Trainerwechsel
Trainerwechsel beim FC Wil: Alex Frei per sofort weg – sein Nachfolger heisst Brunello Iacopetta

Trotz zuletzt ansprechender Ergebnisse beenden der FC Wil und Alex Frei ihre Zusammenarbeit. Der Trainer betreute den FC Wil in insgesamt 49 Meisterschafts- und drei Cupspielen. Nun bestätigt der FC Wil: Brunello Iacopetta, bislang Trainer beim FC Rapperswil-Jona, übernimmt Freis Nachfolge.

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Aus und vorbei: Alex Frei ist nicht mehr Trainer des FC Wil.

Aus und vorbei: Alex Frei ist nicht mehr Trainer des FC Wil.

Bild: Freshfocus

Der FC Wil und sein Cheftrainer Alex Frei haben beschlossen, die Zusammenarbeit vorzeitig zu beenden. Dies teilt der Klub am Dienstagmorgen in einem Communiqué mit. Unterschiedliche Vorstellungen zur strukturellen und sportlichen Ausrichtung hätten zu diesem gemeinsamen Entscheid geführt, heisst es in der Mitteilung.

Alex Frei trat im September 2020 die Nachfolge von Ciriaco Sforza an, der zu Basel wechselte. Der Rekordtorschütze der Schweizer Nationalmannschaft betreute den FC Wil insgesamt in 49 Meisterschafts- und drei Cuppartien. «Ein Blick auf unsere aktuelle Mannschaft zeigt, dass Alex die jungen Spieler sportlich und menschlich fördern konnte. Dafür danken wir ihm herzlich», wird Jan Breitenmoser, Sportchef des FC Wil, zitiert.

Man bedauere, dass man zur weiteren sportlichen und strukturellen Ausrichtung des Vereins keine Einigung finden konnte und wünsche Alex Frei viel Glück für den nächsten Sprung auf seiner Karriereleiter. Frei ist nicht der einzige, der geht: Auch Assistenztrainer Romain Villiger verlässt den Verein.

Am frühen Dienstagabend bestätigte der Verein aus der Challenge League dann, dass Brunello Iacopetta die Nachfolge von Alex Frei übernimmt. Iacopetta war bislang Cheftrainer des FC Rapperswil-Jona aus der Promotion League.

Neuer Cheftrainer in Wil: Brunello Iacopetta.

Neuer Cheftrainer in Wil: Brunello Iacopetta.

Bild: pd

«Wir haben Brunello seit mehreren Jahren auf dem Trainer-Radar, weil er ausnahmslos bei allen Stationen hervorragende Arbeit leistete, attraktiven Offensiv-Fussball spielen lässt und junge Spieler weiterentwickeln kann», lässt sich Wils Sportchef Jan Breitenmoser in einer Mitteilung zitieren. Fehlende Diplome hätten die Anstellung als Profitrainer bisher verunmöglicht. Da Iacopetta zurzeit die Ausbildung zur notwendigen Uefa-Pro-Lizenz absolviere, stehe einer Verpflichtung des in Frauenfeld wohnhaften, dreifachen Familienvaters nichts mehr im Weg.

Iacopetta hat beim FC Frauenfeld seine Fussballkarriere durchlaufen und erste Trainererfahrungen gesammelt. Danach folgte die Arbeit an der Seitenlinie der Juniorenauswahl des FC Wil. Ab dem Jahr 2012 war Iacopetta gemäss der Mitteilung als Trainer bei den U-Auswahlen des FC St.Gallen unter Vertrag. «Als Trainer der U21 gehörte es zu seiner Aufgabe, die Spieler auf den Sprung in die 1. Mannschaft vorzubereiten», schreibt der FC Wil.

Seit gut einem Jahr amtet Iacopetta nun als Trainer des Promotion-League-Vereins FC Rapperswil-Jona. Jan Breitenmoser betont:

«Wir haben mit Brunello den Wunschnachfolger von Alex Frei gefunden. Er hat mit seinem Leistungsausweis überzeugt und trägt unsere Philosophie des regional verankerten und national erfolgreichen Ausbildungsvereins.»

Geht Alex Frei zum FC Luzern?

Was Alex Freis Pläne sind, bleibt vorderhand offen. Klar ist aber: Hinter vorgehaltener Hand wird der Luzerner als Nachfolger von Fabio Celestini, Trainer beim serbelnden FC Luzern, gehandelt. Der Zentralschweizer Klub ist so schlecht in die Saison gestartet wie seit sieben Jahren nicht mehr: Zehn Punkte resultierten aus 13 Spielen – zweitletzter Tabellenplatz.

Zieht sich Alex Frei bald wieder eine Trainerjacke der Zentralschweizer an? Frei war von 2013 bis 2014 Sportchef beim FC Luzern

Zieht sich Alex Frei bald wieder eine Trainerjacke der Zentralschweizer an? Frei war von 2013 bis 2014 Sportchef beim FC Luzern

Bild: Philipp Schmidli (6. Dezember 2014)

Wackelt da bereits der Stuhl von Luzerner Cheftrainer Fabio Celestini? «Es geht nicht um Einzelpersonen, es geht um den Klub. Ich mag mich jetzt nicht über Spieler oder den Trainer äussern», sagte der Luzerner Sportchef Remo Meyer kürzlich in einem Interview. Auch zu einem Kommentar bezüglich eines möglichen Wechsels von Frei zu Luzern liess sich Meyer nicht hinreissen.

Der FC Luzern in der Saison 1999/2000: Frei und Meyer waren Mitspieler.

Der FC Luzern in der Saison 1999/2000: Frei und Meyer waren Mitspieler.

Bild: Beat Blättler

Klar ist aber: Alex Frei hat sportliche und private Beziehungen in die Zentralschweiz. Von 2013 bis 2014 war er Sportchef bei den Luzernern, er spielte mit FCL-Präsident Stefan Wolf bei Servette zusammen und mit Sportchef Remo Meyer in Luzern. Und nicht zuletzt ist Frei der Götti eines Sohnes von Meyer. (pd/dar/dwa)

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