0:2-Niederlage in Amriswil – Bazenheid findet nicht aus dem Tief und kassiert in der 2. Liga Interregional den zweiten Nuller in Folge

Der Auftritt der Toggenburger im Thurgau muss zu denken geben – die Mannschaft wirkte über die gesamte Spielzeit harmlos und einmal in Rückstand, hatte sie nicht die Mittel, sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen.

Beat Lanzendorfer
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Kevin Krucek (am Ball) konnte sich in der Offensive wie seine Mitspieler nie entscheidend in Szene setzen.

Kevin Krucek (am Ball) konnte sich in der Offensive wie seine Mitspieler nie entscheidend in Szene setzen.

Bild: Beat Lanzendorfer

Nach einer Stunde bemerkte ein Zuschauer, der die Daumen den Bazenheidern drückte: «Ich hatte gehofft, dass die Qualität des Spiels in der zweiten Halbzeit besser wird. Was ich jetzt zu sehen bekomme, ist noch schlechter.»

Diese Aussage muss zu denken geben, trifft den Nagel aber auf den Kopf. Bazenheid war plan- und ideenlos und in der Offensive inexistent. Wer in neunzig Minuten gefühlt höchstens zwei- oder dreimal gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftaucht, hat einiges falsch gemacht.

Die Gäste wussten in der Startphase durchaus zu gefallen

Dabei hat es zu Beginn gar nicht so schlecht ausgesehen. Die Toggenburger waren bis zum ersten Gegentreffer mindestens ebenbürtig, konnten daraus aber keinen Profit ziehen. Die besten Aktionen kamen nach stehenden Bällen zustande – hier tat sich besonders Cakir mit seinen Freistössen und Eckbällen hervor.

Gleiches gilt allerdings auch für den Gegner, dem im Anschluss an einen Freistoss der Führungstreffer gelang. Der Ball war aber derart lange in der Luft, die Bazenheider Hintermannschaft hätte genügend Zeit gehabt, sich zu formieren. Für Moser war es deshalb keine schwierige Übung, nach einem Querpass den Ball über die Linie zu schieben.

Die beste Ausgleichschance bot sich kurz vor dem Halbzeitpfiff Vuntik. Sein Kopfball aus sechs Metern wehrte Torhüter Al Naemi spektakulär ab.

Moser stand am Ursprung zum 2:0

Weil den Gastgebern in der zweiten Halbzeit die Ideen ebenfalls ausgingen, mussten sie sich bis in die Nachspielzeit gedulden, ehe die drei Punkte definitiv gesichert waren. Erneut stand Moser im Mittelpunkt. Die überragende Nummer 10 setzte zu einem Solo an und liess gleich drei Bazenheider schlecht aussehen. Sein überlegter Querpass vollendete Beck zum 2:0.

Dann war Schluss und Bazenheid um eine negative Erfahrung reicher. Nach sechs Spielen beschleicht einem das komische Gefühl, dass es zu einem ähnlichen Verlauf wie vor einem Jahr kommen könnte. Nach einer guten Phase wurde die Mannschaft im weiteren Verlauf nach hinten gereicht und fand sich zuletzt auf einem Abstiegsplatz. So weit ist es aktuell noch nicht, eine Steigerung in den kommenden Wochen aber ist unerlässlich.

Ganz anders präsentiert sich die Situation für Amriswil. Mit dem vierten Sieg aus fünf Spielen haben sich die Thurgauer mittlerweile auf Platz 2 vorgearbeitet.

Hier ist das Matchtelegramm zu finden.