Publireportage
23. Oltner Tanztage «Feeling and Form»

Festival für Zeitgenössischen Tanz vom 21. bis 29. November 2018

Merken
Drucken
Teilen

Zur Verfügung gestellt

Im November wird Olten wieder zum Magneten für Tanzfans und Kulturliebhaber. Feeling and Form - Dem Gefühlten eine Form geben, die Gefühle durch Bewegung verstehen. Dies das Motto der 23. Oltner Tanztage von TANZINOLTEN.
Wie die letztjährigen, stehen auch die aktuellen Oltner Tanztage im Zeichen der Nachwuchsförderung. Zum ersten Mal wirkt TANZINOLTEN als Produzentin eines Tanzvermittlungsprojektes für mehr als 20 Jugendliche aus der Region Olten. Das Projekt «lullaby amplify» - eine Zusammenarbeit von TANZINOLTEN und der Kantonsschule Olten, unter der Leitung von Pascale Utz und Clea Onori – wird in der Schützi als Uraufführung präsentiert.

Diese Veranstaltung reiht sich ein in ein hochkarätiges und sorgfältig ausgewähltes Programm, welches mit über zehn Aufführungen von international und national bekannten Tanzkompanien überregional Anziehungskraft entfaltet. Themen wie Flucht, Zuflucht, Druck aber auch Schönheit und Sehnsucht, die uns aktuell stark beschäftigen, werden in pulsierenden und poetischen Choreographien verarbeitet. „Feeling and Form“ bringt uns die Schönheit des Tanzes durch Kraft und Energie aber auch Sensibilität und Zerbrechlichkeit näher und verspricht unvergessliche und atemberaubende Erlebnisse.
Nebst den Performances auf der Bühne bieten die Oltner Tanztage ein reichhaltiges Rahmenprogramm: Besuchen Sie die Ausstellung «Tanz Kunst» des Kulturschaffenden Werner Nydegger oder buchen Sie den Gaga-Tanzworkshop mit anschliessendem Kinobesuch «Mr. Gaga», einem Film über den Ausnahme-Choreographen Ohad Naharin. Oder geniessen Sie ganz einfach das einmalige Ambiente im Kulturzentrum Schützi bei einem Glas an der tanzBar oder im Restaurant auf der Galerie.

Infos und Videos zu den Performances sowie Details zum Tanz-Workshop, Film, Ticketverkauf unter www.tanzinolten.ch

Detailliertes Programm:

Ein erster Glanzpunkt im Programm stellt der Eröffnungsabend dar: 20 Tänzerinnen und Tänzer der Cinevox Junior Company präsentieren am Mittwoch, 21. Nov. 2018 «Ile refuge», «Pas Dö Dö: Move of these days», «Männergeschichten»

«Ile refuge». Die Schweiz als Ort der Zuflucht, als Fluchtpunkt im Herzen von Europa einst und heute. Immer wieder fanden Kunstschaffende Schutz hier; manche wurden durch die Schweizer Landschaft zu ihren Werken inspiriert und bereicherten so das Schweizer Kulturleben. Auch Monte Verità oberhalb von Ascona, wo sich berühmte Kunstschaffende wie Isadora Duncan trafen und ihre Gedanken austauschten, ist so entstanden. Choreograf Franz Brodmann schöpft aus diesem Themenkreis und vereint Schweizer Komponisten und solche, die sich in der Schweiz zu ihren Werken inspirieren liessen – vom Barock bis in die Gegenwart. Er wagt sich an aktuelle Themen und lässt sich von berühmten Musikern inspirieren - fernab von jedem Klischee.
«Pas Dö Dö: Move of these days». Eine absurde, humoristische Auseinandersetzung mit dem "Balztanz als Mittel zu beeindrucken" (im weitesten Sinne), als eine der Ur-Beweggründe der Menschheit.

«Männergeschichten». Die Lustigen, die Egoistischen, die Berühmten und die Eigenartigen, alle wollen sie ans Licht, und manche zeigen sich dort nicht von ihrer schönsten Seite. Mit viel Humor gelingt in diesem Stück ein Blick auf das Anderssein, auf das Ungewöhnliche, was man in dieser Art gar nicht leben möchte, es aber doch tut. Es sind die Macken, die uns alle zu Stars unserer eigenen Welt machen. Junge Talente aus der ganzen Welt bringen diese Spannungsfelder mit viel Humor und mit faszinierender Ausdruckskraft dem Publikum näher.

COMPAGNIE LINGA mit «Flow» am Freitag, 23. November 2018

Die Compagnie Linga ist zurück mit einer neuen Kreation. Für ihr neustes Werk «Flow», das Schwerelosigkeit, Bewegungsfluss und beeindruckende Präzision thematisieren, spannt die etablierte Tanzcompagnie aus Pully mit dem französisch-koreanischen Musikerduo Keda zusammen. Die Choreografen liessen sich von Bewegungsspektakeln im Tierreich inspirieren, speziell von den faszinierenden Dynamiken von Vogel- und Fischschwärmen. Konzentrierte Koordination kollektiver und synchroner Fortbewegung sind der Fokus des Stücks. Die Live-Musik – komponiert von Delplanque und E’Joung-Ju – ist von hypnotisierender Wärme und Anmut. Die meditativen Klänge werden mit elektronischer Musik und anderen Stilen gemischt und runden so dieses faszinierende Tanzspektakel ab.

SIMON FLEURY mit «Born Out // On Saturation» am Samstag, 24. November 2018, Teil 1

Zerbrechlichkeit sollte keine Schwäche sein – dies ist die zentrale Botschaft dieses Stückes. Unsere Körper werden täglich von externen Einflüssen und wiederkehrenden Bewegungsmustern Schicht für Schicht stimuliert, geformt aber auch eingeschränkt, eingezwängt. Diese externen Stimuli sind unter anderem Intuitionen, Interpretationen, Wörter, Bewegungen, Geräusche, Gerüche, Räume, Systeme. Unser Körpergedächtnis nimmt alles auf, bis zur kompletten Erschöpfung, bis zum Burn Out. Aber was passiert danach? Gibt es einen Neustart? Simon Fleury nimmt uns mit auf die Suche nach einer Art Urbewegung und erforscht unsere Zerbrechlichkeit.

AIEP – ARIELLA VIDACH UND CLAUDIO PRATI mit «Temporaneo Tempobeat» (Schweizer Tanzpreis 2017) am Samstag, 24. November 2018, Teil 2
AiEP sind Pioniere für Tanz in Verbindung mit digitalen Technologien. Ihr künstlerisches und persönliches Engagement in der Kulturvermittlung trug wesentlich zur Entwicklung der darstellenden Künste in der italienischen Schweiz und in Italien bei. Seit über dreissig Jahren fliegen die beiden Künstler-Piloten Ariella Vidach und Claudio Prati mit virtuellen Helikoptern durch den Himmel und überqueren die Grenzen zwischen Kunst und interaktiven Medien. Die Schnittstelle zwischen Tanz und Technik fesseln und beschäftigen sie, ohne dabei die Persönlichkeiten der Tänzerinnen und Tänzer zu vernachlässigen, welche durch ihre Körper und Stimmen zu den Autoren der Choreografie werden. Die Compagnie erhielt im 2017 den Spezialpreis Tanz vom Bundesamt für Kultur.

Premiere des Tanzvermittlungsprojektes «lullaby amplify» mit Schülerinnen der Kantonsschule Olten unter der Leitung von Pascale Utz und Clea Onori am Montag, 26. November 2018

Die Choreografinnen Pascale Utz und Clea Onori erarbeiteten diesen Herbst mit Jugendlichen der Kantonsschule Olten über mehrere Wochen ein einmaliges Tanzstück, welches an den 23. Oltner Tanztagen als Uraufführung präsentiert wird. «lullaby amplify» thematisiert Kontraste, Rollenwechsel, Spielfreude und Authentizität und lässt die Jugendlichen sich selbst und ihre Bewegungstalente entdecken. Im Schaffensprozess werden die eigene Körpersprache und die Bewegungsgewohnheiten tänzerisch kennen gelernt und verschiedene Tanzstile ausprobiert. Für das Publikum wird «lullaby amplify» ein einmaliges Erlebnis werden, welches von jeder und jedem einzelnen der Teilnehmenden persönlich mitgestaltet wird. In einer Ko-Produktion in eigenem Auftrag agiert TANZINOLTEN zum ersten Mal als Produzentin in Zusammenarbeit mit der Kantonsschule Olten.

Zum Abschluss der 23. Oltner Tanztage wird die beliebte New Ideas-Plattform mit Special Guest Cie. Rahel Vonmoos (UK) präsentiert. Mirjam Sutter, Salome Schärli und Ghost Rockz als New Ideas folgen am Donnerstag, 29. November 2018

Special Guest: Cie. Rahel Vonmoos «to find a place»

Die erfolgreiche Produktion «to find a place» ist eine intensive und zugleich subtile Befragung des Themas Dislokation (‘Displacement‘), ein sowohl altes wie auch sehr aktuelles Thema. In einem mit hängenden Silikonvorhängen strukturierten Raum bewegen sich vier TänzerInnen und erforschen dabei die physischen, sozialen und emotionalen Aspekte von Displacement, ob freiwillig oder aufgezwungen. Mit der Verflechtung von Bewegung und Filmprojektionen schafft Rahel Vonmoos eine kraftvolle Collage. Das Imaginationsfeld wird mit einem sprachlichen Klangteppich und mit Audioaufnahmen erweitert. Dabei setzt sich Vonmoos mit Themen wie Ort, Zeit, Alter, Geschichte und Gedächtnis, Identität, Selbstwahrnehmung und Zugehörigkeitsgefühl auseinander und hinterfragt, wie uns diese Themen prägen.

Förderplattform: Mirjam Sutter «entre deux» (Solo-Variante)

Mirjam Sutter leitet mit «entre deux» den zweiten Teil dieses abwechslungsreichen Abends ein. Ihr Stück ist inspiriert von der orientalischen Ornamentik und lässt unterschiedliche Bewegungssprachen und Tanztechniken in einem zeitgenössischen Kontext zusammenfliessen. Dieses mitreissende Stück offenbart eine visuelle und akustische Auseinandersetzung mit einer Jahrhunderte alten, orientalischen Tradition und nimmt das Publikum mit auf eine faszinierende Entdeckungsreise unverwechselbarer Bewegungssprachen.

Salome Schärli «the beauty of fear»

Mit «the beauty of fear» präsentiert Salome Schärli dem Oltner Publikum eine Uraufführung. Das Stück beschäftigt sich auf abstrakte Weise mit dem Phänomen der Angst in unserem Leben und geht Fragen der Abgrenzung und des Umgangs mit Angst nach. Was passiert wenn wir die Angst annehmen und uns ihr stellen? Salome Schärli wird in ihrem Schaffensprozess durch das Team der Oltner Tanztage mit Coaching und Mentoring begleitet.

Ghost Rockz «Wo ist der Cha Cha Cha?»

Vor mehr als zehn Jahren in Schönenwerd gegründet, sind Ghost Rockz längst eine Institution in der Schweizer Breakdance-Welt und begeistern das Publikum weit über die Regional- und Landesgrenzen hinaus. Mit «Wo ist der Cha Cha Cha?» werden Ghost Rockz in Zusammenarbeit mit dem «Rhythmischen Kompetenzzentrum für nachhaltige Musik» die 23. Oltner Tanztage mit einem tänzerischen Feuerwerk zu einem grandiosen Abschluss bringen.

Ticketverlosung

Wir verlosen 3x2 Tickets für die Aufführung vom SA 24. Nov. 2018, 20h., im Kulturzentrum Schützi, Olten, mit Simon Fleury und der Cie. AiEP.

Teilnahme an daniela.bernasconi@chmedia.ch