Das Jugendorchester Giigabyte zupfte, sang und spielte Filmmusik

Giigabyte nennt sich das Jugendorchester, das am Sonntagmittag im Schaaner SAL zum Konzert einlud. An die 80 Schülerinnen und Schüler der Musikschulen Liechtenstein, Werdenberg und Sarganserland spielten unter der Leitung von Pepi Hofer.

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Rund 80 Schülerinnen und Schüler begeisterten als Jugendorchester Giigabyte im SAL in Schaan. (Bild: Sven Beham)

Rund 80 Schülerinnen und Schüler begeisterten als Jugendorchester Giigabyte im SAL in Schaan. (Bild: Sven Beham)

(agr) Auf dem Programm stand unter anderem Musik aus Filmen von «Game Of Thrones», «Pirates Of The Caribbean», «True Romance» oder «Avatar». Daneben gab es aber auch «wirkliche» Musik zu hören, wie Dirigent Pepi Hofer in seiner Anmoderation meinte. Wochenlang hatten rund 80 Schülerinnen und Schüler mit ihren neunzehn Lehrpersonen geprobt. Dass die Koordination der Proben nicht immer einfach war, ist verständlich, schliesslich galt es, Musizierende der Musikschulen Sarganserland, Werdenberg und Liechtenstein zusammenzuführen. Neben vielen Einzelproben gab es rund zehn gemeinsame Proben. Das ist wenig im Anbetracht des grossen Programms, das zu bewältigen war, das ist aber auch viel im Hinblick auf dieses grenzüberschreitende Projekt.

Musik kennt wirklich keine Grenzen

Der SAL war an diesem Sonntagmittag voll besetzt. «Wir haben zwei Ziele als Aufgabe», meinte Dirigent Pepi Hofer bei seiner Begrüssung. «Wir wollen einerseits möglichst viele Kinder aus drei Schulen auf die Bühne bringen und andererseits den Kids die Möglichkeit bieten, gemeinsam mit ihren Lehrern im Orchester zu spielen.» In diesem Zusammenhang bedankte sich Pepi Hofer bei den drei Schulvertretern Klaus Beck, Martin Egert und Renate Wehinger für ihren Einsatz sowie bei Matthias Zindel, der während des Konzerts am Cajón für den richtigen Rhythmus sorgte.

Schmunzelnd erwähnte Pepi Hofer zudem, dass vor jeder Probe über 300 Saiten gestimmt werden mussten, was auch eine gewisse Zeit in Anspruch genommen hat.

Das Programm, zusammengestellt von Pepi Hofer, mit Werken aus Klassik, Movies, Musical, Traditional und Pop Music, begeisterte das Publikum auf Anhieb. Zum Auftakt spielte das Streichorchester eine Komposition von Jean-Baptiste Lully aus dem Jahr 1670. Gleich danach kündigte der Dirigent ein «Gitarrenkonzert ohne Gitarre» von Antonio Vivaldi an, wobei Solistin Melanie Pelger aus Triesen mit ihrem Hackbrett jede Gitarre vergessen liess. Feinfühlig stimmte der Dirigent das Orchester auf die Solistin ab, rief zur Zurückhaltung auf, um dem Solo-Instrument Raum zu geben, oder forderte entsprechend mehr Klang. Seine Empathie fiel auch bei den zahlreichen weiteren Solisten auf, etwa bei den zwei Sängerinnen, die mit Songs von Adele und Alicia Keys jeweils die Popszene auf die Bühne brachten.

Zwei Zugaben beendeten das Konzert

Ein bisschen romantisch wurde der Mittag mit dem Soundtrack zum Film «True Romance» oder «Wahre Liebe», wobei alle Streicher viel zu zupfen hatten, was den typischen Klang ergab. Ebenso eindrücklich spielte das Orchester «Ice And Fire» des 54-jährigen Komponisten Ramin Djawadi, dessen Musik alle Folgen von «Game Of Thrones» prägt. Dieses Werk beendete auch als zweite Zugabe das Konzert, als erste Zugabe spielte Giigabyte allerdings, passend zum Alter der Musizierenden, «We Are The World» von Michael Jackson und Lionel Richie. Das Publikum hätte auch gerne noch eine dritte Zugabe akzeptiert.