flüchtlingspolitik der EU, aber auch der Schweiz erneut in der St.Galler Stadtkirche St.Laurenzen zu hören. Die Namen der ums Leben gekommenen Flüchtlinge werden gemäss Mitteilung vorgelesen und auf weissen Stoffstreifen an der Kirchenfassade sichtbar gemacht.

Im Rahmen der Aktion «Beim Namen nennen» werden die Namen getöteter Flüchtlinge an der Fassade der Kirche St.Laurenzen sichtbar gemacht.

Im Rahmen der Aktion «Beim Namen nennen» werden die Namen getöteter Flüchtlinge an der Fassade der Kirche St.Laurenzen sichtbar gemacht.

Bild: PD (24.5.2020)

Der Auftakt zur Aktion «Beim Namen nennen» findet bereits am Freitag, 17. Juni, statt. Um 19 Uhr wird im Kinok in der Lokremise der Film «#387» gezeigt. Der Dokumentarfilm zeigt, wie Fachleute versuchen, nach einer Schiffskatastrophe im Mittelmeer geborgene Leichen von Flüchtlingen zu identifizieren. Im Anschluss an den Film findet im Kinosaal eine Podiumsdiskussion über das Flüchtlingselend im Mittelmeer statt.

Ab Samstag, 18. Juni, 12 Uhr, werden während 24 Stunden die Namen der auf der Flucht Gestorbenen in der Kirche St.Laurenzen vorgelesen. Vom 18. Juni bis 2. Juli sind hier zudem Bilder von Seenotrettungen durch die Hilfsschiffe «Aquarius» und «Ocean Viking» zu sehen. An verschiedenen Orten der Stadt St.Gallen stehen zudem Figuren des Bündner Künstlers Peter Leisinger zum Thema «Flüchtlinge».

In der Laurenzenkirche schreiben Freiwillige die Namen ums Leben gekommener Flüchtlinge auf weisse Stoffstreifen.

In der Laurenzenkirche schreiben Freiwillige die Namen ums Leben gekommener Flüchtlinge auf weisse Stoffstreifen.

Bild: PD

Das Projekt «Beim Namen nennen» wächst von Jahr zu Jahr. In der Schweiz findet es heuer neben St.Gallen auch in Basel, Bern, Chur, Genf, Lausanne, Luzern, Neuchâtel, Thun und Zürich statt. Neu wird es zudem in den deutschen Städten Berlin, Braunschweig, Dortmund, Essen, Frankfurt, Kehl und Lörrach organisiert. Hinter der Aktion stehen überall Kirchen, zivile Organisationen und engagierte Gruppen, die mit der europäischen Migrationspolitik nicht einverstanden sind.

In St.Gallen rufen die Organisatorinnen und Organisatoren der Aktion alle auf, sich für eine humane Flüchtlingspolitik zu engagieren. So ist es beispielsweise möglich, sich aktiv an der Lesung der 48’000 Namen in der Laurenzenkirche zu beteiligen. Ebenfalls willkommen sind künstlerische Beiträge beispielsweise mit Musik, Wort, Tanz oder Performance. Im Internet finden sich detaillierte Informationen dazu für alle, die mitmachen wollen. (pd/vre)

Informationen zur nationalen Aktion «Beim Namen nennen» finden sich ebenfalls im Internet.

Letztes Meisterschaftsspiel der Saison 2021/22 für den SC Brühl: Diesen Samstag wird vor allem der Ligaerhalt gefeiert

Im 36. und letzten Spiel dieser Saison empfängt der SC Brühl die Black Stars aus Basel. Es wird zum Kehrausspiel, denn der SC Brühl hat den Ligaerhalt letzten Samstag bereits geschafft und der Gegner ist faktisch schon abgestiegen. Angepfiffen wird das Spiel im Paul-Grüninger-Stadion um 16 Uhr.

Wenn der Hauptsponsor des SC Brühl am Samstag das ganze Publikum zu Gratis-Bier und Gratis-Wurst einlädt und wenn ein zweiter Sponsor in der Pause eine Uhr im Wert von 1'000 Franken verlost, ist etwas passiert im Paul-Grüninger-Stadion. Und tatsächlich: Der SC Brühl hat sich am letzten Samstag – wider Erwarten schnell – mit einem 2:2 gegen den Zürcher YF Juventus und mit Hilfe einer 1:4-Niederlage der Black Stars gegen Sion vor dem Abstieg in die erste Liga gerettet.

Die Spieler des SC Brühl konnten vor einer Woche den Ligaerhalt feiern. Das Team spielt auch in der Saison 2022/23 in der Promotion League.

Die Spieler des SC Brühl konnten vor einer Woche den Ligaerhalt feiern. Das Team spielt auch in der Saison 2022/23 in der Promotion League.

Bild: Kurt Frischknecht/ SCB (4.6.2022)

Vor etwas mehr als einem Monat war der SC Brühl mit herber Rücklage in die Abstiegsrunde der letzten vier gestartet. Er hat dann allerdings subito mit vier Siegen und einem Unentschieden überrascht, und so eine verkorkste Saison zu einem versöhnlichen Ende gebracht. «Wir sind unendlich dankbar, dass wir die Sache schon vor dem letzten Spiel erledigt haben und jetzt nicht noch in eine finale Zitterpartie steigen müssen», sagt Brühls Präsident Christoph Zoller.

Der SC Brühl wird trotzdem gut daran tun, seinem bisher nicht wirklich verwöhnten Heimpublikum (es hatte erst am 14. Mai den ersten Heimsieg dieser Saison erlebt) ein versöhnliches Schlussspiel zu bieten. Noch mehr als das Resultat dürfte das Publikum neben Wurst und Verlosung allerdings die Frage umtreiben, wer vor diesem letzten Spiel der Saison verabschiedet wird. Dem Vernehmen stehen sieben Namen auf dieser Liste. (fm/vre)

Am Sonntag wird die olympische Flamme durch St.Gallen getragen

Diesen Sonntag findet im Vorfeld der National Games von Special Olympics ein Fackellauf statt. Dabei wird die olympische Flamme durch die Stadt St.Gallen getragen. Start ist um 13 Uhr auf dem Olma-Areal an der Jägerstrasse.

Via Waaghaus geht’s zunächst zum Bären- und zum Klosterplatz sowie danach hinauf zum Mannenweier. Auf dem Bahnhofplatz wird um 14.30 Uhr ein Zwischenstopp eingelegt. Das zweite Teilstück wird per Velo zurückgelegt, und zwar via Polizeiposten an der Vadianstrasse über die Zürcher Strasse zum Kybunpark. Dieser soll gegen 17 Uhr erreicht werden.

Am Sonntagnachmittag wird das olympische Feuer für die National Games, die am Donnerstag beginnen, durch St.Gallen getragen.

Am Sonntagnachmittag wird das olympische Feuer für die National Games, die am Donnerstag beginnen, durch St.Gallen getragen.

Bild: PD (13.5.2018)

Durch den Lauf kann es kurzzeitig zu Verkehrsbehinderungen kommen. Die Stadtpolizei begleitet Läuferinnen und Läufer; sie ist unter anderem für die Verkehrsregelung zuständig. Zudem nehmen am Fackellauf auch Polizistinnen und Polizisten aktiv teil.

Höhepunkt des Fackellaufes ist am Donnerstag das Entzünden der «Flame of Hope» im Rahmen der Eröffnungsfeier der National Games im Kybunpark. An den Spielen vom 16. bis 19. Juni kämpfen in Stadt und Region St.Gallen Athletinnen und Athleten mit Behinderungen in 14 Sportarten um Medaillen. (stapo/vre)

Pfarrer Hansruedi Felix geht in Pension: Abschied in Etappen

Laurenzen-Pfarrer Hansruedi Felix geht diesen Sommer nach 20 Jahren Tätigkeit in St.Gallen in den Ruhestand.

Laurenzen-Pfarrer Hansruedi Felix geht diesen Sommer nach 20 Jahren Tätigkeit in St.Gallen in den Ruhestand.

Bild: Franziska Messner

Hansruedi Felix war beinahe 20 Jahre lang in St.Gallen tätig. Der Pfarrer von St.Laurenzen wird diesen Sommer pensioniert. Seine Nachfolgerin Kathrin Bolt wird die Pfarrstelle in der wichtigsten reformierten Stadtkirche als erste Frau überhaupt im September antreten. Hansruedi Felix wird auch im Ruhestand St.Gallen als Wohnort treu bleiben, wie er in einer Mitteilung schreibt. Sein Abschied findet in Etappen statt. Geplant sind drei Anlässe:

  • Sonntag, 26. Juni, 10.30 Uhr, Kirche St.Laurenzen:
    Gottesdienst «Die Güte Gottes» mit Chor Gospel im Centrum. Pfarrer Hansruedi Felix hält die Predigt.
  • Samstag, 2. Juli, 10 bis 18 Uhr, Süd-Laterale der Kirche St.Laurenzen:
    Ungezwungene Begegnung mit Pfarrer Hansruedi Felix bei Kaffee und Kuchen oder einem Apéro.
  • Sonntag, 3. Juli, 10.30 Uhr, Kirche St.Laurenzen: Abschiedsgottesdienst mit dem ganzen Pfarrteam, Abendmahl und Abschiedspredigt «Nur Jesus Christus» von Pfarrer Hansruedi Felix. Musikalische Begleitung durch Natasha und Andreas Hausammann sowie Bernhard Ruchti. (pd/vre)

Bignik macht Halt in St.Gallen: Am Sonntag wird das Mega-Picknicktuch der Gebrüder Riklin ausgelegt

Die Wetterprognose sieht ideal aus. Der Sonntag soll sonnig und bis 25 Grad warm werden. Insbesondere ist weit und breit kein Regen in Sicht. Beste Voraussetzungen also für die erfolgreiche Durchführung des Projekts «Bignik» in der St.Galler Altstadt. Das von Jahr zu Jahr wachsende rot-weiss-karierte Mega-Picknicktuch wird diesen Sonntag zwischen Gallusplatz, Marktgasse und Blumenmarkt ausgelegt. Start zur Aktion ist um 9 Uhr. Abgeräumt wird das Tuch ab 16 Uhr.

Diesen Sonntag, 9 Uhr, startet das Auslegen des Mega-Picknicktuchs auf dem St.Galler Gallusplatz. Dafür werden weiterhin Freiwillige gesucht.

Diesen Sonntag, 9 Uhr, startet das Auslegen des Mega-Picknicktuchs auf dem St.Galler Gallusplatz. Dafür werden weiterhin Freiwillige gesucht.

Bild: PD

Hinter dem Projekt Bignik steht die Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee. Insgesamt warten 2’700 Tucheinheiten darauf, am Sonntag im Stadtzentrum ausgelegt zu werden. Die ganze Bevölkerung ist gemäss Mitteilung eingeladen, beim Auslegen und später beim Abräumen des Tuches Hand anzulegen. Auf dem Riesentuch darf tagsüber auch gepicknickt werden. Esswaren und genügend Getränke bringen dafür alle selber mit. Zu empfehlen seien zudem Sitzkissen und Finken, heisst es in der Mitteilung weiter.

Nicht erlaubt sind auf dem Mega-Picknicktuch Schuhe, Hunde und private Drohnen. Zum einen sollen dadurch die Tücher geschont werden, zum anderen soll die Sicherheit aller Besucherinnen und Besucher gewährleistet sein. Für die Anreise empfehlen die Organisatoren der Aktion den öffentlichen Verkehr oder einen Spaziergang ins Stadtzentrum. Öffentliche Parkhäuser stehen zum Beispiel am Oberen Graben, am Brühltor oder am Burggraben zur Verfügung.

Das Projekt Bignik wird am Sonntag zum siebten Mal ausgelegt. Diesmal macht es in der St.Galler Altstadt Station.

Das Projekt Bignik wird am Sonntag zum siebten Mal ausgelegt. Diesmal macht es in der St.Galler Altstadt Station.

Bild: PD

Das Mega-Picknicktuch wird an diesem Sonntag insgesamt zum siebten Mal ausgelegt. Dafür werden übrigens auch noch Freiwillige gesucht. Personen, die spontan beim Auslegen des Tuches helfen wollen, sind daher am Sonntag, ab 9 Uhr, auf dem St.Galler Gallusplatz «herzlich willkommen». Detaillierte Informationen zum Projekt Bignik gibt’s im Internet. (pd/vre)

Führung im Areal der Burgweier: Gratwanderung zwischen Erholung, Landwirtschaft und ökologischer Vielfalt

Morgen Samstag, 10 bis 11.30 Uhr, lädt das Naturmuseum St.Gallen zu einer Exkursion ins Areal der Burgweier ein. Durch das Areal führen dabei Lukas Saborowski und Fabia Knechtle Glogger von Stadtgrün, dem ehemaligen städtischen Gartenbauamt. Die beiden erläutern auf dem Rundgang die Ansätze zur ökologischen Aufwertung des Areals, das die Stadt 2019 erwerben konnte und 2020 für die Bevölkerung zugänglich gemacht hat.

Blick durch den Grüngürtel auf einen der beiden Burgweier. Im Hintergrund ist die Burg Waldegg zu erkennen.

Blick durch den Grüngürtel auf einen der beiden Burgweier. Im Hintergrund ist die Burg Waldegg zu erkennen.

Bild: Michel Canonica (17.6.2020)

Zur Sprache kommt auf dem rund anderthalbstündigen Rundgang auch die Gratwanderung zwischen Erholungsnutzung, Landwirtschaft und ökologischer Vielfalt im Burgweierareal. Die Verantwortlichen fürs Aufwertungsprojekt werden am Samstag mehr zu den drei Themenkreisen, aber auch zu den Synergien zwischen ihnen erzählen. Treffpunkt für den Rundgang ist beim Tröckneturm. Anmelden dafür kann man sich per E-Mail. (pd/vre)

Vier frisch gepflanzte Bäume umgehauen: Stadt erstattet Anzeige gegen unbekannt, Kantonspolizei ermittelt

Zu einem ungewöhnlichen Vandalenakt ist es wohl über Pfingsten in St.Gallen gekommen. Unbekannte haben an einem neu gestalteten Stück der Rehetobelstrasse beim Grütli vier durch die Stadt frisch gepflanzte Bäume umgehauen. Die Kantonspolizei ermittelt. Sie nimmt unter Telefon 058'229'49'49 auch Hinweise von Personen entgegen, die allenfalls in Zusammenhang mit dem Vandalenakt an der Rehetobelstrasse Feststellungen gemacht haben.

Die vier beschädigten Bäumchen neben dem neu als Fahrbahnhaltestelle ausgestalteten ÖV-Stopp Grütli an der Rehetobelstrasse.

Die vier beschädigten Bäumchen neben dem neu als Fahrbahnhaltestelle ausgestalteten ÖV-Stopp Grütli an der Rehetobelstrasse.

Bild: Reto Voneschen (9.6.2022)

Das, was sich dieser Tage an der Rehetobelstrasse bei der Bus- und Post­auto­haltestelle Grütli zugetragen hat, ist zum Glück sehr selten. Vandalismus ge­gen Bäume komme in der Stadt kaum vor, sagt Adrian Stolz, Leiter von Stadtgrün. Auch im Kanton St.Gallen seien Vandalenakte gegen Bäumen selten, bestätigt Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei, die Erfahrung von Stolz in der Stadt.

In St.Gallen betrafen die letzten bisher publik gewordenen Anschläge Bäume im grünen Ring: Vor einigen Jahren wurden grosse Bäume auf dem Freudenberg von Unbekannten «geringelt», die Rinde wurde ringförmig um den Stamm weggeschnitten. Einen Anschlag mit der Motorsäge überlebte vor fünf Jahren auch eine erst kurz zuvor neu gepflanzte Linde auf dem Kapf.

Bei zwei Bäumchen beim Grütli wurden die Stämme durch-, bei zwei anderen angesägt.

Bei zwei Bäumchen beim Grütli wurden die Stämme durch-, bei zwei anderen angesägt.

Bild: Reto Voneschen (9.6.2022)

Und jetzt also der Fall an der Rehetobelstrasse: Hier wurde am Dienstag nach Pfingsten von Stadtgrün festgestellt, dass sich bei der ÖV-Haltestelle Grütli Unbekannte mit der Säge an vier erst vergangenen Herbst neu gepflanzten Bäumchen vergriffen haben. Bei zwei von ihnen wurden die Stämme durch-, bei den anderen beiden angesägt. Zu retten sind alle vier Bäume nicht mehr.

Wer beim Grütli mit der Säge gewütet hat, ist derzeit unklar. Vermutungen von betrunkenen Nachtbuben über wegen der neuen Fahrbahnhaltestelle verärgerten Autofahrern bis hin zu Wutbürgern gibt’s im Quartier einige, Beweise zur Erhärtung des einen oder anderen Verdachts fehlen aber. Die Kantonspolizei ermittelt. Die Stadt hat nämlich wegen des Anschlags auf ihre Bäume bei ihr eine Anzeige deponiert. Die vier Bäumchen will Stadtgrün zudem im Herbst mit einer Neupflanzung ersetzen. (vre)

FCSG-Captain Lukas Görtler hat geheiratet - in Grünweiss auf dem Fünfländerblick

Den offiziellen Akt haben die beiden Ende Mai im deutschen Bamberg hinter sich gebracht, richtig gefeiert wurde am Pfingstmontag am Bodensee: FCSG-Captain Lukas Görtler und seine langjährige Partnerin Helena Klose haben geheiratet. Wie Instagram-Beiträge der beiden verraten, fand die Feier in der Wirtschaft Rossbüchel beim Fünfländerblick in Eggersriet statt.

FCSG-Captain Lukas Götler.

FCSG-Captain Lukas Götler.

Bild: Claudio Thoma/ Freshfocus (14.5.2022)

«Verliebt, verlobt, verheiratet», schreiben die frisch Vermählten am Mittwoch in einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform – und teilten Bilder von sich selbst und von der Aussicht über den Bodensee. Die Fotos zeigen: Die FCSG-Vereinsfarben sind für Görtler nicht nur auf dem Rasen, sondern auch bei der Trauung Trumpf: Der gebürtige Bayer trug einen dunkelgrünen Anzug und ein weisses Hemd, seine frischgebackene Ehefrau traditionell ein weisses Kleid. (ste)

Feldschiessen wieder konzentriert an einem Wochenende: Zwischen St.Gallen und Bodensee wird auf neun Ständen geschossen

Am Wochenende ist es wieder soweit: Das Eidgenössische Feldschiessen findet im üblichen Rahmen, also an einem Wochenende, statt. Coronabedingt war es 2021 und 2021 verteilt übers Jahr geschossen worden. Zwischen Gossau und Bodensee wird von Freitag bis Sonntag an acht Orten auf neun Schiessständen geschossen. Die Schiesszeiten sind beim Regionalschützenverband im Internet einsehbar.

Feldschiessen 2019 im Schiessstand Erlenholz in Wittenbach.

Feldschiessen 2019 im Schiessstand Erlenholz in Wittenbach.

Bild: Urs Bucher (25.5.2019)

Das Eidgenössische Feldschiessen hat eine lange Tradition. Die historischen Wurzeln gehen zurück bis ins 19. Jahrhundert. Es gilt heute mit jeweils über 130'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern als grösstes Schützenfest der Welt. In den vergangenen Jahren zog der Anlass auch zwischen Gossau und Bodensee jeweils gegen 2000 Schützinnen und Schützen an.

Geschossen wird ausschliesslich mit Armeewaffen. Das heisst mit dem Sturmgewehr, Karabiner oder Langgewehr auf 300 sowie mit der Pistole je nach Modell auf 25 oder 50 Meter. Für Gewehrschützen besteht das Programm aus dreimal sechs Schüssen auf die Feldscheibe B4. Mit der Pistole werden auch 18 Schüsse abgegeben, je nach Distanz verschieden aufgeteilt.

Geschossen wird am Feldschiessen ausschliesslich mit Armeewaffen. Im Bild eine Schütze mit dem Karabiner im Schiessstand Schaugenbad.

Geschossen wird am Feldschiessen ausschliesslich mit Armeewaffen. Im Bild eine Schütze mit dem Karabiner im Schiessstand Schaugenbad.

Bild: Jil Lohse
(11.6.2017)

Die Teilnahme am Feldschiessen ist gratis. Zum Mitmachen berechtigt sind alle Schweizer Bürgerinnen und Bürger ab zehn Jahren. An jedem Schiessort stehen Waffen zur Verfügung und Instruktoren helfen bei Bedarf, wie es auf der Website des Regionalschützenverbandes St.Gallen heisst. (mha/vre)

Die Schiessstände und Schiesszeiten:

  • Breitfeld St.Gallen (300, 25 und 50 Meter):
    Freitag, 18.00-19.45. Sonntag, 9.00-11.30.
  • Wittenbach (300 Meter):
    Freitag, 17.30-19.30. Samstag, 10.30-12.00 und 13.30-15.30.
    Sonntag, 9.00-12.00.
  • Ochsenweid (300 Meter):
    Freitag, 17.30-19.30. Samstag, 10.00-12.00. Sonntag, 10.00-12.00.
  • Ochsenweid (25 und 50 Meter):
    Freitag, 16.30-19.30. Samstag, 9.00-12.00 und 13.30-15.30.
    Sonntag, 9.00-11.00.
  • Schaugenbädli St.Fiden (300 und 50 Meter):
    Samstag, 9.00-12.00 und 13.30-17.00. Sonntag, 9.00-11.30.
  • Bernhardzell (300 Meter):
    Freitag, 17.30-19.30. Samstag, 9.00-11.00.
  • Muolen (300 Meter):
    Freitag, 17.00-20.00. Samstag 10.00-11.30. Sonntag, 10.00-11.30.
  • Witen Goldach (300, 25 und 50 Meter):
    Freitag, 18.00-19.30. Samstag, 16.00-18.00. Sonntag, 10.00-11.30.
  • Eggersriet (300 Meter):
    Freitag, 17.30-19.30. Samstag, 14.00-16.00. Sonntag, 9.30-11.30.

Streit in einem Restaurant läuft aus dem Ruder: Ein Mann und eine Frau bewerfen sich mit Essen

Es gib so Tage, an denen Personen mit Kundenkontakt davon sprechen, dass die Kundschaft wohl den Vollmond spüre. So einen Abend haben Stadtpolizisten am Mittwoch erlebt. Bei verschiedenen Zwischenfällen wurden insgesamt vier Personen angehalten und in Gewahrsam genommen. Die eine Frau und die drei Männer verbrachten die Nacht dann in Arrestzellen auf dem Polizeiposten an der Vadianstrasse.

Ein erstes Mal ausrücken mussten die Polizistinnen und Polizisten gegen 20 Uhr, weil sich ein Pärchen aus der Tschechischen Republik in einem Restaurant am Burggraben stritt. Dabei bewarfen sich ein 45-Jähriger und eine 30-Jährige mit Essen. Anschliessend flüchteten sie aus dem Lokal, ohne die Zeche beglichen zu haben. Stadtpolizisten stellten die beiden dann im Kantipark.

Gut ausgelastet waren in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Ausnüchterungszellen der Stadtpolizei auf dem Posten an der Vadianstrasse: Eine Frau und drei Männer verbrachten hier die Nacht.

Gut ausgelastet waren in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Ausnüchterungszellen der Stadtpolizei auf dem Posten an der Vadianstrasse: Eine Frau und drei Männer verbrachten hier die Nacht.

Symbolbild: Stapo SG

Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass die 30-jährige Frau stark betrunken war; der Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 2,4 Promille (1,23 Mikrogramm pro Liter). Zudem hatte sie ein Kleidungsstück dabei, dass sie zuvor gestohlen hatte. Der 45-Jährige trug ein legales Messer und mehrere Einwegrasierer auf sich. Das Messer wurde allerdings als gefährlicher Gegenstand eingestuft und sichergestellt.

Auf dem Polizeiposten verhielten sich die Frau und der Mann gemäss Polizeimeldung «sehr renitent». Nach der Begutachtung durch den Amtsarzt wurden sie daraufhin über Nacht in Gewahrsam genommen. Zudem wurden sie wegen «mutwilliger Belästigung» gebüsst. Die beiden werden jetzt für 30 Tage aus der Stadt St.Gallen weggewiesen. (stapo/vre)

Betrunken und aggressiv

Stadtpolizei nimmt zwei Männer für die Nacht in Gewahrsam

Neben dem tschechischen Pärchen hat die Stadtpolizei am Mittwochabend auch noch einen 18-jährigen Afghanen und einen 33-jährigen Nordmazedonier in Gewahrsam genommen. Die beiden waren betrunken, randalierten und bedrohten Passantinnen und Passanten. Beide verbrachten die Nacht auf dem Polizeiposten, wurden wegen mutwilliger Belästigung gebüsst und aus der Stadt weggewiesen.

Der 18-Jährige fiel wegen einer angeblichen Schlägerei, durch lautes Geschrei, durch das Anpöbeln von Passanten und durch das Einschlagen auf Gegenstände kurz vor 21 Uhr auf dem Bahnhofplatz auf. Gegenüber den Polizisten verhielt sich der junge Mann gemäss Mitteilung der Stadtpolizei renitent und wollte unter anderem seine Personalien nicht offenlegen. Der Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 1,3 Promille (oder 0,68 Mikrogramm pro Liter).

Der 33-jährige Nordmazedonier wurde von der Stadtpolizei angehalten, weil er am Bohl Frauen belästigt hatte und Männer tätlich angegangen war. Auch dieser Mann war stark alkoholisiert. Gegenüber den Polizisten verhielt er sich aggressiv und aufbrausend. Er wurde schliesslich auf dem Boden fixiert und in Handfesseln gelegt. Bei der Kontrolle auf dem Posten wurden bei ihm gemäss Polizeimeldung Medikamente und fünf Gramm Marihuana gefunden. (stapo/vre)

Auffahrunfall mit drei Beteiligten auf der Zürcher Strasse: Kurz abgelenkt und Vordermann von hinten gerammt

Die Unfallstelle auf der Zürcher Strasse vom Mittwochabend. Das hinterste Auto fuhr aufs zweite auf und schob es ins vorderste Fahrzeug.

Die Unfallstelle auf der Zürcher Strasse vom Mittwochabend. Das hinterste Auto fuhr aufs zweite auf und schob es ins vorderste Fahrzeug.

Bild: Stadtpolizei SG (8.6.2022)

Am Mittwochabend ist es auf der Zürcher Strasse im St.Galler Lachen-Quartier zu einer Auffahrkollision mit drei Autos gekommen. Ein 25-Jähriger war kurz abgelenkt und fuhr mit seinem Auto von hinten mit voller Wucht auf ein stehendes Fahrzeug auf. Dieses wurde nach vorne in ein drittes Auto geschoben. Eine Person wurde gemäss Mitteilung der Stadtpolizei beim Zwischenfall eher leicht verletzt. Zudem entstand grosser Sachschaden.

Das Auto des 25-jährigen Unfallverursachers wurde stark beschädigt.

Das Auto des 25-jährigen Unfallverursachers wurde stark beschädigt.

Bild: Stadtpolizei SG (8.6.2022)

Am Mittwoch, kurz nach 22 Uhr, war ein 25-Jähriger mit dem Auto stadtauswärts auf der Zürcher Strasse unterwegs. Auf Höhe eines Fussgängerstreifens blickte er gemäss Polizeimeldung kurz auf die Seite. Dadurch bemerkte er das Auto eines 31-Jährigen, der vor dem Streifen angehalten hatte, zu spät und es kam zur Kollision. Der 31-Jährige wurde eher leicht verletzt, musste aber sicherheitshalber mit dem Rettungswagen ins Spital gebracht werden. Die drei Autos waren nicht mehr fahrfähig und mussten abgeschleppt werden. (stapo/vre)

Dornröschenschloss am Mannenweier

Momentaufnahme. Franz Häusler fotografierte die verwunschene Stimmung mit den üppig blühenden Rosen am St.Galler Mannenweier.

Momentaufnahme. Franz Häusler fotografierte die verwunschene Stimmung mit den üppig blühenden Rosen am St.Galler Mannenweier.

Rasche Reaktion der Ölwehr verhindert grösseren Umweltschaden: Nach Zusammenstoss läuft Diesel in den Wiesenbach

Die Unfallstelle vom Dienstagmittag auf der Verzweigung Schoretshueb- und Letzistrasse während der Reinigungsarbeiten.

Die Unfallstelle vom Dienstagmittag auf der Verzweigung Schoretshueb- und Letzistrasse während der Reinigungsarbeiten.

Bild: Stadtpolizei SG (7.6.2022)

Am Dienstagmittag sind nach dem Zusammenstoss eines Personenautos und eines Lastwagens im Industriegebiet zwischen Winkeln und Gossau 40 bis 100 Liter Diesel ausgelaufen. Es gelangte in einen Schacht und in den Wiesenbach. Die Reinigung von Strasse, Schacht und Bach gestalteten sich aufwendig. Verletzt wurde beim Zwischenfall niemand, doch entstand gemäss Mitteilung der Stadtpolizei erheblicher Sachschaden.

Der beschädigte Dieseltank des Lastwagens. Daraus flossen 40 bis 100 Liter Diesel auf die Strasse, in einen Schacht und in den Wiesenbach.

Der beschädigte Dieseltank des Lastwagens. Daraus flossen 40 bis 100 Liter Diesel auf die Strasse, in einen Schacht und in den Wiesenbach.

Bild: Stadtpolizei SG (7.6.2022)

Am Dienstag, kurz vor 12 Uhr, fuhr eine 41-Jährige mit ihrem Auto, an die Verzweigung der Schoretshueb- und Letzistrasse heran. Dort wollte sie in die Letzistrasse einbiegen und übersah dabei einen vortrittsberechtigten Lastwagen. Dadurch kam es zu einer seitlichen Kollision. Beim Aufprall wurde der Dieseltank des Lastwagens beschädigt, so dass Diesel auf die Strasse und in einen Schacht floss.

Ölsperren im Wiesenbach.

Ölsperren im Wiesenbach.

Bild: Stadtpolizei SG (7.6.2022)

Sofort nach dem Unfall leitete die Ölwehr Gegenmassnahmen ein. So wurden durch die Feuerwehr mehrere Bachsperren aufgestellt. Das Tiefbauamt der Stadt St.Gallen reinigte die Strasse und liess den Diesel aus dem Schacht pumpen. So konnte gemäss Polizeimeldung das Abfliessen grösserer Mengen Diesel und ein grösserer Umweltschaden verhindert werden. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. (stapo/vre)

Polizisten helfen einer Entenfamilie: In Tankstelle verirrt, eingefangen und im Moosweier ausgesetzt

Ein Spezialist des Tierschutzes und zwei Stadtpolizisten haben am Mittwochnachmittag einer Entenmutter und ihren zehn Jungen an der Zürcher Strasse in St.Gallen geholfen. Sie haben die Vogelfamilie eingefangen und am Moosweier in Bruggen wieder ins Wasser gesetzt.

Diese Entenmutter und ihre zehn Jungen mussten am Mittwoch von Stadtpolizisten eingefangen und zum Moosweier gebracht werden.

Diese Entenmutter und ihre zehn Jungen mussten am Mittwoch von Stadtpolizisten eingefangen und zum Moosweier gebracht werden.

Bild: Stadtpolizei SG (8.6.2022)

Am Mittwoch, 14.30 Uhr, erhielt die Einsatzzentrale der Stadtpolizei einen Anruf, dass sich an der Zürcher Strasse eine Entenfamilie verirrt hatte. Die Stockente und ihr Nachwuchs hatten sich auf dem Weg vom Nistplatz zum Wasser in eine Tankstelle verirrt und sassen dort fest. Polizisten fingen die Tiere ein und brachten sie zum Moosweier. Dort sind die Ente und ihre zehn Jungen gemäss Mitteilung vom Donnerstag wohlauf. (stapo/vre)

Protestaktion auf dem St.Galler Rosenberg: Helvetia soll keine Kohleprojekte mehr versichern

Am Donnerstagmittag haben vier Aktivistinnen und Aktivisten der Kampagnenorganisation Campax vor dem Hauptsitz der Helvetia-Versicherung auf dem St.Galler Rosenberg demonstriert. Die vier weissgekleideten Personen zündeten mehrere Rauchpetarden und forderten auf einem grossen Transparent: «Helvetia, stopp die Versicherung von Kohle!»

Die Aktion wurde gemäss Mitteilung als Reaktion auf einen am Donnerstag publizierten Bericht organisiert. Das Papier stammt vom Netzwerk Insure Our Future und der südkoreanischen Organisation Solutions for Our Climate. Es enthält Einzelheiten zu Versicherungsverträgen für fünf neue Kohlekraftwerkprojekte in Südkorea, die einmalige Einblicke in den Kohlemarkt geben.

Klimaaktivisten von Campax fordern mit Transparenten und Rauchpetarden den Ausstieg der Helvetia-Versicherung aus dem Kohlemarkt.

Klimaaktivisten von Campax fordern mit Transparenten und Rauchpetarden den Ausstieg der Helvetia-Versicherung aus dem Kohlemarkt.

Bild: Campax (9.6.2022)

Die Helvetia-Versicherung gehöre zu den Schlusslichtern der Branche, da sie immer noch neue Kohleprojekte versichere, wird in der Mitteilung Campax-Kampagnenleiterin Nora Scheel zitiert: «Indem die Helvetia neue Kohlekapazitäten versichert, untergräbt sie Klimaschutzmassnahmen verantwortungsbewussterer Versicherer und gibt den Planeten langfristig der Klimazerstörung preis.»

Auch die Helvetia müsse sofort damit aufhören, neue Kohlekraftwerke , den Kohlebergbau und damit verbundene Infrastrukturprojekte zu versichern, fordert Scheel gemäss Campax-Mitteilung. Das Schweizer Unternehmen müsse so den gleichen Weg wie mindestens drei Dutzend andere grosse Versicherungsunternehmen gehen, die sich aus dem Kohlemarkt zurückgezogen hätten. (pd/vre)

Weil ein neuer Deckbelag eingebaut wird: Hechtackerstrasse am Wochenende während 24 Stunden gesperrt

Am Wochenende ist die Hechtackerstrasse zwischen der Haggen- und der Bernhardswiesstrasse gesperrt, weil das städtische Tiefbauamt einen neuen Deckbelage einbauen lässt. Für Motorfahrzeuge ist die Baustelle zwischen den Liegenschaften Hechtackerstrasse 6 und 14 ab Samstag, 7 Uhr, bis Sonntag, 7 Uhr, gesperrt. Die VBSG-Buslinie 7 (Hinterberg) wird in diesen 24 Stunden in beide Richtungen über die Route der VBSG-Buslinie 8, also über die Oberstrasse, umgeleitet. Die Haltestelle «Haggen Bahnhof» wird während der Bauarbeiten nicht bedient; als Ersatz dient die Haltestelle «Haggen». Für Fussgängerinnen und Fussgänger bleibt die Baustelle jederzeit passierbar.

Die Hechtackerstrasse ist dieses Wochenende beim Bahnhof Haggen während 24 Stunden für den Einbau eines neuen Deckbelags gesperrt.

Die Hechtackerstrasse ist dieses Wochenende beim Bahnhof Haggen während 24 Stunden für den Einbau eines neuen Deckbelags gesperrt.

Bild: Stadt St.Gallen

Die Arbeiten am Deckbelag der Hechtackerstrasse können nur bei trockenem Wetter ausgeführt werden. Der definitive Entscheid über die Durchführung des Deckbelagseinbaus wird am Freitagmittag gefällt. Bei ungünstigen Witterungsverhältnissen wird der Belagseinbau um eine Woche verschoben. Die Stadt informiert mit Infotafeln an der Hechtackerstrasse darüber, wann die Arbeit ausgeführt und damit die Strasse gesperrt wird. (sk/vre)

New-Orleans-Festival ist in den Startlöchern

Zum 33. Mal findet in diesem Sommer das «New Orleans meets St.Gallen»-Festival statt. Dies am Dienstag, 21. Juni, und wie immer in der St.Galler Altstadt. Das Festival wird bei jeder Witterung durchgeführt. Der Eintritt ist gratis. Eröffnet wird der Anlass, der jeweils um die 30’000 Personen ins Stadtzentrum zieht, um 17.30 Uhr mit einer Parade mit Musikern der teilnehmenden Bands durch die Altstadtgassen.

Das Festival «New Orleans meets St. Gallen» findet bei jedem Wetter statt. Und auch ein Gewitter wie 2019 tut der Stimmung keinen Abbruch.

Das Festival «New Orleans meets St. Gallen» findet bei jedem Wetter statt. Und auch ein Gewitter wie 2019 tut der Stimmung keinen Abbruch.

Bild: Urs Bucher (18.6.2019)

Der Betrieb auf den verschiedenen Bühnen wird gestaffelt gestartet: Ab 18 Uhr sind auf der Bühne an der Neugasse die Duke Heitger’s International Steamboat Stompers zu hören. Weitere Bands spielen auf drei weiteren Bühnen von 19 bis 23 Uhr. Die Verpflegungsstände sind ab 16.30 Uhr geöffnet. Ein New Orleans Church Service startet um 23.15 Uhr in der Kirche St.Laurenzen. (pd/vre)

Wagemutiger Blutsauger

Momentaufnahme. Ingrid Zürcher fotografierte die Zauneidechse mit der Mücke auf dem Kopf an Pfingsten an der Sitter bei St.Galen.

Momentaufnahme. Ingrid Zürcher fotografierte die Zauneidechse mit der Mücke auf dem Kopf an Pfingsten an der Sitter bei St.Galen.

Riskantes Überholmanöver: Überholtes Auto gestreift, entgegenkommenden Velofahrer erfasst und verletzt

Am Mittwochmorgen hat ein Auto bei Lömmenschwil einen Velofahrer angefahren. Der 62-Jährige wurde beim Unfall leicht verletzt. Er musste gemäss Mitteilung der Kantonspolizei vom Rettungsdienst betreut und ins Spital gebracht werden. Eine zweite, 16-jährige Velofahrerin konnte dem Auto rechtzeitig nach rechts ausweichen und wurde beim Unfall nicht verletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 12’000 Franken.

Das überholende Auto erfasste den entgegenkommenden Velofahrer mit der linken Frontseite.

Das überholende Auto erfasste den entgegenkommenden Velofahrer mit der linken Frontseite.

Bild: Kantonspolizei SG (8.6.2022)

Zum Unfall kam es am Mittwoch, 6.45 Uhr, auf der Holzrütistrasse bei Lömmenschwil. Darin verwickelt waren zwei Autos und zwei Velos. Ein 45-Jähriger Mann fuhr gemäss Polizeimeldung mit seinem Auto auf der Holzrütistrasse von Roggwil in Richtung Lömmenschwil. Auf Höhe eines Verkehrssignals am Anfang der 80er-Zone beschleunigte er sein Auto und überholte den Wagen eines vor ihm fahrenden 59-Jährigen.

Beim Überholmanöver übersah der 45-Jährige zwei entgegenkommende Velofahrer. Er versuchte, nach rechts auszuweichen. Dabei streifte sein Auto den Wagen des 59-Jährigen. Zudem prallte die linke Frontseite seines Autos gegen das Velo eines 62-Jährigen. Dieser stürzte und zog sich dabei unbestimmte Verletzungen zu. Seine 16-Jährige Begleiterin konnte sich rechtzeitig nach rechts in Sicherheit bringen. (kapo/vre)

Quad prallt gegen Velos - Zwei velofahrende Senioren verletzt

Am Mittwoch ist es auf Gebiet von Gossau zu einem Unfall zwischen einem Quad und zwei Velos gekommen. Dabei wurde ein 84-jähriger Velofahrer leicht und eine 82-jährige Velofahrerin unbestimmt verletzt. Beide mussten gemäss Mitteilung der Kantonspolizei vom Rettungsdienst betreut und ins Spital gebracht werden.

Symbolbild: Kantonspolizei SG

Zum Unfall kam es am Mittwoch, 15.00 Uhr, bei Enggetschwil. Ein 63-jähriger Mann wollte mit seinem Quad von einem Vorplatz auf die Enggetschwilerstrasse einbiegen. Gleichzeitig fuhren ein 84-Jähriger und eine 82-Jährige mit ihren Velos auf dieser Strasse von Albetschwil in Richtung Enggetschwil. Das Quad prallte gegen die beiden Velos, wodurch die beiden Senioren stürzten und sich verletzten. (kapo/vre)

Wenn Wissenschaft, Politik und Quartier auf dem grünen Rasen dem Ball nachrennen

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause hat diese Woche auch wieder das traditionelle Fussballturnier zwischen Teams der Universität, des Kantons- und des Stadtparlaments sowie des Quartiervereins Rotmonten stattgefunden. Unverändert waren dabei gemäss Bericht von Daniel Studer vom Universitätssport die Motivation der Spielerinnen und Spieler, die grosse Spannung und das Siegerteam. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität klassierten sich vor dem FC Kantonsrat, dem Quartierverein und dem SC Stadtparlament.

Gruppenbild mit allen Teilnehmern des Fussballturniers zwischen Universität, Kantonsrat, Stadtparlament und Quartierverein.

Gruppenbild mit allen Teilnehmern des Fussballturniers zwischen Universität, Kantonsrat, Stadtparlament und Quartierverein.

Bild: Unisport St.Gallen

Die Ausgangslage fürs wie üblich mit allem Ernst ausgetragene Plauschturnier war spannend: Würden die Seriensieger, nämlich das Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Uni, erneut siegreich vom Platz gehen? Oder würde es vom FC Kantonsrat – immerhin Schweizer Meister im Parlamentarierfussball 2021 – an der Spitze der Tabelle abgelöst werden? Im ersten Spiel sprach einiges für die zweite Variante: Das HSG-Team musste für seinen 2:1-Sieg gegen das St.Galler Stadtparlament sehr hart kämpfen.

Die Direktbegegnung zwischen der Uni und dem FC Kantonsrat war ebenfalls ausgeglichen und endete mit einem 0:0. Im Penaltyschiessen dann setzte sich die HSG mit 4:2 durch, was sich später in der Schlussbilanz bemerkbar machen sollte. Eine klare Sache war die fussballerische Begegnung der Politik: Die «Herren in grün» des FC Kantonsrat entschieden die Partie gegen die Mitglieder des Stadtparlaments mit 4:1 eindeutig für sich.

Das siegreiche Team der Universität St.Gallen.

Das siegreiche Team der Universität St.Gallen.

Bild: Unisport St.Gallen

Mehr Spannung kam bei der Begegnung des Quartiervereins und der Universität auf: Nach dem Entstand von 0:0 musste erneut ein Penaltyschiessen entscheiden. Dieses entwickelte sich zur Nervenprobe für alle Beteiligten. Nach fünf Elfmetern war die Bilanz 5:5, erst der siebte Penalty brachte die Entscheidung fürs HSG-Team: Dessen Torhüter konnte den Schuss aus den Reihen des Quartiervereins Rotmonten halten.

In der Schlussbilanz schwang damit das Team der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität St.Gallen erneut obenaus: FC Kantonsrat und HSG kamen auf je sieben Punkte, aufgrund des Resultats im Penaltyschiessen landete die Uni aber auf Platz eins. Womit klar ist, welche Disziplin die Kantonsräte trainieren müssen, um im nächsten Jahr das Uni-Team schlagen zu können. Hinter dem FC Kantonsrat wurde der Quartierverein Rotmonten Dritter und der SC Stadtparlament Vierter. (pd/vre)

«Montagslesen» mit brasilianischen Sprachmelodien

Am Montag, 18.30 Uhr, stehen in einer weiteren Folge der Reihe «Montagslesen» im Café St-Gall der Bibliothek Hauptpost die brasilianisch-portugiesische Sprache und Musik im Mittelpunkt. Magda Hammer präsentiert Texte von brasilianischen Modernisten. Milena Salvatti spielt Cellomusik von Heitor Villa-Lobos. Hammer und Salvatti stammen aus São Paulo und leben seit vielen Jahren in der Schweiz. Sie verbindet gemäss Ankündigung des Anlasses die Liebe zu brasilianischer Sprache und Musik.

Die Referentinnen am «Montagslesen» stammen aus São Paulo, das von jeher als Schmelztigel der Kulturen gilt.

Die Referentinnen am «Montagslesen» stammen aus São Paulo, das von jeher als Schmelztigel der Kulturen gilt.

Bild: PD

1922, also genau vor hundert Jahren, trafen sich in São Paolo bildende Künstler, Schriftsteller und Musiker zur «La Semana de Arte Moderna», also zur «Woche der modernen Kunst». Sie steht bis heute als Zeichen für die Erneuerung der brasilianischen Sprache, für die Suche nach Experimenten und für die kreative Freiheit. Die Künstlerinnen und Künstler wollten damals die Schaffung einer «echten» brasilianischen Kultur initiieren und sich vom europäischen Einfluss emanzipieren.

Heitor Villa-Lobos wiederum kam vor 135 Jahren in Rio de Janeiro auf die Welt. Er war Komponist, Dirigent, Cellist, Pianist und Gitarrist. Er wird als die bedeutendste und kreativste Figur des 20. Jahrhunderts in der klassischen brasilianischen Musik bezeichnet. Er komponierte Werke, welche Nuancen der verschiedenen brasilianischen Regionalkulturen enthalten und verschmolz sie mit Elementen indigener Lieder. Auch Villa-Lobos war Teil der «Semana de Arte Moderna». (pd/vre)

Kritik an der Schliessung des Cafés in der Bibliothek Hauptpost: Verein fordert rasch eine «publikumsorientierte Übergangslösung»

Das Café St-Gall in der Bibliothek in der St.Galler Hauptpost hat an Auffahrt ziemlich unvermittelt geschlossen, weil der bisherige Pächter das Handtuch geworfen hat. Ein neues, bedientes Café stellt das kantonale Amt für Kultur erst auf Anfang 2023 in Aussicht. Bis danhin sollen die Gäste mit einer Automatenlösung vorlieb nehmen müssen. Dieser Umstand löst bei regelmässigen Nutzerinnen und Nutzern der Bibliothek Hauptpost teils heftige Kritik aus. In diese stimmt jetzt der Verein Pro Stadtbibliothek in einer Mitteilung ein.

Das Café St-Gall hat sich in den sieben Jahren seiner Existenz zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt.

Das Café St-Gall hat sich in den sieben Jahren seiner Existenz zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt.

Bild: Hanspeter Schiess (20.7.2015)

Der Verein, der die Interessen der Nutzerinnen und Nutzer der Stadtbibliothek vertritt, ist enttäuscht über die Schliessung des Cafés St-Gall, aber auch über das Unvermögen, eine schnelle Übergangslösung zu entwickeln. Der Verein fordert in seiner Mitteilung «eine publikumsorientiertere und attraktivere Lösung als das Aufstellen von Automaten». Der Verein bittet das Amt für Kultur, seine Haltung zu überdenken. Gerade auch mit Blick auf die bevorstehende Abstimmung über die Bibliothek brauche es rasch eine attraktive Lösung.

Mit dem Vorgehen, das die kantonalen Stellen zur Schaffung eines neuen Treffpunkts in der Bibliothek einschlagen wollten, entfalle das bediente Café für mindestens sieben Monate. Damit falle ein wichtiges Angebot, ein Publikumsmagnet und ein Treffpunkt in der Bibliothek Hauptpost weg. Auch wenn eine gründliche Prüfung der Neuverpachtung des Lokals grundsätzlich begrüssenswert sei, glaubt der Vorstand des Vereins Pro Stadtbibliothek, dass zumindest eine Übergangslösung mit Personal anstelle von Automaten möglich wäre.

Eine Informationstafel im ehemaligen Café St-Gall in der Hauptpost sagt, wie es hier weitergehen soll.

Eine Informationstafel im ehemaligen Café St-Gall in der Hauptpost sagt, wie es hier weitergehen soll.

Bild: Marlen Hämmerli (28.5.2022)

Dem Verein Pro Stadtbibliothek ist bekannt, dass sich verschiedene Personen, die teilweise auch mit Flüchtlingen arbeiten, für einen Übergangsbetrieb interessieren würden. Mit einem solchen lasse sich zumindest ein Basisangebot im Café sicherstellen. Und so ein Übergangsbetrieb würde ausgezeichnet in ein Provisorium passen, das die Bibliothek Hauptpost ja sei, stellt der Verein Pro Stadtbibliothek in seiner Mitteilung vom Donnerstag fest. (pd/vre)

Solarcup 2022: Auch auf dem Vadianplatz kommt Rennfeeling auf

Am kommenden Wochenende herrscht quer durch die Ostschweiz Rennstimmung. Am Samstag und Sonntag finden die Bergrennen in Degersheim statt. Am Sonntag sausen im St.Galler Riethüsli-Quartier Seifenkisten die Oberhofstettenstrasse hinunter. Und am Samstag zeigen auf dem Vadianplatz beim St.Galler Neumarkt Mini-Solarmobile von rund 100 Schülerinnen und Schülern, was sie können. Hier findet als Plauschanlass und Werbebeitrag für erneuerbare Energien der diesjährige Solarcup statt.

Am Samstag, 11 bis 14 Uhr, messen sich wieder Mini-Solarmobile auf dem Platz zwischen den Gebäuden des St.Galler Neumarktes.

Am Samstag, 11 bis 14 Uhr, messen sich wieder Mini-Solarmobile auf dem Platz zwischen den Gebäuden des St.Galler Neumarktes.

Bild: PD

Der St.Galler Solarcup 2022 wird am Samstag, 11 bis 14 Uhr, durchgeführt. Dabei treten 30 Mini-Solarmobile gegeneinander an. Sie wurden in den vergangenen zehn Wochen von 100 Schülerinnen und Schülern aus sieben Stadtsanktgaller Schulklassen im Werkunterricht gebaut. Der Bausatz dafür mit über 50 Einzelteilen wurde den Schulen gemäss Mitteilung von Umwelt und Energie Stadt St.Gallen zur Verfügung gestellt. Die kleinen Solarflitzer messen sich auf einer rund 15 Meter langen Rennbahn.

Beim Anlass sollen die jungen Rennfahrerinnen und Rennfahrer sowie das Publikum spielerisch erleben können, «was die Kraft der Sonne leistet». Beim Solarcup auf dem Vadianplatz geht es aber nicht nur um die Ehre: Das Gewinnerteam erhält einen Beitrag in die Klassenkasse sowie Gratiseintritte für ein St.Galler Freibad. Der Solarcup wird bereits seit 2010 ausgetragen und durch die Stadt organisiert. (sk/vre)

Kids Bike Challenge auf dem St.Galler Olma-Areal: Kindern Verkehrsregeln spielerisch beibringen

Mit dem Velo Slalom oder über Hindernisse fahren, die Bremsen testen und Verkehrssignale richtig erkennen: 80 Kinder aus fünf verschiedenen Teams haben sich am Mittwochmorgen mit ihren Velos auf dem Olma-Areal in St.Gallen zur Bike Kids Challenge getroffen. Dabei drehte sich alles rund ums Thema Velofahren. Verkehrssicherheit mit Spass vermitteln, war das Ziel des Events.

Auch auf dem Geschicklichkeitsparcours konnten am Mittwoch mit dem Velo Punkte erobert werden.

Auch auf dem Geschicklichkeitsparcours konnten am Mittwoch mit dem Velo Punkte erobert werden.

Bild: Krisztina Scherrer (8.6.2022)

Die Innerrhoder, die Zürcher und die Aargauer Kantonspolizeien sowie die Stadtpolizeien Winterthur und Zürich waren mit je einem Team angereist. Die acht bis 14 Jahre alten Buben und Mädchen absolvierten einen Wettbewerb zum Thema Verkehrssicherheit. Beim Geschicklichkeitsparcours, im Verkehrsgarten und beim Lösen von Theorieaufgaben, gab es für sie Punkte zu holen. Die zwei Mädchen und zwei Buben mit der höchsten Punktzahl qualifizierten sich für den Wettbewerb, der von der Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) organisiert wird und im September in Zadar in Kroatien stattfindet.

Bei der Kids Bike Challenge gehe es darum, den Kindern die Verkehrsregeln spielerisch beizubringen und ihre Mobilität zu fördern. Der Anlass soll sie sensibilisieren und damit die Verkehrssicherheit für alle erhöhen. Der TCS führt den nationalen Sicherheitstag seit 22 Jahren in Zusammenarbeit mit kantonalen und städtischen Polizeikorps durch. Am Mittwochnachmittag war der Anlass für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Gross und Klein durften dann ihr Können auf dem Pumptrack oder dem Geschicklichkeitsparcours zeigen. (krs)

Polizeisperre auf der Fürstenlandbrücke durchbrochen: Stadtpolizei geht ersten Hinweisen aus der Bevölkerung nach

Auf der Fürstenlandbrücke hat am Montagabend ein Autofahrer eine Polizeisperre ignoriert und ist geflüchtet. Die Polizei geht derzeit ersten Zeugenhinweise auf den Mann nach.

Auf der Fürstenlandbrücke hat am Montagabend ein Autofahrer eine Polizeisperre ignoriert und ist geflüchtet. Die Polizei geht derzeit ersten Zeugenhinweise auf den Mann nach.

Bild: Stadtpolizei SG

Die Stadtpolizei St.Gallen sucht derzeit den Autofahrer, der am Montag, gegen 23 Uhr, auf der Fürstenlandbrücke eine Polizeisperre missachtete, mehrfach Haltesignale der Polizei ignorierte und durch seine Fahrweise einen Polizisten gefährdete. Die Polizei sucht unter Telefon 071'224'60'00 auch Personen, die Angaben zum Lenker des schwarzen Volvo-Kleinwagens mit Ausserrhoder Kennzeichen machen können. Erste Hinweise sind auf den Zeugenaufruf hin bereits eingegangen, wie Roman Kohler, Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen, im Interview sagt:

Kommt es häufig vor, dass jemand eine Polizeisperre durchbricht, wie der Autofahrer am Montagabend auf der Fürstenlandbrücke?

Roman Kohler: Es kommt immer wieder vor, dass Autofahrerinnen oder Autofahrer Anweisungen der Polizei nicht befolgen. Absperrungen werden aber eher selten missachtet.

Die Szenen auf der Fürstenlandbrücke erinnern etwas an einen US-Actionfilm. So harmlos war die Situation aber nicht?

Wenn polizeiliche Anweisungen (hier eine Sperrung, respektive ein Haltesignal) nicht befolgt werden, führt dies grundsätzlich zu einer Gefährdung. Die Polizei sperrt ja nicht ohne Grund einen Bereich ab. Das muss gar nicht spektakulär ablaufen, um für alle Beteiligten sehr gefährlich zu sein. Gerade wenn Fahrzeuge stark beschleunigt werden, ist die Gefahr gross, dass jemand verletzt wird.

Bei Verkehrskontrollen sollen Polizistinnen und Polizisten aus Sicherheitsgründen immer möglichst gut sichtbar sein.

Bei Verkehrskontrollen sollen Polizistinnen und Polizisten aus Sicherheitsgründen immer möglichst gut sichtbar sein.

Symbolbild: Stapo SG

Den Fall macht speziell, dass dem flüchtenden Autofahrer offenbar egal war, dass er Polizisten gefährdete. Wie bereitet die Stadtpolizei ihre Leute auf solche Situationen vor?

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in der Polizeischule und in regelmässigen internen Ausbildungen geschult. Neben der Ausbildung ist die Ausrüstung wichtig für die Sicherheit. Gerade im Strassenverkehr ist Sichtbarkeit wichtig. Es gibt diverse Uniformbestandteile, welche bei Kontrollen diese Sichtbarkeit verbessern sollen. Dazu zählen orange Westen oder Jacken sowie Stableuchten, damit ein Haltesignal besser erkannt wird.

Der Autofahrer vom Montagabend wurde bei seiner Flucht von geschulten Fachleuten beobachtet. Entsprechend gibt es eine gute Beschreibung seiner Person und seines Autos. Eigentlich dürfte es kein Problem sein, den Mann zu erwischen?

Roman Kohler, Leiter Fachstelle Kommunikation der Stadtpolizei.

Roman Kohler, Leiter Fachstelle Kommunikation der Stadtpolizei.

Bild: Stadtpolizei SG (24.2.2021)

Das wird sich zeigen. Klar ist: Nur weil der Autofahrer an diesem Abend nicht angehalten werden konnte, heisst das nicht, dass sein Verhalten keine Konsequenzen haben wird. Es ist für ihn übrigens auch nicht zu spät, sich selbst bei der Polizei zu melden.

Sind schon viele Hinweise auf den Zeugenaufruf eingegangen?

Ja, es sind einige Hinweise bei uns eingegangen. Ihnen gehen wir aktuell nach. (vre)

Zeugenaufruf

Gesucht: Schwarzer Volvo mit Ausserrhoder Kennzeichen

Die Stadtpolizei St.Gallen sucht unter Telefon 071'224'60'00 weiterhin nach dem Autofahrer, der am Montagabend auf der Fürstenlandbrücke eine Polizeisperre missachtete. Beim Fahrzeug handelt es sich um einen Volvo-Kleinwagen, mutmasslich des Typs V40 mit Jahrgang 2015. Das Fahrzeug ist schwarz und weist Ausserrhoder Kontrollschilder auf. Am Steuer sass ein Mann im Alter zwischen 25 und 35 Jahren mit Bart sowie kurzen dunklen Haaren. (stapo/vre)

St.Galler Coronasituation bleibt entspannt: 280 Neuansteckungen in den vergangenen sieben Tagen

Der Kanton meldet auf seiner Website für die Periode vom 31. Mai bis 6. Juni 280 neue laborbestätigte Coronafälle. Vom 10. bis 16. Mai waren es noch 420, vom 17. bis 23. Mai 301 und vom 24. bis 30. Mai 270 gewesen.  Seit März 2020 wurden damit im St.Gallischen alles in allem 214’299 Coronainfektionen nachgewiesen. Zwischen dem 31. Mai und 6. Juni wurde erneut kein Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Zahl der St.Galler Coronatoten steht weiter bei 860.

Geimpft gegen das Coronavirus wird weiterhin - und irgendwann dürfte das Thema der regelmässigen Auffrischungsimpfung (analog zur Grippe) zum Diskussionsthema werden.

Geimpft gegen das Coronavirus wird weiterhin - und irgendwann dürfte das Thema der regelmässigen Auffrischungsimpfung (analog zur Grippe) zum Diskussionsthema werden.

Bild: Archiv SGTB

Diesen Montagabend lagen fünf Personen wegen einer SARS-CoV2-Infektion in einem St.Galler Spital. Am 9. Mai waren es noch 17, am 16. Mai sechs, am 23. Mai eine und am 30. Mai sieben gewesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stand am 6. Juni bei 52 (9. Mai: 108, 16. Mai 80, 23. Mai: 55, 30. Mai: 51). Die St.Galler 14-Tage-Inzidenz lag am Montag bei 105 (9. Mai: 242, 16. Mai: 189, 23. Mai: 139, 30. Mai: 108). Die Inzidenz bezeichnet die Zahl neuer Coronafälle in sieben und 14 Tagen der Vergleichbarkeit wegen hochgerechnet auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Montag, 6. Juni, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Montag, 6. Juni, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

Seit Anfang Mai meldet der Kanton St.Gallen seine Coronazahlen nur noch einmal wöchentlich, und zwar am Dienstagnachmittag. Auf den Wochenrhythmus umgestellt wurde aufgrund der entspannten Pandemielage. Sie rechtfertige den relativ grossen Aufwand für die tägliche Meldung nicht mehr, heisst es. Und auch die neusten Zahlen weisen darauf hin, dass die Coronalage sich in den vergangenen fünf  Wochen entspannt und jetzt auf tiefem Niveau stabilisiert hat. (SK/vre)

Arbeitsmarkt hat Coronafolgen «verdaut»: Stellensuchende wie Ende Mai 2019 und eine Rekordzahl an offenen Stellen

Der St.Galler Arbeitsmarkt steht wieder ungefähr dort, wo er vor der Pandemie war. Ende Mai dieses Jahres waren 9’489 Personen zur Stellensuche bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemeldet. Das sind genau sechs mehr als vor drei Jahren, also Ende Mai 2019. Im Vergleich zum Mai 2021 sind im Kanton St.Gallen Ende Mai 2022 3’878 Personen oder 29 Prozent weniger auf Stellensuche. Von Ende April bis Ende Mai dieses Jahre hat die Zahl der Stellensuchenden um 479 oder 4,8 Prozent abgenommen.

Ende Mai waren bei St.Galler Arbeitsvermittlungszentren (RAV) insgesamt 9’489 Personen zur Stellensuche gemeldet.

Ende Mai waren bei St.Galler Arbeitsvermittlungszentren (RAV) insgesamt 9’489 Personen zur Stellensuche gemeldet.

Bild: W&O

Die Zahl der Stellensuchenden zwischen 15 und 24 Jahren liegt Ende Mai 2022 mit rund 800 Personen um knapp 43 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bei den 25- bis 49-Jährigen wird der Vorjahresstand gemäss Mitteilung des Kantons um rund 2’300 Personen oder knapp 30 Prozent unterschritten. Die Zahl der 50-jährigen und älteren Stellensuchenden ist gegenüber dem Vorjahreswert um fast 1’000 Personen gesunken, was etwas weniger als einem Viertel entspricht.

Die Arbeitslosigkeit ist in allen St.Galler Wahlkreisen im kurzfristigen Vergleich wie auch gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Am stärksten ist die Abnahme im Monatsvergleich im Toggenburg (minus 9,3 Prozent), am schwächsten im Wahlkreis Rorschach (minus 1,3 Prozent). Dabei spielt der schwache Rückgang in der Industrie eine Rolle. Im Vorjahresvergleich liegen die eher industriegeprägten Wahlkreise Rorschach, Rheintal, Wil und Werdenberg etwas hinter den übrigen Regionen, die Rückgänge sind gemäss Mitteilung aber überall hoch.

In industriell geprägten Regionen des Kantons St.Gallen - wie im Bild Rorschach - ist die Erholung des Arbeitsmarktes etwas weniger markant.

In industriell geprägten Regionen des Kantons St.Gallen - wie im Bild Rorschach - ist die Erholung des Arbeitsmarktes etwas weniger markant.

Bild: Urs Jaudas

Gegenüber dem April 2022 zeigt sich in der Industrie und im produzierenden Gewerbe eine Abnahme der Zahl der Stellensuchenden um 5,3 Prozent oder 203 Personen. Bei den Dienstleistungen beträgt die kurzfristige Änderung 4,5 Prozent. Im Jahresvergleich ist die Abnahme in den Sektoren vergleichbar: Industrie minus 31,3 und Dienstleistungen minus 27,1 Prozent. Die Zahl der Anmeldungen für Kurzarbeit ist per Ende Mai 2022 auf rund 2’500 aus 63 Betrieben gesunken. Dies sind 900 Personen weniger als im Vormonat.

Ende Mai 2022 waren auf den RAV des Kantons St.Gallen 6’800 freie Stellen gemeldet. Das ist die höchste je registrierte Zahl seit Gründung der RAV 1997. Über 80 Prozent der Stellen stammen aus Berufen, die der Meldepflicht unterstehen. Am stärksten gesucht sind - mit rund 5’700 Jobs - Hilfsarbeitskräfte, Dienstleistungsberufe und Verkäufer sowie Handwerks- und verwandte Berufe. Das Plus beträgt im Vergleich zum Vorjahr zwei Drittel, besonders stark ist er im Teilzeitbereich. (SK/vre)

Detaillierte Zahlen zur Beschäftigungslage finden sich im Statistikportal des Internetauftritts des Kantons St.Gallen.

Neuer Kanzler fürs Bistum St.Gallen: Thomas Englberger folgt auf Claudius Luterbacher-Maineri

Bischof Markus Büchel hat auf 1. September Thomas Englberger zum neuen Kanzler des Bistums St.Gallen berufen. Englberger tritt die Nachfolge von Claudius Luterbacher-Maineri an. Dieser wechselt als Leiter des Amtes für Soziales ebenfalls per 1. September zum Kanton St.Gallen. Die Aufgaben des Kanzlers werden dabei gemäss Mitteilung teilweise neu aufgeteilt. So wird Sekretariatsleiter Philipp Gerschwiler die zusätzliche Aufgabe des Finanzverantwortlichen des Bistums übernehmen und dafür in anderen Aufgaben entlastet.

Der Soziologe und Theologe Thomas Englberger wird neuer Kanzler des Bistums St.Gallen.

Der Soziologe und Theologe Thomas Englberger wird neuer Kanzler des Bistums St.Gallen.

Bild: Bistum St.Gallen

Der neue Kanzler Thomas Englberger ist im Bistum und in der Schweizer Landeskirche kein Unbekannter. Der Theologe und Soziologe war von 1996 bis 2003 Assistent und Mitarbeiter am Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI) in St.Gallen. 2003 bis 2011 arbeitete er zu 50 Prozent im Pastoralamt des Bistums sowie zu 50 Prozent am SPI und am Observatoire des Religions Suisse Lausanne.

Danach war Thomas Englberger in die Geschäftsstelle des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbes tätig. Von 2013 bis Dezember 2020 war er Referent und späterer Leiter der Internationalen Begegnungsstätte Kloster Speinshart in Bayern. Aktuell absolviert Englberger einen Sprachaufenthalt in Prag. Gleichzeitig ist er in der tschechischen Hauptstadt als Lehrer für Deutsch tätig. (pd/vre)

Ein Blick hinter die Kulissen der Festspiele: Öffentliche Führung über die Festspielbühne

Am 24. Juni starten auf dem St.Galler Klosterplatz wiederum die Festspiele. Auf der Freiluftbühne vor der Kulisse der Kathedrale wird diesmal die Oper «Giovanna d’Arco» von Giuseppe Verdi gespielt. Am kommenden Samstag, 11 Uhr, bietet das Theater St.Gallen eine öffentlichen Führung hinter die Kulissen dieser Oper an. Geboten wird ein Backstage-Rundgang mit anschliessendem Probenbesuch. Der Eintritt ist gratis; Treffpunkt für die Führung ist der Brunnen auf dem Klosterplatz.

Blick aufs Bühnenbild der diesjährigen Festspieloper «Giovanna d'Arco» von Giuseppe Verdi.

Blick aufs Bühnenbild der diesjährigen Festspieloper «Giovanna d'Arco» von Giuseppe Verdi.

Bild: Theater St.Gallen

Die Durchführung einer Freiluftoper bringt gemäss Mitteilung des Theaters besondere technische Herausforderungen mit sich. Innerhalb kurzer Zeit müssen Bühne und Zuschauertribüne aufgebaut sowie aufwendig mit Ton und Licht ausgestattet werden. Die temporäre Theaterinfrastruktur auf dem Klosterplatz, in der mit den Solistinnen und Solisten, dem Sinfonieorchester St.Gallen, den Chören und der Statisterie bei jeder Vorstellung über 200 Mitwirkende im Einsatz sind, muss zudem Wind und Wetter standhalten. (pd/vre)

Mehrere Baustellencontainer aufgebrochen

In der Zeit von Freitagabend bis Dienstagmorgen haben Unbekannte auf einer Baustelle an der Thannäckerstrasse in Goldach mehrere Baustellencontainer aufgebrochen. Sie durchsuchten diese und stahlen daraus gemäss Mitteilung der Kantonspolizei Baumaschinen im Gesamtwert von mehreren tausend Franken. Der Schaden, den die Einbrecher angerichtet haben, dürfte sich nochmals auf mehrere tausend Franken belaufen. (kapo/vre)

Fides-Turnier auf der Sportanlage Halden in St.Gallen: Mehr als 100 Teams kämpfen auf neun Spielfeldern

Am kommenden Wochenende steht die Sportanlage Halden in St.Gallen einmal mehr im Zeichen eines der grössten Schüler-Handballturnier der Schweiz. Mehr als 100 Teams haben sich für das 56. Fides-Schüler-Handballturnier angemeldet. Das entspricht in etwa dem Teilnehmerfeld vom Vorjahr.

Das Turnier ist allerdings längst nicht mehr nur eine städtische Angelegenheit, wie es in den Anfängen vor über 50 Jahren der Fall war. So haben sich aus der ganzen Region St.Gallen Mädchen- und Bubenteams angemeldet. Den Rekordwert 227 Teams von 1982 erreichen die Organisatoren des SV Fides seit Jahren nicht mehr.

Das Schüler-Handballturnier des SV Fides existiert seit mehr als fünfzig Jahren.

Das Schüler-Handballturnier des SV Fides existiert seit mehr als fünfzig Jahren.

Bild: Coralie Wenger (21.5.2013)

«Immerhin konnten wir den Rückgang durch verschiedene Massnahmen stoppen», stellt OK-Präsident Thomas Corradini fest. Eine der Massnahmen ist, dass die Kinder heute nur noch an einem Tag zum Turnier erscheinen müssen. Gespielt, gekämpft, gearbeitet und gefeiert wird bei schönem Wetter im Freien auf der Sportanlage Halden oder bei schlechtem Wetter in den Hallen des Athletikzentrum.

Bei zweifelhafter Witterung wird am Freitag, ab 12 Uhr, auf der Fides-Homepage darüber informiert, wo das Turnier durchgeführt wird. Erwartet werden gegen 1’000 Mädchen und Buben von der ersten Primar- bis zur dritten Oberstufenklasse. Auf neun Spielfeldern werden rund 400 Spiele ausgetragen.

Das zweitägige Schüler-Handballturnier des SV Fides findet bei schönem Wetter draussen, bei schlechtem Wetter im Athletikzentrum (Bild) statt.

Das zweitägige Schüler-Handballturnier des SV Fides findet bei schönem Wetter draussen, bei schlechtem Wetter im Athletikzentrum (Bild) statt.

Bild: Benjamin Manser (11.6.2016)

Das Fides-Turnier ist einmal eine sportliche Angelegenheit. Es ist aber mindestens auch so wichtig als gesellschaftlicher Anlass. Schliesslich hat fast jede St.Gallerin und fast jeder St.Galler aus der Schulzeit eine Beziehung zum Turnier. «Auch diesen Aspekt wollen wir pflegen. Das Turnier ist das Aushängeschild unseres Vereins und damit der wichtigste Anlass in unserem Jahreskalender. Auf dieses Datum fiebern wir immer alle hin», sagt Thomas Corradini. Aus seinem Verein sind an den beiden Turniertagen über 100 Helferinnen und Helfer tätig, sei dies in der Turnierleitung, als Schiedsrichter oder in der Festwirtschaft. (fb/vre)

Polizeisperre durchbrochen und Polizisten gefährdet - Stadtpolizei sucht nach einem schwarzen Volvo mit Ausserrhoder Kontrollschildern

Am späten Montagabend hat ein Auto eine Polizeisperre auf der Fürstenlandbrücke in St.Gallen durchbrochen. Der Lenker missachtete hintereinander die Haltezeichen mehrer Polizisten. Danach flüchtete er auf der Zürcher Strasse stadteinwärts. Die Stadtpolizei sucht jetzt unter Telefon 071'224'60'00 nach Zeugen, die Angaben zur Person am Steuer des Volvos sowie mögliche weitere Gefährdungen durch sie machen können.

Auf der Fürstenlandbrücke (Bildmitte) hat am Montagabend ein Autofahrer eine Polizeisperre ignoriert und Polizisten durch seine Fahrweise gefährdet.

Auf der Fürstenlandbrücke (Bildmitte) hat am Montagabend ein Autofahrer eine Polizeisperre ignoriert und Polizisten durch seine Fahrweise gefährdet.

Bild: Stadtpolizei SG (22.6.2022)

Am späten Montagabend wurde die Fürstenlandbrücke aufgrund eines Polizeieinsatzes komplett gesperrt. Kurz nach 23 Uhr fuhr Personenauto von Westen her auf der Zürcher Strasse an die Absperrung auf der Brücke heran. Ein Polizist gab der Person am Steuer ein Haltezeichen. Der Lenker missachtete jedoch dieses und fuhr durch die Absperrung auf die Fürstenlandbrücke.

Am anderen Brückenende wollte er einen Lastwagen überholen und fuhr dafür über die Sicherheitslinie auf die Gegenfahrbahn. Als sich ein zweiter Polizist in Uniform und Leuchtweste dem Fahrzeug näherte, wurde das Auto erneut massiv beschleunigt und überholte den stillstehenden Lasten. Nach der Brücke brauste das Auto links an einer Mittelinsel vorbei.

Die Zürcher Strasse auf der Westseite der Fürstenlandbrücke. Von hier kam das Auto, das die Polizeisperre durchbrach, am Montagabend.

Die Zürcher Strasse auf der Westseite der Fürstenlandbrücke. Von hier kam das Auto, das die Polizeisperre durchbrach, am Montagabend.

Bild: Tobias Garcia (3.3.2022)

Dabei missachtete der Lenker das Haltezeichen per Stablampe eines dritten Polizisten in oranger Verkehrsjacke. Dieser konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite im letzten Moment vor dem heranbrausenden Fahrzeug in Sicherheit bringen. Obwohl die Polizisten dem flüchtenden Auto sofort nachsetzten, entkam es im Bereich der Verzweigung Zürcher- und Fürstenlandstrasse in Bruggen.

Beim Fahrzeug, das am Montagabend die Polizeisperre auf der Fürstenlandbrücke durchbrochen hat, handelt es sich um einen Volvo-Kleinwagen, mutmasslich des Typs V40 mit Jahrgang 2015. Das Fahrzeug ist schwarz und weist Ausserrhoder Kontrollschilder auf. Am Steuer sass ein Mann im Alter zwischen 25 und 35 Jahren mit Bart sowie kurzen dunklen Haaren. (stapo/vre)

Pflanzen aus der Stadt im Rampenlicht: Botanischer Garten lädt zum Gartenfest

Am kommenden Sonntag, 9 bis 17 Uhr, findet im Botanischen Garten das traditionelle Gartenfest statt. Im Mittelpunkt steht wie immer die aktuelle Sommerausstellung. Sie ist in diesem Jahr «Bäumen in der Stadt» gewidmet. Die Sonderpflanzung wiederum ist eine Koproduktion mit dem Naturmuseum und zeigt unter dem Titel «Wildes St.Gallen» urwüchsiges Grün aus der Stadt.

Blick in die Aussenanlage des Botanischen Gartens St.Gallen im Stephanshorn.

Blick in die Aussenanlage des Botanischen Gartens St.Gallen im Stephanshorn.

Bild: Michel Canonica (6.6.2010)

Um 10.15 Uhr steht ein Vortrag über Bäume im urbanen Raum mit Adrian Stolz, dem Leiter von Stadtgrün, auf dem Programm. 11.15, 13.15 und 15.15 Uhr gibt’s Kurzführungen durch die Ausstellung und die Sonderpflanzung. Zwischen 14 und 15 Uhr gibt’s Märchen und Geschichten über Bäume für Familien mit Kindern ab vier Jahren. Und 15 bis 17 Uhr bietet Gartenpädagogin Judith Untersee einen Workshop über Bäume für Kinder an. Wie üblich wartet eine Festwirtschaft auf die Gäste.

Im Botanischen Garten St.Gallen sind rund 8’000 Pflanzenarten aus aller Welt zu Hause. In diesem Jahr spielen aber einheimische Gewächse die Hauptrolle: Die Sommerausstellung in der Orangerie nimmt nämlich das Thema Stadtbäume auf. Sie die Wirkung von Bäumen aufs Stadtklima und ihren ökologischen Wert im Siedlungsraum. Mit der Niedrigen Birke und dem jetzt gerade blühenden Safrangelben Steinbrech hat der Botanische Garten tatsächlich auch zwei besonders sehenswerte Raritäten zu bieten, die wild auf Stadtgebiet vorkommen. (pd/vre)

Slamgallen geht fremd: Poetry Slam in der Rorschacher Badhütte

Diesen Sommer wagt sich Slamgallen erstmals auf den Bodensee. Für kommenden Freitag, 20.15 Uhr ist ein Open-Air-Poetry-Slam in der Badhütte Rorschach geplant. Auftreten werden unter anderem Nadine Studer (Frenkendorf), Marvin Suckut (Konstanz), Klaus Estermann (Frauenfeld), Qeumars Hamie (Zürich), Piera Cadruvi (Chur), Olivia Elger (Bern) und der Stadtsanktgaller Jan Rutishauser. Durch den Abend führt gemäss Mitteilung als Moderator Pierre Lippuner.

Blick aus der Vogelperspektive auf die Badhütte in Rorschach.

Blick aus der Vogelperspektive auf die Badhütte in Rorschach.

Bild: Reto Martin (7.8.2015)

Der Veranstaltungsort an sich ist bereits sehenswert. Die Badhütte Rorschach von 1924 ist das einzig verbliebene Bauwerk ihrer Art am Schweizer Bodenseeufer. Der Ort ist prädestiniert für Veranstaltungen unter dem freien Nachthimmel. Am Freitag treten dort einige der derzeit besten Slammerinnen und Slammer aus dem In- und Ausland gegeneinander an. Und natürlich bestimmt wie immer das Publikum am Schluss, wer den Slam und die obligate Flasche Whisky gewinnt. (pd/vre)

Poetry Slam in der Badhütte Rorschach vom 10. Juni: Vorverkauf im Internet. Abendkasse ab 19 Uhr. Start Veranstaltung 20.15 Uhr. Weitere Infos im Internet.

Bauarbeiten am Autobahnanschluss Gossau: Teilsperrungen an den kommenden beiden Wochenenden

An den kommenden Wochenenden wird der Deckbelag im Autobahnanschluss Gossau erneuert. Dafür braucht's Teilsperrungen.

An den kommenden Wochenenden wird der Deckbelag im Autobahnanschluss Gossau erneuert. Dafür braucht's Teilsperrungen.

Symbolbild: Astra

An den kommenden zwei Wochenenden wird der Autobahnanschluss Gossau teilweise gesperrt. Dies, weil das Bundesamt für Strassen (Astra) einen neuen Deckbelag einbauen lässt. Um den Berufsverkehr so wenig als möglich zu stören, werden diese Arbeiten gemäss Mitteilung vom Dienstag an zwei Wochenenden ausgeführt. Umleitungen für die gesperrten Abschnitte des Anschlusses wie des Zubringers werden jeweils signalisiert. Geplant sind aktuell folgende Sperrungen:

  • Freitag, 10. Juni, 20 Uhr, bis Montag, 13. Juni, 5 Uhr: Ausfahrt Gossau von St.Gallen her sowie Einfahrt in Richtung Zürich.
  • Freitag, 17. Juni, 20 Uhr, bis Montag, 20. Juni, 5 Uhr: Ausfahrt Gossau von Zürich her sowie Einfahrt in Richtung St.Gallen.

Durch die Arbeiten auf der Zubringerstrasse ist jeweils auch die Verbindung zwischen Gossau und Arnegg beeinträchtigt. Die Arbeiten sind witterungsabhängig. Bei schlechtem Wetter müssen die Sperrungen auf das folgende Wochenende verschoben werden. Das Astra, die Bauleitung sowie die beteiligten Unternehmen seien bestrebt, die Beeinträchtigungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Sie danken darin auch allen Betroffenen fürs Verständnis. (pd/vre)

Zusammenstoss mitten auf der Verzweigung beim Platztor: Beide Autofahrer wollen grün gesehen haben

Zusammenstoss im strömenden Regen auf der Verzweigung beim Platztor.

Zusammenstoss im strömenden Regen auf der Verzweigung beim Platztor.

Bild: Stadtpolizei SG (6.6.2022)

Am Montagabend sind auf der Verzweigung beim Platztor zwei Autos zusammengestossen. Beide Lenker gaben gemäss Mitteilung der Stadtpolizei bei der Unfallaufnahme an, bei grün über die Verzweigung gefahren zu sein. Beim Zusammenstoss wurde niemand verletzt, es entstand allerdings grosser Sachschaden und die beiden Autos mussten abgeschleppt werden.

An den beiden Autos entstand grosser Sachschaden.

An den beiden Autos entstand grosser Sachschaden.

Bild: Stadtpolizei SG (6.6.2022)

Am Montag, kurz vor 23 Uhr, fuhr ein 65-Jähriger vom Unteren Graben her auf die Verzweigung beim Platztor und wollte Richtung St.-Jakob-Strasse abbiegen. Zur gleichen Zeit fuhr ein 24-Jähriger von der Torstrasse her auf die Verzweigung und wollte Richtung Unterer Graben. Dadurch kam es zu einer seitlich-frontalen Kollision. Die Abklärungen zur Unfallursache laufen noch. (stapo/vre)

Strassenbaustellen auf einen Blick: Neue Dienstleistung des Kantons St.Gallen im Internet

Bauarbeiten auf Kantons- und Gemeindestrassen sind für Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer lästig, aber auch nötig, um die Infrastruktur instand zu halten. Neu informiert der Kanton St.Gallen über aktuelle und geplante Strassenbaustellen auf einer Karte im Internet. Diese Dienstleistung bietet die Stadt St.Gallen bereits seit einiger Zeit an, was vor allem bei der autofahrenden Bevölkerung gut ankommt. Sie tut dies weiterhin separat; Grund dafür sind unterschiedliche Instanzen und Prozesse im Bewilligungsverfahren.

Ausschnitt aus dem Plan mit dem Strassenbaustellen im kantonalen Geoportal.

Ausschnitt aus dem Plan mit dem Strassenbaustellen im kantonalen Geoportal.

Screenshot: Kanton SG (7.6.2022)

Sommerzeit ist Baustellenzeit: Wer sich vor über die Baustellensituation im Kanton St.Gallen informieren will, kann das neuerdings im Geoportal tun. Neu werden die Baustellen des Kantons und der Gemeinden auf einer Karte im Geoportal dargestellt. Die Karte entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Tiefbauamt, dem Amt für Raumentwicklung und Geoinformation sowie der Kantonspolizei.

Der St.Galler Stadtplan mit den aktuellen Strassenbaustellen. Die Stadt publiziert die Baustellen auf ihrem Gebiet weiterhin separat.

Der St.Galler Stadtplan mit den aktuellen Strassenbaustellen. Die Stadt publiziert die Baustellen auf ihrem Gebiet weiterhin separat.

Screenshot: Stadt SG (7.6.2022)

Die Karte zeigt Baustellen, für die eine Bewilligung vorliegt und damit in absehbarer Zeit aktiv sind. Weiter enthält das Geoportal Informationen, wer für die Baustelle verantwortlich ist. Auch der Beginn und das Ende der Bauarbeiten sind ersichtlich. Die Daten werden wöchentlich aktualisiert. Auf der Karte sind bereits gestartete Bauarbeiten rot und jene in Planung grün dargestellt. (SK/vre)

Vor Lichtsignal von hinten aufgefahren: Frau und Mitfahrerin verletzt

Symbolbild: Kapo SG

Am Montagvormittag ist es auf der St.Gallerstrasse in Goldach zu einer Auffahrkollision mit zwei beteiligten Fahrzeugen gekommen. Eine 48-jährige Frau und ihre 17-jährige Mitfahrerin wurden dabei leicht verletzt. Sie mussten vom Rettungsdienst betreut und ins Spital gebracht werden. Der Schaden an den Autos beläuft sich auf rund 1’000 Franken.

Am Montag, kurz nach 10.40 Uhr, war eine 48-Jährige und ihre 17-jährige Mitfahrerin mit dem Auto von Rorschach in Richtung Mörschwil unterwegs. Hinter ihrem Auto fuhr ein 47-jähriger Mann. An einem Lichtsignal bremste die 48-Jährige ihr Fahrzeug bis zum Stillstand ab. Als das Lichtsignal danach auf grün schaltete, fuhr das hintere aufs vordere Auto auf. (kapo/vre) 

Zusammenstoss bei Autobahneinfahrt Gossau: Zwei Jugendliche verletzt

Nach dem Zusammenstoss zweier Personenautos bei der Autobahneinfahrt Gossau in Richtung St.Gallen.

Nach dem Zusammenstoss zweier Personenautos bei der Autobahneinfahrt Gossau in Richtung St.Gallen.

Bild: Kantonspolizei SG (6.6.2022)

Am Montagmittag sind auf der Querverbindung zur Autobahneinfahrt Gossau in Fahrtrichtung St.Gallen zwei Autos zusammengestossen. Beim Unfall wurden gemäss Mitteilung der Kantonspolizei zwei Jugendliche im Alter von zwölf und 16 Jahren leicht verletzt. Sie mussten vom Rettungsdienst betreut und ins Spital gebracht werden. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 25’000 Franken.

Beide Autos wurden durch die Wucht des Aufpralls massiv beschädigt.

Beide Autos wurden durch die Wucht des Aufpralls massiv beschädigt.

Bild: Kantonspolizei SG (6.6.2022)

Am Montag, 13.30 Uhr, fuhr eine 19-Jährige mit ihrem Auto und drei Passagieren von Gossau in Richtung Autobahneinfahrt. Gleichzeitig fuhr ein 33-jähriger Mann mit seinem Auto von Arnegg nach Gossau. Bei der Autobahneinfahrt bog die 19-Jährige nach links ab. Dabei kam es zum Zusammenstoss zwischen den beiden Fahrzeugen. Zwei Mitfahrende der 19-Jährigen wurden dabei leicht verletzt. (kapo/vre)

In Geschäftslokal eingebrochen und Bargeld gestohlen

Am Montagabend haben Einbrecher ein Geschäftslokal an der Sonnenhaldenstrasse in Goldach heimgesucht. Die Unbekannten verschafften sich gewaltsam durch die Eingangstüre Zutritt zu den Räumlichkeiten. Sie durchsuchten diese und liessen Bargeld in noch unbekannter Höhe mitlaufen. Zudem richteten sie Sachschaden für nochmals 1'000 Franken an. (kapo/vre)

Raphael Reichert stellt im Architekturforum Ostschweiz aus: Mit Selbstoptimierung ein besserer Künstler?

Raphael Reichert hat 2020 einen Werkbeitrag der Stadt St.Gallen erhalten. Bis 3. Juli zeigt der 29-jährige Künstler nun seine aktuellen Werke im Architekturforum Ostschweiz im alten Lagerhaus. Die öffentliche Vernissage findet diesen Donnerstag, 18.30 Uhr, statt. Die Schau im Architekturforum ist die erste grosse Ausstellung von Reichert überhaupt. Bisher wurden seine Werke immer in Gruppenausstellungen gezeigt – unter anderem im Kunsthaus Glarus, im CICA-Museum in Korea und im Basler Ausstellungsraum Klingental.

Künstler Raphael Reichert stammt aus St.Gallen und lebt in Basel.

Künstler Raphael Reichert stammt aus St.Gallen und lebt in Basel.

Bild: Fabio Bissinger

Aus dem Slogan «Höher, schneller, weiter» ist «Schöner, reicher, gelikter» geworden. Selbstoptimierung wurde – gerade durch die sozialen Medien - zum Schlagwort. Raphael Reichert will diese Entwicklung thematisieren, indem er sich selber als Künstler auf den Weg zum optimierten Selbst begibt. So filmt er etwa seine regelmässigen Joggingrunden, dokumentiert Liegestütze und erzählt die Geschichte eines operativen Eingriffs, der ebenso zur Selbstverschönerung beitragen soll wie der live mitgeschnittene Besuch beim Tätowierer.

So geht er dabei etwa der Frage nach, ob durch Selbstoptimierung auch bessere Kunst entsteht. Und ab Wann wird der eigene Körper zum künstlerischen Konzept? Wie weit soll oder kann ein Künstler auf dem Weg zum optimierten Selbst gehen? Raphael Reichert gibt in seinem Werk keine endgültigen Antworten darauf. Er liefert mit seinen teils dokumentarischen, teils fiktiven Arbeiten  Denkanstösse. (sk/vre)

Zwei Gratisführungen zum Welterbetag im Stiftsbezirk: Schreiben lernen wie die alten St.Galler Mönche

Bereits zum sechsten Mal findet am Wochenende der Unesco-Welterbetag auch im St.Galler Stiftsbezirk statt. Am Sonntag, 14 und 15.30 Uhr, sind zwei Spezialführungen mit anschliessendem Schreibworkshop der Buch- und Schriftkultur des ehemaligen Klosters St.Gallen gewidmet. Die Teilnahme ist gratis. Treffpunkt ist an der Kasse der Stiftsbibliothek, wo es am Sonntag ab 13 Uhr die Gratistickets gibt. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt; es gilt das Prinzip «äs hät solangs hät» und es werden keine Reservationen entgegengenommen.

Zum Welterbetag gibt's am kommenden Sonntag zwei Führungen im St.Galler Stiftsbezirk. Zum Angebot gehört zudem ein Schreibworkshop.

Zum Welterbetag gibt's am kommenden Sonntag zwei Führungen im St.Galler Stiftsbezirk. Zum Angebot gehört zudem ein Schreibworkshop.

Bild: Urs Bucher (13.4.2019)

Der St.Galler Stiftsbezirk gehört sei 2009 zum Unesco-Weltkulturerbe. 2017 sind die Bestände des Stiftsarchivs und der Stiftsbibliothek zudem ins Weltdokumentenerbe aufgenommen worden. Am Sonntag geht die Führung zum Welterbetag in die normalerweise nicht zugängliche Handschriftenkammer. Dort wird Eva Dietrich Objekte aus dem Stiftsbezirk präsentieren. Danach erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, an einem Workshop schreiben zu lernen wie einst die St.Galler Mönche. (pd/vre)

10’000 Franken für ein neues Ukraine-Projekt des Roten Kreuzes

Das Restaurant Jägerhof in St.Gallen hat mit einem Benefizessen 10’000 Franken für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine gesammelt. Der Betrag ging als Spende ans Schweizerische Rote Kreuz (SRK) des Kantons St.Gallen. Das Geld fliesst in die «Gravita», ein spezialisiertes Zentrum für Flüchtlinge, die unter Störungen aufgrund von Traumas leiden. Die Tagesklinik verbindet gemäss Mitteilung medizinische und psychotherapeutische Ansätze mit psychosozialer Beratung und Integrationsleistungen. Damit kann eine Lücke geschlossen werden.

Der «Jägerhof» neben dem Olma-Areal gilt als eines der besten Gourmetlokale der Stadt St.Gallen.

Der «Jägerhof» neben dem Olma-Areal gilt als eines der besten Gourmetlokale der Stadt St.Gallen.

Bild: Belinda Schmid (12.1.2022)

Mit der Spende des Restaurant Jägerhof werden Dolmetscherinnen und Dolmetscher für ein Abklärungs- und zwei therapeutische Folgegespräche finanziert. Damit sei es möglich, eine Behandlung rasch und unbürokratisch zu starten, heisst es in einer Mitteilung des SRK Kanton St.Gallen. «Die Situation in der Ukraine hat mich stark betroffen gemacht. Für mich und mein Team war klar, wir möchten einen Beitrag leisten, um Geflüchteten zu helfen», wird Agron Lleshi, Küchenchef, Geschäftsführer und Inhaber des «Jägerhof», in der Mitteilung zitiert.

Agron Lleshi, Inhaber, Küchenchef und Geschäftsführer des «Jägerhof».

Agron Lleshi, Inhaber, Küchenchef und Geschäftsführer des «Jägerhof».

Bild: Belinda Schmid

Das SRK Kanton St.Gallen sei «sehr dankbar für die Unterstützung», sagt Geschäftsleiter Christian Rupp: «Als humanitäre Organisation sind wir im Moment stark gefordert. Um die vielen Geflüchteten aus der Ukraine zu unterstützen, wurden in den letzten Wochen weitere Angebote ausgearbeitet.» So bietet die «Gravita» bereits auch eine Telefonberatung für Angehörige, Fachleute und Ehrenamtliche an, welche Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine betreuen. (pd/vre)

Informationen zur «Gravita» des SRK Kanton St.Gallen gibt’s unter Telefon 071’552’25’15 oder im Internet.

Kriegsflüchtlinge

Lernen, mit traumatischen Störungen umzugehen

Kriegs- und Fluchterfahrungen, das Zurücklassen von Angehörigen, die Sorge ums Wohlergehen der eigenen Kinder oder die Planung der Zukunft können für Geflüchtete sehr belastend sein. Die «Gravita» des Roten Kreuzes des Kantons St.Gallen will dabei Geflüchteten aus der Ukraine rasch und effektive erste Entlastung biete. Um möglichst schnell Unterstützung zu leisten, wurde ein zusätzliches Angebot zur psychologischen Unterstützung für Kinder und Erwachsene geschaffen.

Die Krisenintervention umfasst gemäss Mitteilung ein fachärztliches Abklärungsgespräch unter Einbezug von zertifizierten Dolmetscherinnen und Dolmetscher. Dazu kommen fünf therapeutische Gespräche. Durch die Behandlung sollen die Geflüchteten lernen, Symptome für traumatische Störungen zu verstehen und im Umgang damit sicherer zu werden. Zusammen mit ihnen werden zudem nächste Schritte in der Zukunftsplanung besprochen sowie das Netz von Helferinnen und Helfern erweitert. (pd/vre)

Badewetter lässt diese Woche auf sich warten: Am kommenden Wochenende soll's aber wieder sonnig und heiss werden

Im Freibad Lerchenfeld der Stadt St.Gallen.

Im Freibad Lerchenfeld der Stadt St.Gallen.

Bild: Reto Voneschen (27.6.2021)

Die Wetteraussichten für diese Woche sind gemäss den Wetterfröschen im Internet vorerst ziemlich trüb. Auf dem Programm stehen bis und mit Donnerstag viel Wolken, Regen und tiefe Temperaturen. Am Freitag aber soll das Wetter zum Besseren kippen - und für kommenden Samstag und Sonntag sagen die Meteo-Portale im Internet viel Sonne und heisses Wetter zwischen 22 und 28 Grad Celsius voraus.

Wassertemperaturen Freibäder Stadt und Region St.Gallen

Stand: 7. Juni 2022
Stadt St.Gallen
Freibad Lerchenfeld21
Freibad Rotmonten21
Familien- und Frauenbad Dreilinden18
Mannenweier19
Region
Schwimmbad Arbon: See18,7
Schwimmbad Arbon: Becken25
Schwimmbad Waldstatt22

In den kommenden, wettermässig unsicheren Tagen empfiehlt sich vor jedem Badibesuch ein Blick ins Internet. Dort finden sich nämlich nicht nur die jeweils aktuellen Wassertemperaturen, man sieht auch, ob eine Badi überhaupt geöffnet ist oder ob der Bäderbus in St.Gallen nach Dreilinden fährt. Die Informationen findet man hier:

Rennatmosphäre im Riethüsli: Neuer Teilnehmerrekord am Seifenkistenrennen vom kommenden Wochenende

Am kommenden Wochenende findet nach längerer Coronazwangspause wieder ein Seifenkistenrennen im St.Galler Riethüsli-Quartier statt. Es tut dies im üblichen Rahmen mit «Vorglühen im Festzelt» am Samstag, 18 bis 22 Uhr, und den Rennen am Sonntag (Start erster Lauf ab 10 Uhr, Rangverkündigung ab 16.30 Uhr). Der Anlass wartet angesichts von bis zu 60 Fahrerinnen und Fahrern mit einem neuen Teilnehmerrekord auf. Dazu hat das Rennen im Riethüsli einen neuen Partner und ist Teil einer nationalen Serie von 15 Seifenkisten-Renntagen.

Mit solchen «Boliden» werden kleine und grosse Fahrerinnen und Fahrer am Sonntag die Oberhofstettenstrasse im Riethüsli hinunter brettern.

Mit solchen «Boliden» werden kleine und grosse Fahrerinnen und Fahrer am Sonntag die Oberhofstettenstrasse im Riethüsli hinunter brettern.

Bild: Ralph Ribi (29.5.2011)

«Trotz einem schwierigen Umfeld können wir unseren Anlass erneut ausbauen», sagt OK-Präsident Andreas Bernet zu den Rennen vom kommenden Wochenende. «Zudem mussten wir unseren technischen Partner wechseln, da der bisherige seinen Betrieb eingestellt hat.» Mit der «IG Seifenkisten-Derby Schweiz» habe das Riethüsli einen sehr kompetenten Partner gefunden, der professionelles Wissen und die nötige Technik mitbringe, wird Bernet in der Vorschau auf den Anlass vom Sonntag zitiert.

Die Unterhaltung vom Samstagabend im Festzelt bestreitet die Familienkapelle «Tüüfner Gruess» von Werner, Kilian und Nino Nef. Am Sonntag werden auf der Oberhofstettenstrasse verschiedene Rennen gefahren. Zum einen ist das der St.Galler Lauf des Schweizer Seifenkistenderbys. Zum anderen geht es auch um den Stadt-Cup, das Rennen der St.Galler Quartiere. Dort, so heisst es in der Vorschau, dürfe man gespannt sein, ob jemand und wenn ja wer das Riethüsli-Quartier «vom Thron stossen» könne.

Rennfeeling auf der Oberhofstettenstrasse im Riethüsli.

Rennfeeling auf der Oberhofstettenstrasse im Riethüsli.

Bild: Coralie Wenger (21.5.2013)

Die Rennstrecke im Riethüsli weist eine Länge von 730 und eine Höhendifferenz von 37 Metern auf. Details zu Rennen, Kategorien und der Möglichkeit, eine Seifenkiste zu mieten, finden sich im Internetauftritt des Seifenkistenrennens. Grundsätzlich gilt gemäss OK-Präsident Bernet aber: «Jede und jeder ab der ersten Schulklasse kann dabei sein». Alle Fahrer haben aber strikte Sicherheitsregeln einhalten. Der Start ist nur mit Integralhelm, Handschuhen, geschlossenen Schuhen, Langarm-Oberteil und langen Hosen gestattet. (pd/vre)

Am Sonntag, 9.30 bis 18 Uhr, sind im Riethüsli die Oberhofstettenstrasse sowie alle angrenzenden Strassen ab der Wilenstrasse für Autos gesperrt. Ausnahmen unter Telefon 079’207’67’84.

Stahlberger stapelt (zu) tief: Der St.Galler Musiker gibt im NZZ-Feuilleton Auskunft über seine Gitarrenkünste und übers Texten

Er könne kaum Musik machen und sei unfähig, über Klangkunst zu sprechen. In einem Porträt im NZZ-Feuilleton stapelt der St.Galler Künstler Manuel Stahlberger tief. Mehr als «e paar Akkörd uf de Gitarre» umfasse sein Repertoire nicht. Er habe zwar Gitarrenstunden genommen, sei aber nie besser geworden. «Offebar isch da en Art Störig im Hirn», sagt er dazu.

Manuel Stahlberger mit seiner Gitarre.

Manuel Stahlberger mit seiner Gitarre.

Bild: Michel Canonica (6.2.2020)

Dass Stahlberger zu tief stapelt, beweist sein neues Album «Lüt uf Fotene», das er im März zusammen mit seiner gleichnamigen Band herausgebracht hat. Für die Songtexte der zehn Lieder auf dem Album ist Stahlberger verantwortlich. Er sagt bescheiden: «Es macht eifach extrem Freud, so Sache z schriibe.» Und auch seine Künste als Sänger beurteilt der 47-jährige St. Galler nüchtern: «Es macht eifach Spass, d Tön z treffe. Das isch mini chlii Freud als Popstar.» (ste)

Einbruch in Einkaufszentrum bei Abtwil

Symbolbild: Kapo SG

Am Montag, kurz vor 3.30 Uhr, sind Unbekannte in ein Einkaufszentrum an der Wiesenbachstrasse in Abtwil eingebrochen. Sie verschafften sich gewaltsam Zutritt zum Gebäude. Im Innern schlugen sie mehrere Scheiben ein und durchsuchten zwei Geschäfte. Mit Bargeld und Schmuck mit derzeit noch unbekanntem Gesamtwert suchten die Einbrecher gemäss Mitteilung der Kantonspolizei danach das Weite. (kapo/vre)

Nach Entzug des Führerausweises erneut fahrunfähig am Steuer: Unbelehrbarer Autolenker fährt Polizisten an

Am Sonntagmittag ist anlässlich einer Verkehrskontrolle an der Iddastrasse in St.Gallen ein Stadtpolizist von einem Auto touchiert worden. Der 38-jährige Lenker sass gemäss Mitteilung der Polizei in fahrunfähigem Zustand und trotz Entzug des Entzugs des Fahrausweises im Auto. Der Ausweis war ihm erst am Sonntagmorgen abgenommen worden.

Bild: Kantonspolizei St.Gallen

Aufmerksam wurde die Patrouille der Stadtpolizei auf das Auto am Sonntag, kurz vor 13 Uhr, wegen der auffälligen Fahrweise des Lenkers. Als das Fahrzeug zur Kontrolle angehalten werden sollte und ein Stadtpolizist dem Fahrer ein Haltezeichen gab, touchierte das Auto mit geringer Geschwindigkeit den Polizisten. Er erlitt gemäss der Mitteilung Prellungen an den Beinen. Es gelang der Polizeipatrouille anschliessend das Auto anzuhalten und den Mann aus dem Auto zu holen.

Aufgrund der direkten Beteiligung von Stadtpolizisten am Unfall wurde die Kantonspolizei für die weiteren Ermittlungen aufgeboten. Dabei wurde der Unfallverursacher als fahrunfähig eingestuft. Schliesslich wurde festgestellt, dass dem 38-Jährigen bereits am Sonntagmorgen der Fahrausweis wegen Fahrunfähigkeit abgenommen worden war. Der Autolenker wurde bei der Staatsanwaltschaft unter anderem wegen verschiedener Verstösse gegen das Strassenverkehrsrecht aber auch wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte angezeigt. (kapo/vre)

Die Fussballer des SC Brühl haben es geschafft: Ligaerhalt mit einem Unentschieden eine Runde vor Schluss gesichert

Das erste Team des SC Brühl tschuttet auch in der kommenden Saison in der Promotion League. Mit einem hochverdienten 2:2-Unentschieden gegen YF Juventus aus Zürich haben die Brühler eine Runde vor Schluss den Ligaerhalt endgültig geschafft. Das hatte am Start der Abstiegsrunde mit fünf Zählern Rückstand noch erheblich düsterer ausgesehen. Der jetzige Erfolg spricht aber gemäss Matchbericht von Henri Seitter für die ausgezeichnete Moral in der Mannschaft, die immer an sich glaubte.

Das 2:2-Unentschieden war aus Sicht des SC Brühl hochverdient. Das Team dominierte die Partie gegen YF Juventus über weite Strecken.

Das 2:2-Unentschieden war aus Sicht des SC Brühl hochverdient. Das Team dominierte die Partie gegen YF Juventus über weite Strecken.

Bild: Kurt Frischknecht/ SCB (4.6.2022)

Der Start gelang den Brühlern am Samstag gegen den YF Juventus nicht nach Wunsch, die Nervosität war sichtlich greifbar. Nach zwei Zürcher Chancen erwachten aber auch die Kronen und fanden etwas mutiger ins Spiel. Trotzdem brachte Junior Embaya mit einem Kopfball die Zürcher Platzherren in der 30. Minute nicht ganz unverdient 1:0 in Führung. Nachdem ein Treffer für ungültig erklärt worden war, gelang Angelo Campos in einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt noch vor der Pause  der 1:1-Ausgleich für die Kronen.

In der zweiten Halbzeit dominierten die Brühler dann praktisch von A bis Z. Die Zürcher bauten wegen der Hitze konditionell etwas ab. Das 1:2 in der 67. Minute war die logische Folge. Ajet Sejdija flankte einen Freistoss vors Tor, wo der aufgeschlossene Verteidiger Asllan Demhasaj mit einer herrlichen Direktabnahme die verdiente Führung für Brühl erzielte. Das Spiel schien in Anbetracht der Brühler Dominanz schon entschieden. Doch in der 75. Minute erzielten die Zürcher ein Slapstick-Tor nach einem Missverständnis zwischen Lars Traber und Christian Leite.

Euphorische Brühler, niedergeschlagene Zürcher. Das Unentschieden reichte zum Ligaerhalt auch, weil die Basler Black Stars am Samstag mit 1:4 gegen Sion II verloren.

Euphorische Brühler, niedergeschlagene Zürcher. Das Unentschieden reichte zum Ligaerhalt auch, weil die Basler Black Stars am Samstag mit 1:4 gegen Sion II verloren.

Bild: Kurt Frischknecht/ SCB (4.6.2022)

Den Verantwortlichen von Brühl kann man sicher ein Kränzchen winden. Trotz schwieriger Tabellenlage (seit der ersten Runde der Meisterschaft auf einem Abstiegsplatz) schickte man den Trainer nicht in die Wüste. Die klare Linie wurde nun mit dem Ligaerhalt belohnt. Mitentscheidend war aber sicher die Verpflichtung von André Neitzke in der Winterpause, der für mehr Stabilität im Mittelfeld sorgte.

Der SC Brühl spielt also damit in der kommenden Saison erneut in der Promotion League und kann dabei hoffentlich an die Spiele und Erfolge der Abstiegsrunde anknüpfen. Aus der Promotion League absteigen werden Sion II und mit grosser Wahrscheinlichkeit die Basler Black Stars. Dafür kommt es nächstes Jahr zu Lokalderbys, wenn Brühl und St.Gallen II aufeinandertreffen. Das letztere Team erhielt nämlich eine Wild Card für die Promotion League. (pd/vre)

«Alles gut!» Auch Trainer Denis Sonderegger ist die Erleichterung nach dem Spiel gegen den YF Juventus ins Gesicht geschrieben.

«Alles gut!» Auch Trainer Denis Sonderegger ist die Erleichterung nach dem Spiel gegen den YF Juventus ins Gesicht geschrieben.

Bild: Kurt Frischknecht/ SCB (4.6.2022)

Mann und Frau schlagen 37-Jährige und stehlen Handtasche

In der Nacht von Samstag auf Sonntag um 3.45 Uhr ist eine 37-jährige Frau an der Zürcherstrasse überfallen worden. Gemäss einer Polizeimeldung wurde die 37-Jährige von einer unbekannten Frau und einem ebenfalls unbekannten Mann erst geschlagen, dann beraubt. Das Räuberpaar entwendete die Handtasche der Frau und flüchteten in unbekannte Richtung.

Die Täter schlugen die Frau erst, bevor sie sie beraubten.

Die Täter schlugen die Frau erst, bevor sie sie beraubten.

Symbolbild: Getty

Gemäss Polizei hatte die unbekannte Täterin blonde Haare und trug einen weissen Pullover. Die sofort eingeleitete Nahfandung, bei welcher auch die Stadtpolizei St.Gallen beteiligt war, blieb erfolglos. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen. Personen, die Angaben zum Hergang, zur unbekannten Frau oder zum unbekannten Mann machen können, werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei St.Gallen, 058 229 49 49, zu melden. (kapo/dar)

Im Kreisverkehr von der Fahrbahn abgekommen: Alkoholisierter Autofahrer fährt durch Gartenbeiz

Am Freitagabend hat sich an der Knotternstrasse in Staad ein ziemlich ungewöhnlicher Unfall ereignet. Kurz vor 19.45 Uhr kam ein Mann, der alkoholisiert am Steuer seines Wagens sass, von der Fahrbahn ab und fuhr gemäss Mitteilung der Kantonspolizei durch eine benachbarte Gartenbeiz. Das Restaurant, zu dem der Aussenbereich gehörte, war zum Glück zum Zeitpunkt des Unfalls bereits geschlossen.

Bei seiner Fahrt durch die - zum Glück geschlossene - Gartenbeiz in Staad hinterliess ein Blaufahrer am Freitagabend einen Trümmerhaufen.

Bei seiner Fahrt durch die - zum Glück geschlossene - Gartenbeiz in Staad hinterliess ein Blaufahrer am Freitagabend einen Trümmerhaufen.

Bild: Kantonspolizei SG (3.6.2022)

Nach den bis jetzt der Polizei vorliegenden Erkenntnissen überholte der Mann mit seinem Auto ein anderes Fahrzeug und fuhr dann in den Kreisel ein. Dabei kam sein Auto aus noch unbekannten Gründen von der Fahrbahn ab und fuhr durch die Gartenwirtschaft des geschlossenen Restaurants.

Nach dem Unfall entfernte sich der Fahrer gemäss Mitteilung, ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern. Eine Patrouille der Kantonspolizei konnte ihn kurz darauf an seinem Wohnort aufgreifen. Bei der Unfallaufnahme wurde er als fahrunfähig eingestuft. Er musste eine Blut- und Urinprobe abgeben. Sein Fahrausweis wurde ihm auf der Stelle abgenommen. Der Sachschaden beim Unfall wird auf über 20’000 Franken geschätzt. (kapo/dar)

Erweiterung des Baumschutzes auf die ganze Stadt St.Gallen: Abgestimmt wird am 27. November

Die Stadt St.Gallen will den Schutz grosser Bäume im Siedlungsgebiet mit Ausdehnung des Baumschutzes verbessern.

Die Stadt St.Gallen will den Schutz grosser Bäume im Siedlungsgebiet mit Ausdehnung des Baumschutzes verbessern.

Bild: Kurt Latzer

Die Mehrheit des St.Galler Stadtparlaments will den Baumschutz auf alle Baugebiete der Stadt ausdehnen. Das wird von bürgerlichen Parteien und Verbänden bekämpft. Auf Antrag der FDP wurde die dafür nötige Zonenplanänderung an der letzten Parlamentssitzung dem Ratsreferendum unterstellt. Das heisst, das Stimmvolk hat bei der Vorlage das letzte Wort. Der Stadtrat hat wie erwartet den 27. November dieses Jahres als Abstimmungstermin festgelegt. Angesichts der kontroversen Meinungen zum Anliegen ist damit für Spätherbst mit einem heftigen Abstimmungskampf zu rechnen. (sk/vre)

Zug der Appenzeller Bahnen erfasst Fussgängerin und verletzt sie leicht

Am Freitagmorgen ist auf dem St.Galler Bahnhofplatz ein Unfall mit einer 16-Jährigen und einem Zug der Appenzeller Bahnen mit viel Glück glimpflich abgelaufen. Die Jugendliche hatte gemäss Mitteilung der Stadtpolizei das Nahen der Bahn zu spät bemerkt und war von dieser touchiert worden. In Zusammenhang mit dem Unfall macht die Polizei auf die Regeln aufmerksam, die in einer Begegnungszone gelten.

Die Unfallstelle vom Freitagmorgen auf dem St.Galler Bahnhofplatz. Eine 16-Jährige wurde hier vom Zug touchiert und eher leicht verletzt.

Die Unfallstelle vom Freitagmorgen auf dem St.Galler Bahnhofplatz. Eine 16-Jährige wurde hier vom Zug touchiert und eher leicht verletzt.

Bild: Leserreporter (3.6.2022)

Am Freitag, kurz vor 7 Uhr, wollte eine 16-Jährige den Bahnhofplatz von der Hauptunterführung her überqueren. Sie blieb vermutlich auf dem Gleis der Appenzeller Bahnen stehen, als sie von ihrem Handy abgelenkt wurde. Der vom Gaiserbahnhof kommende Zug machte mit Klingeln auf sich aufmerksam und der Lokführer leitet auch eine Bremsung ein, doch liess sich der Unfall nicht mehr vermeiden. Die 16-Jährige wurde von der Polizei nach dem Zwischenfall nach Hause gefahren.

In Zusammenhang mit dem Unfall macht die Polizei in ihrer Mitteilung auf die Vortrittsregeln aufmerksam, die auf dem Bahnhofplatz gelten. Da der Platz eine Begegnungszone ist, haben Fussgängerinnen und Fussgänger grundsätzlich Vortritt. Es gibt allerdings eine Ausnahme, nämlich Schienenfahrzeuge wie die Appenzeller Bahnen. Ihnen müssen auch Fussgängerinnen und Fussgänger den Vortritt gewähren. (stapo/vre)

Wie weiter mit dem Café St-Gall?

Am 27. Mai hat das Café St-Gall in der Bibliothek Hauptpost nach sieben Jahren Betrieb endgültig zu gemacht. Dies, weil sich der bisherige Pächter aus wirtschaftlichen Gründen daraus zurückziehen musste. Viele Stammgäste bedauern diese Schliessung mehr oder weniger lautstark. Unter anderem gibt’s erste Leserbriefe zu diesem Thema.

Eine Informationstafel im ehemaligen Café St-Gall in der Hauptpost sagt, wie es hier weitergehen soll.

Eine Informationstafel im ehemaligen Café St-Gall in der Hauptpost sagt, wie es hier weitergehen soll.

Bild: Marlen Hämmerli (28.5.2022)

Die Räume des Cafés sind jetzt als Leselounge in Betrieb. Zeitungen und Zeitschriften stehen wie bisher zur Verfügung. Zudem ist es erlaubt, mitgebrachte Speisen und Getränke zu konsumieren. In diesen Tagen soll gemäss Ankündigung im Lokal ein Selfservice-Betrieb mit biologischem Kaffee, anderen Getränken sowie Snacks installiert werden. Das Angebot wird vom Startup Boostbar AG angeboten.

Blick ins Café St-Gall in der Bibliothek Hauptpost. Es war bei seinen Gästen wegen der Vielfalt an Zeitungen und Magazinen beliebt.

Blick ins Café St-Gall in der Bibliothek Hauptpost. Es war bei seinen Gästen wegen der Vielfalt an Zeitungen und Magazinen beliebt.

Bild: Hanspeter Schiess (20.7.2015)

Das letzte Wort könnte dieser Automatenbetrieb, der teils schon in leiser Kritik steht, allerdings nicht sein. Kanton und Bibliothek prüfen nämlich eine Neuverpachtung des Lokals. Das Café St-Gall könnte mit etwas Glück also schon Anfang des kommenden Jahres Wiedereröffnung feiern - allenfalls halt unter neuem Namen. (pd/vre)

Ein Krimi-Autor im Naturmuseum: Théo Buff stellt das Galgentobel vor

Wilden Orten in der Stadt St.Gallen ist der Mittagstreff im St.Galler Naturmuseum vom kommenden Mittwoch, 12.15 Uhr gewidmet. Théo Buff, ehemaliger Mitarbeiter der städtischen Bauverwaltung und Autor einer Krimi-Trilogie über die Stadt St.Gallen, stellt einen dieser Orte vor, nämlich das Galgentobel. Und Buff weiss wovon er da redet: Sein zweiter Krimi «Galgenvögel» spielt unter anderem in eben dieser Schlucht.

Théo Buff vor dem Tröckneturm im Areal der Burgweier. Der Turm spielt in seinem dritten Krimi «Zwischenwelten» eine wichtige Rolle.

Théo Buff vor dem Tröckneturm im Areal der Burgweier. Der Turm spielt in seinem dritten Krimi «Zwischenwelten» eine wichtige Rolle.

Bild: Andri Vöhringer (4.11.2021)

Trotz Eisenbahnlinien, Hündelerinnen und Velofahrern sei das Galgentobel eine klassische wilde Gegend im Osten von St.Gallen geblieben, heisst es in der Ankündigung des Anlasses. Hier treiben sich nicht nur die Galgenvögel aus der Geschichte von Buff herum, hier findet sich auch noch eine vielfältige, wilde Natur. Man dürfe sich von der virtuellen Stadtführung mit vielen Geschichten und Anekdoten im Naturmuseum daher überraschen lassen. (pd/vre)

Ein Container voller Bodensee in der St.Galler Altstadt

Nächste Woche soll ein umgebauter Schiffscontainer Passantinnen und Passanten im St.Galler Klosterviertel anlocken. Im Innern gibt’s die Geschichte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bodenseeraum zu entdecken. Für alle, für die das zu trockene Materie ist, gibt’s aber auch Livemusik, Barbetrieb und Theater. Mit dem Container feiern der Kanton St.Gallen und die Internationale Bodensee-Konferenz IBK deren 50-jähriges Jubiläum. Er kann am Schluss ersteigert werden.

Ab kommenden Dienstag steht der Container vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) im St.Galler Klosterviertel. Geöffnet ist er dann bis Sonntagnachmittag gemäss dem jeweils geplanten Programm. So gibt’s unter anderem Barbetrieb mit der Focacceria, eine Livekonzert, ein Theaterstück und einen Familiensonntag. Details zu diesem Programm finden sich im Internet unter www.sg.ch/ibk50. Allgemeine Auskünfte übers IBK-Jubiläum finden sich im Internet unter www.ibk50.org.

Der Schiffscontainer mit der Geschichte der Internationalen Bodenseekonferenz bei seiner ersten Präsentation in Konstanz.

Der Schiffscontainer mit der Geschichte der Internationalen Bodenseekonferenz bei seiner ersten Präsentation in Konstanz.

Bild: Donato Caspari (16.5.2022)

2022 feiert die IBK ihr 50-jähriges Bestehen. Herzstück der Jubiläumsaktivitäten ist eine Sommertour. Die IBK hat dafür einen Schiffscontainer gekauft und ausgebaut. Der ist seit Mitte Mai und noch bis Ende Juli in allen zehn Mitgliedsländern der IBK auf Tournee. Der Container wurde per Schiff von China nach Rotterdam gebracht und gelangte von dort via Basel nach Altstätten. Hier wurde er durch den Architekten Roger Graf für die IBK umgebaut.

Graf beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem nachhaltigen Ausbau und Verleih von Übersee-Containern. Dabei strebt er eine Kreislaufwirtschaft der Materialien und lokale Wertschöpfung an. Nach Abschluss der IBK-Sommertour wird der Container versteigert und einer neuen Verwendung zugeführt. Zum Beispiel könnte er für einen neuen Eigentümer zu einem Tiny House umgebaut werden. (SK/vre)

Wegen Baustelle am Sitterviadukt der SBB: Bis Sommer 2023 gilt Tempo 30 auf der ganzen Kräzernstrasse

Der östliche Teil der Kräzernstrasse, der Anstieg aus dem Sittertobel zur alten Brauerei Stocken in Bruggen, gehört bereits heute zu einer Tempo-30-Zone. Dieses Verkehrsregime wird nun bis voraussichtlich Sommer 2023 nach Westen ergänzt. Neu gilt die Höchstgeschwindigkeit 30 Stundenkilometer auch ab der Kräzernstrasse 27 bis zum Bildweier.

Hier gilt vorübergehend bis Sommer 2023 auch Tempo 30. Blick auf der Kräzernstrasse aus dem Sittertobel Richtung Winkeln.

Hier gilt vorübergehend bis Sommer 2023 auch Tempo 30. Blick auf der Kräzernstrasse aus dem Sittertobel Richtung Winkeln.

Bild: Stadtpolizei SG

Die Stadtpolizei St.Gallen begründet in einer Mitteilung vom Freitag die Massnahme mit den Bauarbeiten am Fuss- und Veloweg am Sitterviadukt der SBB. Dieser Übergang ist voraussichtlich bis Sommer 2023 deswegen nicht passierbar. Der Fuss- und Veloverkehr wird bis zum Ende der Bauarbeiten umgeleitet. Dies über Sturzenegg-, Bildweiher-, Kräzern- und Lehnstrasse.

Auf der Kräzernstrasse besteht das Problem, dass die Fahrbahnen zu schmal sind, um Velostreifen zu markieren. Velos sind hier also im sogenannten Mischverkehr unterwegs. Die Beibehaltung der heute hier geltenden Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometer würde für sie nach Meinung der Polizei ein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellen.

Der Fuss- und Veloverkehr wird für die Arbeiten am SBB-Viadukt über 1. Sturzenegg-, 2. Bildweier-, 3. Kräzern- und 4. Lehnstrasse geleitet.

Der Fuss- und Veloverkehr wird für die Arbeiten am SBB-Viadukt über 1. Sturzenegg-, 2. Bildweier-, 3. Kräzern- und 4. Lehnstrasse geleitet.

Screenshot: Stadt SG

Aus diesem Grund wird die Höchstgeschwindigkeit ab dem Haus Kräzernstrasse 27 bis zum Bildweier in Winkeln vorübergehend ebenfalls herabgesetzt, und zwar von 50 auf 30 Stundenkilometer. Dies soll gemäss Mitteilung der Stadtpolizei zum einen den Verkehr im Fluss halten, zum anderen die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gewährleisten. (SK/vre)

Person von Zug der Appenzeller Bahnen erfasst

Am Freitagmorgen ist beim St.Galler Hauptbahnhof eine Person von einem Zug der Appenzeller Bahnen erfasst worden. Laut einer ersten Einschätzung der Stadtpolizei wurde sie beim Unfall nur eher leicht verletzt. (vat)

Kanton St.Gallen will Wasserversorgung langfristig sicherstellen

Im Kanton St.Gallen steht genügend Wasser zur Verfügung. Das stellt die Kantonsregierung in einem Bericht fest, der auch sechs Massnahmen enthält, mit der die Verfügbarkeit von Wasser auch langfristig sichergestellt werden soll. Damit reagiert der Kanton auf häufigere Hitze- und Trockenperioden wegen des Klimawandels. Die vorberatende Kommission des Kantonsrats empfiehlt diesem gemäss Mitteilung der Staatskanzlei, auf die Vorlage einzutreten und die darin enthaltenen Massnahmen zu unterstützen.

Die Sitter beim Hätterenwald auf Gebiet der Stadt St.Gallen.

Die Sitter beim Hätterenwald auf Gebiet der Stadt St.Gallen.

Bild: Hannes Thalmann (6.6.2008)

Die vorberatende Kommission hat unter dem Vorsitz von Josef Gähwiler (SP, Buchs) den regierungsrätlichen Wasserbericht beraten. Die Kommission anerkennt den Handlungsbedarf in einzelnen Themenfeldern und unterstützt die vorgesehenen Massnahmen der Regierung für die langfristige Wasserversorgung. Das Kantonsparlament wird das Geschäft in seiner bevorstehenden Junisession in einer einzigen Lesung beraten. (SK/vre)

Der Wasserbericht kann im Ratsinformationssystem unter Geschäftsnummer 40.22.02 abgerufen werden.

SC Brühl weiterhin im Abstiegskampf: Ein erster Matchball für die Kronen

Zwei Runden vor Schluss der Meisterschaft der Promotion League kann sich der SC Brühl diesen Samstag den Ligaerhalt sichern. Dazu braucht es einen Sieg im Auswärtsspiel gegen YF Juventus in Zürich – oder eine Niederlage der Black Stars gegen Sion II. Ob der SCB seinen Matchball verwerten kann oder eine Woche warten muss, wobei der Matchball dann zum Nervenball würde, zeigt sich am Samstag, ab 16 Uhr, im Juchhof 1 in Zürich-Altstetten.

Am vergangenen Samstag jubelten die Brühler über das 4:1 gegen Sion. Können sie diesen Samstag über den Ligaerhalt jubeln?

Am vergangenen Samstag jubelten die Brühler über das 4:1 gegen Sion. Können sie diesen Samstag über den Ligaerhalt jubeln?

Bild: Kurt Frischknecht/ SCB (28.5.2022)

In der turbulenten Saison 2021/22, die den SC Brühl in arge Abstiegsnot brachte, hat die erste Mannschaft ganz am Schluss doch noch Fahrt aufgenommen. In der Abstiegsrunde der letzten vier hat der SCB die bisherigen vier Spiele dominiert und mit zwölf Punkten das Maximum herausgeholt. Er hat sich damit an die Spitze der «Kellerclubs» gesetzt, mit zwei Punkten Abstand auf Juventus, vier Punkten Abstand auf die Black Stars und uneinholbar für Sion II, das bereits als Absteiger feststeht.

Brühls aktuelle Stärke lässt sich auch damit erklären, dass der Trainer für die Abstiegsrunde Abwehrspieler André Neitzke ins Mittelfeld versetzte. Mit ihm als Dreh- und Angelpunkt gibt es jetzt einen Spielaufbau übers Mittelfeld, wo früher viel zu häufig nur lange Bälle geschlagen wurden. Ob sich das System in Zürich erneut bewährt? Auch wenn Brühl den YF Juventus in den letzten zwei Spielen diskussionslos geschlagen hat, bleiben die Zürcher ein unberechenbarer und schwieriger Gegner.

Roger Jäger, sportliche Leiter SC Brühl.

Roger Jäger, sportliche Leiter SC Brühl.

Bild: Kurt Frischknecht (SCB)

Roger Jäger, der sportliche Leiter des SC Brühl warnt denn auch vor allzu viel Euphorie vor diesem Schicksalsspiel: «Auch wenn wir im Moment in einer guten Form und in einer erfolgreichen Phase sind, müssen wir am Samstag 100 Prozent geben, sonst ist diese Ausgangslage gar nichts wert.» Er weiss wovon er redet: Kämpfe des SC Brühl gegen den YF Juventus wurden am Ende teils hitzig und dann auch knapp entschieden. (fm/vre)

Grüngabfuhr in der Stadt St.Gallen soll nicht obligatorisch werden

Der St.Galler Stadtrat will keine Pflicht zur Grünabfuhr für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer einführen. Er will weiter auf den freiwilligen Weg setzen, bei dem mit Information und Aufklärung sowie durch steigende Nachfrage bei Mieterinnen und Mieter die Grüngutsammlung schrittweise ausgebaut wird. Das hält die Stadtregierung in ihren Antworten auf eine Einfache Anfrage von Marlène Schürch und Lydia Wenger (beide SP) im Stadtparlament fest.

Das Material für die separate Grünabfuhr wird in solchen grünen Biotonnen gesammelt.

Das Material für die separate Grünabfuhr wird in solchen grünen Biotonnen gesammelt.

Bild: Stefan Kaiser (17.6.2021)

Die beiden SP-Frauen hatten sich in ihrem Vorstoss danach erkundigt, wie die Grünabfuhr weiter ausgebaut werden kann. Grüngut habe nämlich Potenzial: Mit der Abfalltrennung müsse weniger Müll verbrannt werden. Das organische Material – es macht heute rund 39 Prozent der Stadtsanktgaller Abfallmenge aus - könne mittels Vergärungsprozessen in Ökostrom, Biogas oder Naturdünger verwandelt werden, schreiben Schürch und Wenger.

Für den Stadtrat ist es tatsächlich ein Problem, dass Mieterinnen und Mieter keine Möglichkeit haben, sich der Grüngutabfuhr anzuschliessen, wenn ihre Hauseigentümerschaft nicht bereit ist, ein Grüngutabo bei der Stadt abzuschliessen und Platz für Grüngutcontainer zur Verfügung zu stellen. Das komme selbst dann vor, wenn sich Mieterinnen und Mieter für ein Abo stark machten und auch bereits seien, für die Kosten aufzukommen, heisst es in den Antworten auf die Einfache Anfrage.

Die Grüntonnen werden dann einmal wöchentlich mit einem Spezialfahrzeug geleert.

Die Grüntonnen werden dann einmal wöchentlich mit einem Spezialfahrzeug geleert.

Bild: Ralph Ribi (27.7.2017)

Der Stadtrat will trotzdem auf Freiwilligkeit setzen. Man versuche, mit guter Beratung zu Abo-Abschlüssen zu kommen. Grüngutberaterinnen gingen aktiv auf Liegenschaftsverwaltungen zu und versuchten, diese zu überzeugen. Auslöser seien in der Regel Mieterinnen und Mieter, die sich Grüngutcontainer wünschten. Die Trenndisziplin in St.Gallen sei gut, schreibt der Stadtrat als Bestätigung für diesen Weg weiter. Stichproben des Abnehmers der Grünabfälle zeigten, dass hier das andernorts verbreitete Problem mit Fremdstoffen im Grüngut «nicht vorhanden» sei.

Prüfen will die Stadt St.Gallen das Aufstellen öffentlicher Grüngutcontainer an Orten etwa in der Altstadt, an denen es keinen Platz für private Container hat. Papiersäcke für die Grüngutsammlung wie in der Stadt Winterthur hält die St.Galler Stadtregierung allerdings für untauglich. In Winterthur sei die Nachfrage danach nicht sehr gross. Zudem bestehe die Gefahr, dass Wildtiere die Beutel aufreissen würden.

Ein Beispiel für die Nutzung von Biogas, das aus Grüngut hergestellt wurde: Es wird in einem Blockkraftwerk der Axpo verbrannt und so wird Strom für rund 1'000 Haushalte produziert.

Ein Beispiel für die Nutzung von Biogas, das aus Grüngut hergestellt wurde: Es wird in einem Blockkraftwerk der Axpo verbrannt und so wird Strom für rund 1'000 Haushalte produziert.

Bild: Alex Spichale (23.3.2022)

Gar nichts hält der St.Galler Stadtrat derzeit von einer Containerpflicht für die Grüngutabfuhr, wie sie die Waadtländer Stadt Renens kennt und wie sie in der Stadt Zürich eingeführt werden soll. Diese Massnahme bedinge ein komplexes Regelwerk und stelle auch einen Eingriff für Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer dar. Daher lehnt der Stadtrat eine obligatorische Lösung derzeit ab und will weiterhin auf den Weg der Freiwilligkeit setzen. (vre)

Grünabfuhr

Heute mit 12’000 Haushalten, 2030 sollen es 20’000 sein

2017 ist die Grünabfuhr in St.Gallen mit 1’449 Abos, die 5’918 Haushalte umfassten, gestartet. Per Grüncontainer und Spezialfahrzeug wurden damals 980 Tonnen Grüngut separat eingesammelt und der Verwertung zugeführt. Das waren 165,6 Kilogramm pro Haushalt und Jahr.

2021 registrierte die Stadt St.Gallen 2’475 Abos für 11’939 Haushalte. Eingesammelt wurden im fünften Jahr der separaten Grünabfuhr 2’123 Tonnen organische Abfälle. Das waren 177,8 Kilogramm pro Haushalt und Jahr.

Nach sehr starken Wachstumsraten von 22,3 und 16,5 Prozent in den Jahren 2018 und 2019 hat sich die jährliche Zunahmen der Abos in den beiden folgenden Jahren bei knapp zehn Prozent eingependelt. Die Stadt geht angesichts dieser Zahlen davon aus, dass die Beteiligung an der separaten Grünabfuhr in den nächsten weiter steigen wird.

Der Stadtrat hat das Ziel, dass bis 2030 rund 20’000 Haushalte in St.Gallen der Grüngutabfuhr angeschlossen sein werden. Er geht davon aus, dass dieses Ziel auch ohne Obligatorium zur Grünabfuhr für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer erreichbar sein wird. (vre)

Die Frauenbadhütte am St.Galler Chrüzweier blinzelt durch die Bäume am Ufer.

Die Frauenbadhütte am St.Galler Chrüzweier blinzelt durch die Bäume am Ufer.

Bild: Andri Vöhringer (22.9.2021)

Wassertemperaturen Freibäder Stadt und Region St.Gallen

Stand: 3. Juni 2022
Stadt St.Gallen
Freibad Lerchenfeld18,5
Freibad Rotmonten19
Familien- und Frauenbad Dreilinden17
Mannenweier19
Region
Schwimmbad Arbon: See18,2
Schwimmbad Arbon: Becken23
Freibad Gossau18
Schwimmbad Waldstatt21,6

Kochen mit Wildkräutern und Geschichten über Bäume

Die Kampagne «clevergeniessen» der Stadt St.Gallen bietet zwei öffentliche Veranstaltungen an. Am 14. Juni, 18.30 bis 21.30 Uhr, steht ein Kochkurs mit Wildkräutern auf dem Programm. Eine Woche später, am 21. Juni, 17.30 bis 20 Uhr, gibt es auf einem Spaziergang die Vielfalt der St.Galler Stadtbäume zu bewundern. Zu den beiden Anlässen anmelden kann man sich gemäss Mitteilung der Stadt bis 9. Juni unter Telefon 071’224’56’76 oder per E-Mail.

Die Stadt St.Gallen wartet mit einer grossen Vielfalt an Bäumen auf. Im Bild ein Mammutbaum neben der Universität auf dem Rosenberg.

Die Stadt St.Gallen wartet mit einer grossen Vielfalt an Bäumen auf. Im Bild ein Mammutbaum neben der Universität auf dem Rosenberg.

Bild: Urs Bucher (12.7.2016)

Die wärmere Jahreszeit bietet auch in der Stadt eine Fülle von Kräutern. Früher war es eine Selbstverständlichkeit, diese wild vorkommenden Gewächse im Garten, am Wegrand oder im Wald als Nahrungsmittel zu nutzen. In der Zwischenzeit waren die Wildkräuter bei uns in Vergessenheit geraten, erleben heute aber wieder eine Art Renaissance. Dies ist berechtigt: Sie enthalten nämlich viele wertvolle Inhaltsstoffe. Welche Wildkräuter es gibt und wie man sie in der Küche verwendet, zeigt der Kochkurs von «clevergeniessen» mit Martina Rocco am 14. Juni. Die Teilnahme kostet 70 Franken.

St.Gallen ist nicht nur die Stadt im grünen Ring und die Stadt der Wildkräuter, sie wartet auch mit einer grossen Vielfalt an Bäumen auf. Bäume dienten bis vor nicht allzu langer Zeit der Ernährung von Mensch und Tier. Das Wissen darum ist grösstenteils mit der Industrialisierung verloren gegangen. Auf dem Baumspaziergang vom 21. Juni führt Marianna Buser durch die Welt der Stadtsanktgaller Laub- und Nadelbäume. Treffpunkt dafür ist an jenem Dienstag, 17.30 Uhr, bei der Bushaltestelle Stephanshorn. (sk/vre)

Absturzgefahr war zu gross: Stadt St.Gallen montiert einen Maschendrahtzaun an der Berneggstrasse

Als «beängstigend» und «gefährlich» kommentierten Passantinnen und Passanten den Trottoirabschnitt an der Berneggstrasse unterhalb der Felsenbrücke im April und Mai. Der Grund: Nachdem am Steilhang zwischen Mühlensteg und Berneggstrasse ein neues Gebäude fertiggestellt und die Bauwände entfernt worden waren, klaffte hinter dem Geländer plötzlich ein rund zehn Meter tiefer Abgrund. Für den Hausbau musste Fels und Erdreich entfernt werden, so dass der Abhang nun praktisch senkrecht in die Tiefe fällt.

Noch vor Auffahrt wurde vergangene Woche die Absturzsicherung an der Berneggstrasse unterhalb der Felsenbrücke montiert.

Noch vor Auffahrt wurde vergangene Woche die Absturzsicherung an der Berneggstrasse unterhalb der Felsenbrücke montiert.

Bild: Sandro Büchler (24.05.2022)

Da das seit langem hier stehende Eisengeländer nur über zwei Querstangen verfügte, befürchteten Anwohnerinnen und Anwohner, dass Kinder oder Hunde hinunterfallen könnten. Stadtingenieur Beat Rietmann und damit Chef des städtischen Tiefbauamtes versprach im April, dass man die Absturzsicherung anschauen und gegebenenfalls Massnahmen ergreifen werde.

Das ist nun geschehen: Noch vor Auffahrt wurde zur Sicherheit ein Maschendrahtzaun entlang des gefährlichen Abschnitts montiert. Rietmann sagt: «Wir haben die Situation zusammen mit dem Grundeigentümer beurteilt und in Abwägungen sämtlicher Aspekte uns dafür entschieden, die nun bereits umgesetzten Verbesserungen zu veranlassen.» (sab)

Ein Maschendrahtzaun verhindert jetzt, dass von der Berneggstrasse aus Kinder oder Hunde in den «Abgrund» hinter dem Neubau fallen können.

Ein Maschendrahtzaun verhindert jetzt, dass von der Berneggstrasse aus Kinder oder Hunde in den «Abgrund» hinter dem Neubau fallen können.

Bild: Sandro Büchler (24.05.2022)

Lange Geschichte

Einsprachen und eine Petition

Mit der Montage der Absturzsicherung scheint auch das letzte Kapitel um ein mehrere Jahre dauerndes Hin und Her an der Berneggstrasse  geschrieben zu sein. Dem Bau des neuen, fünfgeschossigen Gebäudes unterhalb der Strasse ging ein Rechtsstreit voraus. Anwohnerinnen und Anwohner reichten nicht nur Einsprache gegen das Bauprojekt und zweimal Rekurs gegen die Baubewilligung ein. Sie gelangten im Herbst 2018 sogar mit einer Petition und 829 gesammelten Unterschriften bis nach Paris.

Dort argumentierten sie vor Icomos, einer Unterorganisation der Unesco, der geplante Neubau verstelle «eine wesentliche Sichtachse auf das Unesco-Weltkulturerbe Stiftsbezirk St.Gallen». Doch auch in Paris blitzten Einsprecherinnen und Einsprecher ab. Schliesslich beendeten sie ihren Widerstand gegen den Neubau. Dies, weil die Kosten für den Streit zu hoch wurden. (sab)

Mit dem mobilen Eigenheim unterwegs

Momentaufnahme. Emil Egger fotografierte das Prachtsexemplar einer Weinbergschnecke in Muolen.

Momentaufnahme. Emil Egger fotografierte das Prachtsexemplar einer Weinbergschnecke in Muolen.

Patrice Lambeau stellt im Projektraum «Viereinhalb» aus

Kommende Woche findet wieder eine Ausstellung im Projektraum «Viereinhalb» an der Lämmlisbrunnenstrasse statt. Der Künstler und Musiker Patrice Lambeau zeigt dort unter dem Titel «Collages» am 9., 10. Und 11. Juni, je 18 bis 22 Uhr, seine Kunstwerke. Lambeau war um die Jahrtausendwende der Sänger der St.Galler Indie-Band «The Shell». Informationen zu seiner Ausstellung im Projektraum «Viereinhalb» gibt’s im Internet.

Partrice Lambeau seinerzeit als Sänger der St. Galler Indie-Band.

Partrice Lambeau seinerzeit als Sänger der St. Galler Indie-Band.

Bild: Trix Niederau (Grabenhalle, 5.5.2006)

Patrice Lambeau kombiniert traditionelle Techniken der bildenden Kunst mit innovativer digitaler Technologie, «um eine Ästhetik zu schaffen, die dynamisch und einzigartig ist», wie er selber sagt. Es ist ein Dialog zwischen dem Künstler, seiner Welt und der Art, wie er sie wahrnimmt: «Für mich ist Kunstschaffen ein Prozess der Entdeckung von Schönheit, Bedeutung, Dringlichkeit, Humor und eine Möglichkeit, unser soziales und politisches Klima zu erforschen.» (pd/vre)

Franziska Ryser für Einsatz für Blinde und Sehbehinderte ausgezeichnet

Die grüne St.Galler Nationalrätin Franziska Ryser.

Die grüne St.Galler Nationalrätin Franziska Ryser.

Bild: A. Della Valle/ KEY (9.12.2019)

Die Reha Löwen in Schönengrund hat den Anerkennungspreis ihrer Hauszeitung «Leu» an die grüne St.Galler Nationalrätin Franziska Ryser vergeben. Sie wird damit für ihr Engagement zur Einführung einer Abstimmungsschablone auf Bundesebene geehrt. Die Schablone soll Blinden und Sehbehinderten ermöglichen, sich ohne Hilfe an Abstimmungen und Wahlen zu beteiligen. Ein Vorstoss von Ryser zu diesem Thema wird dieser Tage im Bundesparlament behandelt und stösst quer durch die Parteien auf Zuspruch.

Mit der Auszeichnung von Franziska Ryser verbunden ist gemäss Mitteilung auch die Ehrung des Schweizerischen Zentralvereins für das Blindenwesen (SZBlind) und dessen Vertreter Jan Rhyner verknüpft. Der Preis der Hauszeitung der Reha Löwen ist mit 1’000 Franken dotiert. Die Reha Löwen in Schönengrund ist nach Angaben in ihrem Internetauftritt eine stationäre Einrichtung für psychisch beeinträchtigte Erwachsene. Sie will diese auf ihrem Weg zu mehr Eigenständigkeit fördern. (pd/vre)

Ungenügend gesicherter Lastwagen mit 15 Tonnen Asphalt umgekippt

Ein spektakulärer Unfall hat sich am Mittwochmorgen auf dem Rosenberg in St.Gallen ereignet. Ein Lastwagen, der mit 15 Tonnen heissem Asphalt beladen war, ist an einer steilen Stelle des Höhenwegs ins Rutschen geraten und zur Seite gekippt. Grund für den Unfall war die mangelnde Sicherung des Fahrzeugs. Verletzt wurde niemand. Es entstand gemäss Mitteilung der Stadtpolizei sehr hoher Sachschaden.

Der umgekippte Lastwagen blockiert ein steiles Teilstück des Höhenwegs auf dem westlichen Rosenberg.

Der umgekippte Lastwagen blockiert ein steiles Teilstück des Höhenwegs auf dem westlichen Rosenberg.

Bild: Stadtpolizei SG (1.6.2022)

Zum Unfall kam es am Mittwoch, kurz vor 9 Uhr, bei Bauarbeiten. Der 53-jährige Fahrer stellte seinen Lastwagen bei 14 Prozent Gefälle im Hang rückwärts ab und stieg aus. Ohne das Fahrzeug mittels Keilen zu sichern, hob er dessen Thermoaufbau an, der mit etwa 15 Tonnen heissem Asphalt beladen war, per Fernbedienung an.

Die Bergung des umgekippten Lastwagens gestaltete sich aufwendig.

Die Bergung des umgekippten Lastwagens gestaltete sich aufwendig.

Bild: Stadtpolizei SG (1.6.2022)

Wegen dieses Manövers verlagerte sich das Gewicht des Fahrzeugs auf die hinterste Achse. Es rutschte in der Folge über 35 Meter die Strasse hinunter, bis es mit einer Mauer kollidierte. Durch die Wucht des Aufpralls kippte der Lastwagen dann auf die Seite und verlor dabei Teile seiner Ladung. (stapo/vre) 

Der umgekippte Lastwagen verlor einen Teil seiner Ladung. Er führte in einem Thermoaufbau rund 15 Tonnen heissen Asphalt mit.

Der umgekippte Lastwagen verlor einen Teil seiner Ladung. Er führte in einem Thermoaufbau rund 15 Tonnen heissen Asphalt mit.

Bild: Stadtpolizei SG (1.6.2022)

Blaufahrer verursacht Auffahrunfall: Lieferwagen rammt Personenauto von hinten, Mann leicht verletzt

Am Mittwochabend hat sich auf der Rosenbergstrasse in St.Gallen ein Auffahrunfall mit einem Lieferwagen und einem Personenauto ereignet. Wie sich bei der Unfallaufnahme herausstellte, war der Lenker des Lieferwagens angetrunken. Eine Person wurde gemäss Mitteilung der Stadtpolizei beim Zwischenfall leicht verletzt. Es entstand geringer Sachschaden.

Personenauto und Lieferwagen nach dem Auffahrunfall vom Mittwochabend an der Rosenbergstrasse in St.Gallen.

Personenauto und Lieferwagen nach dem Auffahrunfall vom Mittwochabend an der Rosenbergstrasse in St.Gallen.

Bild: Stadtpolizei SG (1.6.2022)

Am Mittwoch, kurz vor 23 Uhr, fuhr ein 46-jähriger Autofahrer auf der Rosenbergstrasse stadtauswärts. Ein Lieferwagen näherte sich von hinten. Dessen Lenker bemerkte das Auto vor sich zu spät, so dass er von hinten auf es auffuhr. Bei der Unfallaufnahme stellte die Polizei dann fest, dass der 26-jährige Lieferwagenfahrer angetrunken war.

Die beweissichere Atemalkoholprobe ergab gemäss Mitteilung einen Wert von rund 0,84 Promille (0,42 Mikrogramm pro Liter). Der Ausweis des Blaufahrers wurde gesperrt. Er musste sein Fahrzeug an Ort und Stelle stehen lassen. Der 46-Jährige Lenker des Personenautos wurde beim Unfall leicht verletzt. (stapo/vre) 

Einbruch in ein Baustellenlager, Geräte im Wert von mehrerer tausend Franken gestohlen

In der Zeit zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen haben Unbekannte gleich zwei Baustellenlager an der Piccardstrasse in St.Gallen-Winkeln heimgesucht. Im ersten Fall wurde ein Container bei einem Rohbau aufgebrochen. Daraus wurden Baumschienen und Vermessungsgeräte für mehrere 10'000 Franken gestohlen (ST.GALLER STADT-TICKER, 1.6.2022, 20:00).

Symbolbild: Kapo SG

In der gleichen Nacht wurde zudem aus einem Materiallager einer im Bau stehenden Tiefgarage an der Piccardstrasse Geräte im Wert von mehreren tausend Franken gestohlen. Die Diebe hatten zuvor das Vorhängeschloss an der Lagertüre geknackt. Der Schaden an den Türen von Baucontainer und Lagerraum ist gemäss Mitteilung der Kantonspolizei gering. (kapo/vre)

Zusammenstoss im Kreisel: Auto erfasst E-Bike

Am Mittwochabend ist es auf der Goldacherstrasse in Rorschacherberg zum Zusammenstoss eines Autos und eines E-Bikes gekommen. Die 55-jährige Zweiradfahrerin zog sich gemäss Mitteilung der Kantonspolizei leichte Verletzungen zu. Sie musste mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden.

Symbolbild: Kapo SG

Am Mittwoch, kurz nach 18.10 Uhr, fuhr ein 57-Jähriger mit seinem Auto in Rorschacherberg auf der Rosengartenstrasse zum Ochsenkreisel. Im Kreisel war eine 55-Jährige mit dem E-Bike unterwegs. Dort erfasste das Auto dann auch das E-Bike und warf es um. Der Schaden beläuft sich nach Angaben der Kantonspolizei auf 1’000 Franken. (kapo/vre)

Fragen zu Risikomanagement und Sondereinheit der Stadtpolizei: Stadtrat will diese Aufgaben nicht an die Kantonspolizei abgeben

Die St.Galler Stadtregierung will an einem eigenen Bedrohungs- und Risikomanagement sowie an einer eigenen Interventionseinheit festhalten. Sie will in beiden Bereichen keine Aufgaben an die Kantonspolizei abtreten. Das hält der Stadtrat in seiner Antworten auf zwei Interpellationen aus dem Stadtparlament fest. Einerseits brauche es ein Bedrohungs- und Risikomanagement für die Erfüllung sicherheitspolizeilicher Aufgaben. Zum anderen habe die Integration der Interventionseinheit der Stadt- in jene der Kantonspolizei Nachteile und sei erst noch teurer als die heutige Lösung.

Trainingseinsatz der Spezialeinheit Step der Stadtpolizei St.Gallen in einem Abbruchhaus an der Haldenstrasse.

Trainingseinsatz der Spezialeinheit Step der Stadtpolizei St.Gallen in einem Abbruchhaus an der Haldenstrasse.

Bild: Michel Canonica (7.2.2018)

An den Interpellationen für eine engere Zusammenarbeit zwischen Stadt- und Kantonspolizei sind – pikanterweise – zwei im Stadtparlament politisierende Angehörige der Kantonspolizei beteiligt. Magdalena Fässler (GLP) und Marcel Rotach (FDP) arbeiten bei der Kapo. Dritter im Bund der Interpellanten ist der Jungfreisinnige Konstantin Hälg. Eine gewisse politische Brisanz haben die Fragen der drei, weil die Stadt die Fusion von Kapo und Stapo vor einigen Jahren abgelehnt hat. Zwischen den Polizeikorps gibt es eine enge und gute Zusammenarbeit, immer wieder ist aber auch Konkurrenzdenken spürbar.

2018 haben Kantons- und Stadtpolizei je ein eigenes Bedrohungs- und Risikomanagement (BRM) aufgebaut. Inzwischen stehen diese beiden Einrichtungen in regelmässigem Kontakt, wie der Stadtrat in seinen Interpellationsantworten schreibt. Er wehrt sich darin auch gegen den in der Interpellation verwendeten Begriff «Milizsystem» für das BRM der Stadtpolizei. Davon könne keine Rede sein; dieses werde mit 190 bis 200 Stellenprozent professionell betrieben. Am eigenen BRM festhalten will der St.Galler Stadtrat, weil dieses fixer Bestandteil der sicherheitspolizeilichen Aufgaben der Stadtpolizei sei.

Bei Grosseinsätzen in der Stadt St.Gallen arbeiten Stadt- und Kantonspolizei oft regelmässig Hand in Hand.

Bei Grosseinsätzen in der Stadt St.Gallen arbeiten Stadt- und Kantonspolizei oft regelmässig Hand in Hand.

Bild: Raphael Rohner (2.9.2020)

Auch an der eigenen Sondereinheit «Spezielle taktische Einsätze der Polizei» (Step) der Stadtpolizei will die St.Galler Stadtregierung festhalten. Die Vorteile gegenüber der Auslagerung der Aufgabe an die Kantonspolizei würden überwiegen. Der städtischen Interventionseinheit gehören 22 Polizisten an, sieben davon sind ganz- oder zeitweise als Instruktoren tätig. Die anderen 15 Angehörigen der Sondereinheit leisten Dienst in den fünf Sektionen der Stadtpolizei und nehmen ihre Aufgabe als «Polizeigrenadiere» in Zusatzfunktion wahr. Ihre Einsatzfähigkeit wird mit 21 Ausbildungstagen pro Jahr sichergestellt.

Nebenbei erfährt man in der Interpellationsantwort, dass der Kanton St.Gallen 2021 der Stadt und den beiden Appenzell den Vorschlag unterbreitet hat, gemeinsam eine vollamtliche Interventionseinheit bei der Kantonspolizei St.Gallen zu betreiben. Auf 2022 hat der Kanton zudem die bisherige Vereinbarung über die Zusammenarbeit mit der Stadt gekündigt: Neu ist die städtische Sondereinheit auf Stadtgebiet nur noch für sicherheitspolizeiliche Einsätze zuständig, während die Interventionseinheit des Kantons hier neu die kriminalpolizeilichen Einsätze ausführt. (vre)

Sondereinsätze

Integration in Kapo käme teurer zu stehen als heutige Lösung

Gegen die Integration der Interventionseinheit der Stadt- in die Kantonspolizei sprechen für den St.Galler Stadtrat neben einsatzmässigen Nachteilen vor allem auch finanzielle Überlegungen: Die reine Kostenbeteiligung an der Interventionseinheit der Kantonspolizei würde die Stadt jährlich knapp 980’000 Franken, eine personelle Beteiligung mit fünf Polizisten jährlich mindestens 575’000 Franken kosten. Bei beiden Lösungen kämen 285’000 Franken an Kosten dazu, die anfallen, um Lücken zu füllen, die durch die Aufgabe der eigenen Sondereinheit entstehen.

Heute kostet die Sondereinheit der Stapo die Stadt rund 570’000 Franken pro Jahr. Eine rein finanzielle Beteiligung der Stadt an einer kantonalen Interventionseinheit käme die Stadt jährlich rund 125’000 Franken teurer zu stehen als die heutige Lösung. Bei einer personellen Beteiligung an einer kantonalen Interventionseinheit geht der Stadtrat von jährlichen Mehrkosten von 290’000 Franken aus. In den vergangenen Jahren hat die Sondereinheit der Stadtpolizei im Schnitt jährlich etwa 22 Einsätze absolviert; mit der neuen Kompetenzaufteilung dürften es künftig vier weniger sein. (vre)

Ein neues Föteli der St.Galler Kantonsregierung

Immer auf Beginn eines neuen Präsidialjahres entsteht auch ein neues Foto der Gesamtregierung. In diesem Jahr hat es Fotografin Erna Drion aus Schmerikon geschossen, wie es in einer Mitteilung der Staatskanzlei heisst. Entstanden ist das Bild im Kunst(zeug)haus Rapperswil.

Die St.Galler Regierung mit Staatssekretär Benedikt van Spyk (links aussen) im Kunst(zeug)haus Rapperswil.

Die St.Galler Regierung mit Staatssekretär Benedikt van Spyk (links aussen) im Kunst(zeug)haus Rapperswil.

Bild: Erna Drion/
Kanton St.Gallen

Diese Einrichtung verbinde «die Präsentation von Schweizer Gegenwartskunst mit einem einzigartigen atmosphärischen Ambiente», schreibt die Staatskanzlei dazu etwas geschraubt: Sie bilde auf ihre Art «die Vielfalt des Kantons ab, welche die Regierung in ihrer Vision für den Kanton (‹Vielfalt leben – Akzente setzen›) festgehalten hat». (SK/vre)

Fredy Fässler amtiert als Regierungspräsident: Toleranz steht im Zentrum des neuen Amtsjahres

Zum zweiten Mal seit seiner Wahl in den Regierungsrat amtiert Fredy Fässler seit Mittwoch als Regierungspräsident des Kantons St.Gallen. Der SP-Politiker sowie Vorsteher des Sicherheits- und Justizdepartementes übernimmt das Amt von Regierungsrat Marc Mächler (FDP). Fässler amtiert bis 31. Mai 2023 und will gemäss Mitteilung der Staatskanzlei Fragen zur Toleranz ins Zentrum seines Präsidialjahres stellen. Das Amt des Regierungspräsidenten erstmals ausgeübt hat Fässler 2017/18.

Stabübergabe von Marc Mächler (links) an Fredy Fässler. Der SP-Politiker präsidiert die St.Galler Regierung bis Ende Mai 2023.

Stabübergabe von Marc Mächler (links) an Fredy Fässler. Der SP-Politiker präsidiert die St.Galler Regierung bis Ende Mai 2023.

Bild: Kanton St.Gallen

Es ist üblich, dass der St.Galler Regierungspräsident in seinem Amtsjahr ein bestimmtes Thema ins Zentrum stellt. Fredy Fässler hat sich für das Stichwort «Toleranz» entschieden. Dies aus der Erkenntnis heraus, dass man in einer freien Gesellschaft nur dann in Frieden zusammenleben kann, wenn es gleichzeitig ein hohes Mass an Toleranz gegenüber anderen Lebensformen gibt. (SK/vre)

Abendstimmung wie aus dem Bilderbuch

Momentaufnahme. Wildromantisch präsentiert sich am Mittwochabend der Sonnenuntergang bei Rorschach am Bodensee.

Momentaufnahme. Wildromantisch präsentiert sich am Mittwochabend der Sonnenuntergang bei Rorschach am Bodensee.

Bild: Rudolf Hirtl (1.6.2022)

Die Stadt St.Gallen im nationalen Fernsehen: Mehr Street Art für St.Gallen?

In vielen grösseren und kleineren Städten gehört Street Art zum ganz alltäglichen Strassenbild. International sind die Werke des Briten Banksy inzwischen Kult. In der Schweiz haben etwa Chur und Lausanne diese Kunstform in den vergangenen Jahren speziell gefördert und so Farbtupfer in ihrem Ortsbild gesetzt. In St.Gallen wird das Thema derzeit aufgrund eines Vorstosses im Stadtparlament diskutiert. Was am Mittwoch für die Sendung «Schweiz aktuell» von Fernsehen SRF Anlass für eine Liveschaltung nach St.Gallen und einen längeren Beitrag über die Verhältnisse vor Ort war.

Künstler Lionel Umbricht: «Es braucht in St.Gallen mehr legale Möglichkeiten für Sprayerinnen und Sprayer.»

Künstler Lionel Umbricht: «Es braucht in St.Gallen mehr legale Möglichkeiten für Sprayerinnen und Sprayer.»

Screenshot: SRF

Für mehr Street Art im St.Galler Strassenbild argumentierten in der Sendung Lionel Umbricht, Künstler und Vorstandsmitglied des St.Galler Vereins Dosenkult, sowie SP-Stadtparlamentarierin Jenny Heeb. Zum einen genügten die heutigen Möglichkeiten für legale Spraykunst der Szene schon lange nicht mehr: Die Holzwand vor der Reithalle am Rand der Kreuzbleiche reiche mit 40 Metern Länge gerade einmal für fünf bis sechs Bilder. Der Druck darauf sei gross, daher verschwänden Bilder oft schon nach wenigen Tagen wieder – und das sei für Künstlerinnen und Künstler unbefriedigend, sagte Umbricht. Heeb wiederum forderte mehr Mut im Umgang mit Street Art. Wie gerade auch das Beispiel von Lausanne zeige, lohne sich das.

SP-Politikerin Jenny Heeb fordert zusammen mit Yves Betschart (Junge GLP) und Mischa Herzog (Grüne) mehr Street Art in der Stadt St.Gallen.

SP-Politikerin Jenny Heeb fordert zusammen mit Yves Betschart (Junge GLP) und Mischa Herzog (Grüne) mehr Street Art in der Stadt St.Gallen.

Screenshot: SRF

Skeptisch steht einer Lockerung der Street-Art-Regeln im SRF-Beitrag der St.Galler Mitte-Stadtparlamentarier Ivo Liechti gegenüber. Solche Bilder befänden sich im öffentlichen Raum. Man habe also keine Wahl wie etwa im Museum, man müsse an ihnen vorbeigehen. Daher müssten Street-Art-Motive die Allgemeinheit ansprechen und sie dürften auch nicht zu provokativ sein. Für mehr Farbe in der Stadt St.Gallen, aber gekoppelt an Hürden etwa in Sachen Ortsbild- und Denkmalschutz spricht sich gegenüber «Schweiz aktuell» Stadtpräsidentin Maria Pappa aus. Sie kann sich eine grosszügigere Handhabung der Regeln aber mit Begutachtung und Bewilligung der Projekte durch ein Fachgremium grundsätzlich vorstellen. (vre)

Der St.Galler Street-Art-Beitrag ist bei «Play SRF» im Internet abrufbar.

Geräte im Wert von mehreren 10'000 Franken gestohlen

Nach jedem Einbruch macht sich die Kriminaltechnik auf Spurensuche.

Nach jedem Einbruch macht sich die Kriminaltechnik auf Spurensuche.

Symbolbild: Kapo SG

In der Zeit zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen haben Diebe eine Baustelle an der Piccardstrasse in St.Gallen heimgesucht. Sie brachen gewaltsam einen Container auf, durchsuchten ihn und stahlen daraus Baumaschinen und Vermessungsgeräte im Wert von mehreren 10'000 Franken. Der Schaden am Container ist gemäss Mitteilung der Kantonspolizei gering. (kapo/vre)

Arbeitsunfall: Fuss zwischen Stapler und Palette eingeklemmt

Beim Arbeitsunfall vom Dienstag in St.Gallen war ein Elektro-Deichselstapler im Einsatz.

Beim Arbeitsunfall vom Dienstag in St.Gallen war ein Elektro-Deichselstapler im Einsatz.

Symbolbild: G. Bally/KEY (28.4.2010)

Für Dienstagnachmittag meldet die Stadtpolizei St.Gallen einen Arbeitsunfall. Kurz nach 16 Uhr klemmte sich eine 21-Jährige ihren Fuss zwischen einem Elektro-Deichselstapler und einer Palette mit Rahmen ein. Dazu kam es beim Rückwärtsfahren und Ausrollen des Staplers. Die junge Frau zog sich beim Unfall einen offenen Bruch zu, der die Einlieferung ins Spital nötig machte. (stapo/vre)

Vortritt missachtet, mit anderem Auto zusammengestossen

Am Dienstagmorgen ist es auf der Verzweigung von Kolumban- und Splügenstrasse in St.Gallen zum Zusammenstoss zweier Autos gekommen. Ursache war, dass der Lenker des einbiegenden Autos das Signal «Kein Vortritt» missachtet hatte. Verletzt wurde beim Zwischenfall gemäss Mitteilung der Stadtpolizei niemand. Beide Autos mussten abgeschleppt werden.

Zum Zusammenstoss auf der Splügenstrasse kam es am Dienstag, weil einer der Lenker das Vortrittsrecht des anderen missachtet hatte.

Zum Zusammenstoss auf der Splügenstrasse kam es am Dienstag, weil einer der Lenker das Vortrittsrecht des anderen missachtet hatte.

Bild: Stadtpolizei SG (31.5.2022)

Am Dienstag, kurz vor 6 Uhr, fuhr ein 39-Jähriger von der Kolumbanstrasse zur Verzweigung mit der Splügenstrasse. Dort beabsichtigte er nach links in Richtung Autobahneinfahrt abzubiegen. Dabei missachtete er den Vortritt eines auf der Splügenstrasse fahrenden 33-Jährigen. (stapo/vre)

Von Gemsen, Bärtierchen und blühenden Frauenschuhen: Eine Ausstellung über das wilde St.Gallen

Am kommenden Freitag, 19 Uhr, eröffnet das Naturmuseum St.Gallen seine nächste Sonderausstellung. Es handelt sich um die Eigenproduktion «Wildes St.Gallen – Der Stadtnatur auf der Spur». Gezeigt werden soll darin «Erstaunliches aus der Flora und Fauna der Gallusstadt» - von den Gemsen im Sittertobel und die Wanderfalken in der Altstadt bis hin zum Bärtierchen und zum blühenden Frauenschuh. Dazu stellt das Projekt «Grünes Gallustal» Visionen für eine viel grünere Stadt vor.

Ja, auf St.Galler Stadtgebiet gibt es auch Gemsen.

Ja, auf St.Galler Stadtgebiet gibt es auch Gemsen.

Bild: Lorenzo Vinciguerra

Ein Blick auf den St.Galler Stadtplan zeigt eine grosse Vielfalt an Lebensräumen. Sie reicht von unberührten Wäldern und Tobeln über Weiher, Gärten und Pärke bis hin zu Brachen. Zum Stadtgebiet gehören aber auch Beton- und Asphaltwüsten. Je nach Ausgestaltung finden sich in allen diesen Lebensräumen ökologische Nischen für Tiere, Pflanzen, Pilze und Flechten. Wie viele andere Städte kann es St.Gallen hinsichtlich der Artenvielfalt durchaus mit den umliegenden Grünräumen aufnehmen.

Die neue Ausstellung folgt den Spuren der Stadtnatur und präsentiert diese in fünf Modulen. Da geht’s einmal unter dem Titel «Vom Urwald zum Klostergarten zur Stadtwildnis» zurück bis in die frühen Tage der Stadtgeschichte. Das Modul «Urbanes Wohnen für Mensch und Tier» zeigt, dass die Nähe zum Menschen für viele Tierarten auch Vorteile hat. Das dritte Modul «Oasen im Stadtlabyrinth» konzentriert sich auf Hotspots der städtischen Biodiversität wie Pärke, Gärten und Friedhöfe.

Ein wilder Stadtbewohner, dem man oft begegnet, ist der Fuchs.

Ein wilder Stadtbewohner, dem man oft begegnet, ist der Fuchs.

Bild: Toni Bürgin

In Zonen, in denen es weniger Überschneidungen zwischen Mensch und Tier gibt, an den Stadtrand, führt schliesslich das vierte Ausstellungsmodul «Wilde Orte St.Gallens», während das fünfte und letzte Modul mit dem Titel «In stetigem Wandel» einen Blick auf saisonale und andere Veränderungen der Stadtnatur wirft. Die Ausstellung bietet aber nicht nur viel Wissenswertes zum Schauen: In jedem Modul finden sich auch zwei praktische Tipps, wie man selber mit einfachen Mitteln der Stadtnatur unter die Arme greifen kann.

Die Vernissage der neuen Sonderausstellung vom Freitagabend im Naturmuseum im Neudorf ist öffentlich. Nach der Begrüssung durch Museumsdirektor Matthias Meier sprechen Stadtpräsidentin Maria Pappa und Toni Bürgin, der ehemalige Direktor des Naturmuseums. Im Anschluss daran kann die Sonderausstellung besichtigt werden. Als Abschluss steht zudem ein «wilder Apero» auf dem Programm. (pd/vre)

Im Pärklein neben dem Naturmuseum im Neudorf.

Im Pärklein neben dem Naturmuseum im Neudorf.

Bild: Leo Boesinger

Wilde Stadtbewohner

Porträts von wilden Städterinnen und Städtern gesucht

Parallel zur neuen Sonderausstellung «Wildes St.Gallen – Der Stadtnatur auf der Spur» sucht das Naturmuseum St.Gallen Fotos von wilden, tierischen Stadtbewohnern. Ein Eichhörnchen im Stadtpark, Feuerwanzen im eigenen Garten oder ein Mauersegler im Anflug – bildfüllend oder als Suchbild. Sämtliche Fotos werden auf Instagram gesammelt und auf einem Monitor direkt in der Ausstellung im Museum präsentiert. Wer mitmachen will, lädt seine Fotos auf den eigenen Instagram-Account, der öffentlich sein muss. Zudem versieht er alle Einträge mit dem Stichwort #stadttiere_nmsg. (pd/vre)

Letzte St.Laurenzen-Vesper mit Pfarrer Hansruedi Felix

Diesen Freitag, 18 bis etwa 18.40 Uhr, findet in der St.Galler Stadtkirche St.Laurenzen die letzte Vesper mit dem bald in Pension gehenden Pfarrer Hansruedi Felix statt. Er wird Gedichte seiner Lieblingsdichterin Hilde Domin vortragen. Bernhard Ruchti spielt auf dem Flügel zwei Eigenkompositionen und zwei Improvisationen. Nach dem Anlass in der Kirche trifft man sich gemäss Mitteilung zur handfesten Vesper in der Denk-Bar.

Die Tradition der Vesperfeiern in der St.Galler Stadtkirche St.Laurenzen wird nach der Pensionierung von Pfarrer Felix weitergeführt.

Die Tradition der Vesperfeiern in der St.Galler Stadtkirche St.Laurenzen wird nach der Pensionierung von Pfarrer Felix weitergeführt.

Bild: Urs Jaudas

Verfolgen kann man die letzte St.-Laurenzen-Vesper mit Hansruedi Felix direkt vor Ort, aber auch als Livestream oder als Podcast im Internet. Und: Die Nachfolgerin von Pfarrer Felix, Pfarrerin Kathrin Bolt, werde die Reihe der St.-Laurenzen-Vespern mit leicht geändertem Konzept fortführen, heisst es in der Mitteilung abschliessend. Mit von der Partie wird weiterhin Bernhard Ruchti sein. (pd/vre)

Die 30er-Tafel am Rand des Naturparadieses: Sinnvoll ist sie vielleicht nicht, für gewisse Spaziergänger aber praktisch

Die 30er-Tafel am Anfang des Eisbahnweges. Rechts ist das Empa-Gebäude zu erkennen.

Die 30er-Tafel am Anfang des Eisbahnweges. Rechts ist das Empa-Gebäude zu erkennen.

Bild: Reto Voneschen (31.5.2022)

Es gibt tatsächlich das eine oder andere Verkehrssignal, bei dem man sich fragt, was es an der Stelle, an der es gerade herumsteht, eigentlich soll. Ein klassisches Beispiel dafür ist die 30er-Tafel, die an Eisbahnweg gleich hinter der Empa im Lerchenfeld steht. Nicht das erste Mal hat sich jetzt einer im St.Galler Stadtmelder, der elektronischen Klagemauer der Stadtverwaltung, über den Sinn dieses Signals zwischen Grünfläche und sumpfigem Bachlauf erkundigt.

Es ist zu befürchten, dass die Antwort der Stadt den Fragesteller auch diesmal nicht wirklich befriedigen wird. Die 30er-Tafel steht am Kiesweg im Nirgendwo, weil da eine Tempo-30-Zone beginnt. Und überall dort, wo eine solche Zone betreten oder befahren werden kann, muss die entsprechende Signalisation aufgestellt werden. Jeder Zugang müsse so markiert sein, weil die Verkehrsregeln in einer Zone ja für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gelten, heisst es in der Antwort im Stadtmelder.

Ein Ausriss aus dem Zonenplan der Stadt St.Gallen. Er zeigt, dass die 30er-Tafel in einer Bauzone für öffentliche Bauten und Anlagen steht.

Ein Ausriss aus dem Zonenplan der Stadt St.Gallen. Er zeigt, dass die 30er-Tafel in einer Bauzone für öffentliche Bauten und Anlagen steht.

Screenshot: Stadt SG

Natürlich könnte man sich jetzt fragen, wie sinnvoll es überhaupt ist, einen schmalen, schon mit dem Velo nur mühsam zu befahrenden Fussweg der Tempo-30-Zone zuzuweisen. Vor allem, wenn angesichts der Umgebung eine Grünzone sowieso angemessener wäre. Nur: Das Naturparadies hinter der Empa, die Wiese samt dem sumpfigen Bachlauf, ist nun eben kein Naturparadies, sondern gemäss städtischem Zonenplan eine Zone für öffentliche Bauten und Anlagen. Hier könnte also irgendwann einmal eine Erschliessungsstrasse gebaut werden, für die die Dreissiger-Zone schon erlassen wäre.

Irgendwie würde man sich wünschen, die Stadt St.Gallen würde immer so vorausschauend planen, wie offenbar bei dieser 30er-Tafel am Spazierweg. Sich über diese nun endlos aufzuregen, wie das gewisse Anwohnerinnen und Anwohner offenbar tun, bringt aber auch nichts. Die 30er-Tafel ist zwar keine Schönheit, man kann sie aber auch praktisch betrachten. Dem einen oder anderen Vierbeiner, der hier regelmässig Gassi geht, könnte sie doch nützlich sein. Das Signal hängt immerhin am schönsten Pfosten weit und breit… (vre)

Die Rückseite der Dreissiger-Tafel zeigt (natürlich, denn Ordnung muss schliesslich sein) an, dass man das naturnahe Tempo-30-Gebiet verlässt.

Die Rückseite der Dreissiger-Tafel zeigt (natürlich, denn Ordnung muss schliesslich sein) an, dass man das naturnahe Tempo-30-Gebiet verlässt.

Bild: Reto Voneschen (31.5.2022)

Coronasituation im Kanton St.Gallen bleibt weiterhin entspannt: 270 Neuansteckungen in den vergangenen sieben Tagen

Der Kanton meldet auf seiner Website für die Periode vom 24. bis 30. Mai 270 (17.-23. Mai: 301, 10.-16. Mai: 420) neue laborbestätigte Coronafälle. Seit März 2020 wurden damit im St.Gallischen insgesamt 214’019 Coronainfektionen nachgewiesen. Zwischen dem 24. und 30. Mai wurde wieder kein Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Zahl der St.Galler Coronatoten bleibt bei 860.

Geimpft gegen das Coronavirus wird weiterhin - und irgendwann dürfte das Thema der regelmässigen Auffrischungsimpfung (analog zur Grippe) zum Diskussionsthema werden.

Geimpft gegen das Coronavirus wird weiterhin - und irgendwann dürfte das Thema der regelmässigen Auffrischungsimpfung (analog zur Grippe) zum Diskussionsthema werden.

Bild: Archiv SGTB

Am Montagabend lagen sieben Personen wegen einer SARS-CoV2-Infektion in einem St.Galler Spital; am 9. Mai waren es 17, am 16. Mai sechs und am 23. Mai eine gewesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stand am 30. Mai bei 51 (9. Mai: 108, 16. Mai 80, 23. Mai: 55). Die St.Galler 14-Tage-Inzidenz lag am Montag bei 108 (9. Mai: 242, 16. Mai: 189, 23. Mai: 139). Die Inzidenz bezeichnet die Zahl neuer Coronafälle innert sieben und 14 Tagen der Vergleichbarkeit wegen hochgerechnet auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Montag, 30. Mai, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Montag, 30. Mai, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

Seit Anfang Mai meldet der Kanton St.Gallen seine Coronazahlen nur noch einmal wöchentlich, und zwar am Dienstag. Auf den Wochenrhythmus umgestellt wurde aufgrund der entspannten Pandemielage. Sie rechtfertige den relativ grossen Aufwand für die tägliche Meldung nicht mehr, heisst es. Und auch die neusten Zahlen weisen tatsächlich darauf hin, dass die Coronalage sich in den vergangenen vier  Wochen laufend entspannt hat. (SK/vre)

Neugestaltung von Marktplatz und Bohl: Heimatschutz will keinen neuen Pavillon und dafür die Rondelle retten

Das Vorprojekt zur Neugestaltung von Marktplatz und Bohl steht derzeit im Mitwirkungsverfahren. Opposition gegen den geplanten neuen Marktpavillon hat die IG Marktplatz angekündigt, zu der Anbieterinnen und Anbieter der verschiedenen Märkte gehören. Und nun meldet sich auch der Heimatschutz St.Gallen zu Wort: Er möchte ebenfalls auf einen neuen Marktpavillon verzichten und dafür die bestehende Marktrondelle vom Anfang der 1950er-Jahre retten.

Die neuneckige Rondelle auf dem St.Galler Marktplatz soll erhalten werden. Das fordert der Heimatschutz jetzt in einer Mitteilung.

Die neuneckige Rondelle auf dem St.Galler Marktplatz soll erhalten werden. Das fordert der Heimatschutz jetzt in einer Mitteilung.

Bild: Benjamin Manser (7.3.2015)

Der Heimatschutz unterstütze grundsätzlich die Neugestaltung von Marktplatz und Bohl nach dem aktuellen Projekt, heisst es in einer Mitteilung. «Wunder Punkt» für ihn bleibe aber der Umgang mit der Rondelle, respektive deren Ersatz durch einen neuen Pavillon. Der Heimatschutz habe sich seit Beginn der ersten Marktplatz-Planungen immer für den Erhalt der Rondelle ausgesprochen. Diese «zeittypische Kleinbaute» sei ein einmaliges Stück. Sie sei auch längst zu einem Orientierungspunkt in der Stadt geworden.

Das ist gemäss Heimatschutz nicht selbstverständlich: Feste Markthallen und Marktstände entsprächen andernorts nämlich offenbar kaum mehr einem Bedürfnis. So stehe in Aarau die neue Markthalle leer und auf der Zürcher Gemüsebrücke werde schon lange kein Gemüse mehr verkauft. Und auch auf dem St.Galler Marktplatz gibt es nach Meinung des Heimatschutzes «aktuell nur noch einen Anbieter, der im Sinne eines ständigen Marktes die ganze Woche über Gemüse und Früchte verkauft».

Modell des Vorprojekts für den Marktplatz: Die Rondelle und die Stände des ständigen Marktes sollen durch einen neuen Pavillon ersetzt werden.

Modell des Vorprojekts für den Marktplatz: Die Rondelle und die Stände des ständigen Marktes sollen durch einen neuen Pavillon ersetzt werden.

Bild: Stadt St.Gallen

Die Kritik der Marktfahrerinnen und Marktfahrer am neuen Pavillon nimmt der Heimatschutz zum Anlass, die Erhaltung der Rondelle nochmals in die Diskussion einzubringen. Den Neubau mit seinem Dach betrachtet der Verband «als unnötige Stadtmöblierung, zumal im Wettbewerb ein offener Platz gewünscht» worden sei. Dort seien auch Vorschläge zum Umgang mit der Rondelle erwartet worden. Alternativen zum Abbruch seien aber bisher nur unzureichend geprüft worden.

Der Heimatschutz schlägt nun vor, auf den neuen Marktpavillon zu verzichten, dafür die neuneckige Rondelle zu erhalten, leicht Richtung Westen zu verschieben und allenfalls baulich zu ergänzen. Das sei gerechtfertigt, heisst es in der Mitteilung vom Dienstag: «Laut Führer der Schweizerischen Gesellschaft für Kunstgeschichte gehört die Rondelle zu den bedeutendsten Kleinbauten in der Stadt St.Gallen und verdient es, erhalten zu werden.» Wenn der Erhalt auf dem Marktplatz nicht möglich ist, schlägt der Heimatschutz vor, einen neuen Standort für die Rondelle irgendwo in der Stadt zu suchen. (pd/vre)

Wassertemperaturen Freibäder Stadt und Region St.Gallen

Stand: 31. Mai 2022
Stadt St.Gallen
Freibad Lerchenfeld19
Freibad Rotmonten19,5
Familien- und Frauenbad Dreilinden17
Mannenweier19
Region
Schwimmbad Arbon: See18,9
Schwimmbad Arbon: Becken23
Freibad Gossau20
Schwimmbad Waldstatt20

Bis und mit Freitag ist nicht wirklich Badewetter. Wer sich trotzdem ins kühle Nass wagen will, tut gut daran, vor dem Besuch im Freibad im Internet oder per Telefon zu kontrollieren, ob es überhaupt geöffnet ist. Das gilt auch für den St.Galler Bäderbus nach Dreilinden, der heute Dienstag beispielsweise nicht in Betrieb ist. (vre)

Am Wochenende länger in der Gartenbeiz höckeln: St.Galler Pilotversuch mit «mediterranen Nächten» geht in die zweite Runde

Der Pilotversuch der Stadt St.Gallen mit längeren Öffnungszeiten für Gartenbeizen in der Innenstadt geht diesen Sommer in die zweite Runde. Der Startschuss dazu fällt am Freitag. Die 30 Lokale, die sich für den Versuch angemeldet haben, dürfen dann bis 27. August an 13 Wochenenden bis 1 Uhr draussen wirten. Die Rahmenbedingungen für den Versuch sind in diesem Sommer gleich wie vor einem Jahr. Allerdings macht diesmal ein Lokal mehr von der Möglichkeit längerer Öffnungszeiten im Aussenbereich Gebrauch.

Bei schönem Wetter sitzen auch in St.Galen nicht nur am Tag viele gerne in der Gartenbeiz. Dank des Versuchs mit den «mediterranen Nächten» kann man dies diesen Sommer auch am Abend wieder länger tun.

Bei schönem Wetter sitzen auch in St.Galen nicht nur am Tag viele gerne in der Gartenbeiz. Dank des Versuchs mit den «mediterranen Nächten» kann man dies diesen Sommer auch am Abend wieder länger tun.

Bild: Michel Canonica (18.6.2021)

Während des Pilotversuchs wird gemäss Mitteilung der Stadt vom Dienstag im Innenstadtbereich der teilnehmenden Lokale ein Sicherheitsdienst im Einsatz sein. Dieser sucht bei allfälligen Problemen den Dialog und kann bei Bedarf die Stadtpolizei beiziehen. Weiter führt die Dienststelle Umwelt und Energie Lärmmessungen in ausgewählten Gassen durch. Diese werden am Schluss in die Evaluation des Pilotversuchs einfliessen.

Im Pilotversuch soll ermittelt werden, ob eine Lockerung der heutigen Bewilligungspraxis für Gartenbeizen möglich ist und welche flankierenden Massnahmen dabei ergriffen werden müssten. In St.Gallen wird gemäss städtischer Mitteilung «ein partizipativer Ansatz verfolgt, der den Gastrobetrieben ein hohes Mass an Selbstverantwortung einräumt». Gleichzeitig werden dabei aber klare Rahmenbedingungen gesetzt, um das Ruhebedürfnis der Anwohnerschaft sicherzustellen.

St.Galler Altstadt: Hier treffen im öffentlichen Raum viele Interessen aufeinander. Öffnungszeiten für Gartenbeizen sind daher - wie vieles Andere auch - eine Gratwanderung.

St.Galler Altstadt: Hier treffen im öffentlichen Raum viele Interessen aufeinander. Öffnungszeiten für Gartenbeizen sind daher - wie vieles Andere auch - eine Gratwanderung.

Bild: Philipp Baer (21.7.2008)

Die Resultate der ersten Runde des Pilotversuchs «Mediterrane Nächte - Verlängerte Öffnungszeiten für bewirtschaftete Aussenflächen» im Sommer 2021 waren grossmehrheitlich positiv. Allerdings war das Wetter mit relativ vielen Regentagen den Wirten mit Aussenbeizen damals nicht wirklich gewogen. Bei positivem Verlauf der zweiten Runde des Pilotversuchs dürfen sich Gastrobetriebe künftig bessere Chancen ausrechnen, per Baubewilligungsverfahren zu längeren Bewirtungszeiten für Aussenbereiche zu kommen. (sk/vre)

Funkenflug: Beim Unkraut abflammen Thujahecke in Brand gesteckt

Am Montagabend hat an der Schubertstrasse in St.Gallen eine Hecke gebrannt. Die Stadtpolizei geht gemäss Mitteilung davon aus, dass das Feuer wegen eines Abflammgerätes entstanden ist, mit dem der Hauseigentümer kurz zuvor Unkraut abgebrannt hatte. Dabei ist wahrscheinlich ein Funken in die Hecke gesprungen und es kam zum Brand. Verletzt wurde niemand, es entstand eher geringer Sachschaden.

Die Berufsfeuerwehr löschte die brennende Thujahecke an der Schubertstrasse innert kürzester Zeit.

Die Berufsfeuerwehr löschte die brennende Thujahecke an der Schubertstrasse innert kürzester Zeit.

Bild: Stadtpolizei SG (30.5.2022)

Am Montag, kurz vor 18 Uhr, meldeten gleich mehrere Personen Polizei und Feuerwehr eine brennende Hecke an der Schubertstrasse am östlichen Rosenberg. Die Berufsfeuerwehr konnte die Flammen innert kürzester Zeit löschen. Vorgängig hat ein 66-Jähriger Unkraut mit einem Abflammgerät in unmittelbarer Nähe entfernt. Dabei ist gemäss Polizeimeldung mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Funke gesprungen und es kam innert Sekunden zum Vollbrand der Thujahecke. (stapo/vre)

Alkoholisiert gegen die Baustellenabschrankung

Alkohol am Steuer und Strassenbaustellen sind in aller Regel keine glückliche Kombination. Am Montagmittag sind die beiden Faktoren einer 51-jährigen Autofahrerin auf der St.Galler Stadtautobahn zum Verhängnis geworden. Sie prallte mit ihrem Wagen in drei Absperrelemente einer Baustelle. Verletzt wurde dabei niemand, doch es entstand gemäss Mitteilung der Kantonspolizei Schaden von rund 1’800 Franken.

Auf der St.Galler Stadtautobahn wird noch für einige Jahre gebaut. Wer hier mit dem Auto unterwegs ist, braucht jetzt einen klaren Kopf.

Auf der St.Galler Stadtautobahn wird noch für einige Jahre gebaut. Wer hier mit dem Auto unterwegs ist, braucht jetzt einen klaren Kopf.

Bild: Reto Voneschen (23.4.2022)

Die 51-Jährige war am Montag, 13.05 Uhr, auf der Stadtautobahn unterwegs, als es zum Selbstunfall kam. Die Frau war von Winkeln her in Richtung Kreuzbleiche unterwegs. Im Bereich einer Baustelle, kurz bevor sich die Fahrspuren trennen, prallte sie mit dem Auto gegen die Absperrung. Bei der Unfallaufnahme fiel der Atemalkoholtest bei der Frau positiv aus. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blut- und Urinprobe an. Der Fahrausweis wurde ihr an Ort und Stelle abgenommen. (kapo/vre)

Auf Parkplatz eingebogen und mit Töff zusammengestossen

Am Montagabend ist es auf der Feldrietstrasse in Andwil zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Töff gekommen. Der 37-jähriger Töfffahrer zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Er musste gemäss Mitteilung der Kantonspolizei vom Rettungsdienst betreut und ins Spital gebracht werden. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Franken.

Als das Auto auf den Parkplatz einbiegen wollte, kam es zum Zusammenstoss mit dem Töff.

Als das Auto auf den Parkplatz einbiegen wollte, kam es zum Zusammenstoss mit dem Töff.

Bild: Kantonspolizei SG (30.5.2022)

Am Montag, 18.35 Uhr, fuhr ein 77-Jähriger mit seinem Auto auf der Feldrietstrasse von Arnegg her in Richtung Andwiler Moos. Gleichzeitig war ein 37-Jähriger auf der gleichen Strasse mit seinem Motorrad von Engelburg her in Richtung Andwil unterwegs. Auf Höhe des Andwiler Mooses wollte der Autofahrer nach links auf den Parkplatz einbiegen. Dabei übersah er den entgegenkommenden Töff, so dass es zum Zusammenstoss kam. Der Zweiradfahrer wurde danach noch gegen ein zweites parkiertes Auto geschleudert. (kapo/vre) 

Fussgänger angefahren und verletzt: Hat die Autolenkerin nichts bemerkt?

Ein ziemlich ungewöhnlicher Verkehrsunfall hat sich am Montagmorgen an der Mooswiesstrasse in Gossau ereignet. Ein Auto verletzte dabei einen 42-jährigen Fussgänger am Fuss. Die Lenkerin des Wagens setzte ihre Fahrt nach dem Zwischenfall fort. Die Polizei geht davon aus, dass sie allenfalls den Unfall gar nicht bemerkt hat. Der verletzte Mann konnte sich selbständig in ärztliche Behandlung begeben. Die Kantonspolizei sucht jetzt unter Telefon 058'229'77'88 Personen, die Angaben zum Unfallauto oder zur Autofahrerin machen können

Auf der Verzweigung der Hofmatt- mit der Mooswiesstrasse in Gossau wurde am Montag ein Fussgänger von einem Auto verletzt.

Auf der Verzweigung der Hofmatt- mit der Mooswiesstrasse in Gossau wurde am Montag ein Fussgänger von einem Auto verletzt.

Bild: Kantonspolizei SG (30.5.2022)

Eine Frau war am Montag, nach 6.20 Uhr, mit dem Auto auf der Hofmattstrasse in Gossau in Richtung Mooswiesstrasse unterwegs. Gleichzeitig lief ein 42-jähriger Fussgänger auf dem Trottoir der Hofmattstrasse in die gleiche Richtung. Auf Höhe der Einmündung zur Mooswiesstrasse überquerte der Fussgänger die Fahrbahn. Die Autolenkerin dürfte den Mann übersehen haben und überrollte mit dem rechten hinteren Rad seinen Fuss. Beim Unfallauto soll es sich um einen grauen oder braunen Opel Meriva handeln. (kapo/sg)

Nein, da hat kein Kuckuck gespuckt

Die Unregelmässigkeit am Blütenstand des Knabenkrauts, einer einheimischen Orchideenart, fällt erst auf den zweiten Blick auf. Der weisse Schaum zwischen den roten Blüten beherbergt die Larven der Schaumzikade. Sie sind darin vor Fressfeinden wirkungsvoll geschützt.

Die Blüten des Knabenkrauts auf einer Feuchtwiese bei Abtwil.

Die Blüten des Knabenkrauts auf einer Feuchtwiese bei Abtwil.

Leserbild: Ingrid Zürcher

Im Volksmund wird das Phänomen auch Kuckucks- oder Hexenspucke genannt. Es hat aber weder mit dem einen, noch mit der anderen etwas zu tun. Der Volksglaube ging sogar noch weiter: Er besagte, dass sich die Zikaden unter den Flügeln des Kuckucks niederlassen würden, um ihn mit ihrem Speichel zu Tode zu quälen. Dies als Strafe, dass der Vogel seine Ziehgeschwister aus dem Nest wirft. (vre)

Stadtbusse werden mit neuem Sicherheitssystem für Rollatoren nachgerüstet

Die Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG) wollen die Sicherheit für ihre betagten Fahrgäste verbessern. Sie rüsten daher die neuen Batteriegelenktrolleybusse mit einem Sicherheitssystem für Rollatoren aus. Das System namens «Rollator-Rest» ist eine Andockstation für Rollatoren. Bei diesem System wird eine herausziehbare Lasche über den Sitz des Rollators gelegt und dieser damit fixiert. Benützerinnen und Benützer können dann direkt auf ihrer Gehilfe absitzen und müssen sich nicht um einen anderen Sitzplatz kümmern.

Das Sicherheitssystem «Rollator-Rest» wird ab Anfang Juni schrittweise in allen neuen St.Galler Stadtbussen montiert.

Das Sicherheitssystem «Rollator-Rest» wird ab Anfang Juni schrittweise in allen neuen St.Galler Stadtbussen montiert.

Bild: Stadt St.Gallen

Vor einigen Monaten haben die VBSG mit Hilfe von Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt und daher auf einen Rollator angewiesen sind, das neue System «Rollator-Rest» getestet. Das Echo der Testpersonen sei dabei mehrheitlich positiv gewesen, heisst es in einer Mitteilung der Verkehrsbetriebe vom Dienstag. Deshalb soll «Rollator-Rest» jetzt in allen neuen Fahrzeugen eingebaut werden.

Es gebe immer mehr Betagte, die auf Gehhilfen angewiesen seien und den öffentlichen Verkehr nutzten, schreiben die VBSG. Bis heute konnten sie ihren Rollator im Stadtbus nicht fixieren, was bei Bremsmanövern gefährlich werden kann. Deshalb wollen die VBSG jedes ihrer neuen Fahrzeuge mit jeweils einem der Sicherheitssysteme ausrüsten. «Rollator-Rest» wird ab Anfang Juni schrittweise in den Bussen eingebaut. (sk/vre)

Es fehlen immer noch Helferinnen und Helfer: National Summer Games suchen noch 200 Freiwillige

Die National Games von Special Olympics Switzerland finden alle zwei Jahre alternierend im Sommer und im Winter statt. Es ist die jeweils grösste Sportveranstaltung für Sportlerinnen und Sportler mit geistiger Beeinträchtigung in der Schweiz. In diesem Jahr finden die Summer Games vom 16. bis 19. Juni in St.Gallen statt. In 14 Sportarten werden an zehn Orten in Stadt und Region Wettkämpfe mit rund 2’000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgetragen.

Um einen reibungslosen Ablauf der National Summer Games gewährleisten zu können, werden rund 2'000 Helferinnen und Helfer benötigt. Die lokalen Organisatoren sind seit zwei Jahren an der Arbeit und damit am Rekrutieren der sogenannten Volunteers für den grösster Sportevent für Personen mit geistiger Beeinträchtigung in der Schweiz. Ziel ist, dass alle Sportlerinnen und Sportler, die sich dafür interessieren, teilnehmen können. Die Bandbreite der Beeinträchtigungen ist gross, entsprechend ist auch die Betreuung aufwendig.

Velorennen bei den National Games von Special Olympics Switzerland von 2018 in Genf.

Velorennen bei den National Games von Special Olympics Switzerland von 2018 in Genf.

Bild: Nicolas Dupraz/PPR

Aktuell fehlen den Organisatoren gemäss Mitteilung noch zehn Prozent der erforderlichen Helferinnen und Helfern. Bisher ist die Rekrutierung über verschiedene Vereine und Institutionen erfolgt. «Es ist uns aber nicht gelungen, alle Aufgaben abzudecken. Wir sind immer noch auf der Suche nach rund 400 helfenden Händen, um die 200 offenen Personalpositionen schliessen zu können», erklärt Lena Thoma, die für den Personalbereich der National Summer Games verantwortlich ist.

Es sind zwei Bereiche, bei denen es vor allem personelle Lücken gibt. Zum einen sind das die Medaillenzeremonien, zum andern ist es die Gastronomie. So sucht Lena Thoma für den 18. und 19. Juni, dringend Helferinnen und Helfer für Einsätze von zwei bis neun Stunden Dauer. Dabei ist etwa in der Gastronomie keinerlei Erfahrung im Service nötig. Alle Freiwilligen sind zur Eröffnungsfeier vom 16. Juni im Kybunpark samt Konzert von Beatrice Egli eingeladen. (pd/vre)

Anmeldungen als Helferin oder Helfer bei den National Games von Special Olympics sind per E-Mail möglich.

Sparmassnahmen beim Stadtbus werden zum Politikum: Kritische Fragen zur geplanten Ausdünnung der Fahrpläne

Auf den Fahrplanwechsel im Dezember soll das Angebot des St.Galler Stadtbusses auf einigen Linien am Abend und an Feiertagen leicht ausgedünnt werden. Die entsprechenden Änderungen stehen bis 12. Juni bei Bund und Kanton in der Vernehmlassung. Die SP wie die Grünliberalen der Stadt haben sich in Mitteilungen kritisch mit den Sparplänen auseinandergesetzt. Die Fraktion von Grünliberalen und Jungen Grünliberalen im Stadtparlament stellt dem Stadtrat auch noch kritische Fragen in einem neu eingereichten Vorstoss.

Die Grünliberalen kritisieren in der Begründung der Interpellation die Fahrplanausdünnung. Davon betroffen seien nicht weniger als sieben VBSG-Linien. Erneut würden zudem Stopps an der Haltestelle Schibenertor gestrichen; dies obwohl vom dortigen Gewerbe eine Petition eingereicht worden sei. Der geplante Abbau des ÖV in der Stadt, so kritisieren Grünliberale und Junge Grünliberale, widerspreche «komplett» dem städtischen Reglement für nachhaltige Verkehrsentwicklung wie auch dem städtischen Mobilitätskonzept.

Das es mit dem Fahrplanwechsel im Dezember beim St.Galler Stadtbus zu einem leichten Angebotsabbau kommt, löst Kritik und Proteste aus.

Das es mit dem Fahrplanwechsel im Dezember beim St.Galler Stadtbus zu einem leichten Angebotsabbau kommt, löst Kritik und Proteste aus.

Bild: Michel Canonica (12.2.2022)

Konkret wollen die Grünliberalen von der Stadtregierung wissen, von wem die Idee für die Anpassungen im Fahrplan 2023 stammt und wieso man diese Art von Sparmassnahme gewählt hat. Der Stadtrat soll sich zudem dazu äussern, wie sich die vom Kanton klar als Angebotsabbau deklarierte Massnahme mit dem Reglement für nachhaltige Verkehrsentwicklung verträgt. Zudem fordern die Grünliberalen die Stadt im Vorstoss dazu auf, sich gegenüber dem Kanton für den Verzicht auf die Fahrplanausdünnung einzusetzen.

Der St.Galler Stadtrat muss diese Fragen nun schriftlich beantworten. Sobald dies geschehen ist, wird der Vorstoss zur Behandlung im Stadtparlament traktandiert. Im Rat haben die Interpellantinnen und Interpellanten dann die Möglichkeit, eine Diskussion über die Antworten zu beantragen. Allerdings: Mehr als eine Debatte und damit ein Stimmungsbild zum Thema gibt es dabei nicht. Das Parlament hat insbesondere keine Möglichkeiten im Rahmen der Behandlung der Interpellation für den Stadtrat bindende Entscheide zu fällen. (vre)

Jetzt purzeln sie wieder aus den Nestern: Bei weitem nicht jeder Jungvogel am Boden ist ein Waise und braucht Hilfe

Immer wieder findet man derzeit Jungvögel auf dem Boden. Der Drang, diese offenbar verlassenen Tiere in eine Vogelpflegestation zu bringen, ist bei vielen gross. Dass die meisten dieser Jungvögel gar keine Hilfe brauchen, sondern weiterhin von ihren Eltern betreut werden, ist nicht allen bewusst. Darum rät Birdlife Schweiz, der Schweizer Vogelschutz, zu Zurückhaltung gegenüber solchen Findlingen.

Ein junge, noch nicht flugfähige Amsel hockt regungslos in einem Garten im St.Galler Lachen-Quartier.

Ein junge, noch nicht flugfähige Amsel hockt regungslos in einem Garten im St.Galler Lachen-Quartier.

Bild: Reto Voneschen (30.5.2022)

Die junge Amsel hockt offenbar hilflos in einem Garten im St.Galler Lachen-Quartier. Sie sitzt still neben einem Grünstreifen. Der menschliche Beobachter der Szene sieht den Jungvogel zwar genauso klar, wie die Katze, die ein paar Meter davon entfernt auf einem Gartentisch liegt und sich sonnt. Dem Stubentiger hingegen entgeht das Vögelchen. Würde es sich bewegen, würde sich das allerdings sehr, sehr schnell ändern.

Auf dem Nussbaum über der Katze zetert ein Amselweibchen. Auf einem Zaun in der Nähe hockt ein Amselmännchen und schlägt mit den Flügeln. Schliesslich wird der Katze der Lärm über ihrem Kopf zu blöd und sie tigert davon. Kaum ist der Stubentiger verschwunden, verschwindet die kleine Amsel im nahen Staudengewirr. Sie hat nochmals Glück gehabt – und wird von den Eltern sofort wieder mit Futter versorgt.

Der Ästling hatte Glück: Er hat die Begegnung mit einer Katze überlebt - weil er sich tot gestellt und die Katze ihn so gar nicht entdeckt hat.

Der Ästling hatte Glück: Er hat die Begegnung mit einer Katze überlebt - weil er sich tot gestellt und die Katze ihn so gar nicht entdeckt hat.

Bild: Reto Voneschen (30.5.2022)

Die kleine Amsel im Garten ist kein Nestling mehr, sondern ein sogenannter Ästling. Sie ist flügge und hat das Nest verlassen. Sie trainiert jetzt die Flugmuskulatur, braucht aber noch zwei, drei Tage, bis sie wirklich fliegen kann. Für dieses Flugtraining bleiben die meisten Jungvögel in Büschen oder Bäumen hocken, manchmal stürzen sie aber auch ab und sitzen dann etwas verloren in Gärten, auf Grünflächen oder auch einmal auf einem Trottoir.

Wer einen voll mit Federn ausgestatteten Jungvogel in einer solchen Situation antrifft, sollte gemäss einem Fachmann von Birdlife nicht zu rasch eingreifen. Bevor man das Tierchen «rettet» und es einer Vogelpflegestation bringt, muss man sicherstellen, dass es wirklich ein Waise ist und nicht mehr von den Eltern betreut wird. Allenfalls kann man es auch einfangen und in einem nahe gelegenen Busch oder Baum besser getarnt und in der Höhe wieder freilassen.

Viele Jungvögel fallen Hauskatzen zu Opfer. Man kann diese Zahl als Katzenhalter durch geeignete Gegenmassnahmen reduzieren helfen.

Viele Jungvögel fallen Hauskatzen zu Opfer. Man kann diese Zahl als Katzenhalter durch geeignete Gegenmassnahmen reduzieren helfen.

Bild: Bruno Kissling (29.3.2022)

Die Altvögel haben ihr Junges in der Regel im Auge. Sie sitzen also irgendwo in der Nähe. Und sie können gegenüber Katzen und Menschen, die ihrem Jungen zu nahe kommen, durchaus rabiat werden. Ist man sich nicht sicher, wie man sich gegenüber einem Jungvogel auf dem Boden verhalten soll, ist es ratsam sich bei Fachleuten Rat zu holen. Geschehen kann dies etwa auch bei der Wildvogelpflegestation im Naturmuseum St.Gallen im Internet oder unter 076’441’34’23. Das Wildvogeltelefon ist täglich von 9 bis 12.30 sowie von 13.30 bis 17.30 Uhr besetzt. (pd/vre)

Katzen

Stubentiger drinnen oder wenigstens besser im Auge behalten

Als Katzenhalterin oder Katzenhalter muss man sich bewusst sein, dass die im obigen Text geschilderte Geschichte aus dem St.Galler Lachen-Quartier eher die Ausnahme, als die Regel ist. In der Ästlingsphase werden sehr viele Jungvögel leichte Beute von Stubentigern.

Patentrezepte dagegen gibt es keine. Sicher hilft es den Jungvögeln, wenn man freilaufende Katzen gerade in den Morgenstunden möglichst lange drinnen behält. Einzugreifen, wenn sich die Katze an einem Jungvogel vergreifen will, ist eine andere Möglichkeit. Dass ein Stubentiger einem Vögelchen oder einem Nest zu nahe kommt, hört man meist an der lärmigen Reaktion der Alttiere.

Eine müde und satte Katze hat weniger Lust, Vögel zu jagen. Fachleute empfehlen daher, in der Brutzeit von April bis Juni so viel wie möglich mit der Samtpfote zu spielen, so dass sie ihren Jagdtrieb im Haus ausleben kann. Zudem sollte man seinen Stubentiger ausreichend füttern. Zudem sollte man Katzen, die nach draussen können, kastrieren oder sterilisieren lassen. Dies, weil solche Tiere in aller Regel häuslicher sind und weniger weite Streifzüge unternehmen. (pd/vre)

Frühlingsmüdigkeit

Momentaufnahme. Hans-Jörg Nüesch fotografierte die müden Geissen am Sonntag auf einer Weide bei Speicher.

Momentaufnahme. Hans-Jörg Nüesch fotografierte die müden Geissen am Sonntag auf einer Weide bei Speicher.

Stadtentwicklung in Äthiopien: Premiere des Films «Urban Genesis» mit Regisseurs Dodo Hunziker

Kommenden Freitag, 18.30 Uhr, sind Regisseur Dodo Hunziker und Protagonist Franz Oswald bei der St.Galler Premiere des Dokumentarfilms «Urban Genesis» im Kinok in der Lokremise anwesend. Das Gespräch nach dem Film mit den beiden moderiert Jacqueline Kissling; sie ist Architektin und Landschaftsarchitektin.

«Urban Genesis» von Dodo Hunziker dokumentiert die Entstehung eines einmaligen Stadtentwicklungsprojekts in Äthiopien. Mit ihm soll die Landflucht eingedämmt und der Lebensstandard der Landbevölkerung verbessert werden. Der Dokumentarfilm des Berner Regisseurs mit St.Galler Wurzeln nähert sich dem visionären Projekt aus verschiedenen Perspektiven.

Szenenbild aus dem Dokumentarfilm «Urban Genesis».

Szenenbild aus dem Dokumentarfilm «Urban Genesis».

Bild: PD

Der emeritierte ETH-Professor, Architekt und Stadtplaner Franz Oswald hat das übergeordnete Stadtentwicklungsprojekt Nest (New Ethiopian Sustainable Town) ins Leben gerufen. Die Idee der «Landstadt» ist, dass sie von der Bevölkerung selber erbaut und genossenschaftlich organisiert werden soll. Basis ist eine vielfältige und effizient organisierte Landwirtschaft.

Jahrelang setzte sich Franz Oswald leidenschaftlich für die Realisierung seiner Vision ein. Als er im Alter von achtzig Jahren versucht, das Projekt an seine äthiopischen Kollegen, eigentlich dafür zuständige Behörden und die Dorfgemeinschaft zu übergeben, stösst er auf unerwarteten Widerstand. (pd/vre)

Tickets zur Premiere von «Urban Genesis» gibt’s im Internetauftritt des Kinok.

Anpacken für die St.Galler Stadtnatur: WWF sucht Freiwillige für Natureinsatz in Bruggen

Für Samstag, 11. Juni, 8.50 bis 12.30 Uhr, lädt der WWF St.Gallen zu einem Arbeitseinsatz in der Natur ein. Dies im Naturschutzgebiet Bruggen. Gesucht werden dafür Freiwillige, die beim Bekämpfen von Neophyten, beim Heuen und beim Entfernen von Maschendrahtzaun helfen. Der Einsatz hilft gemäss Ausschreibung, eine Feuchtwiese als Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu erhalten sowie gefährlicher Hindernisse für Tiere abzubauen.

Mit Blachen wird Schnittgut aus einem Naturschutzgebiet im Sittertobel abtransportiert. Diese Arbeit ist am 11. Juni auch im Naturschutzgebiet Bruggen zu erledigen.

Mit Blachen wird Schnittgut aus einem Naturschutzgebiet im Sittertobel abtransportiert. Diese Arbeit ist am 11. Juni auch im Naturschutzgebiet Bruggen zu erledigen.

Bild: Franz Blöchlinger

Das Naturschutzgebiet Bruggen ist eine Feuchtwiese auf einer Waldlichtung. Hier kommen Libellen, Molche, Ringelnattern und Erdkröten vor. Das Gebiet wurde lange vernachlässigt. Mit regelmässigen Einsätzen soll dieser Lebensraum erhalten und ökologisch aufgewertet werden. Der Natureinsatz vom 11. Juni ist für Familien mit Kindern ab zwölf Jahren geeignet. Anmelden dazu kann man sich bis 10. Juni, 12 Uhr, beim WWF unter Telefon 071’221’72’30 oder per E-Mail. (pd/vre)

Informationen zum Natureinsatz vom 11. Juni in Bruggen wie auch zu weiteren Arbeitseinsätzen in der Natur finden sich im Internetauftritt des WWF.

Gesundheitslabel für die Universität St.Gallen

Die Fédération Internationale du Sport Universitaire (FISU) hat am Freitag 43 Universitäten aus allen fünf Kontinenten mit dem Zertifikat «Healthy Campus» ausgezeichnet. Das Label ging dabei auch an die Universität St.Gallen, wie es am Montag in einer Mitteilung heisst. Die Fisu hat das Gesundheitslabel jetzt erstmals verliehen. Es zielt auf die Förderung des gesunden Lebens und des Wohlbefindens der Studierenden ab.

Übergabe des Gesundheitszertifikats (von links): Daniel Studer (Leiter des HSG-Sports), HSG-Rektor Bernhard Ehrenzeller und der St.Galler Leonz Eder, derzeit Acting President der FISU.

Übergabe des Gesundheitszertifikats (von links): Daniel Studer (Leiter des HSG-Sports), HSG-Rektor Bernhard Ehrenzeller und der St.Galler Leonz Eder, derzeit Acting President der FISU.

Bild: FISU

Für das Zertifikat wurde auch die Universität St.Gallen anhand fixer Kriterien in den Bereichen Bereichen Healthy Campus Management, Sport, Ernährung, Prävention, mentale und soziale Gesundheit, Risikoverhalten und Nachhaltigkeit evaluiert. Das 100 Kriterien umfassende Verfahren zeigt den Unis auf, wo sie fortgeschritten sind und wo sie sich verbessern können.

An der festlichen Übergabezeremonie in Brüssel haben seitens der HSG Rektor Bernhard Ehrenzeller und Daniel Studer, Leiter des Unisports, teilgenommen. Rektor Ehrenzeller sieht die Verleihung des Labels als Zeichen der Anerkennung, dass die Uni St.Gallen einem gesamtheitlichen Verständnis der Gesundheit verpflichtet sei. (pd/vre)

Testplanung für den alten Güterbahnhof: SP wünscht sich Abkehr von «verkehrspolitischem Dinosaurier»

Eine Idee aus der Testplanung für den Güterbahnhof (von rechts nach links): Passerelle, Hochhaus und Neubauten auf der Südseite des Areals.

Eine Idee aus der Testplanung für den Güterbahnhof (von rechts nach links): Passerelle, Hochhaus und Neubauten auf der Südseite des Areals.

Bild: PD

Vergangene Woche haben Kanton und Stadt die Resultate der Testplanung für den alten St.Galler Güterbahnhof präsentiert. Für die SP zeigen diese, dass sich «Stadt- und Kantonsregierung beim Güterbahnhof verrannt haben». Erstmals werde eingeräumt, dass der geplante Verkehrsknoten an der St.-Leonhard-Brücke «städtebaulich kritisch» sowie Fuss-, Velo- und öffentlicher Verkehr dadurch benachteiligt würden, schreibt die SP in einer Mitteilung vom Montag.

Peter Olibet, Stadtparlamentarier und Co-Präsiden der SP Stadt St.Gallen.

Peter Olibet, Stadtparlamentarier und Co-Präsiden der SP Stadt St.Gallen.

Bild: Benjamin Manser (3.11.2022)

Das seien bemerkenswerte Aussagen, stellt die SP fest. Für sie lässt das nur einen Schluss zu: «Der Stadtrat und die Kantonsregierung haben sich beim Projekt verrannt», wird in der Mitteilung der städtische SP-Co-Präsident Peter Olibet zitiert. Die Probleme, die durch einen neuen Autobahnzubringer entstünden, würden immer deutlicher. Das müssten auch die Stadt und der Kanton endlich anerkennen, fordert die SP.

Als Beispiel für diese Probleme nennt die SP die sechs am Verkehrsknoten St.-Leonhard-Brücke vorgesehenen Fahrspuren für den Autoverkehr. Es sei völlig schleierhaft, wie sich diese mit den Ausbauplänen für den Veloverkehr am gleichen Ort vertragen sollten. Die Stadt will mit einem Teil des 15-Millionen-Kredits aus dem Gegenvorschlag zur Velo-Initiative eine Verbreiterung der Leonhardsbrücke mit einer Passerelle für den Veloverkehr finanzieren.

Blick über den alten Güterbahnhof zur St.-Leonhard-Brücke und Geltenwilenstrasse.

Blick über den alten Güterbahnhof zur St.-Leonhard-Brücke und Geltenwilenstrasse.

Bild: Andri Vöhringer (31.8.2021)

Die SP der Stadt St.Gallen wünscht sich derweil in der Debatte um die Stadtautobahn «insgesamt etwas mehr Ehrlichkeit und Mut, eingeschlagene Wege zu revidieren». Nach wie vor werde «auf einen verkehrspolitischen Dinosaurier gesetzt», statt anzuerkennen, dass neue Strassen nur zu neuem Verkehr und damit zu neuen Problemen führten. Man sei nicht bereit, über die Bücher zu gehen. Für die SP bleiben «Planspiele für die oberirdische Gestaltung des Güterbahnhofareals» nichts anderes als «vergeudete Energie». (pd/vre)

Siegerprojekt für Tagesbetreuung im Boppartshof vorgestellt: Stadtrat will am umstrittenen Standort festhalten

«Allemann Bauer Eigenmann Architekten» aus Zürich haben den Architekturwettbewerb für den Neubau der Tagesbetreuung neben dem Schulhaus Boopartshof gewonnen. Insgesamt sind dafür gemäss Mitteilung 75 Projekte aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland eingereicht worden. Das Projekt «Foglia» wurde von der Jury einstimmig zum Sieger des Wettbewerbs erklärt. Es überzeugte durch seine viergeschossige Gestaltung, die haushälterisch mit dem Bauland umgeht und auf die Bedürfnisse des Betriebs optimal reagiert.

So soll der Neubau der Tagesbetreuung fürs Schulhaus Boppartshof dereinst aussehen.

So soll der Neubau der Tagesbetreuung fürs Schulhaus Boppartshof dereinst aussehen.

Illustration: Stadt SG

Der Neubau soll die Tagesbetreuung des Schulhauses Boppartshof aufnehmen, die heute auf drei Standorte verteilt ist. Das sei betrieblich aufwendig und personalintensiv, heisst es in der Mitteilung der Stadt. Zudem habe die bestehende Infrastruktur die Kapazitätsgrenze erreicht. Mit dem Neubau soll eine langfristig genügende Lösung im Einzugsbereich des Schulhauses geschaffen werden. Er bietet 200 Kindern Platz.

Der Neubau an sich ist im Quartier nicht umstritten. Dies ganz im Gegensatz zum geplanten Standort am Rand des Sportplatzes, der sogernannten Boppi-Wiese. Gegen diesen Bauplatz wurde im Quartier eine Petition mit 1’386 Unterschriften gesammelt. Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang auch, dass die Bevölkerung bei der Standortwahl nicht involviert war, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt wurde.

Der Standort des Neubaus für die Tagesbetreuung unmittelbar neben dem Schulhaus Boppartshof.

Der Standort des Neubaus für die Tagesbetreuung unmittelbar neben dem Schulhaus Boppartshof.

Plan: Stadt SG

Der Stadtrat hat sich gemäss Mitteilung bei der Diskussion des Wettbewerbsresultats «nochmals intensiv mit dem Standort des Neubaus befasst». Dabei habe sich bestätigt, dass der geplante Standort die gestellten Anforderungen am besten erfülle. Die Verkleinerung der Spielwiese sei als Nachteil zu gewichten, aber auch alternative Standorte hätten alle ihre spezifischen Nachteile, schreibt die Stadt. Die Rasenfläche von rund 63 mal 50,5 Meter stehe dem Quartier weiterhin als Raum für Bewegung und Sport zur Verfügung.

Auf den Vorwurf des Petitionskomitees, das Quartier sei zu wenig in die Standortwahl einbezogen worden, reagiert der Stadtrat in seiner Mitteilung verständnisvoll. Er räumt ein, dass der Einbezug «besser und früher hätte stattfinden müssen». Der Stadtrat will Quartierbewohnerinnen und Quartierbewohner jetzt zusammen mit der Schule, der Tagesbetreuung und weiteren Betroffenen in die konkrete Ausgestaltung des Aussenraums rund um den Neubau wie auch die Neugestaltung der alten Standorte einbeziehen.

An dieses Ende der Spielwiese neben dem Schulhaus Boppartshof soll der Neubau für die Tagesbetreuung zu stehen kommen.

An dieses Ende der Spielwiese neben dem Schulhaus Boppartshof soll der Neubau für die Tagesbetreuung zu stehen kommen.

Bild: Archiv Tagblatt (22.9.2021)

Das Siegerprojekt bildet jetzt die Grundlage für die Erarbeitung eines Vorprojekts mit Kostenschätzung. Der Projektkredit für den Neubau der Tagesbetreuung im Boppartshof muss dem Stadtparlament zur Genehmigung unterbreitet werden. Wie dessen Mehrheit angesichts der Opposition im Quartier darauf reagieren wird, ist offen. Das Parlament hat allerdings Ende Oktober 2020 der Durchführung des Projektwettbewerbs klar zugestimmt. Der Neubau soll im Jahr 2026 am gewählten Standort eröffnet werden. (sk/vre)

Architekturwettbewerb

Alle Projekte werden ausgestellt

Ab Mitte Juni werden alle Wettbewerbsbeiträge für den Neubau der Tagesbetreuung im Boppartshof zu besichtigen sein. Die Ausstellung findet an der Haggenstrasse 45 in St.Gallen (Hintereingang, zweites Obergeschoss) statt. Die Ausstellung steht Besucherinnen und Besuchern ab Donnerstag, 16. Juni, 17 Uhr offen. Sie ist geöffnet bis Samstag, 25. Juni, und zwar werktags von 17 bis 19 Uhr sowie an Samstagen von 14 bis 16 Uhr. Der detaillierte Bericht der Jury ist im Internet öffentlich zugänglich. (sk/vre)

Ausstellung in der Bibliothek in der Hauptpost: Einblick in die Sammlungen der legendären Erker-Galerie

Die St.Galler Erker-Galerie ist legendär. Ihre Gründer Franz Larese (1927-2000) und Jürg Janett (1927-2016) brachten während Jahrzehnten weltweit renommierte Künstlerinnen und Künstler nach St.Gallen. 1958 übernahmen Larese und Janett die St.Galler Galerie «Im Erker». 1963 vervollständigten die beiden ihr Unternehmen mit einer Lithografie-Werkstatt, der Erker-Presse, und ein Jahr später mit dem Erker-Verlag, der auf den Bodensee-Verlag von Franz Larese zurückging.

Die St.Galler Kantonsbibliothek gibt vom 3. Juni bis 2. Juli in der Ausstellung «Partnerschaft Literatur und Kunst» in der Hauptpost einen Einblick in die Sammlungen von Larese und Janett. Zwischen 2003 und 2016 erhielt die Kantonsbibliothek mehrere wertvolle Schenkungen aus dem Erker-Nachlass. Die Kunstbibliothek der Erker-Galerie und die Privatbibliothek der beiden Erker-Gründer dokumentieren die Geschichte dieser einzigartigen St.Galler Kunst- und Kulturinstitution.

Die Erker-Galerie war jahrzehntelang im Haus «Zur Wahrheit» am Gallusplatz untergebracht.

Die Erker-Galerie war jahrzehntelang im Haus «Zur Wahrheit» am Gallusplatz untergebracht.

Bild: Benjamin Manser (24.8.2016)

Die Liste jener, die in der Erker-Galerie ausstellten, liest sich wie ein «Who’s who» der modernen Kunst. Zu den illustren Namen gehören etwa Anna-Eva Bergman, Max Bill, Otto Dix, Hans Hartung, Serge Poliakoff, Antoni Tàpies oder Günther Uecker. Zu den Künstlerinnen und Künstlern gesellten sich Schriftsteller und Philosophen, beispielsweise Friedrich Dürrenmatt, Martin Heidegger und Eugène Ionesco.

Die Erker-Ausstellung «Partnerschaft Literatur und Kunst» ist gemäss Mitteilung eine weitere im Format «Fenster zur Vadiana». Unter diesem Namen präsentiert die Kantonsbibliothek inmitten der Bücherregale in der Hauptpost an der Gutenbergstrasse 2 in St.Gallen regelmässig kleine Ausstellungen mit Dokumenten und Objekten aus ihren nicht frei zugänglichen Spezialbeständen. Geöffnet ist die Erker-Ausstellung vom 3. Juni bis 2. Juli, jeweils von Montag bis Freitag, 8 bis 19 Uhr, sowie an Samstag, 8 bis 17 Uhr. (pd/vre)

Sommerstimmung

Momentaufnahme. Leserin Merita Kengji fotografierte am Sonntag am Gübsensee.

Momentaufnahme. Leserin Merita Kengji fotografierte am Sonntag am Gübsensee.

Veranstalter des Auffahrtslaufs ziehen eine rundum positive Bilanz

Der achte St.Galler Auffahrtslauf ist bereits seit einigen Tagen Geschichte. In einer Mitteilung vom Montag ziehen Organisatorinnen und Organisatoren eine positive Bilanz zum Anlass. Dieser habe Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie Publikum gleichermassen «begeistert». Perfektes Laufwetter und gute Stimmung würden den über 5’000 Läuferinnen und Läufern in guter Erinnerung bleiben.

Schülerinnen und Schüler am Start des diesjährigen St.Galler Auffahrtslaufs.

Schülerinnen und Schüler am Start des diesjährigen St.Galler Auffahrtslaufs.

Bild: PD

Positiv wird in der Mitteilung auch hervorgehoben, dass es «endlich» wieder möglich gewesen sei, «ein Laufevent ohne Restriktionen und Einschränkungen in vollen Zügen zu geniessen». Freude und Begeisterung darüber seien während des ganzen Anlasses spürbar gewesen. Trotz neuer Halbmarathonstrecke und sommerlichen Temperaturen ist es gemäss Mitteilung am diesjährigen Auffahrtslauf «zu fast keinen» und keinen schwerwiegenden Zwischenfällen gekommen. Die Sanität musste nur vereinzelt ausrücken.

Laufbegeisterte – oder solche, die das noch werden wollen – können sich bereits den Termin für die neunte Ausgabe des St.Galler Auffahrtslaufs in der Agenda rot markieren. Der nächste Auffahrtslauf zwischen Kybunpark und St.Galler Stadtzentrum findet gemäss Mitteilung voraussichtlich am 18. Mai 2023 statt. (pd/vre)

Fakultatives Referendum startet für zwei Parlamentsbeschlüsse: Für Abstimmungen sind innert 30 Tagen 1’000 Unterschriften nötig

Zwei Beschlüsse, die das St.Galler Stadtparlament am vergangenen Dienstag gefasst hat, unterstehen dem fakultativen Referendum. Die 30-tägige Frist für diese Vorlagen startet morgen Dienstag und endet am 29. Juni. Dem fakultativen Referendum unterstehen gemäss Ausschreibung im elektronischen Kantonsamtsblatt der 15-Millionen-Kredit zur Förderung des Veloverkehrs (Gegenvorschlag zur Velo-Initiative) und die Totalrevision des Reglements über die Finanzierung der Altstadt-, Ortsbild- und Denkmalpflege.

Velofahrer auf der St.-Leonhard-Brücke. Hier soll der Veloweg mit einer zusätzlichen Passerelle verbreitert werden. Das ist eines der Projekte, das die Stadt aus dem 15-Millionen-Velokredit finanzieren will.

Velofahrer auf der St.-Leonhard-Brücke. Hier soll der Veloweg mit einer zusätzlichen Passerelle verbreitert werden. Das ist eines der Projekte, das die Stadt aus dem 15-Millionen-Velokredit finanzieren will.

Bild: Belinda Schmid (7.3.2022)

Zu beiden Vorlagen kann per fakultativem Referendum eine städtische Volksabstimmung gefordert werden. Damit das Referendum zustande kommt, müssen 1’000 städtische Stimmberechtigte es innert 30 Tagen unterschreiben. Bei beiden jetzt öffentlich aufgelegten Geschäften gibt es bisher keine Ankündigungen oder andere Hinweise darauf, dass jemand das fakultative Referendum ergreifen will. (vre)

Fünftage-OL in Neuenburg: Elite-Gesamtsieg für Eliane Deininger

In und um Neuenburg hat über das lange Auffahrtswochenende ein Fünftage-OL stattgefunden. Dank einem Tagessieg und zwei zweiten Plätzen sicherte sich die St.Gallerin Eliane Deininger dabei den Gesamtsieg in der Elite-Kategorie. Das ist ihr bisher grösster Erfolg im Orientierungslauf zu Fuss auf Elite-Stufe.

Erinnerungsbild vom Auffahrts-OL in Neuenburg: Das Elite-Podest der Damen und Herren. Eliane Deininger ist die Dritte von links.

Erinnerungsbild vom Auffahrts-OL in Neuenburg: Das Elite-Podest der Damen und Herren. Eliane Deininger ist die Dritte von links.

Bild: PD

In der Kategorie der 35-Jährigen gewann der gebürtige Engelburger Stefan Brauchli in Neuenburg dank drei Tagessiegen die Gesamtwertung. Bei den Juniorinnen stand gemäss Mitteilung der OL-Gruppe St.Gallen/Appenzell Leonie Benz aus Untereggen im abschliessenden nationalen Sprint als Zweite auf dem Podest. (pd/vre)

Führung durch 8’000 Jahre Siedlungs- und Umweltgeschichte am Rhein

Am kommenden Mittwoch, 18 Uhr, präsentieren Kuratorin Rebecca Nobel und Kantonsarchäologe Martin Schindler im Historischen und Völkerkundemuseum St.Gallen neuste archäologische Forschungsresultate aus dem Rheintal. Die beiden führen durch die neue Ausstellung des Museums im «Fenster der Kantonsarchäologie» zum Fundort Unterkobel bei Oberriet. Dazu sind erst kürzlich eine Broschüre und eine Monografie erschienen.

Der zur Deponie umfunktionierte Steinbruch Unterkobel beherbergt wertvolle Funde zur Siedlungsgeschichte im Rheintal.

Der zur Deponie umfunktionierte Steinbruch Unterkobel beherbergt wertvolle Funde zur Siedlungsgeschichte im Rheintal.

Bild: PD

Überhängende Felswände, sogenannte Abris, sind für die Archäologie deshalb so wertvoll, weil sich daraus die Siedlungsgeschichte einer ganzen Region rekonstruieren lässt. Der Abri Unterkobel liegt westlich von Oberriet neben einem ehemaligen Steinbruch. Er wurde im Jahr 2011 zufällig von Spallo Kolb aus Widnau entdeckt und der Kantonsarchäologie gemeldet. Das Gelände diente in den letzten Jahren als Deponie für Bauschutt und wird renaturiert.

Die Kantonsarchäologie grub den zentralen Bereich der Fundstelle 2011 und 2012 aus. Aufgrund der rund 4,5 Meter hohen und 8’000 Jahre umfassenden Fundschichten und der guten Erhaltung der Funde hat sie mit der Uni Basel sowie weiteren Forscherinnen und Forschern aus dem ln- und Ausland ein interdisziplinäres Auswertungsprojekt lanciert. So war es möglich, die Nutzung des Abris durch den Menschen und die Veränderungen der Umwelt durch die Jahrtausende umfassend zu rekonstruieren. (pd/vre)

Grünliberale kritisieren Klimapolitik in der Stadt St.Gallen: Hehre Ziele und Tagespolitik widersprechen sich

Die Grünliberalen kritisieren zwei konkrete Entscheide der Stadtpolitik, die ihrer Meinung nach Auswirkungen auf den Klimaschutz haben. Zum einen sind sie gemäss Mitteilung mit den angekündigten Fahrplanausdünnungen beim Stadtbus unzufrieden; dazu haben sie bereits eine Interpellation mit kritischen Fragen eingereicht. Zum andern halten sie fest, dass auch «das Infragestellen der Erweiterung der Baumschutzgebiete im Stadtparlament» den hehren Klimazielen der Stadt widersprechen.

Grosse Bäume sind nicht nur markante Elemente im Stadtbild, sondern tragen auch zu einem angenehmen Mikroklima bei.

Grosse Bäume sind nicht nur markante Elemente im Stadtbild, sondern tragen auch zu einem angenehmen Mikroklima bei.

Bild: Urs Bucher (12.7.2016)

Das Parlament hatte am Dienstag mit den Stimmen der FDP, der SVP und Teilen der Mitte das Ratsreferendum für die Ausdehnung des Baumschutzes beschlossen. Somit hat das städtische Stimmvolk im Herbst das letzte Wort zu dieser Vorlage. In ihrer Mitteilung vom Wochenende «bedauert» die Fraktion der Grünliberalen und Jungen Grünliberalen, «dass mit diesem Referendum wichtige Zeit verloren geht».

Der Volksabstimmung über den Baumschutz selber schaut die grünliberale Fraktion aber «mit Optimismus» entgegen. Der Stadtbevölkerung sei die Wichtigkeit des Erhalts der Lebensgrundlage sehr wohl bewusst, heisst es in der GLP-Mitteilung. Auch die Stadt St.Gallen kämpfe nämlich gerade in der dicht bebauten Talsohle vermehrt mit Hitzetagen. Der Kühlung der Stadt und der Bekämpfung der sommerlichen Hitzeinseln müsse vermehrt Beachtung geschenkt werden. Ein Mittel dagegen seien grosse Bäume.

Im Konzept «Grünes Gallustal» ist ein Grünkorridor durch die Stadt enthalten. Im Bild beim verkehrsberuhigten Schibenertor.

Im Konzept «Grünes Gallustal» ist ein Grünkorridor durch die Stadt enthalten. Im Bild beim verkehrsberuhigten Schibenertor.

Visualisierung:
Grünes Gallustal

Die städtischen Strategiepapier und der Richtplanentwurf zielten in der Klimapolitik in die richtige Richtung, halten die Grünliberalen in ihrer Mitteilung ausdrücklich fest. Ihnen gehen aber die Klimaschutzmassnahmen zu wenig weit. Sie fordern, dass die Erkenntnisse aus dem Leitbild «Grünes Gallustal» des WWF und anderer Verbände in den Richtplan einfliessen. Massnahmen zur Reduktion des Effekts von Hitzeinseln und zur Steigerung der natürlichen Vielfalt müssten sofort angegangen werden. (pd/vre)

Zug während der Fahrt beschädigt - Kantonspolizei sucht Zeugen

Ein ungewöhnlicher und potenziell gefährlicher Zwischenfall hat sich am Samstagabend auf der Bahnlinie auf St.Galler Stadtgebiet ereignet. Kurz vor 22.10 Uhr ist ein Personenzug von Thurbo während der Fahrt nach Passieren des Bahnhofs Haggen auf unbekannte Art und Weise beschädigt worden. Die Kantonspolizei sucht Personen, die verdächtige Feststellungen gemacht haben.

Blick von der Oberstrasse her über die Vonwilbrücke zur Zschokkestrasse.

Blick von der Oberstrasse her über die Vonwilbrücke zur Zschokkestrasse.

Bild: Reto Voneschen

Der Lokomotivführer bemerkte gemäss Mitteilung der Polizei während der Fahrt im Bereich von Zschokkestrasse und Vonwilbrücke Einschläge am Zug. Im Hauptbahnhof St.Gallen wurden mehrere Beschädigungen im Bereich des Führerstandes und an der Seite des Zuges festgestellt. Eine sofort eingeleitete Fahndung durch mehrere Patrouillen und Hundeführer der Stadt- und der Kantonspolizei verlief ohne Resultat.

Der Zug wurde gemäss Polizeimeldung durch die Aktivität Unbekannter im Bereich Zschokkestrasse und Vonwilbrücke beschädigt.

Der Zug wurde gemäss Polizeimeldung durch die Aktivität Unbekannter im Bereich Zschokkestrasse und Vonwilbrücke beschädigt.

Plan: Stadt St.Gallen

Die Kantonspolizei St.Gallen sucht jetzt Zeuginnen und Zeugen für den potenziell gefährlichen Zwischenfall. Personen, die am Samstag, nach 22 Uhr, an der Zschokkestrasse oder auf der Vonwilbrücke verdächtige Feststellungen gemacht haben, werden in der Polizeimeldung gebeten, sich bei der Kantonspolizei unter 058'229'49'49, zu melden. (kapo/vre)

Grosser Schritt in Richtung Ligaerhalt: Vierter Sieg in Folge für SC Brühl

Mit einem klaren 4:1-Sieg gegen Sion II konnten die Brühler Fussballer am Samstag auch die vierte Partie in der Abstiegsrunde zu ihren Gunsten entscheiden. Um auch in der nächsten Saison in der Promotion League zu spielen, fehlt den Kronen in den restlichen zwei Spielen der Abstiegsrunde noch ein Sieg zum Ligaerhalt. Dabei wird's erneut gegen YF Juventus und die Black Stars gehen. Sion II steht nach dieser Niederlage als erster Absteiger in der Promotions League fest.

Berechtigter Jubel im Paul-Grüninger-Stadion: Der SC Brühl hat im Abstiegskampf auch das vierte von vier Spielen klar gewonnen.

Berechtigter Jubel im Paul-Grüninger-Stadion: Der SC Brühl hat im Abstiegskampf auch das vierte von vier Spielen klar gewonnen.

Bild: Kurt Frischknecht/ SCB (21.5.2022)

Die Startphase des Heimspiels vom Samstag war ausgeglichen. Brühl wirkte vor dem gegnerischen Tor gefährlicher, die Walliser konnten aber in der ersten Halbzeit spielerisch durchaus mithalten. Die 13. Minute brachte den Brühlern für einmal Glück: Lars Traber erzielte nach einem Freistoss aus kürzester Distanz das 1:0. Kurz darauf verpasste Dario Stadler bei einem Kopfball aus fünf Metern die 2:0-Führung.

Nach einer halben Stunde kassierten die Kronen im vierten Spiel dieser Abstiegsrunde ihr allererstes Gegentor - und das erzielten sie auf unglückliche Art und Weise erst noch selbst. In der zweiten Halbzeit dominierten die Brühler immer klarer. Ein Doppelschlag nach einer Stunde brachte die Vorentscheidung. Zuerst verwandelte Ajet Sejdija mit einer feinen Direktabnahme zum 2:1. und nur Minuten später erzielte Claudio Holenstein im Anschluss an einen Eckball mit dem Kopf das 3:1.

Der SC Brühl dominierte am Samstag im Paul-Grüninger-Stadion die Partie gegen Sion II über weite Strecken klar.

Der SC Brühl dominierte am Samstag im Paul-Grüninger-Stadion die Partie gegen Sion II über weite Strecken klar.

Bild: Kurt Frischknecht/ SCB (21.5.2022)

Darauf hatte Sion keine Antwort mehr. Brühl kontrollierte die Partie mit stoischer Ruhe nach Belieben, wie es im Matchbericht von Henri Seitter heisst. Gerade in dieser Beziehung hätten die Brühler in letzter Zeit grosse Fortschritte gemacht. Das 4:1 in der Nachspielzeit war ein Gemeinschaftswerk zweier eingewechselter Akteure. Rafhinha spielte sich am linken Flügel frei und passte scharf zur Mitte, wo Eigengewächs Elia Rosalen sein erstes Saisontor erzielte. (pd/vre)