AMSTERDAM/ROM: Riesenschiff soll «Costa Concordia» abtransportieren

Das Unglücksschiff tritt im nächsten Jahr seine letzte Reise an. Die «Costa Concordia» wird vom weltgrössten Schwimmdock zum Schrottplatz gebracht.

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Mit diesem Riesenschiff soll die Costa Concordia Huckepack genommen werden. (Bild: AP Photo / Visualisierung)

Mit diesem Riesenschiff soll die Costa Concordia Huckepack genommen werden. (Bild: AP Photo / Visualisierung)

Ein riesiges Transportschiff soll das Wrack der «Costa Concordia» im Huckepack im kommenden Jahr zur Verschrottung bringen. Den Auftrag zum Transport des 2012 vor der italienischen Insel Giglio gekenterten Kreuzfahrtschiffes erteilte die Betreibergesellschaft Costa Crociere jetzt der niederländischen Firma Boskalis. Sie gilt als weltgrösstes Spezialunternehmen für Schwerguttransporte auf hoher See.

Boskalis werde das weltgrösste Transportschiff einsetzen, die «Dockwise Vanguard», sagte Firmensprecher Martijn Schuttevâer der niederländischen Zeitung «de Volkskrant» (Freitag). Das Schwimmdock wird vor allem für den Transport von Offshore-PLattformen eingesetzt.

Schiff soll voll Wasser laufen und Costa Concordia Huckepack nehmen

Nach der Aufrichtung der «Costa Concordia» vor rund drei Wochen könnte es erneut spektakuläre Bilder geben: Die 275 Meter lange «Dockwise Vanguard» werde ihr Ladedeck 20 Meter unter den Meeresspiegel absenken, so dass der 114'500-Tonnen-Kreuzfahrtriese auf das Transportschiff geschoben werden könne, sagte der Sprecher.

«Dazu lassen wir unser Schiff voll Wasser laufen», sagte Schuttevâer. «Wenn die »Concordia« aufgeladen wurde, wird das Wasser abgepumpt und der ganze Koloss kommt wieder nach oben.» Dazu seien umfangreiche Vorbereitungen nötig, so dass die Operation erst Mitte 2014 über die Bühne gehen könne.

Wohin die «Costa Concordia» zur Verschrottung gebracht werden soll, steht noch nicht fest. Die Kosten für den Abtransport wurden mit 22 Millionen Euro veranschlagt. Die «Costa Concordia» hatte im Januar 2012 vor Giglio einen Felsen gerammt und war gekentert. 32 der mehr als 4200 Menschen an Bord kamen ums Leben.

sda