90. SPIELSAISON: Drei Knie-Generationen in der Manege

Mit besonderem Stolz lud die Zirkusfamilie Knie am Freitagabend zur Premiere: In Rapperswil wurde nämlich der Startschuss zur 90. Spielsaison des Schweizer National-Zirkus gegeben.

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Chris Rui Knie, der Sohn von Franco Knie jun., bei seinem ersten Auftritt in der Manege. (Bild Keystone)

Chris Rui Knie, der Sohn von Franco Knie jun., bei seinem ersten Auftritt in der Manege. (Bild Keystone)

«Das lässt grosse Freude aufkommen», strahlte Franco Knie inmitten der fröhlichen Belegschaft und der ebenso aufgestellten Gästeschar. «Aber das verpflichtet natürlich auch.» Wie der Zirkusdirektor sagt: Es verpflichtet zu einem Qualitätsprogramm, das die sechste, siebte und achte Knie-Generation zweifelsfrei auch dieses Jahr in die Manege legt.

Fredy und Mary-José Knie mit Tochter Géraldine-Katharina von der sechsten und siebten Generation begeistern wiederum mit ihren spektakulären Pferdenummern. Franco Knie und sein Sohn Franco junior mit seiner Ehefrau Sulina, von den gleichen Generationen, fesseln das Publikum mit ihren Elefanten. Géraldines Sohn Ivan-Frédéric und Chris-Rui, der Sohn von Franco junior, vertreten schon würdig und voller Freude mit Ponys, Pferden und Elefanten die achte Knie-Generation. «Es ist ihnen allen einfach ins Blut gelegt, ganz toll», schwärmte Starkomiker Viktor Giacobbo, der auch schon eine Knie-Manegensaison hinter sich hat und mit Schauspielerin Sabine Schneebeli zur Premiere kam.

Oriannes Musik-Box
Ehrengast des Abends war eine ganz gute Freundin der Familie Knie: Orianne Collins, die ehemalige Gattin von Popstar Phil Collins. Sie sah sich das neue Programm gleich zweimal an: Die Generalprobe am Nachmittag und die Premiere am Abend. «Bei diesem Programm kann man sich gar nicht satt sehen, es ist einfach fantastisch», attestierte sie. Und präsentierte eine kostbare Musik-Box, die vorerst in 90 Exemplaren hergestellt wurde. Drei Songs ihres Ex-Ehemannes sind zu hören, das Cover wurde vom Luzerner Kunstmaler Hans Erni gestaltet. Der Erlös der knapp 3000 Franken teuren Boxen geht vollumfänglich an Oriannes Stiftung «Little Dreams», die Kinder und auch Behinderte ein Sport und Kunst unterstützt.

Witziges «Duo Oropax»
Als Komiker in der Manege legt dieses Jahr das «Duo Oropax» mit Volker und Thomas Martins los. «Sie sind auch im Zirkus einfach genial», urteilten zwei, die es wissen müssen – Peter Freiburghaus und Antonia Limacher. Das «Duo Fischbach», das 1998 und 2004 gleich zwei Jahre im Knie gastierte, hat grosse Pläne: «Im Herbst werden wir in Küssnacht am Rigi unser eigenes Theater mit 250 Plätzen eröffnen.» Das freute auch den Krienser Zirkuspfarrer Ernst Heller: «Ganz toll! Dort gibt es ja seit 20 Jahren nicht einmal mehr ein Kino?.»

 André Häfliger