10. FUSSBALL-SYMPOSIUM: Blatter: «Meine Stimme hätte die FCL-Arena»

Die höchsten Fussball-Funktionäre der Welt wissen, wie gross die Kicker-Begeisterung in der Zentralschweiz ist. Das stellte sich an der 10. Austragung des Fussball-Symposiums «International Football Arena» (IFA) im Fifa-Haus in Zürich heraus.

Drucken
Teilen
Dicke Freunde: Bayern-Präsident Franz Beckenbauer (links) und Fifa-Präsident Sepp Blatter.

Dicke Freunde: Bayern-Präsident Franz Beckenbauer (links) und Fifa-Präsident Sepp Blatter.

Man weiss auch, wie wichtig das Kernstück dieser Begeisterung, das neue Stadion auf der Luzerner Allmend ist. «Wenn ich könnte, würde ich sofort für diese Arena stimmen gehen», sagte Fifa-Präsident Sepp Blatter. «Die treuen Fans des FC Luzern haben die neue Sportstätte mehr als verdient – es ist höchste Zeit!» Auch Bayern-Präsident Franz Beckenbauer ist überzeugt: «Luzern braucht das neue Stadion, denn wer die Bauten nicht rechtzeitig mal erneuert, bleibt irgendwann stehen.» Auch Deutschlands Nationalelf-Teammanager Oliver Bierhoff stimmte dem zu: «Gute und moderne Infrastrukturen beflügeln insbesondere auch im sportlichen Bereich. Mit dem FC Luzern kann es nur aufwärts gehen!»

Gross: «Haushohes Ja!»
Davon ist auch Ex-Nationaltrainer Köbi Kuhnüberzeugt. «Ich mag es Rolf Fringer und dem ganzen Team von Herzen gönnen, dass unter ihm jetzt die ersten beiden Siege gekommen sind. Das wird sich nun bestimmt positiv auf die Stadion-Abstimmung auswirken.» FC Basel-Coach Christian Gross zweifelt keinen Schiri-Pfiff lang. «Keine Frage für mich», erklärte er. «Die Abstimmung wird haushoch zugunsten der neuen Arena ausfallen.» Da schmunzelte Starkoch Jacky Donatz daneben: «Okay, Christian, wenn die Abstimmung bachab gehen sollte – was ich nicht hoffe – dann fresse ich einen Besen.» Auch Star-Schiedsrichter Urs Meier hofft «für die ganze Region auf ein herzhaftes Ja». Sein zweiter, dringender Wunsch: «Dass die Entschädigung der Schiedsrichter in den obersten Ligen, die seit 15 Jahren nur 1000 Franken pro Spiel beträgt, endlich erhöht wird.»

Gegen zu hohe Preise
Apropos Geld. Die Internationalen Fussball-Manager warnten gestern in Zusammenhang mit neuen Stadien davor, die Preise nach den Umbauten in die Höhe springen zu lassen. «Die Eintritte müssen besonders auch für junge Fans und für Familien absolut bezahlbar bleiben», sagte Chelsea-CEO Peter Kenyon. «Wenn wir nur noch die 'Cüpli-Fans' in den Stadion haben wollen, können wir ebenso gut auf der Stelle aufhören», mahnte auch Manchester-Generaldirektor Andy Walsh an. Der ehemalige Arsenal-Vizepräsident David Dein, der letzte Woche zum zweiten Mal Grossvater geworden ist, fügte an: «Geld wird es aber immer brauchen. Im Zeichen der Finanzkrise braucht es jetzt wohl einen besonderen Effort von Sponsoren, Verbänden, Vereinen – und vielleicht auch vom Staat.»

André Häfliger, Zürich