5 JAHRE «RIGHT TO PLAY»: Ogi: «Solche Kinderaugen vergisst man nie»

Sie haben es auf der ganzen Welt schon hundertfach gesehen: Das Leuchten der Kinderaugen in Krisengebieten, wenn sie Fussball spielen oder sich auch anders sportlich betätigen: Adolf Ogi und Johann Olaf Koss.

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Engagiert: Alt Bundesrat Adolf Ogi (links) mit Ex-Skistar Bernhard Russi. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Engagiert: Alt Bundesrat Adolf Ogi (links) mit Ex-Skistar Bernhard Russi. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Jetzt setzen sich der ehemalige Bundesrat Adolf Ogi und UNO-Sonderberater aus der Schweiz und sowie der mehrfache Weltrekordler und Olympiasieger im Eisschnelllauf Johann Olaf Koss aus Norwegen weltweit gemeinsam für die Kinderhilfsorganisation «Right to Play» ein. Koss gründete das Hilfswerk, das allein im letzten Jahr rund 30 Millionen Franken einsetzt, vor acht Jahren und ist auch Chef der Schweizer Landessektion, die vor fünf Jahren gegründet wurde. Und aus Anlass gestern am Rande des WTA-Frauentennisturniers Zürich Open viel Prominenz und aktive «Right to Play»-Botschafter ins Hallenstadion einlud.

«Die Bilder der Kinderaugen wenn sie spielen draussen in den Feldern und ihre Situation dabei vergessen können – so etwas vergisst man nie», sagte Ogi, der neu in der Direktion von «Right to Play international» sitzt. «Dieses Recht der Kinder müssen darf auch nie vergessen gehen. Dafür kämpfen wir mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen.» Als «simple Ehrensache und grosse Freude» bezeichneten die Schweizer «Right to Play»-Botschafter, die ehemaligen Skistars Vreni Schneider, Bernhard Russi und Bruno Kernen sowie Beachvolley-Crack Patrick Heuscher ihr Engagement.

Alle stehen dahinter
Auch die hohe Politik ist von der Sportorganisation hell begeistert. «Dieses Engagement erinnert stetig daran, wie wichtig der Sport für die Friedensstiftung in der Welt ist», erklärten Nationalrat Mario Fehr und seine Ratskollegin Hildegard Fässler gemeinsam. Dass auch die Schweizer Sportwelt ganz hinter «Right to Play» steht, bewies die Anwesenheit von Jörg Schild (Präsident Swiss Olimpic), dem OK-Präsident der Lauberhorn-Skirennen Viktor Gertsch, dem Zuger Fredy Egli (Präsident Schweizer Eishockeyverband) und dem Luzerner Ex-Ruderstar Urs Fankhauser (Präsident Swiss Olympians).

Minimaler Aufwand
«Dank unserer schlanken Organisation und unserer ausschliesslich ehrenamtlichen Tätigkeit fliessen mindestens 85 Prozent aller Spendegelder direkt in unsere Hilfsprogramme», erklärte «Right to Play»-Direktorin Barbara Keller. «Letztes Jahr betrugen die Administrationskosten in der Schweiz nur 6,5 Prozent, dieses Jahr werden wir sogar mit 2 Prozent auskommen», ergänzte der Luzerner Vize-Chairman Pierre Cueni.

André Häfliger, Zürich