6. Die Hore

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An Land eilt eine junge barfüssige Frau heran, um Venus in Empfang zu nehmen. Sie wird als Hore, eine Göttin der Jahreszeiten, gedeutet. Sie trägt ein weisses Kleid, das mit Kornblumen übersät ist. Ihre hohe Taille wird von Rosenzweigen umrankt, um den Hals trägt sie eine Girlande von Myrten, dem Baum der Venus. Die Hore hält einen prächtigen Umhang in hellem Karmesinrot, um ihn der Venus um die Schultern zu legen. Darin eingewoben sind Gänseblümchen. Zwischen den Füssen der Hore wächst eine Anemone. Ihre Blüte öffnet sich laut ­Plinius nur dann, wenn der Wind weht.