50. SCHWEIZER KLEINKUNSTBÖRSE: Prosit: Emil und Niccel als Gratulanten

Grosse Ehre für Monique Schnyder: Die Luzerner Solotzänzerin wurde in Thun mit dem Innovationspreis «Sur-Prix» ausgezeichnet. Er gilt als einer der «Oscars» der Schweizer Kleinkunstszene.

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Niccel (li) und Emil Steinberger (re) stossen auf den Sieg von Imitator Yann Lambiel aus Saxon und Solotänzerin Monique Schnyder aus Luzern an. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Niccel (li) und Emil Steinberger (re) stossen auf den Sieg von Imitator Yann Lambiel aus Saxon und Solotänzerin Monique Schnyder aus Luzern an. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Kunst entdecken, sie bewerten und sie geniessen – zum 50. Mal lädt die Schweizer Kleinkunstszene bis am Sonntag in den Thuner Schadausaal zur Künstlerbörse. Über 100 Produktionen und weit über 300 Mitwirkende präsentiert dabei die Vereinigung von Künstler, Theater und Veranstalter (KTV). Zum Auftakt wurde am Mittwochabend eine fulminante Bühnengala mit Liveübertragung auf Radio DRS und vielen prominenten Gästen gegeben. Eine der Höhepunkte war die Vergabe der Schweizer Kleinkunst-«Oscars». Sie gehen dieses Jahr an den Waadtländer Imitator Yann Lambiel und an die Luzerner Solotänzerin Monique Schnyder.

Ganz seriös mit Orangensaft stiessen der Kleinkunst-Preisträger und die Innovation-Preisträgerin zuerst mit Emil Steinberger und seiner Ehefrau Niccel an. «Diese Gratulation freut und ehrt uns wahnsinnig», zückten Lambiel und Schnyder gemeinsam den Hut. «Und wir bewundern euer Schaffen sehr», entgegnete das Ehepaar Steinberger, das die Ostertage in München verbrachte. Yann Lambiel hat sich vor allem als Imitator von Pascal Couchepin einen Namen geschaffen. Der Kulturminister ist ein Fan von ihm, hat ihn auch schon nach Bern zum Auftritt im Bundeshaus eingeladen. Mit Eislaufstar Stéphane Lambiel ist er nicht verwandt: «Aber wir kommen aus demselben Ort Saxon», erzählte der Preisträger. «Und ich imitiere auch Stéphane sehr gerne.»

25 Jahren auf der Bühne
Monique Schnyder ist in der Stadt Luzern aufgewachsen. Seit 25 Jahren steht sie als Tänzerin auf der Bühne. «Wir freuen uns riesig, dass sie diesen Preis erhält», strahlte Urs Wehrli vom Comendy-Duo Ursus&Nadeschkin, das Donnerstag und Freitag (mit CD-Aufnahme) übrigens im Luzerner Kleintheater gastiert. «Was sie kann, wissen wir sehr gut, denn wir haben mit ihr einige Varietés bestritten», ergänzte Bühnenpartnerin Nadja Sieger. «Monique schafft es, mit Bewegungen Menschen zu bewegen», begründete Migros-Kulturprozent-Chef Christoph Haering den Entscheid der Jury. «Die beiden haben ihre Preise redlich verdient», waren sich Ex-Nationalrätin Cécile Bühlmann, Boardercross-Olympiasiegerin Tanja Frieden und Satiriker Franz Hohler einig. Hohler war neben Ursus&Nadeschkin und Sänger Michael von der Heide einer der vielen Stars auf der Gala-Bühne.

André Häfliger, Thun