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Sich eine Verschnaufpause gönnen

Mehr Lebensqualität durch den Entlastungsdienst des SRK.

Im Auftrag von Schweizerisches Rotes Kreuz
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Dieser Artikel wurde vom Schweizerischen Roten Kreuz aufbereitet und alleinig verantwortet. Hier geht es zu den Richtlinien für Paid Content.


Zu Hause sein, in ihrer vertrauten Umgebung – das bedeutet gerade für pflegebedürftige und demenzbetroffene Menschen Sicherheit und Wohlbefinden. Für dieses wichtige Stück Lebensqualität setzt sich das Schweizerische Rote Kreuz ein und bietet für die betreuenden Angehörigen einen Entlastungsdienst an.

In der Schweiz wird ein Grossteil der älteren oder dementen Menschen zu Hause betreut - in einem Drittel der Fälle von der Partnerin oder vom Partner, oft auch von den eigenen Kindern oder Verwandten. Es sind weit über 100'000 Frauen und Männer, die mit viel Engagement für ihre Angehörigen da sind und für sie sorgen. Die demografische Entwicklung zeigt, dass die Betreuung und Pflege kranker Familienmitglieder durch Angehörige künftig noch wichtiger sein wird.

Das Rote Kreuz setzt sich für Entlastung ein

Wer einen bedürftigen Menschen betreut oder pflegt, weiss, dass diese Aufgabe einen «Rund-um-die-Uhr»-Einsatz erfordert. Es überrascht also nicht, dass sich diese Situation auf den Alltag der Angehörigen auswirkt. Für die eigenen Bedürfnisse bleibt kaum Zeit, was zu einer enormen körperlichen und emotionalen Belastung führt. Gerade deshalb ist es wichtig, dass betreuende und pflegende Angehörige ab und zu verschnaufen können und sich Pausen gönnen, in denen sie selber wieder auftanken und Kraft schöpfen können.

Bereits 1995 hatte die Hochschule für Soziale Arbeit Zentralschweiz in einer Studie belegt, dass viele betreuende Angehörige psychisch und physisch völlig überlastet sind. Auch Medien zeigten den Notstand exemplarisch auf. Beispielsweise anhand der Geschichte des Ehepaares Studer: Frau Studer kam an ihre Grenzen, als ihr Mann plötzlich an Demenz erkrankte und sie durch sein Verhalten gezwungen war, ständig in seiner Nähe zu sein. Es sind solche Schicksale vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, die das Rote Kreuz bewogen, ein Angebot zu entwickeln, das sich gezielt an betreuende und pflegende Angehörige richtet. Inzwischen hat sich der Entlastungsdienst des Roten Kreuzes etabliert und zu einem individuell anpassbaren und wertvollen Dienstleistungsangebot entwickelt.

Entlasten Sie sich rechtzeitig

Wann waren Sie das letzte Mal mit Bekannten einen Kaffee trinken? Wann genossen Sie das letzte Mal eine Theatervorstellung oder ein Konzert? Oder sehnen Sie sich ganz einfach nach etwas Zeit zur freien Verfügung? Zeit für sich zu haben ist elementar und wichtig für den eigenen Gesundheitszustand. Gerade wenn der Alltag geprägt ist von Erwartungen und Verpflichtungen, die es zu erfüllen gilt. Bereits ein halber Tag für sich selbst, kann Wunder bewirken und einem eine wohltuende Auszeit von der ständigen Verantwortung gewähren. Doch Hilfe von aussen anzunehmen fällt vielen schwer und noch immer warten Betroffene zu lange, bis sie Hilfe in Anspruch nehmen. Das SRK rät Angehörigen von betreuungs- bzw. pflegebedürftigen Menschen sich frühzeitig nach Unterstützung zu erkundigen, lange bevor die eigenen Kräfte schwinden.

Der Entlastungsdienst des Roten Kreuzes:

  • Ermöglicht Verschnaufpausen und schützt die eigene Gesundheit
  • Erlaubt mit gutem Gewissen Verantwortung abzugeben
  • Hilft dabei Abstand zu gewinnen, Ruhe und persönlichen Freiraum in den Alltag zu bringen
  • Vermittelt Informationen, Beratung und weitere nützliche Dienstleistungen
  • sorgt dafür, dass geschulte Betreuer/-innen Menschen mit Demenz für eine bestimmte Zeit betreuen. Auch Kurzeinsätze sind möglich.

Achten Sie auf diese Zeichen

Doch wann ist es Zeit für Entlastung? Wann sollten Sie dringend handeln? Die nachfolgende Ampel-Darstellung hilft die Situation einzuordnen und gibt eine entsprechende Handlungsempfehlung vor.

Grün: Es geht Ihnen trotz Zusatzbelastung gut.

Das soziale Umfeld (Partner, Kinder, Nachbarn, Freunde) hilft bei der Betreuung. Sie gehen einkaufen, zum Coiffeur, ins Café usw. Der kostenlose Rotkreuz-Besuchsdienst kann Ihnen bei Ihrer Aufgabe eine Unterstützung und Abwechslung sein.

Gelb: Die Belastung wird grösser.

Sie ärgern sich öfters, haben immer weniger Zeit für sich. Der Veränderungsprozess und ihre zunehmende Belastung werden in der Familie oder beim Arzt thematisiert. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um eine Rotkreuz-Entlastung abzuklären, damit Ihre Kraft und Gesundheit erhalten bleiben.

Rot: Ihr ganzes Leben ist auf die angehörige Person fixiert.

Ihre soziale Isolation ist spürbar. Gelacht haben Sie schon lange nicht mehr. Sie gehen praktisch nicht mehr aus dem Haus. Was Ihnen bisher wichtig war, geben Sie auf. Sie überwachen den Partner rund um die Uhr. Sie werden rasch müde, schlafen wenig, fühlen sich belastet und unausgeglichen. Jetzt brauchen Sie dringend Unterstützung. Rufen Sie den Rotkreuz-Entlastungsdienst an.

Dunkelrot: Diese Phase ist gefährlich und bedrohlich für Sie und für die angehörige Person!

Sie sind absolut auf sich allein gestellt. Ihre Gedanken drehen sich im Kreis, sie schlafen kaum, Erholung ist nicht mehr möglich. Sie haben Gedanken und Gefühle, über die Sie selbst erschrecken. Sie spüren z.B. Wut, Ohnmacht oder Trauer, Sie vernachlässigen sich und den Partner und fühlen sich überfordert. Melden Sie sich beim Rotkreuz-Entlastungsdienst, damit wir zusammen eine Lösung finden. Wir helfen immer.

Entlastung bei Demenz...

128‘200 – mit dieser Zahl beziffert Alzheimer Schweiz im Report 2019 die Zahl der Menschen, die in der Schweiz an Demenz leiden. Über kurz oder lang ist ein eigenständiges Leben ohne Hilfe kaum mehr möglich. Mehr als die Hälfte der Menschen mit Demenz wird zuhause betreut und ist auf die Unterstützung ihres Umfelds angewiesen. Insbesondere für berufstätige Angehörige ist es ein Balanceakt zwischen den täglichen Anforderungen am Arbeitsplatz und den physisch und psychisch anspruchsvollen Betreuungs- und Pflegeaufgaben zu Hause. In solchen Situationen ist das SRK für Sie da. Die SRK Betreuer/-innen sind in der Basispflege und insbesondere im Bereich Demenz geschult, betreuen empathisch und verfügen über die notwendige Erfahrung. Die Wünsche und Bedürfnisse der Angehörigen stehen im Mittelpunkt und ein würde- und respektvoller Umgang ist selbstverständlich. Egal ob grundpflegerische Tätigkeiten, Aktivierung von körperlichen und geistigen Fähigkeiten oder Hilfe in alltäglichen Abläufen – je nach Bedürfnissen übernehmen die Mitarbeitenden während der Betreuung der Angehörigen diverse Aufgaben. Die auf die jeweilige Situation zugeschnittene Entlastung ermöglicht es, dass die Betreuenden ihrer anspruchsvollen Aufgabe weiterhin gewachsen sind.

Von Alzheimer oder einer anderen Demenzkrankheit erkranken rund 6% noch vor dem 65. Lebensjahr. Das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, steigt aber mit dem Alter. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist davon auszugehen, dass die Anzahl Erkrankter bedeutend zunehmen wird – bis 2045 werden voraussichtlich 268'600 Menschen an Demenz erkranken.

… oder im Alter, bei Behinderung, nach einem Unfall

Nicht nur in der Betreuung von Demenzbetroffenen, sondern auch in anderen belastenden Situationen springen die geschulten Betreuer/-innen des SRK ein. Vielleicht ist der Partner betagt und mobil eingeschränkt, eines der Kinder behindert, der Vater durch eine Operation ans Bett gefesselt oder die alleinstehende Schwester nach einem Unfall auf Hilfe angewiesen? Die Liste lässt sich endlos fortsetzen. In jedem dieser Fälle empfehlen wir, das Rote Kreuz zu kontaktieren, damit Angehörige schnellstmöglich entlastet und Alleinstehende umgehend unterstützt werden. Ziel soll es sein, dass die vereinbarte Entlastung regelmässig und nach Möglichkeit langfristig erfolgt.

Entlastungsdienst zum Sondertarif

Damit die Angehörigen und auch betroffene Personen einen leichteren Zugang zum Angebot finden, bietet das Rote Kreuz den Entlastungsdienst zu nicht kostendeckenden Tarifen an, die durch Spenden ermöglicht werden. Besonders einkommensschwache Personen profitieren von zusätzlichen Vergünstigungen. Infos zu den Tarifen und Leistungen finden Sie bei Ihrem verantwortlichen Kantonalverband.

Dienstleistungen + mehr

Das SRK bietet eine Vielzahl an Dienstleistungen an, die Angehörige, ältere oder kranke Personen, wie auch Eltern entlasten. So verfügt das SRK beispielsweise über ein Netz an Freiwilligen, die sich im Fahrdienst engagieren. Der Fahrdienst bringt Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, direkt dahin wo sie müssen – sei dies zum Arzt, zum wöchentlichen Einkauf oder zum Coiffeur. Der Rotkreuz-Notruf bringt Sicherheit rund um die Uhr – und das mobil wie auch zuhause. Aber auch in der Kinderbetreuung setzt sich das Rote Kreuz aktiv ein und entlastet Eltern in schwierigen Situationen oder Krankheitsfällen.

Stossen auch Sie an Ihre Belastungsgrenze oder kennen jemanden aus Ihrem Umfeld, der eine Pause vom Alltag braucht? Werden Sie aktiv und kontaktieren Sie den Rotkreuz-Entlastungsdienst in Ihrem Kanton:

Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Luzern

Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Schwyz

Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Unterwalden

Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Uri

Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Zug