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St.Galler CVP-Regierungsrat Benedikt Würth will nicht Bundesrat werden

Der St.Galler Regierungsrat Benedikt Würth verzichtet auf eine Kandidatur für den Bundesrat. In einer persönlichen Erklärung schreibt der CVP-Politiker: «Das Herz sagt ja zu einer Kandidatur, aber der Kopf sagt nein.»
Stephanie Martina
Der St.Galler Regierungsrat Benedikt Würth steigt nicht ins Rennen um einen Sitz im Bundesrat. (Bild: Ralph Ribi)

Der St.Galler Regierungsrat Benedikt Würth steigt nicht ins Rennen um einen Sitz im Bundesrat. (Bild: Ralph Ribi)

Der St.Galler CVP-Regierungsrat und Finanzchef Benedikt Würth kandidiert nicht für den frei werdenden Sitz von Bundesrätin Doris Leuthard. In einer persönlichen Erklärung begründet der 50-Jährige seinen Entscheid wie folgt:

«Die vergangenen zwei Wochen habe ich genutzt, um mit meiner Familie, meinem Umfeld und meiner Kantonalpartei die Frage einer Bundesratskandidatur eingehend zu klären. Eine Bundesratswahl hängt in hohem Masse von Konstellationen ab. Nach einer sorgfältigen Lagebeurteilung sehe ich von einer Bundesratskandidatur ab.»

Die Stärken der Schweiz seien ihre Institutionen, die direkte Demokratie, der Föderalismus sowie ihre wettbewerbsfähige und innovative Wirtschaft, schreibt Würth. «Bei uns können nicht eine oder einzelne Personen allein den Lauf der Dinge entscheiden. Um notwendige Reformen im Gesamtinteresse voranzubringen, braucht es das Zusammenwirken unterschiedlichster Kräfte.» Im Bundesrat brauche es daher Persönlichkeiten, die eine gewisse Unabhängigkeit mitbringen, der Konkordanz und der Kollegialität verpflichtet seien und die über ausgeprägten Führungs- und Gestaltungswillen sowie hohe Integrationskraft verfügten. Erforderlich seien sodann grosse Belastbarkeit, Motivation und Dossierkompetenz.

Obwohl Benedikt Würth dieses Amt reizen würde, sieht er von einer Bundesrats-Kandidatur ab. Es sei ein Kopfentscheid gewesen:

«Vor dem Hintergrund meines bisherigen Werdegangs und meiner Erfahrungen hätte mich diese Aufgabe gereizt. Das Herz sagt denn auch ja zu einer Kandidatur, aber der Kopf sagt nein.»

Würth spricht sich für Karin Keller-Sutter aus

Für Würth ist jedoch klar: Die Ostschweiz muss aufgrund ihres Bevölkerungsanteils und ihrer Wirtschaftsleistung wieder im Bundesrat vertreten sein, so wie es die Ostschweizer Regierungskonferenz nach dem Ausscheiden von Eveline Widmer-Schlumpf an der Plenarversammlung vom März 2016 gefordert hat. «Als ehemaliger Präsident der Ostschweizer Regierungskonferenz fühle ich mich dieser Forderung besonders stark verbunden», so Würth.

Nun stehe mit Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter eine Persönlichkeit aus der Ostschweiz zur Verfügung, die beste Wahlchancen für den Bundesrat habe und für diese anspruchsvolle Aufgabe sehr gut vorbereitet sei. Auch wenn seit der Abschaffung der Kantonsklausel die Kandidatinnen und Kandidaten nicht auf die regionale Herkunft reduziert werden sollten, spiele in der föderalen Schweiz dieser Aspekt weiterhin eine Rolle, ist Würth überzeugt.

Würth als Keller-Sutters Nachfolger im Ständerat?

Vorerst bleibt Benedikt Würth also Vorsteher des Finanzdepartements des Kantons St.Gallen. Vorerst. Denn sollte Karin Keller-Sutter am 5. Dezember 2018 Bundesrätin werden, kommt es im März 2019 zur Ersatzwahl in den Ständerat. Und da dürfte die CVP, die 2011 ihren Sitz von Eugen David an SP-Nationalrat Paul Rechsteiner verlor, ihre Chance wahrnehmen. Es wäre also denkbar, dass es Würth doch noch nach Bern zieht.

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