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25 JAHRE MAZ: Viel Freude – und ein abrupter Abgang

Im Luzerner Südpol wurde das 25-Jahr-Jubiläum des Medien-Ausbildungs-Zentrum MAZ gefeiert. Auch Samih Sawiris durfte nebst Prominenz aus den Medienhäusern nicht fehlen.
Give me five! Samih Sawiris kam mit seiner TochterTaya - die beiden verstehen sich sichtlich blendend! (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Give me five! Samih Sawiris kam mit seiner TochterTaya - die beiden verstehen sich sichtlich blendend! (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Er debattierte derart engagiert, dass er mit dem Stuhl immer mehr nach hinten rutschte – und plötzlich von der Bühne verschwand, samt Stuhl hinunterstürzte. Dann krempelte sich Politberater und MAZ-Stiftungspräsident Iwan Rickenbacher am Freitagabend am 25-Jahr-Jubiläum des Luzerner Medien-Ausbildungs-Zentrum MAZ schnell wieder auf, trat sofort auf die Bühne zurück und nahm ruhig Platz. «Nun, das war ein etwas abrupter Abgang», lächelte Rickenbacher zu den 500 Gästen. Auch seine beiden Gesprächspartner, Ehrengast Samih Sawiris sowie Valentin Gröbner, Historiker an der Uni Luzern, waren heilfroh, dass der böse Sturz Rickenbacher «zum grossen Glück gar nichts gemacht» hat, wie er später SRG-Vizegeneraldirektor, Ex-Villiger-Sprecher und Mitfestredner Daniel Eckmann versicherte.

Viele Geschenke
Sonst aber verlief das Jubiläum im Krienser «Südpol» ohne Pannen – aber umso mehr mit Freuden. Die Gratulanten auf der Bühne brachten Geschenke. Regierungsrat Max Pfister symbolisch «weiterhin viel, viel Stoff für Journalistinnen und Journalisten», versprach er. Hanspeter Lebrument, der Präsident des Berufsverbandes Schweizer Presse, überbrachte MAZ-Direktorin Sylvia Egli von Matt einen «scharfen, präzisen, soliden und durchsichtigen» Bündner Bergkristall, Catherine Duttweiler namens aller Schweizer Chefredaktionen eine Buchstabensuppe und Schoggi-Goldbarren und Oliver Kuhn namens der Gewerkschaften drei blaue Schirme. Interessantes hat TeleZüri-Anchorman zu berichten: Seine Studie Zeigt, dass 80 Prozent aller MAZ-Absolventen immer noch im Journalismus tätig sind.

Sawiris US-Kritik
Trotz starker Grippe gab Samih Sawiris dem MAZ, das letztes Jahr 1550 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählte, keinen Korb. Der Unternehmer kam mit seiner Tochter Taya und seinem Luzerner Berater und Ex-Cotti-Sprecher Franz Egle. Kann die Wirtschaftskrise seinen Baumplänen in Andermatt etwas antun? «Ganz sicher nicht», versicherte der Investor aus Ägypten. «Bei diesem Projekt verläuft alles genau nach Plan.» Überhaupt ist Sawiris überzeugt, dass die Schweiz «in diesen harten Zeiten immer gefragter» werde. «Die Sicherheit des Landes und seine standhaften Werte machen es aus», erklärte er unserer Zeitung. Und zeigte sich empört über das «rücksichtslose Vorgehen» der Amerikaner im Steuerstreit: «Es geht nicht an, dass man sich über Recht und Gesetzt hinwegsetzt, nur weil man auf einem grossen, vollen Teller noch viel Geld sieht, dass man selber dringend braucht – und das einem in Tat und Wahrheit gar nicht zusteht.»

André Häfliger

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