ALLSTARS: Unser Pop-Nationalteam ist geboren

War das ein cooles Musikfest! MusicStar Fabienne Louves aus Emmenbrücke hatte ein mächtig gefeiertes Heimspiel, die stimmgewaltige Sina, der nie untergehende Stern aus dem Wallis, begeisterte als Überraschungsgast.

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Fabienne Louves war mit dabei bei dem Allstars Konzert. (Bild André Häfliger, Neue LZ)

Fabienne Louves war mit dabei bei dem Allstars Konzert. (Bild André Häfliger, Neue LZ)

Baselland-Popstar Baschi («Bring en hei») schrie sich förmlich die Stimme aus der Kehle und avancierte mit dem aus Malta stammenden «Krokus»-Star und Tennessee-Ehrenbürger Marc Storace zum Publikumsliebling.

Das waren aber bei der Geburt des Schweizer Musik-Nationalteams nur einige der vielen Höhepunkte gestern Abend im KKL Luzern beim öffentlichen Allstars-Konzert anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums der Helvetia-Versicherungen.

Auch Legenden wie Toni Vescoli, der nach einer Meniskusoperation vor zwei Wochen neben der Bühne noch an Krücken gehen musste, oder Betty Legler und Michael von der Heide rissen die Fans zu wahren Begeisterungstürmen hin.

Die Rap-Stars Bligg und Gimma, Sängerin Bergitta Victor aus den schönen Seychellen-Inseln, «Plüsch»-Star Ritschi, Carlos Leal (ex «Sens Unik») und Hackbrett-Star Pascal Senn aus Romanshorn ebenso. Von Finanzkrise keine Spur. «Zum Glück verstehe ich nullkommanullnull von Aktien und Obligationen», schmunzelte Michael von der Heide.

Stern ist wie Hitzfeld

Der Schlüssel dieses Erfolges hatte Adrian Stern («Lieber Lieder») mit seiner Band in der Hand: Der Sänger und Songschreiber aus Baden führte unter den Allstars Regie wie man es sich sonst im KKL nur von Dirigenten-Denkmal Claudio Abbado gewohnt ist.

Musik-Supervisor nennt sich dieses Fach: Der Chef auf der Bühne, der Ottmar Hitzfeld der Popmusik sozusagen, formt erfolgreiche Soloprotagonisten zu einem schlagkräftigen Team zusammen.

«Ich mache das seit diesem Jahr mit grosser Begeisterung», erzählte Stern, der in dieser Funktion neuerdings auch beim Erfolgsmusical «Ewigi Liebi» in Zürich tätig ist.

Sina ist Luzern-Fan

Die Allstars in Luzern: Bereits am Freitagabend standen sie – exklusiv für die Helvetia-Mitarbeiter – auf der Bühne. Und sie fühlten sich mitten in der heftig pulsierenden Luzerner Chilbi rund ums KKL sichtlich wohl. «Da geht ja die Post mächtig ab», staunte Sina. «Ich liebe diese schöne Stadt und die Herzlichkeit ihrer Menschen.»

Trifft sich gut: Am 7. und 8. November kommt Sina wieder – und legt im Stadtkeller los. Das hat Marie Louise Werth für die jubilierende Helvetia von CEO Philipp Gmür, der seine 2200 Mitarbeiter übrigens auch noch zu den Comedy-Stars Massimo Rocchi und «DivertiMento» (Jonny Fischer und Manu Burkart aus Zug) ins Hotel Schweizerhof einlud, auch getan.

Und wie: Die im Kanton Obwalden lebende Furbaz-Sängerin hat zum Firmengeburtstag einen eigenen Song geschrieben und ihn schon in sechs Ländern präsentiert – Heil dir, Helvetia!

André Häfliger