26. WEIHNACHTSZIRKUS CONELLI: Valente: «Hier fühle ich mich als Kind»

Mit Stolz und Wehmut öffnete Direktor Robi Gasser gestern Abend auf dem Zürcher Bauschänzli vor 898 Premierengästen zum 26. Mal den Vorhang des Weihnachtszirkus Conelli.

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Stars in der Conelli-Manege: Musiker und Sänger Pino Gasparini (links) mit den Clowns Roli und Gaston. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Stars in der Conelli-Manege: Musiker und Sänger Pino Gasparini (links) mit den Clowns Roli und Gaston. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Ein Jahr nach dem Tod seines Vaters, Zirkuslegende Conny Gasser, und ein halbes Jahr nachdem auch seine Mutter, Zirkus-Königin Gerda Gasser, gestorben sind, hat Robi Gasser zusammen mit dem bisherigen Partner-Direktor Herbi Lips das Zepter übernommen. Charmant und kompetent assistiert wird das Direktionsduo von Nadja Gasser, der Schwester von Robi, seiner Ehefrau Cindy und Christine Lips, der Ehefrau von Herbi Lips. Zu Beginn der Premiere verneigte sich Robi Gasser nochmals tief vor seinen Eltern: «Ich wusste schon, dass die in ihrem Leben immer viel gearbeitet haben. Aber dass es so viel Arbeit war, das hat mich dann doch etwas überrascht.» Auch Herbi Lips zückte nochmals den Hut: «Alles, was wir mit unseren 120 Artisten und Mitarbeitern hier machen, tun wir ganz im Sinn und nach dem Vorbild von Conny und Gerda.»

Dann ging der Zauber im grössten und ältesten Weihnachtszirkus der Schweiz los. Artistinnen und Artisten aus China, Marokko, Russland und sogar ein Gospel-Chor aus Amerika gaben alles und zogen das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Sänger Pino Gasparini, seit Jahren auch mit der Pepe Lienhard-Band und Udo Jürgens unterwegs, führte durch das Programm, das zu Ehren von Gerda und Conny Gasser «Unforgettable» («Unvergesslich») heisst. Ganz witzig wird Gasparini in seinem rot-weissen Frack von den beiden Clown-Legenden Gaston und Roli in der Manege begleitet. «Ich wusste gar nicht, dass mein Pino auch so viel Comedy-Talent hat», schmunzelte sein Chef Pepe Lienhard, der mit seiner Freundin Christine Köhli in der vordersten Reihe sass.

Valentes Kinderträume
In dieser Reihe nahmen auch Sängerin Caterina Valente mit ihrem Sohn Eric van Aro und Kollege Roberto Blanco mit seiner neuen Freundin Luzandra Strassburg Platz. «Dieser Zirkus ist so schön wie eine Poesie», attestierte Caterina Valente. «Hier fühle ich mich wieder wie als Kind – und vor Weihnachten war es sowieso immer am schönsten.» Blanco war sich mit alt Bundesrätin Elisabeth Kopp völlig einig: «Die Jungmannschaft macht es ebenso gut wie Gerda und Conny – besser hätten sie ihren Kindern das Zirkushandwerk nicht beibringen können. Ich bin froh und sehr stolz auf sie!»

Prominenz hell begeistert
Auch die übrigen prominenten Gäste schlossen sich dem voll und ganz an. «Auch die neue Conelli-Show darf man einfach nicht verpassen», sagten unisono unter vielen anderen: Hans W. und Elisabeth Kopp, die Bühnenlegenden Walter Roderer und Jörg Schneider, Sängerin Lys Assia (kam mit Gewürz-König Hubi Langeder), Unternehmer Hans Leutenegger, Ex-Formel 1-Teamchef Peter Sauber und sein Teammanager Beat Zehnder («Wenn wir Chef sagen, meinen wir immer noch Peter»), TV-Direktorin Ingrid Deltenre, «Club»-Talkchefin Christine Maier, die Schauspieler Stefan Gubser, Matthias Gnädinger und Erich Vock, Luzerns Ex-Verkehrsdirektor Kurt H. Illi, Zürichs Stapi Elmar Ledergerber, Unternehmensberater Klaus J. Stöhlker, Volklorepapst Sepp Trütsch, Openstar Noëmi Nadelmann, Velodenkmal Ferdy Kübler, die in Obwalden lebende Sängerin Marie Louise Werth, ihre Kolleginnen Marianne Cathomen und Suzanne Klee, Ex-SBB-VR-Präsident Thierry Lalive d'Epinay mit Ehefrau und Ex-FDP-Spitzenpolitikerin Maya, Bauchredner Urs Kliby, sowie Ex-McDonalds-CEO Urs Hammer, der jetzt im Kanton Schwyz wohnt. Nur zwei mussten dieses Jahr passen: Christoph Blocher und Ueli Maurer, die nämlich waren gerade im Albisgüetli hoch politisch miteinander beschäftigt?

André Häfliger, Zürich