12. ROLLSTUHL-MARATHON: Die Sportarten der Schenkon-Prominenz

Rede-Marathons vielleicht, aber der Sport-Marathon – das ist nicht gerade die Disziplin der Prominenz, die sich am perfekt organisierten 12. Rollstuhl-Marathon in Schenkon traf.

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Engagiert und mit Freude dabei: Ehrenstarter Silvano Beltrametti am Rollstuhlmarathon in Schenkon. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Engagiert und mit Freude dabei: Ehrenstarter Silvano Beltrametti am Rollstuhlmarathon in Schenkon. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Einzig der Luzerner FDP-Nationalrat Otto Ineichen weiss, wie lang 41,195 Kilometer sein können: «Ich lief früher oft Marathonstrecken und bestritt sogar einmal den berühmten New Yorker», erzählte er.

CVP-Kantonsrat und Skifahrer Hilmar Gernet hat soeben eine neue Sportart entdeckt: «Das Golfen, einfach herrlich», strahlte der frühere CVP-Generalsekretär, der neu im nationalen Direktorium der Raiffeisen-Bank sitzt. «Ich Golfe schon länger», erzählte CVP-Kantonsrätin Patricia M. Schaller. Und lachte: «Aber über mein Handicap spreche ich erst, wenn es unter 10 fällt?» Skifahren und Wandern sind die Hobbys von FDP-Fraktionschef Albert Vitali, dessen Bruder Werner 1998 in Bern am eidgenössischen Schwingfest gegen Jörg Abderhaldens erstem grossen Triumph im Schlussgang stand.

Bittere 0:10-Schlappe
«Mein Sport ist das Waschen von Dresses», lachte SP-Kantonsrätin Lotti Stadelmann-Eggenschwiler. «Ich habe nämlich zwei Söhne, die bei Ruswil Fussball spielen – und leider gerade 0:10 gegen Sursee verloren haben...» SVP-Kantonsrat Armin Hartmann ist Denksportler: «Schach ist meine Leidenschaft. Da gibt?s sogar Doping-Kontrollen. Und vor drei Jahren, als ich Innerschweizer Einzelmeister wurde, trainierte ich bis zu 20 Stunden in der Woche.»

5895 Meter erklommen
CVP-Kantonsrat Leo Müller liebt die Höhenluft: «Vor drei Jahren habe ich den 5895 Meter hohen Kilimanjaro bestiegen.» Ehrenstarter Silvano Beltrametti, ganz neuer Botschafter von Liftgigant Schindler, mag indes keine Spitzenleistungen mehr: «Eine gute Stunde auf dem Handbike in den Bündner Bergen geniesse ich sehr oft – und schaue nur sehr selten auf die Zeit.»

André Häfliger