Flöser Artistic-Swimming-Duett Noemi Peschl und Vivienne Koch hat Tokyo fest im Visier

Für Noemi Peschl und Vivienne Koch erfüllte sich an den French Open in Paris ein lang ersehnter Traum. Die Flöserinnen dürfen die Schweiz an der Qualifikation zu den Olympischen Spielen vertreten.

Drucken
Teilen
Das Flöser Duett Noemi Peschl und Vivienne Koch (von links) schwamm an den French Open in Paris der internen Konkurrenz davon und vertritt die Schweiz in der Qualifikation für die Olympischen Spiele. (Bild: PD)

Das Flöser Duett Noemi Peschl und Vivienne Koch (von links) schwamm an den French Open in Paris der internen Konkurrenz davon und vertritt die Schweiz in der Qualifikation für die Olympischen Spiele. (Bild: PD)

(ca) Im Nationalteam der Schweiz schwimmen bereits die besten Athletinnen der Schweiz mit, um ihr Land an internationalen Wettkämpfen zu vertreten. Dieses Jahr kämpften zwei Zweierteams darum, die Schweiz in der Kategorie Duett vertreten zu können. Mehrere Wettkämpfe wurden von den Nationalteam-Trainerinnen festgelegt, um zu entscheiden, welches der beiden Duette die Schweiz vertreten wird.

Für Peschl und Koch liefen bereits die ersten Wettkämpfe in Russland und der Ukraine gut. Das Flöser-Duett konnte sich bereits da einen Vorsprung von 2,7 Punkten auf das Duett Maria Piffaretti/Maxence Bellina von Dauphins Synchro Vernier verschaffen. Die French Open Anfang März bildeten nun die letzte Etappe, um sich den Startplatz als Schweizer Team für den Qualifikationswettkampf zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo zu sichern.

Beachtenswerte Punktzahl an den French Open

Nachdem sich Peschl eine Fussverletzung zuzog, mussten Trainingseinheiten gekürzt werden, was nicht im Sinn der beiden lag. Trotz allem haben weder die beiden Schwimmerinnen noch ihre Trainerin Saskia Kraus die Hoffnung aufgegeben. In Paris gelang ihnen, in der technischen Kür eine beachtenswerte Punktzahl von 81,0 Punkten zu holen. Auch die freie Kür haben sie nicht schlechter gemeistert und sie erhielten von der Jury 80,7 Punkte. Das Ziel war geschafft, der Vorsprung auf das Duett Piffaretti/Bellina erhöhte sich auf knapp acht Punkte. Peschl und Koch werden somit an internationalen Bewerben die Schweiz in der Kategorie Duett vertreten.

Die Athletinnen können sich jedoch keine allzu grosse Verschnaufpause gönnen, denn sie haben bereits weitere grosse Ziele vor Augen: So will man sich international einen Namen verschaffen. Deshalb ist ein gutes Abschneiden an den Weltmeisterschaften im Juli in Gwangju (Südkorea) wichtig. Und natürlich der finale Qualifikationswettkampf für Tokyo, der im Januar in Bogotá zur Austragung kommt.

Fortschritte in Technik und im mentalen Bereich

Im Mai schon geht es mit den internationalen Wettkämpfen weiter. Bis dahin müssen die beiden weiterhin an Synchronität, Ausdruck und Schwierigkeitsgrad arbeiten. Eine intensive Zeit kommt auf die Athletinnen zu. Koch ist zuversichtlich: «Da wir eher ein jüngeres Duett sind und noch nicht sehr lange zusammen schwimmen, haben wir noch viel Luft nach oben. Technisch und mental haben wir bereits viele Fortschritte gemacht, doch werden wir noch einiges mehr dazu lernen können.»

Peschl stimmt ihrer Partnerin zu und fügt an: «Die French Open waren eine wichtige Etappe für uns. Wir haben nicht nur die Qualifikationen gewonnen, sondern erhielten viel hilfreiches Feedback, welches wir nun versuchen umzusetzen. Von anderen gesehen zu werden und zudem noch zu hören, was über uns gedacht wird, war eine grosse Motivation.»