200 JAHRE GEBÄUDEVERSICHERUNG: Emil möchte die Schauspielkunst erlernen

Geht es um seine Heimatstadt Luzern, setzt Emil Steinberger alle Hebel in Bewegung: Der Kabarettist, Autor und Zeichner war am 200-Jahr-Jubiläum der Gebäudeversicherung Luzern Überraschungsgast.

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Gutgelaunt: Emil und Niccel Steinberger mit TV-Star Stephan Klapproth (rechts) am 200-Jahr-Jubiläum der Gebäudeversicherung Luzern im KKL. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Gutgelaunt: Emil und Niccel Steinberger mit TV-Star Stephan Klapproth (rechts) am 200-Jahr-Jubiläum der Gebäudeversicherung Luzern im KKL. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Emil Steinberger, nahm am Freitagabend sogar in Kauf, ganz leicht verspätet zu seinem Auftritt im Casino Theater in Winterthur zu erscheinen. «Mit den beiden Terminen ging er einfach nicht», erklärte Niccel Steinberger, die ihren Ehemann wie immer begleitete. Nun, die treuen Fans werden es dem ebenso treuen Luzerner Bühnenstar nicht verübelt haben.

Emil der Filmcutter
Die 1000 Gäste am Jubiläum mit dem 35-Mann-Orchester von Christoph Walter und dem Luzerner TV-Star Stephan Klapproth («10vor10») als Moderator freuten sich natürlich riesig, «ihren» Emil auf der Bühne zu sehen. Sein Auftritt zusammen mit dem obersten Luzerner Feuerwehrmann, Inspektor Vinzenz Graf, erinnerte an seine unvergessliche Feuerwehr-Nummer. Was aber würde Emil mit 200 Jahren, also – gut gerechnet – mit einem zweiten Menschenleben anfangen?

«In meinem zweiten Leben würde ich am liebsten die Kunst der Schauspielerei erlernen. Und zwar das Handwerk von der Pieke weg. Ich würde also zum Beispiel als Cutter beginnen.» Ehefrau Niccel würde gerne ein Leben lang Clownin sein: «Das wollte ich nämlich in meinem jetzigen Leben auch mal werden.» Stehphan Klapproths zweite Lebenswahl: «Ich wäre gerne Opernsänger oder Buschpilot – oder sonst unbedingt wieder Journalist.»

Kanarienvogel & Tiger
Genau diese Tätigkeit stellt sich die Luzerner Regierungsrat Yvonne Schärli-Gerig in einem zweiten Leben vor: «Als Journalistin könnte ich die Politik einmal von einer ganz anderen Seite erleben, das würde mich sehr reizen.» Dölf Käppeli, Direktor der Gebäudeversicherung, möchte Profi-Bersteiger sein und auch die ehemalige Kantonsrätin Heidi Lang-Iten würde hoch hinaus wollen: «Ich möchte Hollywood-Schauspielerin sein und einen Oscar gewinnen.»

SVP-Nationalrat Josef Kunz ist bescheidener: «Ich möchte als Kanarienvogel wieder geboren werden. Die können fliegen und schön singen.» Singen möchte auch sein Parteikollege Felix Müri: «Ich möchte Schlagerstar oder Elvis sein.» Wie Kunz möchte auch Luzerns Stadtpräsident Urs W. Studer die Welt nochmals als Tier erleben: «Und zwar als bengalischer Tiger.»

André Häfliger