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Autismus: Ein Begriff, viele Ausprägungen

Autismus ist vieles. Medizinisch handelt es sich um eine vorwiegend genetisch verursachte, tiefgreifende Entwicklungsstörung. Sie zeigt sich schon im frühesten Kindesalter. Typisch dafür sind eine eingeschränkte soziale Kommunikation und Interaktion sowie Vorlieben für Wiederholungen, Pläne, Regeln. Männer sind viermal häufiger betroffen als Frauen. Autisten nehmen die Welt anders wahr. Mit all ihren Sinnen sind sie auf Empfang – je nach Schweregrad unfähig, unwichtige Reize auszublenden und den Blick vom Detail auf das Ganze zu lenken.

Die Art und Weise wie sich die Störung zeigt und ihr Schweregrad kann sehr verschieden sein. Deshalb spricht man auch von «Autismus-Spektrum-Störung» (ASS). Grob werden drei Typen unterschieden.

Frühkindlicher Autismus: Die schwerste Form. Er macht sich bei den Betroffenen schon als Baby bemerkbar und zeichnet sich durch schwerere Beeinträchtigungen aus. Viele Menschen mit frühkindlichem Autismus sind geistig eingeschränkt und benötigen lebenslange Unterstützung.

Asperger-Syndrom: Menschen mit Asperger leiden – ähnlich wie beim frühkindlichen Autismus – an einer ausgeprägten Kommunikations- und Kontaktstörung. Die Betroffenen sind aber normal oder überdurchschnittlich intelligent.

Atypischer Autismus: Dieses Erscheinungsbild weist nicht alle klinisch bedeutsamen Symptome auf, aber doch genügend, um von Autismus zu sprechen.

Die Arbeitsgemeinschaft pro Wahrnehmung (APW) unterstützt Eltern autistischer Kinder, etwa mit einem einwöchigen Familien-Kurs im Reka-Feriendorf Urnäsch. Eltern erhalten dort konkrete Handlungsanweisungen und Tipps für den Alltag. (kaf)

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