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Gübelin setzt auf neue Technologien bei den Expertisen

Auf der ganzen Welt gibt es keinen anderen Juwelier mit einem eigenen, so hoch entwickelten gemmologischen Labor wie bei Gübelin. Hier wird höchste Kompetenz unter einem Dach vereint.

Yvonne Imbach
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Raphael Gübelin führt in sechster Generation das Unternehmen.

Raphael Gübelin führt in sechster Generation das Unternehmen.

Bild: PD

Das Haus Gübelin an der Luzerner Stadtgrenze zu Ebikon wirkt von aussen eher unscheinbar. Wer jedoch Zutritt möchte, realisiert aufgrund der hohen Sicherheitsanforderungen schnell, mit welch wertvollen Steinen hier gearbeitet wird, da sich im Haus sowohl das Schmuckatelier als auch das Labor befinden. Das Unternehmen ist bekannt für seine Edelstein-Expertisen, kreiert und produziert Schmuck im hauseigenen Atelier unter der Eigenmarke «Gübelin Jewellery» und vertreibt in seinen Boutiquen zudem weltweit bekannte Luxus-Uhrenmarken.

Das 1854 gegründete Unternehmen wird heute in sechster Generation von Raphael Gübelin geführt. «Wir vereinen höchste Kompetenz unter einem Dach: Juwelenfasser, Uhrenmacher, Goldschmiede, Gemmologen und weitere Experten weisen diese Begeisterung für ihr Metier auf, die sie mit unserer Familie verbindet», so der CEO.

Die Herkunft eines Edelsteins im Fokus

Das gemmologische Labor wurde 1923 gegründet, um die für Schmuckstücke verwendeten Edelsteine auf ihre Echtheit zu untersuchen. Seither ist das ­Labor zu einer der weltweit angesehensten Institutionen seiner Art herangewachsen. Die Kundschaft von heute hat höhere Erwartungen hinsichtlich der Informationen eines Edelsteins: von der Beschaffung der Rohstoffe bis hin zu den Prinzipien und Werten der Minen und Unternehmen hinter dem Produkt. Um dem Bedürfnis zu entsprechen, begründete Gübelin 2017 das Projekt «Provenance Proof Initiative». Sie umfasst zwei innovative Technologien mit dem Ziel, die Transparenz in allen Schritten der Wertschöpfungs­kette von Edelsteinen zu fördern. Das bedeutet konkret: Bisher konnten Gemmologen das Herkunftsland eines Edelsteins bestimmen, indem sie für die Region typische geologische Eigenschaften identifizieren. Der «Emerald Paternity Test» nutzt DNA-basierte Nanopartikel, in denen Informationen zu einer bestimmten Mine gespeichert sind, um die Herkunft des Steines zu klären. Diese für das menschliche Auge unsichtbaren Teilchen werden den Edelsteinen an ihrem Herkunftsort angebracht und lassen diese eindeutig der Mine zuordnen. Mit der «Provenance Proof Blockchain» – einer Art digitaler Markierung – wird die gesamte Reise der Edelsteine von der Mine bis zum Kunden nachvollziehbar.

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