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80. AUTOSALON GENF: Doris Leuthard, ein Fan von Autos und Pferden

Doris Leuthard eröffnete am Donnerstag in Genf den 80. Automobilsalon. Die Bundespräsidentin outete sich dabei als Fan von Autos – und Pferden!
Bundespräsidentin Doris Leuthard im Gespräch mit Pius Schwizer (links), die Luzerner Weltnummer 1 der Springreiter. In der Mitte Daimler Schweiz-CEO Karl Schregle. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Bundespräsidentin Doris Leuthard im Gespräch mit Pius Schwizer (links), die Luzerner Weltnummer 1 der Springreiter. In der Mitte Daimler Schweiz-CEO Karl Schregle. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Auf dem traditionellen Eröffnungsrundgang traf die CVP-Bundesrätin Doris Leuthard Pius Schwizer. «Ich verfolge ihren Sport und ihre eindrückliche Karriere aufmerksam. Und Pferde mag ich sowieso Pferde sehr», gestand Leuthard der Luzerner Weltnummer 1 im Springreiten. Dann leitete sie gleich ein kurzes Fachgespräch ein. «Wer soll denn beim Anbringen der geplanten Kontroll-Chips bei Spitzenpferden die Verantwortung tragen, die Besitzer, die Reiter oder die Tierärzte?» Die klare Antwort von Schwizer: «Einzig und allein die Tierärzte, das ist für mich die korrekteste und neutralste Lösung.»

Im Sommer im Cabriolet
Vor dem Rundgang hatte die Magistratin in ihrer Ansprache «unumwunden und ohne schlechtes Gewissen» zugegeben: «Ich fahre gerne Auto und geniesse im Sommer die Vorzüge eines Cabriolets. Das Auto und die Freude am Fahren gehören zum guten Glück noch nicht zu den Todsünden.» Ob Nutzfahrzeug oder Vergnügungsfaktor, das Auto sie heute ein «unverzichtbarer Gegenstand» unserer Gesellschaft.

«Politiker und Autobauer sind sich der Notwendigkeit sehr wohl bewusst, dass wir die Gleichung zwischen dem legitimen Bedürfnis nach Mobilität und den Auswirkungen auf die Umwelt aufläsen müssen», fügte Leuthard ebenso überzeugt an.

Dazu skizzierte Doris Leuthard einige ihrer Lösungsansätze und Vorstellungen:

  • Sie plädierte für «intelligente Autos» und eine «intelligente Nutzung» von Fahrzeugen und Infrastrukturen. «Benzinverbrauch und C02-Ausstoss müssen signifikant reduziert werden», forderte die Bundespräsidentin und machte den Autobauern Mut: «Der Markt der sauberen Autos ist ein Markt voller Versprechen.»
  • Das Wachstum im Drang des Menschen nach Freiheit und Mobilität müsse aufgefangen werden. Methoden dazu sind laut Leuthard etwa das Road-Pricing (Gebühr Strassenbenützung) nach dem Vorbild von London oder Stockholm, ein Tarifmanagement oder eine intelligente Mobilitätsform, die den Individual- und den öffentlichen Verkehr kombiniert. Durch bessere Nutzung bestehender Infrastrukturen sollten schliesslich laut Leuthard neben den Autos auch unsere Strassen intelligenter werden.

Optimismus und Zuversicht
Als Wirtschaftministerin habe sie «mit Befriedigung» festgestellt, dass der Schweizer Automobilmarkt im vergangenen Januar um fast sechs Prozent gestiegen ist. Sie ermutigte deshalb die Vertreterinnen und Vertreter der Branche, auch angesichts grosser Herausforderungen «optimistisch und zuversichtlich» zu bleiben. «Die Automobilbranche wird sich anpassen müssen, doch sie wird sich dank Innovationen auch anpassen können», gab sich Leuthard überzeugt und schloss mit einem herzhaften «Bonne route!», gute Fahrt!

Zufriedenes Rundgang-Fazit
Nach ihrem Rundgang, auf dem sie unter vielen anderen auch Flugabenteurer Bertrand Piccard, Miss Schweiz Linda Fäh und Mister Schweiz André Reithebuch traf, schilderte Leuthard als «eindrücklich und zukunftsweisend». Sie habe viel innovative Technik, ökologische Fortschritte, schöne Designs sowie ebenso besorgte wie aber auch besonnene und realistisch denkende Autohersteller getroffen und gesehen.

André Häfliger, Genf

HINWEIS
Der 80. Automobilsalon dauert noch bis zum 14. März. Mit 250 Ausstellern aus 30 Ländern ist er ausgebucht. Rund 700 Marken werden auf 78'000 Quadratmetern präsentiert. Bis zu 700'000 Fans werden erwartet.

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