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«Zum Glück ist das Ganze nicht am Samstag passiert»: Wasser zerstört Coiffure-Geschäft Baettig in St.Galler Altstadt

Das Coiffure- und Parfümerie-Geschäft Baettig stand bis Dienstagmorgen wegen eines geplatzten Boilers unter Wasser. Der Sachschaden beträgt bis zu 100'000 Franken.
Emma-Emily Wolf
Die Coiffure-Abteilung bei Baettig wurde stark beschädigt – die Parfumerie hingegen könnte schon Ende Woche wieder öffnen. (Bild: Urs Bucher)

Die Coiffure-Abteilung bei Baettig wurde stark beschädigt – die Parfumerie hingegen könnte schon Ende Woche wieder öffnen. (Bild: Urs Bucher)

Anstelle von Mitarbeitern stehen im Coiffure- und Parfümerie-Geschäft Baettig an der Multergasse derzeit Entwässerungsmaschinen. An der Ladentüre hängt ein Schild mit der Aufschrift «Wegen Wasserschaden geschlossen». Geföhnt wird ausnahmsweise nicht das Haar der Kundschaft, sondern der Laden selbst.

Gestern stand hier noch alles unter Wasser: überschwemmte Lampen, aufgequollene Holzböden und eine total durchnässte Decke. Um keine weitere Katastrophe auszulösen, musste diese herausgerissen werden. Und all das, nachdem im Laden erst vor einer Woche Renovationsarbeiten abgeschlossen wurden.

Zu tief geschlafen, um etwas zu bemerken

Der Wasserschaden reiche bis auf den Unterbau, was zum Problem werde, da das Haus sehr alt sei und das Fundament dementsprechend aus Holzbalken bestehe. «Wir sind gerade dabei, diese so schnell wie möglich trocken zu legen, um längerfristige Schäden zu vermeiden», sagt Rico Baettig, einer der beiden Inhaber.

Über dem Kosmetik- und Coiffeurladen Baettig in der Multergasse St. Gallen ist ein Boilder geplatzt. Das ganze Geschäft stand unter Wasser und muss nun komplett renoviert werden. (Bilder: Urs Bucher)Über dem Kosmetik- und Coiffeurladen Baettig in der Multergasse St. Gallen ist ein Boilder geplatzt. Das ganze Geschäft stand unter Wasser und muss nun komplett renoviert werden. (Bilder: Urs Bucher)
Über dem Kosmetik- und Coiffeurladen Baettig in der Multergasse St. Gallen ist ein Boilder geplatzt. Das ganze Geschäft stand unter Wasser und muss nun komplett renoviert werden. (Bilder: Urs BucherÜber dem Kosmetik- und Coiffeurladen Baettig in der Multergasse St. Gallen ist ein Boilder geplatzt. Das ganze Geschäft stand unter Wasser und muss nun komplett renoviert werden. (Bilder: Urs Bucher
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Coiffeurladen Baettig stand unter Wasser

In der Nacht auf Montag platze in der Wohnung im dritten Stockwerk ein durchgerosteter Boiler. Da die Mieterin schon eingeschlafen war, merkte sie von all dem nichts. Sie habe zwar kurz vor dem Einschlafen einige komische Geräusche vernommen, sich aber nichts weiter dabei gedacht. So floss das Wasser wie aus einem Wasserhahn während geschätzter fünf bis sechs Stunden die Wände bis in den Keller hinab. «Zum Glück ist das Ganze erst so spät passiert und nicht schon am Samstag, sonst wäre deutlich mehr kaputt gegangen», sagt Mitinhaber Rolf Baettig. Der Schaden belaufe sich nach ersten Schätzungen auf mehrere zehntausend Franken, wenn nicht sogar bis auf 100'000 Franken. Versichert sei das Geschäft gut, ein Grossteil wird von der Versicherung übernommen, für den Rest kommen Baettigs selbst auf.

Zwar sei mittlerweile das meiste Wasser schon abgepumpt – trotzdem trocknen die Holzdielen nicht so schnell. Vorerst wird der Laden eine Baustelle bleiben. Angaben zur Wiedereröffnung der Coiffure-Abteilung gibt es noch keine.

Vorübergehend bleibt es an Romanshorn hängen

Ganz nach dem Motto Glück im Unglück sind immerhin die Geräte und Produkte des Ladens unversehrt geblieben. Auch die Parfümerie-Abteilung trägt nur leichten Schaden davon. «Da sind wir mit einem blauen Auge davongekommen», sagt Rolf Baettig. Wenn die Umstände es erlauben, soll die Parfümerie gegen Ende Woche wieder öffnen.

Ausserdem ist das Coiffure-Geschäft Baettig ja nicht ganz ausser Kraft gesetzt; Kunden können immer noch die Niederlassung in Romanshorn besuchen. Dort ist vorübergehend das gesamte Team aus St. Gallen vertreten. Dank grosser Räume sei das kein Problem. Auch die Kunden zeigten sich bisher verständnisvoll, Termine wurden bereits von über 70 Prozent zur Abwechslung einmal auswärts wahrgenommen.

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