60 JAHRE IN WEGGIS: Kurt Zurfluh und der grosse grüne Traktor

Er war einmal Porsche-Fahrer. Aber seine heimliche Leidenschaft gilt Traktoren, Baumaschinen und Kränen.

Drucken
Teilen
Ab geht die Post: Kurt Zurfluh steigt hinauf zu seinem Traktor-Fahrlehrer Josef Suter. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Ab geht die Post: Kurt Zurfluh steigt hinauf zu seinem Traktor-Fahrlehrer Josef Suter. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Deshalb, so befand es seine idyllische Wohngemeinde Weggis, musste Kurt Zurfluh jetzt endlich mal die Traktor-Prüfung machen. Gestern, sechs Tage nach seinem 60. Geburtstag, war es nun soweit: Der Luzerner Radio- und TV-Star wurde auf Herz und Nieren im Umgang mit Landwirtschaftsmaschinen geprüft – und bestand sowohl in der Theorie wie auch in der Praxis mit Bravour. Zur Freude natürlich auch von seiner Lebenspartnerin Barbara Schilliger: «Gut gemacht, mein Schatz!»

Nur ein Theorie-Fehler
Die Theorieprüfung hatte Zurfluh vor den Augen der Gäste im Hotel Gotthard abzulegen. Finanzchef Armin Bründler las die Fragen vor, Zurfluh musste im Multiple-Joyce-Verfahren die richtigen Antworten mit grossen Buchstabentafeln anzeigen und machte nur einen Fehler – bestanden! Dann ging's nach draussen in den strömenden Regen. Ein Monster war vorgefahren: Der grüne Fendt-Traktor, organisiert von Küsnachter Landwirtschafts-Maschinenunternehmer Sepp Knüsel. 10,5 Tonnen schwer, weit über 3 Meter hoch, 360 Pferdestärken, 650-Liter-Dieseltank und ein Wert von 350 000 Franken – Zurfluh setzte sich ans Steuer des momentan grössten Traktors der Schweiz. Zusammen mit seinem «Fahrlehrer» und «Experten» Josef Suter fuhr er stolz und elegant durch Weggis – unfallfrei bestanden!

«Einfach genial!»
Kurt Zurfluh freute sich wie ein kleines Kind: «Ein Bubentraum ist wahr geworden. Endlich durfte ich mal
Traktor fahren!» Es sei, so Zurfluh weiter, «einfach genial» gewesen: «Voll klimatisiert und voll automatisch.» Zur Belohnung bekam das Geburtstagskind unter anderem von Gemeindepräsident Kaspi Widmer und Gemeindeammann Seppi Odermatt einen grossen, mit einigen feinen Weinflaschen angereicherten Gemüsekorb. Und Ländlerkönig Carlo Brunner spielte mit seiner Kapelle zu Ehren des «Hopp
de Bäse»-Moderators unter anderem zu Ehren Zurfluhs den eigens neu komponierten Fox «Hopp de Bäse, Kurt!» Zum runden Geburtstag und zur bestandenen Traktor-Prüfung gratulierten unter den Gästen auch Tino Arnold, der Gründer des DRS Regionaljournals Zentralschweiz, Kurt Imhof, der Direktor der Schweizerischen Hotelfachschule Luzern (SHL), Josef Mugglin, der Leiter der Abteilung Fischerei und Jagd
des Kantons Luzern sowie Luzerns Ex-Stapi Franz
Kurzmeye
r, der mit seiner Ehefrau Anne-Marie grad zufällig im «Gotthard» das Mittagessen genoss.

André Häfliger