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ARQUATA DEL TRONTO: Kritik an schlechter Bauqualität nach Erdbeben in Italien

Nach dem verheerenden Erdbeben in Mittelitalien in der Nacht auf Mittwoch haben Experten scharfe Kritik an der Qualität der Bausubstanz in Gebieten mit erhöhtem Erdbeben-Risiko geübt. In Italien gebe es keine Kultur der Prävention, beklagte der nationale Verband der italienischen Geologen.
In Arquata del Tronto ist nach dem Erdbeben sprichwörtlich kein Stein mehr auf dem anderen geblieben. (Bild: EPA / Matteo Crocchioni)

In Arquata del Tronto ist nach dem Erdbeben sprichwörtlich kein Stein mehr auf dem anderen geblieben. (Bild: EPA / Matteo Crocchioni)

Italien müsse sich an Kalifornien und Japan ein Beispiel nehmen, die mit dem Problem wiederholter Erdbeben leben und massiv in die Sicherheit der Gebäude investiert haben, meinten angesehene Experten. Der Vulkanologe und Erdbebenexperte Enzo Boschi kritisierte, dass in Italien nur nach schweren Erdbeben nach erdbebensicheren Standards gebaut werde.

Er brachte das Beispiel der umbrischen Stadt Norcia. Hier waren bei einem Erdbeben 1979 fünf Menschen ums Leben gekommen worden. Danach wurden Häuser nach modernsten Sicherheitsstandards neu aufgebaut. Die umbrische Kleinstadt hat bei dem Erdbeben am Mittwoch kaum Schäden erlitten.

Fast 26 Millionen Menschen leben in Italien in Gebieten mit erhöhtem Erdbeben-Risiko, das sind 45 Prozent der Bevölkerung, berichteten italienische Medien. Sieben Millionen Gebäude sind gefährdet, sollte es zu einem stärkeren Erdstoss kommen. 80'000 öffentliche Gebäude wie Schulen und Spitäler wurden nicht nach den modernen Sicherheitsstandards errichtet.

Auch wenn es keine hundertprozentige Erdbebensicherheit geben könne, so kenne die Wissenschaft doch Mittel und Wege, die Situation wesentlich zu verbessern, betonten italienische Experten. Das Wissen sei vorhanden, woran es fehle sei die Umsetzung. Dabei seien nicht so sehr Neubauten das Problem, als vielmehr ältere Gebäude oder Brücken. Die Experten regten an, die heimische Erdbebensicherheit mittels eines Mehrstufen-Planes zu verbessern.

sda

Eine verletzte Frau wird in Amatrice aus den Trümmern geborgen. (Bild: EPA / Massimo Percossi)
Eine Mutter hält ihren Sohn fest in den Armen. (Bild: EPA / Massimo Percossi)
Ein verletzter Mann wird in Amatrice aus den Trümmern geborgen. (Bild: EPA / Massimo Percossi)
Eingestürzte Häuser in Amatrice. (Bild: EPA / Massimo Percossi)
Ein verletzter Mann wird in Arquata del Tronto aus den Trümmern geborgen. (Bild: AP / Sandro Perozzi)
Bewohner von Amatrice auf den Trümmern ihrer Häuser. (Bild: EPA / Massimo Percossi)
Ein Mann beugt sich über einen Trümmerstein in Amatrice. (Bild: AP / Massimo Percossi)
Ein verletzter Mann wird von den Rettungskräften versorgt. (Bild: AP / Sandro Perozzi)
Eine Nonne kontrolliert ihr Handy nach Nachrichten. (Bild: EPA / Massimo Percossi)
Ein Bild der starken Zerstörung in Amatrice. (Bild: EPA / Massimo Percossi)
Rettungskräfte suchen in den Trümmern von Pescara del Tronto nach Überlebenden. (Bild: EPA / Cristiano Chiodi)
Rettungskräfte suchen in den Trümmern von Pescara del Tronto nach Überlebenden. (Bild: EPA / Cristiano Chiodi)
Ein Blick über Pescara del Tronto. (Bild: EPA / Cristiano Chiodi)
Ein Blick über Pescara del Tronto. (Bild: EPA / Cristiano Chiodi)
Rettungskräfte suchen in den Trümmern von Amatrice nach Überlebenden. (Bild: AP / Alessandra Tarantino)
Trost spenden in Amatrice. (Bild: AP / Alessandra Tarantino)
In Amatrice wurde unter freiem Himmel eine medizinische Notfallstation errichtet. (Bild: AP / Alessandra Tarantino)
Überlebende in den Trümmern von Amatrice. (Bild: AP Photo / Videostill)
Ein Mann wird in Amatrice aus den Trümmern geborgen. (Bild: AP / Alessandra Tarantino)
In Amatrice suchen Helfer in den Trümmern nach Verschütteten. (Bild: AP Photo /Videostill)
Aufräumarbeiten in Amatrice. (Bild: AP / Alessandra Tarantino)
Aufräumarbeiten in Amatrice. (Bild: AP / Alessandra Tarantino)
Bewohner von Amatrice vor eingestürzten Gebäuden. (Bild: AP / Alessandra Tarantino)
Ein Mann spendet Trost. (Bild: AP / Alessandra Tarantino)
Die Zerstörung in Amatrice ist enorm. (Bild: AP Photo / Videostill)
Die Zerstörung in Amatrice ist enorm. (Bild: AP Photo / Videostill)
Überlebende Bewohner von Amatrice. (Bild: AP Photo /Videostill)
Die Verwüstung in Amatrice ist enorm. (Bild: AP Photo / Videostill)
In Amatrice sitzt eine Nonne bei einem Opfer des Erdbebens.
Helfer bergen eines der Opfer in Amatrice. (Bild: AP Photo / Videostill)
Bewohner von Amatrice verbringen die Nacht auf der Strasse. (Bild: EPA / Emiliano Grillotti)
In Amatrice sind zahlreiche Gebäude eingestürzt. (Bild: EPA / Emiliano Grillotti)
Die Rettungskräfte in Amatrice im Einsatz. (Bild: EPA / Luca Prosperi)
Das zerstörte Postgebäude in Arcuata del Tronto. (Bild: AP/ Sandro Perozzi)
Helfer suchen in Arcuata del Tronto nach Verschütteten. (Bild: AP / Sandro Perozzi)
In Norcia verbringen Menschen die Nacht nach dem Erdbeben im Freien. (Bild: EPA / Matteo Crocchioni)
In Norcia verbringen Menschen die Nacht nach dem Erdbeben im Freien. (Bild: EPA / Matteo Crocchioni)
In Norcia verbringen Menschen die Nacht nach dem Erdbeben im Freien. (Bild: EPA / Matteo Crocchioni)
Diese Frau verbrachte die Nacht in Norcia im Freien. (Bild: EPA / Matteo Crocchioni)
Das Epizentrum des Erdbebens mit einer Stärke von 6.2 auf der Richterskala befindet sich sichsüdöstlich der Stadt Norcia in der Provinz Perugia. (Bild: USGS / Handout)
40 Bilder

Schweres Erdbeben in Italien

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