83. SPENGLERCUP IN DAVOS: Vasa-Läufer Ueli Maurer im Hockeyfieber

Tausende begeisterter Fans, Bundespräsident Hans-Rudolf Merz sowie Bundesrat Ueli Maurer waren am Samstag in Davos dabei, als der 83. Spenglercup eröffnet wurde.

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Eishockestar Nick Naumenko mit Bundespräsident Hans-Rudolf Merz, Radstar Fabian Cancellara und einem HCD-Fankind. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Eishockestar Nick Naumenko mit Bundespräsident Hans-Rudolf Merz, Radstar Fabian Cancellara und einem HCD-Fankind. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Rührend, wie sich am Rande der Spiele Bundesrat Maurer seinem 12-jährigen Sohn Corsin zeigte, wie man zwei Eishockey-Stöcke in Händen hält. Schliesslich ist Eishockey weder der Sport des Vater noch des Sohnes: Corsin ist linker Fussballstürmer beim FC Hinwil – und Sportminister Maurer trainiert gerade für einer den berühmten, 90 Kilometer langen Vasa-Lauf. «Im nächsten Jahr will ich in Schweden am härtesten Langlauf-Wettbewerb der Welt starten», erzählte Maurer. Trotzdem hatten die beiden an einem der härtesten Hockeyturniere der Welt genauso viel Spass wie Bundespräsident Merz. «Die Atmosphäre und die Emotionen sind einmalig schön», waren sich die Magistraten einig.


Bundesrat Maurer mit Sohn Corsin. (Bild André Häfliger)

Marc Berthod hinter Gittern...
Andere kennen den gnadenlosen Hockeysport aus eigener Erfahrung. Fredi Pargätzi, seit 20 Jahren OK-Chef des 8,5-Millionen-Turniers, spielte jahrelang bei Davos, Servette-Genf und Lugano. «Ohne grössere Blessuren». Dann aber mit einem grösseren Krach als Turnierleiter: Zwei Jahre lag Pargätzi, der bis am 31. Dezember rund 70'000 Fans in Davos erwartet, im Streit mit Mitveranstaltern, setzte als OK-Chef aus und leitet deshalb jetzt sein 18. Turnier. Schon als kleiner Bub begann Skistar Marc Berthod mit Eishockey: «Mit 14 hörte ich dann aber auf und setzte ganz auf meine Skis», erzählte der Skistar. Weil es zu gefährlich ist? «Nein, nein», lachte der Bündner. «Bei den Jugendlichen tragen ja nicht nur die Goalies, sondern alle Spieler Schutzhelme mit Gittern vor dem Gesicht.» Mit seinem bekannten Vater Martin und seinem Onkel René Berthod war für Marc aber schon früh klar, dass auch er auf die Skikarriere setzen wollte.

Eishockey als Ausgleichssport
Bei Ex-Fussballstar Georges Brégy ist Eishockey stets im Winter als Ausgleichssport angesagt. «Auf dem Eis holte ich mir indes einige Verletzungen mehr als auf dem Rasen», verglich der Walliser. Wegen einer Nieren-Verletzung musste TV-Moderator und Spenglercup-Kommentator Jann Billeter mit dem Eishockeysport, den er viele Jahre aktiv betrieb, aufhören. «Ganz ungefährlich ist das schon nicht», weiss er. «Aber ein faszinierender Sport ist er auch für mich geblieben. Nur einmal stand Fabian Cancellara auf dem Eis, schoss aber gleich vier Tore. «Das war beim Abschied meines Kollegen Alex Zülle», erinnerte sich der Berner Radstar. Als «schönen Ausgleich» genossen den Eishockeysport «ab und an» der ehemalige Swiss Olympic-Präsident Daniel Plattner (Ehrenpräsident Swiss Top Sport), FC Luzern-Beiratspräsident Erich Fust (CEO John Lay AG) sowie Olympiaarzt Beat Villiger. Aktiv bei St. Moritz und Samedan waren indes Fifa-Starkoch Jacky Donatzund sein Bruder René.

André Häfliger