Suchanfragen
Wie kann ich das Büsi zum Diamanten pressen? Wir beantworten, was Haustierbesitzer am häufigsten googeln

Was fragen Haustierbesitzerinnen und Haustierbesitzer besonders oft? Das weiss die Website «AnswerThePublic». Wir haben einige Fragen herausgepickt und sie beantwortet.

Sheila Eggmann
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Was ist, wenn der Kater nicht mehr schnurrt? Haustierbesitzer greifen bei Fragen oft auf Dr. Google zurück.

Was ist, wenn der Kater nicht mehr schnurrt? Haustierbesitzer greifen bei Fragen oft auf Dr. Google zurück.

Bild: Getty

Wie schön ist es, dass es das Internet gibt. Dort kann man Fragen stellen, die gerade brennen oder solche, bei denen man sich ausserhalb des World Wide Web nicht trauen würde, sie zu äussern. Das Webtool «AnswerThePublic» wertet aus, welche Fragen Haustierbesitzer besonders oft in das Suchfeld eingeben. Wir beantworten einige davon.

«Haustier ohne Erlaubnis des Vermieters»

Ein Vermieter kann in der Schweiz das Halten von Tieren verbieten, ohne dass er dazu einen speziellen Grund braucht. Wer sich nicht daran hält, riskiert die Kündigung.

Aber: Erlaubt sind in jedem Fall unproblematische Kleintiere wie Hamster, Meerschweinchen, Wellensittiche und Zierfische, unabhängig davon, was im Mietvertrag steht. Das schreibt der Mieterverband auf seiner Website.

«Warum Haustiere gut für Kinder sind»

Expertinnen und Experten äussern dazu im Web mehrere Gründe. Einerseits sei das Haustier ein guter Freund: Es ist stets präsent, geniesst die angebotenen Kuscheleinheiten und ist ein guter Zuhörer. Ausserdem lernen Kinder beim Aufpassen, Verantwortung zu übernehmen. Wichtig ist allerdings, dass das Kind nicht mit der Versorgung überfordert wird. Die Verantwortung liegt immer bei den Eltern.

«Haustier auf Französisch»

Wissen Sie es noch?

Falls nicht: Googeln Sie die Frage. Sie sind damit nicht alleine.

«Warum Haustiere schlecht fürs Klima sind»

Tja. In Sachen Klima stehen fleischfressende Haustiere schlecht da. Ein durchschnittlicher 15 Kilogramm schwerer Hund ist verantwortlich für einen CO2-Ausstoss von 630 Kilogramm pro Jahr. Etwa eine Tonne Kot kommt pro Hundeleben zusammen und 2000 Liter Urin landen im Gras. Bei einer durchschnittlichen Katze sind es 400 Kilogramm CO2 pro Jahr. Auch hier ist der Fleischkonsum der entscheidende Punkt.

«Haustier, was alleine bleiben kann»

Was das «was» in diesem Satz soll, weiss niemand so recht. Welches Tier alleine bleiben kann, dazu findet man aber eine Antwort. Tatsächlich gibt es Tiere, die weniger Zuwendung brauchen als beispielsweise ein Hund oder eine Katze. Dazu zählen etwa Fische, Hamster oder Bartagamen. Grundsätzlich sollte man sich aber nur dann ein Tier zutun, wenn man sich auch darum kümmern kann.

Unkomplizierte Minidinosaurier: Bartagamen in einem Terrarium.

Unkomplizierte Minidinosaurier: Bartagamen in einem Terrarium.

Bild: Bea Zai

«Haustier für Allergiker»

Für Allergikerinnen und Allergiker bieten sich zum Beispiel Reptilien, Fische und teilweise Vögel an. Bei allen anderen Tieren hängt es von der Ausprägung der Allergie ab. Teilweise eignen sich auch Tiere ohne Haare, wie Sphynx-Katzen oder Nackthunde.

Generell gilt: Je weniger ein Tier haart, desto besser eignet es sich für Allergiker. Die Länge des Fells spielt keine Rolle. Zu unproblematischen Hunderassen zählen Pudel, Havaneser oder Portugiesische Wasserhunde. Unkastrierte Kater lösen häufiger Allergien aus als kastrierte Kater oder weibliche Katzen, wie die Onlineplattform «MeinAllergiePortal» schreibt.

«Wie Haustier begraben»

In der Regel gibt man den Leichnam des Tieres bei der Kadaversammelstelle ab. Man darf ihn aber auch begraben, sofern er weniger als 10 Kilogramm wiegt. Das allerdings nur auf einem Grundstück, das einem gehört. Das steht in der Verordnung über tierische Nebenprodukte. Die Erdschicht über dem Tier muss mindestens 1,20 Meter dick sein und das Grab soll mindestens zwei Meter über dem Grundwasserspiegel und fern von Wasserquellen liegen.

In Grundwasser-Schutzzonen dürfen keine toten Tiere begraben werden. Die Tierleiche darf in einem Karton- oder in einem Holzsarg begraben werden – nicht aber in einem Plastiksack, weil Plastik von der Natur nicht abgebaut werden kann.

«Haustier zu Diamant pressen»

Das kann man tatsächlich tun. Dazu benötigt man fünf Gramm Haare oder 300 Gramm Kremationsasche und zwischen 2700 und 22'550 Franken, wie man der Website eines Schweizer Herstellers entnehmen kann.

«Wo ist mein Haustier»

Ab und zu kommt es vor, dass einem das Haustier wegläuft. Passiert das, macht es Sinn, bei der Schweizerischen Tiermeldezentrale eine Vermisstmeldung zu machen. Sie ist die grösste Schweizer Datenbank für vermisste und gefundene Tiere mit über 31'000 Meldungen pro Jahr.

«Haustier, was nicht stinkt»

Wieder ein was, welches nicht hier hingehört. Erwartungsgemäss liefert die Suche im Web hier kaum brauchbare Antworten, was wohl nicht nur an der falsch gestellten Frage liegt. Einige raten zu einem Plüschtier.

«Welches Haustier lebt am längsten»

  1. Schildkröten: Gemäss zooplus.de werden kleine Landschildkröten bis zu 70 Jahre, mittelgrosse sogar bis zu 120 Jahre alt.
  2. Papageien: werden je nach Art bis zu 100 Jahre alt.
  3. Geckos: Der Leopardengecko wird bis zu 25 Jahre alt und im absoluten Ausnahmefall bis zu 40 Jahre. Andere Arten jedoch in der Regel zwischen 8 und 15 Jahren.
  4. Katzen: Katzen werden zwischen 12 und 18 Jahre alt. Die bisher älteste Katze wurde gemäss Guinness Buch der Rekorde 38 Jahre alt.
  5. Hunde: Hunde haben eine Lebenserwartung von 10 bis 13 Jahren. Der älteste Hund, der es in Guinness Buch der Rekorde geschafft hat, wurde 29 Jahre alt.

«Wer erbt Haustier»

Tiere werden, wo keine speziellen Vorschriften bestehen, als Sache behandelt. So auch im Erbrecht. Sie fallen also in die übliche Erbmasse der verstorbenen Person. Wurde kein Testament errichtet, so tritt im Todesfall die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Sind keine gesetzlichen Erben mehr vorhanden, so fällt die Erbschaft in der Regel an den Staat, was für Tiere den Gang ins Tierheim bedeutet.

Übrigens: Karl Lagerfeld hat seiner Katze einen Teil seines Vermögens vererbt. In der Schweiz wäre das nicht möglich. Tiere können hierzulande kein Vermögen erben, da sie nicht rechtsfähig sind.